16.
Matthew schürte das Feuer und hing den Kessel noch einmal über die Flammen. Beim Rühren verlor er sich wieder in den Gedanken.
'Es ist eh sinnlos sich Dinge auszumalen. Ich habe Verpflichtungen, die ich niemals vernachlässigen kann, auch wenn ich es wollte.'
Matthew schüttelte den Kopf heftig.
'Immer noch falsch, Williams, ganz falsch. Nachdem Matt wieder gesund ist, was ziemlich bald sein wird, wenn er so weiter macht, musst du wieder nach Hause kommen. Er müsste wissen, wo die nächste Siedlung ist. Und so ist es auch richtig.'
Er schielte herüber zu Matt, der mit unlesbarer Miene wieder die Decke ansah.
'So ist es richtig. Er ist nur so, weil ich ihm das Leben gerettet habe. Nur deshalb.'
Nachdem sie gegessen hatten, neigte sich die Sonne Richtung Horizont, doch keiner von beiden wollte oder konnte schlafen. Matthew schlug vor, dass sie Schach spielen könnten und legte das Brett auf das Bett. Solange wie er hier war würde er nie wieder den Tisch verrücken.
Matt war ein fast unbesiegbarer Gegner. Die ganze Stimmung lockerte sich um einiges auf, obwohl die Spiele schnell vorbei waren und recht einseitig waren.
"Matt! Du solltest unbedingt gegen meine beiden Väter spielen. Du wärst ihnen eine harte Konkurrenz bieten! Ich hab wirklich kein einziges Mal gewonnen!"
"Aber gut gespielt.", war Matts kurze Antwort. Auch ihn schien es entspannt zu haben seine Gedanken auf etwas anderes konzentriert zu haben. Obwohl seine Miene nichts davon durchscheinen ließ.
Sie hatten Partie nach Partie bis tief in die Nacht gespielt. Ein gutes Zeichen dafür, dass es Matt besser ging. Er wurde nicht mehr so schnell müde.
Aber jeder Tag musste ein Ende haben und Matts Gähnen leitete es ein. Matthew räumte das Schachbrett weg und legte keine Scheite mehr auf das erlöschende Feuer.
