Sosukes Sicht
Ich befand mich gerade auf dem Weg zu Makoto, nachdem ich seine Adresse erfragt hatte.
In meinem Rucksack hatte ich zwei Tüten Chips dabei.
Ich freute mich darauf ihn wieder zu sehen und ihn besser kennen zu lernen.
Und dazu noch zocken. Was will man mehr?
Gerade stieg ich eine Treppe nach oben. Ich hatte das Gefühl sie führte zu seinem Haus.
Ich meinte mich zu erinnern dass auch Nanase irgendwo in der Gegend wohnte.
Ob Rin wohl bei ihm war? Letzte Nacht war er jedenfalls nicht in unserem Zimmer.
Oben angekommen, sah ich auch schon den Dunkelblonden vor einem der Häuser stehen.
Er lächelte breit und winkte mir zu. Ich konnte gar nicht anders als zurück zu lächeln.
Bald darauf stand ich vor ihm und wir reichten uns die Hand.*
„Komm doch rein!", sagte er und ging vor mir her auf das Haus zu.
Drinnen zog ich mir die Schuhe aus. „Mom? Ich habe Besuch mitgebracht.", rief mein Freund in das Haus hinein.
Einen Moment später stand seine Mutter vor uns.
Ich verbeugte mich respektvoll. „Bitte entschuldigen Sie die Störung. Mein Name ist Sosuke Yamazaki."
Sie lächelte mich an. Da hatte Mako also sein Lächeln her.
„Herzlich willkommen. Bitte bleib zum Essen."
„Ich würde mich freuen.", nickte ich und folgte Mako in sein Zimmer, da sie noch zu tun hatte.
Dort sah ich mich kurz um, während ich meine Tasche abstellte.
Besonders groß war sein Zimmer nicht.
Mir gegenüber unter dem Fenster befand sich ein Schreibtisch mit einem Drehstuhl davor und daneben eine Kommode.
Rechts von mir stand ein großes Bett mit hellgrau/dunkelgrau gestreifter Bettwäsche und links an der Wand stand ein Fernseher mit Konsole.
Darüber war ein Regal mit diversen Spielen, DVDs und Musik-CDs angebracht.
Makoto deutete auf sein Bett. „Setz dich bitte. Leider habe ich keine andere Sitzgelegenheit.", lächelte er entschuldigend.
Ebenfalls lächelnd setzte ich mich an das Kopfende beim Fenster.
Was hatte sein Lächeln nur an sich, dass es so ansteckend war?
Da fielen mir die Sachen in meinem Rucksack ein. Also stand ich wieder auf und holte eine Tüte.
„Ich hab Chips mitgebracht.", sagte ich und drehte mich um.
Dann zuckte ich zusammen, weil Mako direkt hinter mir stand.
Er hatte zwei Controller in der Hand. Auch er sah etwas erschrocken aus. „Sorry.", murmelte er.
Bildete ich mir das nur ein oder errötete er leicht?
Ich trat schnell einen Schritt zurück und reichte ihm die Tüte.
Dann nahm ich ihm einen der beiden Controller ab und setzte mich zurück auf das Bett.
Der Dunkelblonde sah mich an und legte den anderen Controller auf dem Bett ab.
„Ich hole kurz eine Schüssel für die Chips und etwas zu trinken. Magst du Gerstentee?"
Ich nickte und lächelte ihn(mal wieder) an.
Als er schon in der Tür stand, drehte er sich noch einmal um.
„Erstell dir doch schon mal dein Profil."
Ich sah auf den Bildschirm. Er hatte sich schon eingeloggt und ich sah, dass er sich einen Mönch erstellt hatte.
Ich fand das passte zu ihm.
Rasch erstellte ich mein eigenes Profil und wählte dann einen Barbar.
*Eigentlich ist Hände schütteln unter Japanern ja nicht üblich.
Aber eine Verbeugung zwischen den Beiden hat mir nicht zugesagt.
Und Umarmung passte auch nicht. Nennt es eben künstlerische Freiheit. :-)
Makotos Sicht
Ich betrat erst einmal das Badezimmer, um mir kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen.
Sosuke hatte mich überrascht. Er war plötzlich so nahe gewesen!
Ich atmete tief durch. Beruhige dich!, sagte ich mir selbst.
Nicht schon wieder wollte ich mein Herz verlieren, um anschließend verletzt zu werden.
Ich musste auf mich aufpassen.
Entschlossen ging ich in die Küche.
Dort entnahm ich dem Kühlschrank den vorbereiteten Gerstentee und dem Schrank zwei Gläser, sowie eine Schüssel.
All das stellte ich auf ein Tablett und kehrte in mein Zimmer zurück.
Dort platzierte ich die Sachen auf meinem Schreibtisch.
Sosuke erhob sich, riss die Tüte Chips auf und füllte den Inhalt in die Schüssel.
Währenddessen schenkte ich den Tee ein und reichte ihm ein Glas.
Dabei berührten sich unsere Finger leicht, aber ich ließ mir nichts anmerken.
Meine Finger kribbelten…
Ich sah auf den Bildschirm und stellte fest, dass Sosuke einen Barbar gewählt hatte.
Das würde ordentlich Schaden machen.
Wir setzten uns wieder auf mein Bett und ich startete das Spiel. Dann konnte es ja losgehen.
Gerade hatten wir erfolgreich den Schlächter geschlachtet(*g*), da rief meine Mutter zum Essen.
Ich streckte mich. Das hatte Spaß gemacht und ich lächelte den Schwarzhaarigen an.
Wir waren ein gutes Team.
Zwischendrin hatten wir sogar die Schwierigkeit hochgesetzt, weil die Monster zu schnell starben.
Gemeinsam betraten wir die Küche.
Rasch half ich meiner Mutter beim Tisch fertig decken.
Heute gab es Kamen-Raisu. Das war eines meiner Lieblingsgerichte.
Meine Geschwister waren noch nicht wieder da und so setzten nur wir 4 – meine Eltern, Sosuke und ich – uns an den Tisch.
„Itadakimasu!"
Sosukes Sicht
Nach dem Essen erledigten Mako und ich zusammen den Abwasch.
Das war das Mindeste was ich als Dank tun konnte.
Ich trocknete ab und stellte das Geschirr auf die Küchentheke.
Dabei dachte ich über die Zeit mit Mako nach.
Der Dunkelblonde kam mir heute etwas komisch vor.
Als wenn er meine Nähe meiden würde. Außerdem wirkte er etwas nervös.
Gestern war das noch nicht so. Erst seit… seit wann eigentlich?
Ich trocknete einen weiteren Teller ab und überlegte.
Bei der Begrüßung war er noch normal.
Dann fiel mir ein dass ich ihn erschrocken hatte und danach hatte ich mir eingebildet ihn leicht erröten zu sehen.
Ich sah ihn von der Seite an. Könnte es sein…?
Unsere Blicke trafen sich. Er sah mich fragend an. „W…was ist?"
Sollte ich ihn darauf ansprechen? Ich entschied mich dagegen. Das war zu früh.
Also schüttelte ich den Kopf. „Nichts.", antwortete ich.
„War nur in Gedanken.". Ich lächelte ihn an und er wandte sich wieder dem Abwasch zu.
Da… Diese leichte Röte konnte ich mir nicht einbilden.
Schnell konzentrierte ich mich wieder auf meine Arbeit.
Bald waren wir fertig und ich beschloss, dass es Zeit war zur Schule zurück zu gehen.
„Ich sollte langsam gehen, Makoto-Kun.", sagte ich deswegen.
Er nickte und ich holte meine Sachen aus seinem Zimmer. Dann verabschiedete ich mich von seinen Eltern.
Beflissen verbeugte ich mich und dankte für die Gastfreundschaft.
Die Beiden wirkten sehr nett.
Gerade kam ich wieder in den Flur, da ging die Haustür auf und zwei Kinder stürmten herein.
Das mussten wohl seine Geschwister sein.
Sie stürmten auf Mako zu. „Oniii-Chan!", riefen sie. Dann plapperten sie durcheinander. „Der Geburtstag war sooo schön!
Es hat großen Spaß gemacht!Wir haben ganz viel gespielt und es gab einen Kuchen der war soooo groß!"
Beide breiteten die Arme aus und versuchten die Größe zu zeigen.
Ich musste grinsen. Die beiden waren ja echt süß.
Makoto war in die Hocke gegangen.
„Das hört sich echt klasse an! Ihr müsst mir unbedingt alles erzählen. Aber begrüßt erst einmal Mama und Papa.
Ich werde solange meinen Freund Sosuke nach draußen begleiten."
Er drehte sich zu mir und die Kinder sahen mich neugierig an.
„Hallo!", sagte ich und schmunzelte. Beide grüßten zurück und waren dann schnell auf den Weg zu ihren Eltern.
Ich folgte Makoto nach draußen. Dort blieben wir stehen.
Mein Blick fiel in den Himmel. Es war schon etwas dunkler geworden.
Ich wandte mich wieder meinem Freund zu und lächelte ihn an.
„Vielen Dank für die Einladung. Es hat großen Spaß gemacht!"
Makoto lächelte mich warm an. „Das fand ich auch. Wir können das gerne wiederholen."
Er reichte mir die Hand. Ich ergriff sie und zog ihn in eine kurze Umarmung.
Ich wandte mich zum gehen. „Gute Nacht!", rief ich noch über die Schulter, auch Mako erwiderte den Gruß und winkte.
Dann machte ich mich endgültig auf den Heimweg.
Rins Sicht – am Morgen
Langsam schlug ich meine Augen auf.
Ich streckte mich und gähnte. Dabei berührte ich etwas Warmes.
Kurz erschrak ich, aber dann fiel mir wieder ein, dass ich bei Haru geschlafen hatte.
Er war mir zugewandt und ich betrachtete lächelnd sein schlafendes Gesicht.
Ich erinnerte mich an den Abend zuvor und errötete.
War das wirklich passiert?
Ich drehte mich zu Haru und keuchte leise auf.
Die Schmerzen in meinem Hintern zeugten jedenfalls davon.
Trotzdem lächelte ich glücklich.
Vorsichtig hob ich die Hand und strich ihm eine Haarsträhne aus dem rechten Auge.
Er bewegte sich und blinzelte während ich inne hielt.
Dann traf sein Blick meinen. „Morgen…", murmelte er.
Ich schmunzelte. „Morgen."
Er lächelte leicht und setzte sich dann auf. „Frühstück?", fragte er mich.
Ich sah ihn skeptisch an. „Gibt es etwas anderes als Makrele?"
„Nein."
Ich seufzte resigniert. „Also schön."
Lächelnd erhob er sich. Ich wandte errötend den Blick ab.
Dabei hatte ich ihn seit gestern Abend schon oft nackt gesehen.
Haru zog eine seiner Schwimmhosen aus dem Schrank, zog sie an und verließ das Zimmer.
Ich schüttelte den Kopf. Wie konnte er das nur die ganze Zeit tragen?
Schließlich zog auch ich mich an und folgte dem Geruch von gebratener Makrele in die Küche.
Dort setzte ich mich an den Tisch, Stützte den Kopf auf die Hände und sah ihm zu.
Kurz darauf war er auch schon fertig und platzierte einen Teller mit Brot und Makrele vor mir auf den Tisch.
Außerdem hatte er Tee gemacht. Ich war eher der Kaffeemensch, aber ich wusste auch, dass Haru keiner war.
Ich lächelte und dankte ihm für das Essen. Anschließend begannen wir zu frühstücken.
Beim Essen hing ich meinen Gedanken nach. Was war jetzt wohl unser Beziehungsstatus?
Ich meine… Objektiv betrachtet wären wir jetzt ein Paar.
Aber ob Haru das auch so sah?
Immerhin gab es noch diese „Freundschaft mit Vorzügen"-Sache. Für mich kam das jedoch nicht in Frage.
Wahrscheinlich sollte ich das einfach anspechen.
Ich leerte meinen Mund und trank einen Schluck Tee. Dann sah ich meinen - möglicherweise festen - Freund an.
„Haru…?", er sah auf und ich errötete. Ich wusste nicht so recht wie ich das ausdrücken sollte.
Schließlich fragte ich leise: „Möchtest du mich daten?"
Haru sah erstaunt aus. Mist. Wahrscheinlich war das Ganze nur Sex für ihn.
Ich sah auf den Tisch und kam mir ziemlich dumm vor.
Schließlich hörte ich seine Antwort. „Ich dachte das wäre offensichtlich."
Ich sah schnell auf. Ein Gefühl der Erleichterung durchströmte mich und ich lächelte ihn breit an.
Auch Haru lächelte leicht und beugte sich zu mir.
Sofort schloss ich meine Augen und kam ihm entgegen. Ich seufzte leise als sich unsere Lippen trafen.
Verliebtheit konnte so schön sein.
Später war ich auf dem Weg zurück zur Schule. Ich bekam dieses Dauergrinsen einfach nicht aus meinem Gesicht.
Die Leute um mich herum hatten mir schon so manchen seltsamen Blick zugeworfen.
Am Liebsten würde ich Haru tausend Nachrichten senden, aber ich wusste, dass ihn das nerven würde.
Mir war klar, dass ich mich wie ein verliebtes Mädchen aufführte aber ich konnte einfach nichts dagegen tun.
Wenig später kam ich in der Schule an. Als ich unser Zimmer betrat, war Sosuke jedoch nicht da.
Ich sah auf die Uhr. Kurz nach zwei. Normalerweise war er um diese Zeit da.
Schulterzuckend setzte ich mich an den Schreibtisch und kümmerte mich um meine Hausaufgaben.
Sosukes Sicht
Kurz nach halb neun war ich endlich in der Schule. Seufzend dachte ich daran, dass ich noch Hausaufgaben machen musste.
Ich beschloss, sie am nächsten Tag zu machen. Jetzt wollte ich erst einmal nachdenken.
Gut gelaunt öffnete ich unsere Zimmertür. Rin war wieder da. Er lag auf seinem Bett und las.
Bei dem Geräusch der Tür blickte er jedoch auf und lächelte mich an.
Noch immer schmerzte es ein wenig, aber ich konnte damit umgehen. Also lächelte ich so fröhlich wie möglich zurück.
„Hey!", grüßte ich. „Hey. Wie war dein Tag?"
Ich blickte ihn nachdenklich an. Sollte ich ihm erzählen dass ich bei Mako war? Ich entschied mich dafür.
Ich hatte keinen Grund meinem besten Freund etwas zu verheimlichen.
„Schön. Ich war bei Makoto zocken.", lächelte ich.
Er sah mich überrascht an. „Echt? Wow. Ich wusste nicht, dass ihr euch nahe steht."
Ich grinste und setzte mich auf den Schreibtischstuhl. „Naja. Wir waren gestern einen Kaffee trinken und sind ins Gespräch gekommen."
Er sah noch immer etwas skeptisch aus. Die genaueren Umstände musste er nicht wissen.
Schließlich wusste er ja nichts von meinen Gefühlen für ihn und vermutlich auch nichts von Makos Gefühlen für Nanase.
Deswegen fragte ich: „Und wie war dein Tag?"
Ich war mir ziemlich sicher er war bei Nanase. Die leichte Röte, die in seine Wangen stieg, bestätigte die Annahme jedenfalls.
„Naja… Ich hab bei Haru übernachtet und heute Morgen haben wir noch zusammen gefrühstückt."
Ich sah auf den Boden. „War es schön?", fragte ich leise. „W…Wie meinst du das?"
Kurz schwieg ich. Zumindest könnte ich zugeben sie gesehen zu haben. Dann musste er es nicht vor mir verheimlichen.
Also antwortete ich: „Ich… habe euch in der Dusche gesehen. Du musst nichts geheim halten, Rin."
Ich lächelte ihn - wie ich hoffte - aufmunternd an.
Natürlich wollte ich nicht zu viele Details wissen, aber ich war doch ein so guter Freund, dass er mir alles erzählen konnte.
Mit tiefrotem Kopf starrte Rin sein Buch an. „Ja. Es war schön…"
Das beruhigte mich etwas. Anscheinend ging es ihm gut. Und vielleicht… würde ich das auch bald fühlen dürfen.
Mir war klar geworden, dass mir ein gewisser Dunkelblonder schon jetzt sehr ans Herz gewachsen war und sich ziemlich oft in meine Gedanken schlich.
Mir ging das nur etwas zu schnell. Ein Ersatz für meinen besten Freund war er jedenfalls nicht.
Sollte ich ihn um ein Date bitten? Aber das war doch alles viel zu früh. Wahrscheinlich sollte ich erst einmal abwarten.
Ich seufzte leise und lächelte ein wenig. Niemals hätte ich damit gerechnet so schnell etwas für einen Anderen empfinden zu können.
„Ist was?", hörte ich Rin fragen und sah auf. Er sah mich verwirrt an. Ich beschloss jedoch, ihm vorerst nichts davon zu erzählen und schüttelte den Kopf.
Ich war mir ja nicht einmal selbst hundertprozentig über meine Gefühle klar.
Was wäre, wenn mein Herz sich einfach nur den Nächstbesten ausgesucht hatte?
Makoto war mir zwar sehr wichtig geworden, aber hatte das Bestand?
Wer sagte, dass er mich nicht auch verletzen würde? Immerhin wusste ich nicht, in wie weit und wie schnell er über Nanase hinweg kommen würde.
Ich schüttelte den Kopf und verzog mich erst einmal auf mein Bett.
Die folgende Woche verlief ohne große Zwischenfälle.
Ich ging meinem normalen Alltag mit Schule und Training nach. Ansonsten schrieb ich Mako ab und zu eine SMS.
Ich wollte die Freundschaft unbedingt aufrecht erhalten.
Beim nächsten Training mit Iwatobi am Freitag würde ich ihn wiedersehen. Ich lächelte.
Gerade kam ich vom Training zurück und betrat unser Zimmer.
Rin war schon da und sah mich an, sobald ich die Tür öffnete.
„Hey. Da ist Post für dich.", sagte er und deutete auf den Schreibtisch.
Neugierig nahm ich den Briefumschlag und sah nach dem Absender.
Nexon?* Verwundert öffnete ich den Umschlag.
Ich überflog das darin enthaltene Schreiben, stutzte und las noch einmal.
Dann begann ich breit zu grinsen und fiel dem überraschten Rin um den Hals.
Er keuchte auf. „Was ist passiert?"
„Ich hab etwas gewonnen! Zum ersten Mal in meinem Leben!"
Das hatte ich total vergessen. Vor einiger Zeit hatte ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht.
Tickets und eine Reise zur Gamescom nach Deutschland war der erste Preis gewesen.
Und das Beste: Es war für zwei Personen! Ich wusste sofort wen ich als Begleitung wollte.
Glücklich lachte ich auf und löste mich von meinem besten Freund.
Rin wollte natürlich wissen was ich denn gewonnen hatte und freute sich mit mir.
„Wen wirst du mitnehmen?", lächelte er.
Glücklicherweise interessierte sich Rin nicht sehr für Spiele, deswegen hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, als ich sagte:
„Ich werde Makoto fragen." Er grinste und boxte mich leicht auf den Oberarm. „Sag mal… Stehst du auf ihn?"
Mir stieg eine leichte Röte in die Wangen. „Wie kommst du darauf?"
„Also erst mal schreibst du in letzter Zeit ziemlich häufig SMS und lächelst dabei.
Das gleiche Lächeln geht jedes Mal über dein Gesicht wenn ich auch nur seinen Namen erwähne und außerdem…"
Er sah mich forschend an. „…gleicht dein Gesicht gerade einer Tomate."
Genauso fühlte ich mich gerade. „Könnte sein…", gab ich zu.
„Aber ich bin mir noch nicht sicher. Was ist, wenn er nicht auch so fühlt?"
Rin lächelte. „Warum sollte er nicht? Frag ihn einfach. Er wird dich schon nicht umbringen."
„Sicher?", fragte ich ironisch und wir lachten beide.
Ich nahm mir vor Makoto beim nächsten Training - morgen also - zu fragen. Zumindest ob er mit nach Deutschland kommen würde.
So. Das war Kapitel 3. Langsam wird es ernst :-)
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*Nexon ist eine Spielefirma in Japan. Das Gewinnspiel ist aber erfunden.
