Makotos Sicht
Wir waren gerade in einen Laden in dem es Spiele zu kaufen gab.
Ich war gespannt auf die von Sosuke erwähnten Lego-Spiele.
Die Beschreibung hatte mich neugierig gemacht.
Kurz darauf hatten wir die Spiele gefunden. Grübelnd betrachtete ich die Teile.
Welchen sollte ich nehmen? Harry Potter sah gut aus. Oder sollte es Herr der Ringe werden?
Der gefiel mir auch. Vor allem mochte ich die Filme – Harry Potter und Herr der Ringe sehr.
Ich entschied mich für Harry Potter. Sosuke lächelte mir zu und wir gingen gemeinsam zur Kasse.
Ich war schon gespannt auf das Spiel. Ob es wirklich wie im Film war?
Bald würde ich es heraus finden.
Nachdem ich das Spiel bezahlt hatte, traten wir aus dem Laden.
Ich hatte eine Idee. „Hey Sosuke. Hast du Lust noch ein Eis essen zu gehen?"
Er sah mich an und nickte. „Klar, warum nicht.", „Aber diesmal suchst du das Café aus.", lächelte ich und er grinste mich an.
Ich folgte ihm, bis er vor einem netten kleinen Café stehen blieb, das ich kannte.
Drinnen fanden wir schnell einen Platz in einer ruhigen Ecke.
Wir setzten uns gegenüber und sahen die Karte durch. Ich mochte eigentlich fast jeden Eisbecher hier.
Nur welche mit Alkohol oder After Eight schmeckten mir nicht.
Ich mag Minze nicht wirklich. Welchen sollte ich dann nehmen?
Oh ja! Vanilleeis mit heißen Kirschen. Den hatte ich schon lange nicht mehr.
Zufrieden mit meiner Entscheidung schloss ich die Karte und sah mich ein wenig um.
Das Café war recht gut besucht. Kein Wunder an dem schönen Tag heute.
Ich stutzte. Diese dunkelroten langen Haare… War das dort hinten Kou?
Sie sah wegen irgendetwas zur Seite und ich war mir sicher. Sie war es wirklich.
Ich beobachtete, wie sie lächelte und da fiel mir die Person auf, die gerade an ihrem Tisch aufgetaucht war.
Das war doch der Kapitän von Samezuka! Wie war doch gleich sein Name… Mikoshiba Seijuro.
Was machte er hier? Er grinste, sagte etwas zu ihr und sie kicherte.
Schließlich setzte er sich neben sie. Ich sah, wie nahe sie sich waren und die Art wie sie sich ansahen.
Da begriff ich es schließlich. Das war ein Date! Ich lächelte. Ob Rin davon wusste?
Vermutlich nicht. Sonst wären sie wohl nicht hier.
„Was gibt es denn da zu sehen?", hörte ich Sosuke fragen und wandte mich ihm schnell wieder zu.
Genau in dem Moment kam die Bedienung und nahm unsere Bestellung auf.
Sosukes Sicht
Ich überflog die Eiskarte. Schließlich entschied ich mich für meinen Lieblingseisbecher hier. Den Rocher-Becher.
Ich schloss die Karte und legte sie vor mir auf dem Tisch ab.
Mein Blick fiel auf Makoto. Er sah erstaunt irgendwo hinter mich. Ich blickte kurz über die Schulter, konnte aber nichts entdecken.
Als ich ihn wieder ansah, lächelte er verträumt. Ich beschloss nachzufragen was so interessant war und er sah mich etwas erschrocken an.
Allerdings wurden wir von der Bedienung unterbrochen, die unsere Bestellung aufnahm.
Als sie wieder weg war, beugte sich Makoto etwas über den Tisch. Automatisch kam auch ich ihm näher.
„Da hinten ist Kou… Mit Mikoshiba.", flüsterte er.
Meine Augen weiteten sich und ich warf noch einmal einen vorsichtigen Blick über meine Schulter.
Tatsächlich. Sie saßen am anderen Ende des Raumes. Und sie schienen ein Date zu haben.
Ich schmunzelte. Die kleine Kou wurde also erwachsen. Ich hatte sie immer als meine kleine Schwester gesehen.
Ich wandte mich wieder dem Braunhaarigen zu. „Das sollte ich wohl besser nicht Rin erzählen.", flüsterte ich und er kicherte leise.
„Aber jetzt hast du das perfekte Druckmittel", scherzte er.
Ich stellte mir das bildlich vor und grinste. „Genau. Die reinste Horrordrohung. ´Mach was ich sage, oder ich verpfeife dich an Kous großen Bruder.`".
Wir grinsten uns an. Dann richteten wir uns auf, weil die Eisbecher kamen.
Ich realisierte wie nahe wir uns eben gewesen waren und räusperte mich verlegen.
Dann begann ich mit Appetit mein Eis zu essen.
Später verabschiedeten wir uns an derselben Stelle an der wir uns begrüßt hatten.
„Bis Freitagmorgen Makoto-Kun.", sagte ich. Die Vorfreude auf das Wochenende wuchs immer mehr.
Auch die Nervosität bei der Vorstellung ihm meine Gefühle zu gestehen.
Er lächelte mich strahlend an. „Ich freue mich sehr darauf!"
Wir umarmten uns und ich machte mich auf den Rückweg.
Als ich in unserem Zimmer ankam, war Rin nicht da. Ich vermutete, er verbrachte die Nacht bei Haru.
Ich legte mich auf das Bett und las noch eine Weile in dem Buch, was ich gerade las. Es war ´Blutportale` von Markus Heitz. Ich mochte seinen Schreibstil sehr.
Langsam wurde ich von der Geschichte eingenommen und entspannte mich.
Makotos Sicht
Ich war ziemlich bald zu Hause. Daran, dass das Auto meiner Eltern vor der Haustür stand, erkannte ich, dass sie wieder zu Hause waren.
Ich öffnete die Haustür. „Tadaima!"
Sofort antworteten meine Eltern und Geschwister: „Okaeri!". Meine Mutter kam in den Flur und lächelte.
„Du kommst genau richtig zum Abendessen.". Ich nickte und ging mir kurz die Hände waschen, bevor ich zum Essen kam.
Als während der Mahlzeit mal einen Moment Stille einkehrte, die nicht vom Geplänkel meiner Geschwister unterbrochen wurde, erzählte ich meiner Familie von meinen Plänen am Wochenende.
Meine Eltern sahen mich besorgt an. „Nach Deutschland? Werdet ihr denn zurecht kommen? Ich meine… Du sprichst kein Deutsch…", bemerkte meine Mutter.
Darüber hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht. „Mach dir keine Sorgen. Mein Englisch ist gut genug, damit werden wir uns verständigen können. Und außerdem bin ich nicht alleine.", lächelte ich.
Sie sahen nicht ganz überzeugt aus, aber sie würden mich gehen lassen.
„Bringst du uns etwas mit?", kam dann natürlich von Ren.
„Aber sicher! Ich kann doch nicht ein fremdes Land besuchen und kein Souvenir mitbringen.", antwortete ich schmunzelnd.
Wir beendeten unsere Mahlzeit und ich dankte für das Essen. Heute waren Ren und Ran mit dem Abwasch dran, deswegen ging ich auf mein Zimmer.
Später würde ich wahrscheinlich etwas mit den Beiden spielen. Wir könnten vielleicht das neue Spiel ausprobieren.
Ich nahm es aus der Tasche und betrachtete einmal mehr das Cover.
Die Figuren sahen den echten Filmcharakteren sehr ähnlich, das musste man schon sagen.
Ich legte das Spiel neben mir ab und schaltete den Fernseher ein.
Dann zappte ich ein wenig durch die Programme, bis ich an einer Comedy-Sendung hängen blieb.
Gerade lief ein Auftritt von ´Gamarjobat`*. Ich mochte die Beiden sehr, deswegen sah ich das an.
Kurz darauf kamen Ren und Ran in mein Zimmer. „Oni-Chan! Spielen wir etwas?"
Ich lächelte und nickte. Den Fernseher schaltete ich aus.
Falls diese Comedy-Gruppe jemanden interessiert: Hier ist ein Sketch von ihnen. watch?v=cttXNAEgjD0&feature=
Harus Sicht
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war Rin noch nicht wach. Ich lächelte und kuschelte mich näher an ihn.
Da ich aber nicht mehr einschlafen konnte, stand ich vorsichtig auf, um ihn nicht zu wecken und ging dann ins Badezimmer um mir Wasser einzulassen.
Ich zog mich aus. Ausnahmsweise hatte ich meine Badehose nicht an, deswegen stieg ich nackt in die Wanne.
Entspannt lehnte ich mich zurück. Ich liebte es einfach das Wasser zu spüren. Die meisten Menschen verstanden das nicht.
Für mich war das Wasser einfach wie ein Freund der für mich da war und mich umarmte, auffing, umschmeichelte.
Ich atmete tief ein und tauchte unter die Oberfläche. So lange wie möglich versuchte ich den Atem anzuhalten.
Aber mittendrin hörte ich meinen Freund. „Haru.", er klang verschlafen und ich tauchte wieder auf. „Guten Morgen", lächelte er und kam näher. „Guten Morgen."
„Was dagegen wenn ich mit rein komme?"
Ich sah ihn etwas perplex an. Ich hatte noch nie darüber nachgedacht das Wasser zu teilen, wenn ich es einfach nur spüren wollte. Eigentlich sprach nichts dagegen.
„Warum nicht.", antwortete ich daher. Dann beobachtete ich wie Rin sich auszog.
Schließlich stieg er zu mir in die Wanne. „H…Haru! Das Wasser ist kalt!"
Ich runzelte die Stirn. Tatsächlich? Das war mir gar nicht aufgefallen. Trotzdem zog ich den Stöpsel, um etwas Wasser abzulassen, bevor ich es mit warmen ersetzte.
Rin entspannte sich sichtlich. Dann drehte er sich mit dem Rücken zu mir und lehnte sich an mich.
„Du bist schon manchmal seltsam.", bemerkte er trocken.
Warum sagten das alle ständig? Ich fand mich überhaupt nicht seltsam.
Ich verstand auch nicht, warum Makoto mich immer vom Wasser fern halten wollte.
Was konnte ich dafür, dass überall so große Wasserbehälter standen?
Das machten die anderen garantiert mit Absicht, um mich in Versuchung zu führen.
Irgendwann schlug ich vor zu frühstücken. Rin fragte mich was es gab.
Kommt er etwa auf die absurde Idee, es würde etwas anderes als Makrele geben?
Ich hatte eher das Gefühl nicht ICH war seltsam, sondern alle anderen.
Man kann doch Makrele nicht verschmähen…
Sosukes Sicht
Ich betrat nach dem Unterricht am Donnerstag unser Zimmer.
Endlich neigte sich die Woche dem Ende zu. Und damit näherte sich mein Wochenendausflug mit Makoto.
Morgen ging es los, deswegen musste ich unbedingt packen.
Gut gelaunt machte ich mich daran. Die Reiseunterlagen durfte ich auf keinen Fall vergessen, daher schob ich sie zunächst in die Seitentasche meiner kleinen Reisetasche.
Da ich nur für ein Wochenende packen musste, war der Rest schnell erledigt.
Ich sah mich noch einmal um. Hatte ich auch nichts vergessen?
Oh! Duschsachen und Zahnbürste. Außerdem nahm ich noch ein Buch für den Flug mit, welches ich in eine kleine Umhängetasche als Handgepäck packte. Dazu kamen noch mein Geldbeutel, Kopfhörer und MP3-Player.
Schließlich sah ich mir die Reiseunterlagen, die Anfang dieser Woche ankamen, noch einmal genauer an.
Morgen ging unser Flug um 09:55 Uhr in Tokyo. 08:00 Uhr morgens sollten wir am Flughafen stehen. Das bedeutete, wir mussten den Zug um 03:15 Uhr in Iwatobi nehmen, um rechtzeitig da zu sein.
In Köln waren wir dann abends um 19:05 Uhr mit einem Zwischenstopp in Frankfurt.
Die reine Flugreisedauer war 16:10 Stunden. Ich seufzte. Das würde ein anstrengender Tag werden.
Makoto hatte schon vermutet wir würden im Flugzeug schlafen und abends im Hotel total fertig sein. Die Vermutung hatte ich auch.
Wir hatten ausgemacht, dass ich heute Nacht bei Makoto schlafen würde, um dann morgen früh – oder eher Nacht – gemeinsam zu starten.
Zurück waren wir dann am Sonntag um 22:00 Uhr mit der Abflugzeit von 09:00 Uhr in Deutschland.*
Ich packte die Unterlagen wieder zusammen und verstaute sie in der Umhängetasche.
Dann sah ich auf die Uhr. Langsam wurde es Zeit aufzubrechen.
Ich nahm meine Sachen und machte mich auf die Suche nach meinem besten Freund, um mich zu verabschieden.
*Blöderweise ist die Zeitverschiebung so gelegt, dass sie – egal bei welcher Verbindung – erst Montag oder sogar erst Dienstag wieder in Tokyo ankommen würden. Daher ignoriere ich das einfach mal.^_^ Der Hinflug hingegen ist so am 07.08.2015 zu finden. Die Gamescom ist dieses Jahr an dem Wochenende.
Harus Sicht
Endlich war der Unterricht aus. Da heute keine Clubaktivitäten stattfanden, war ich gemeinsam mit Makoto auf dem Weg nach Hause.
In letzter Zeit hatten wir wenig unternommen. Ich würde gerne mal wieder mit zu ihm gehen.
„Makoto.", er sah mich fragend an. „Ich möchte mit dir zocken."
Mein bester Freund lächelte mich an. „Sicher. Ich habe schon gepackt. Also habe ich bis heute Abend Zeit."
Achja. Er würde ja morgen mit Yamazaki auf einen Wochenendtrip aufbrechen.
Das hatte er mir am Montag erzählt. Ich machte mir nach wie vor Sorgen um ihn.
Und am Wochenende würde er alleine mit ihm sein. Was wäre, wenn etwas passieren würde?
Ich schüttelte den Kopf. Makoto würde auf sich aufpassen.
Aus dem Augenwinkel sah ich Makos Blick auf mir liegen. Er lächelte.
„Mach dir keine Sorgen, Haru-Chan.". Ich sah zur Seite. Er hatte mich durchschaut.
„Lass das Chan…", murmelte ich peinlich berührt.
Er war der Einzige Mensch, der mich wie ein offenes Buch lesen konnte. Manchmal war es ziemlich praktisch, aber ab und zu war es unangenehm.
Bald darauf waren wir bei ihm zu Hause angekommen. Ich begrüßte seine Eltern.
Sie waren fast so etwas wie eine zweite Familie für mich.
In seinem Zimmer sah ich mir die Spiele durch. Da fiel mir ein Spiel auf, was ich noch nicht bei ihm gesehen hatte. Ich zog es aus dem Regal.
´Lego Harry Potter; Jahre 1-4`, las ich. Ich drehte mich zu Mako um.
„Oh. Das habe ich letzten Samstag gekauft. Ich habe es schon mit meinen Geschwistern angefangen. Ist wirklich gut."
Ich gab ihm die Hülle. Ein Versuch würde nicht schaden. Die Filme dazu kannte ich zumindest.
Kurz vor 18 Uhr
Wir waren gerade beim ´Gefangenen von Askaban`, als es an der Tür klingelte. Kurz darauf rief Makos Mutter nach ihm und er pausierte.
Ich lehnte mich zurück. Irgendwie gefiel mir das Spiel. Es war clever umgesetzt.
Makoto kam wieder zurück. „Haru, es ist Besuch gekommen.". Ich sah verwundert auf.
Hinter Makoto stand Yamazaki und nickte mir zu. „Yo, Nanase."
Ich konnte nur nicken. Was machte er hier?
„Sosuke schläft heute hier, weil wir ja morgen früh los müssen.", erklärte Makoto.
„Oh, okay. Dann wird ich mal gehen.". Ich sah Makoto ernst an. „Pass auf dich auf."
Er lächelte sein typisches Makoto-Lächeln. „Mach ich."
Schließlich umarmten wir uns und ich ging nach Hause.
Makotos Sicht
Als Haru und Sosuke beide in meinem Zimmer waren, war die Spannung geradezu greifbar.
Glücklicherweise haben sich beide zusammen gerissen. Als Haru weg war, atmete ich etwas auf.
Sosuke lächelte mich an. „Wie gefällt dir das Spiel?", fragte er mit einem Blick auf den pausierten Bildschirm.
„Mir gefällt es sehr gut, danke für den Tipp.", lächelte ich. „Möchtest du noch eine Runde spielen?". Er nickte und wir spielten noch eine Weile, bis es Zeit fürs Bett war.
Ich bereitete einen Futon für Sosuke vor, danach redeten wir, bis wir müde waren.
Wir waren Beide voller Vorfreude auf den nächsten Tag. Ich brauchte lange zum Einschlafen, aber irgendwann klappte es dann doch.
Am nächsten Morgen
Müde stand ich mit Sosuke am Bahnhof und gähnte.
Das war wirklich eine unmenschliche Zeit um aufzustehen. Ich war sowieso nicht der Morgenmensch. Sosuke schien keine Probleme zu haben. Der Glückliche.
Ich gähnte erneut und schloss halb die Augen, aber Sosuke stieß mich mit seiner Schulter an.
„Hey, schlaf nicht im stehen ein.", grinste er. „Du hast leicht reden…", murmelte ich und er kicherte.
Kurz darauf fuhr der Zug ein und da der Zug fast leer war, fanden wir schnell einen Sitzplatz.
Kaum waren wir losgefahren, fielen mir die Augen zu.
Später wachte ich davon auf, dass jemand an meiner Schulter rüttelte.
Ich öffnete erschrocken die Augen. Sosuke grinste mir zu. „Hey Schlafmütze."
Dann hielt er mir einen Pappbecher vors Gesicht. „Kaffee?"
Ich blinzelte erstaunt. „Danke!". Ich nahm ihm den Becher ab.
Vorsichtig nippte ich an der heißen Flüssigkeit. Genau so wie ich ihn mochte.
„Wann sind wir denn da?", fragte ich. Sosuke blickte auf sein Handy. „Etwa eine halbe Stunde noch."
Das bedeutete, ich hatte ungefähr dreieinhalb Stunden geschlafen.
Ich sah aus dem Fenster. Inzwischen war es hell draußen und ich konnte die Landschaft betrachten.
Auch Sosuke sah nach draußen, wie ich mit einem Seitenblick auf ihn feststellte.
Ich lächelte leicht und er sah zu mir. „Was ist?", fragte er und lächelte zurück.
„Ich freue mich einfach auf das Wochenende.". Seine Augen strahlten. „Ich mich auch."
Dann sahen wir beide aus dem Fenster. Kurz darauf kamen wir in Tokyo an und erhoben uns.
Vom Bahnhof aus mussten wir noch zwei Stationen mit der U-Bahn fahren, bis wir schließlich am Flughafen waren.
Dort stellten wir uns in die Schlange zum einchecken.
Sosukes Sicht
Seufzend ließ ich mich auf meinen Sitzplatz im Flugzeug fallen.
Die Zeit vom Einchecken und die Wartezeit, bis wir ins Flugzeug steigen konnten, hatten sich ewig hingezogen. So kam es mir zumindest vor.
Aber jetzt saßen wir erst einmal. Ich platzierte meine Umhängetasche zwischen meine Beine und lehnte mich zurück.
Auch Makoto nahm neben mir Platz und streckte die Füße so gut es ging aus.
Wir beobachteten, wie sich das Flugzeug langsam füllte.
Glücklicherweise saßen wir in der Reihe in der es nur Zweier-Sitze gab, daher würden wir unter uns bleiben.
Ich sah mich kurz um. Bisher war auch kein Kleinkind in Sicht.
Eigentlich mochte ich Kinder. Aber ich mochte keine schreienden und quengelnden Kinder.
Kurz darauf führte uns die Flugbegleiterin in die Sicherheitsvorkehrungen ein.
Nachdem das erledigt war, leuchtete ein Symbol vorne an der Wand auf.
Anscheinend sollten wir die Gurte anlegen. Das taten wir dann auch.
Ich warf einen Seitenblick auf Makoto. Irgendwie wirkte er etwas nervös.
„Alles okay?", fragte ich ihn. Er nickte. „Ja. Ich bin nur etwas nervös. Ist mein erster Flug."
Ich lächelte leicht. „Meiner auch."
Nervös war ich auch etwas. Aber nicht so sehr wie mein Freund.
Das Flugzeug setzte sich in Bewegung. Ich sah aus dem Fenster und beobachtete, wie die Gebäude immer schneller vorbei zogen.
Schließlich hoben wir ab. Mein Magen machte einen kleinen Satz, aber mir wurde nicht schlecht.
Plötzlich spürte ich einen Druck auf meiner Hand, die zwischen mir und Makoto auf der Armlehne lag.
Ich sah hin und stellte fest, dass er sie wohl unbewusst ergriffen hatte.
Lächelnd verschränkte ich vorsichtig meine Finger mit seinen, aber sagte nichts dazu.
Bald darauf durchbrachen wir die Wolkendecke und das Flugzeug nahm eine waagerechte Position ein.
Wir durften uns wieder abschnallen. Makoto zog seine Hand weg. „Sorry…", murmelte er.
Ich schüttelte den Kopf. „Kein Problem.", lächelte ich.
Ich hätte seine Hand gerne noch länger gehalten.
Hallöchen! Könnte sein, dass ich bis morgen nicht noch ein Kapitel schaffe. Ich beeile mich natürlich. Schließlich möchte ich meine Ideen unterbringen. :)
