22.
Zögerlich traute er sich wieder in sein Zimmer. Er befürchtete, dass sein Bett vollständig wieder da stand und alles unberührt an seinem rechten Platz stand. Er wollte die letzten Tage nicht geträumt haben, auch wenn es so unrealistisch wirkte. Er wusste nicht wie er mit der Situation umgehen sollte, wenn es wirklich alles nur eingebildet wäre.
Die Tür schwang geräuschlos auf. Matthew blieb im Türrahmen stehen und sah fast erleichtert auf die Stelle, an der sein Bett hätte stehen sollen. Man sah noch deutlich die hellen Abdrücke der Bettpfosten, die den kurzen Teppichboden noch flacher gedrückt hatten. Natürlich lag dann dort noch seine Decke und sein Kissen, die unordentlich herumlagen.
Er ging zur Decke und nahm sie in die Hand. Untersuchte sie auf jeden abnormalen Hinweis, der nicht auf eine Bettdecke gehörte.
An einer Seite zeigte sie die typischen weißen Trocknungsflecken, die man immer auf seinen Schuhen sah, wenn sie im Winter vom Schnee nass geworden waren.
Er ließ die Decke wieder auf den Boden sinken. Ihm war nun klar was er glauben würde.
Wie er das Holzfällerhemd von seinen Schultern streifte, so fielen auch seine Verwirrtheit und seine Zweifel von ihm ab. Mit den neuen Sachen aus dem Kleiderschrank, die er anzog, wurde er immer entschlossener. Er zog sich den Pullover über den Kopf und ging wieder Richtung Tür.
In dem Türrahmen sah er nochmal über seine Schulter und fixierte das Hemd, des auf dem Boden lag.
"Ich finde dich. Warte auf mich."
Matthew schloss die Tür hinter sich und ging zu seinem Handy. Er würde Arthur, Francis und Alfred anrufen, würde keine Zeit verlieren.
Wenn Matt irgendwo auf dieser Welt ist, würde er ihn finden.
~~ Ende ~~
