Hallöchen! Sorry, dass es immer so lange dauert. Ich hoffe, ihr habt noch nicht die Geduld verloren. :-)
Rins Sicht
Haru und ich standen auf dem Flughafen in Tokyo. Gerade winkten wir seinen Eltern ein letztes Mal zu.
Schon war der Wochenendbesuch vorüber. Er wandte sich mir zu.
„Und jetzt?", fragte er leise. Ich sah auf meine Uhr.
„In drei Stunden landen Sousuke und Mako wieder. Wir könnten ja auf sie warten und dann gemeinsam zurück fahren.", schlug ich vor und er nickte.
Wir beschlossen, uns ein wenig in Tokyo umzusehen. Haru war nur sehr selten hier gewesen.
Ich dafür schon öfter – bedingt durch die Besuche nach Hause als ich in Australien gelebt hatte.
Deswegen konnte ich meinem Freund einiges zeigen.
In der Nähe des Flughafens gab es ein Einkaufszentrum. Dort sahen wir uns eine Weile um.
Unter Anderem gab es ein Musikgeschäft. Ich beschloss, mir eine neue CD zu kaufen und auch Haru kam mit.
Er sagte, er würde etwas für Mako aussuchen.
Ich war ziemlich erstaunt, als ich erfuhr, dass der Braunhaarige auf Rock stand. Ich hatte ihn eher auf Pop eingeschätzt.
In dem Sinne würde er zu Sousuke passen. Ich lächelte.
Mein eigener Musikgeschmack ging mehr in Richtung Metal. Allerdings mochte ich eher die melodischen Sachen.
Nightwish zum Beispiel gefiel mir sehr. Leider waren sie nicht mehr dasselbe, seit Tarja die Band verlassen hatte.
Schließlich entschied ich mich für die neue CD von X-Japan.
Wie ich sah, hatte Haru Oldcodex genommen. Die gefielen mir auch.
(Für die, die es noch nicht wussten… Der Synchronsprecher von Makoto – Tatsuhisa Suzuki – ist der Sänger von eben erwähnter Band, die unter anderem auch die Openings von Free performt hat. Die Endings wurden übrigens von den Synchronsprechern der Hauptcharaktere gesungen.)
Da Wir noch immer zwei Stunden Zeit hatten, beschlossen wir zunächst etwas essen zu gehen.
Fünf Minuten entfernt befand sich ein Restaurant, in dem ich oft mit meiner Mutter und Gou gegessen hatte, wenn wir noch Zeit bis zum einchecken hatten.
Dort gingen wir jetzt hin.
Harus Sicht
Nach dem Essen in dem von Rin empfohlenen Restaurant – in dem es übrigens sehr gut geschmeckt hatte – machten wir uns auf den Weg zurück zum Flughafen.
Wir holten uns etwas zu trinken und fanden uns an dem Ankunftsgate ein.
Einige Zeit später sollte das Flugzeug gelandet sein.
Aufmerksam beobachteten wir die Angekommenen und hielten nach unseren Freunden Ausschau.
Schließlich entdeckten wir die Beiden in der Menge.
Sie sahen müde aus. Ich bemerkte, dass sie ziemlich nah beieinander gingen.
Ihre Schultern berührten sich. Ich runzelte die Stirn.
Rin winkte aufgeregt. „Sou! Makoto!"
Sie sahen überrascht auf. Beide lächelten und kamen auf uns zu.
„Was macht ihr denn hier?", fragte mein bester Freund und sah mich an.
„Euch abholen.". „Das sehe ich."
Rin grinste. „Harus Eltern waren am Wochenende da und wir haben sie zum Flughafen gebracht. Da haben wir dann auch auf euch gewartet."
„Das ist aber lieb von euch."
„Wie war euer Wochenende?", fragte Rin an Yamazaki gewandt.
Aufmerksam sah ich ihn an. Mir entging die leichte Röte auf seinen Wangen nicht.
„Schön. Leider kamen wir nicht an den Blizzard-Stand.", antwortete er und lächelte.
Ich sah Makoto an. Seine Wangen hatten eine eindeutige Rotfärbung angenommen.
Seid ihr jetzt zusammen?, fragte ich in meinen Gedanken.
Mein bester Freund sah mir in die Augen. Er sah zur Seite. Dann sah ich ihn nicken und leicht lächeln.
Also hatte sich meine Vermutung bestätigt. Ich wusste nicht, wie ich das finden sollte.
Hoffentlich war alles okay mit ihm.
Wir gingen langsam zur U-Bahn Station, um zum Bahnhof zu kommen.
Einige Stunden später
Makoto und ich mussten früher aus dem Zug aussteigen.
Wir verabschiedeten uns und schon fuhr der Zug ohne uns weiter.
Auf dem Weg nach Hause war Makoto sehr still. Vermutlich wollte er einfach nur ins Bett.
Viel Schlaf würden wir ohnehin nicht bekommen. Der Schultag würde hart werden.
Ich ließ meinen Blick zu meinem Freund wandern. „Makoto. Bist du glücklich?", fragte ich ihn.
Er sah mich an. „Ja… Nur irgendwie sehr müde. Zwischen Sousuke und mir ist alles gut."
Ich nickte. Da fiel mir die CD ein. Ich holte sie aus meiner Tasche und gab sie ihm.
„Oh! Meine Lieblingsband. Das wäre doch nicht nötig gewesen, Haru-Chan! Danke!"
Er umarmte mich. „Lass das Chan….", murmelte ich wie immer, aber ich lächelte.
Vor meinem Haus verabschiedeten wir uns.
Sousukes Sicht
Rin und ich schlossen unsere Zimmertür auf.
„Endlich daheim.", sagte ich erleichtert. Die Reise war echt anstrengend gewesen.
Sollte ich so etwas noch einmal machen, dann für länger als nur ein Wochenende, damit es sich auch lohnt diese ewige Reisezeit auf sich zu nehmen.
Stöhnend ließ ich meine Tasche fallen und setzte mich an den Schreibtisch.
Rin grinste mich an. „Das klingt ja nicht so, als hättest du Spaß gehabt.", bemerkte er.
Ich seufzte. „Doch… Nur die Reise ist anstrengend…"
Er lächelte mich an. „Also. Du und Makoto, ja?"
Errötend wandte ich mein Gesicht ab. „Ja…", murmelte ich schließlich.
Rin schien sich sehr für mich zu freuen.
Dann erzählte er mir von seinem Wochenende bei Nanase. Offenbar ging es ihm gut. Das freute mich.
Auch ich erzählte von dem Wochenende. Mein bester Freund war neugierig wie wir zusammen gekommen waren.
Als ich erzählte, dass wir Hand in Hand über das Messegelände gelaufen waren, musste er grinsen.
Schließlich legten wir uns schlafen. Die Nacht war auch so schon sehr kurz und wir würden total groggy sein.
Mit dem Gedanken an Makoto schlief ich langsam, aber sicher ein.
Wie ich befürchtet hatte, war ich beim Klingeln des Weckers todmüde. Irgendwie schaffte ich es trotzdem die Schule hinter mich zu bringen.
Schon jetzt vermisste ich meinen Freund. Dabei waren wir erst einen halben Tag voneinander getrennt.
Am Freitag würde ich ihn zum Training wieder sehen. Ich streckte mich und seufzte.
Meine Schulter begann mal wieder zu schmerzen. In zwei Monaten waren die Regionalmeisterschaften. Bis dahin musste sie noch durchhalten.
Ich fragte mich, ob ich es Makoto erzählen sollte.
Er würde vermutlich nur versuchen mich davon abzuhalten. Aber war verheimlichen nicht gleichbedeutend mit lügen?
Wollte ich ihn wirklich gleich zum Beginn unserer Beziehung anlügen?
Ich bekam bei dem Gedanken daran ein schlechtes Gewissen. Eigentlich wollte ich das nicht. Aber dann müsste ich es auch Rin sagen.
Ich seufzte. Wäre wahrscheinlich das Beste. Vermutlich würde ich aus dem Schwimmteam austreten müssen oder zumindest nicht mehr schwimmen.
Fragte sich, was ich mit meiner Zukunft anfangen würde.
Ich glaubte, es würde mir gefallen andere Menschen bei ihrer Therapie zu unterstützen, damit sie nicht denselben Fehler wie ich machen würden.
Ich würde morgen mit dem Beratungslehrer darüber sprechen. Und danach mit Rin.
Makos Sicht
Erschöpft fiel ich auf mein Bett. Der Tag war dermaßen anstrengend gewesen.
Einmal hat Amakata-Sensei mit mir schimpfen müssen, weil ich im Unterricht eingenickt bin.
Das war vielleicht peinlich! Ich seufzte.
Aber jetzt war ich erst mal zu Hause. Ich nahm mein Handy und schrieb meinem Freund eine Nachricht.
„Hey… Endlich daheim. _ Wie geht es dir?"
Wenig später klingelte mein Handy. Sousuke rief an…
„Hey, was ist los?", fragte ich verwundert. „Ich wollte deine Stimme hören.", antwortete der Schwarzhaarige. Ich lächelte.
„Oh, das ist ja süß.", „Und ich muss mit dir reden."
Besorgt hielt ich den Atem an. Hielt er das am Wochenende etwa für einen Fehler?
„Was ist denn?", murmelte ich. „Also… Es geht um meine Schulter. Ich habe dir noch nicht erzählt, dass ich Probleme mit ihr habe.", ich atmete auf. Es hatte also nichts mit unserer Beziehung zu tun.
Gespannt hörte ich weiter zu. „Vor zwei Jahren habe ich es mit dem Training übertrieben und mir dabei die Schulter verletzt. Ich habe eine Therapie hinter mir. Jedenfalls hat mich mein Arzt davor gewarnt zu früh wieder zu schwimmen und jetzt schmerzt sie wieder."
Ich zog die Luft ein. „Sousuke! Das ist ja furchtbar! Nicht, dass du dir die Schulter endgültig ruinierst."
Er lachte leise. „Das weiß ich, Makoto. Ich habe beschlossen mit dem Schwimmen aufzuhören. Zumindest eine Zeit lang.", „Oh. Weise Entscheidung. Weiß Rin es schon?", „Nein. Ich spreche morgen mit ihm, nachdem ich bei unserer Berufsberaterin war.", „Hast du schon eine Vorstellung was du machen möchtest?"
Kurz war es still. „Ja. Ich möchte Sporttherapeut werden.", „Ich denke, das passt zu dir."
Ich freute mich. Sousuke hatte sich nicht aufgegeben, sondern einen anderen Weg gefunden.
„Danke, dass du es mir gesagt hast. Erzähl mir unbedingt was die Beraterin sagt."
Er versprach es mir und wir plauderten noch über andere Dinge, bis wir uns schließlich verabschiedeten.
Auch ich musste mir langsam Gedanken um meine Zukunft machen.
Ich war mir nicht sicher, ob ein Leben im Schwimmwettkampf mir gefallen würde.
Nachdenklich sah ich an die Decke. Ich musste an die Zeit als Aushilfstrainer für die Kinder bei Coach Sasabe denken. Das hatte mir wirklich großen Spaß gemacht.
Vermutlich würde ich das gerne weiter machen wollen.
Meine Eltern würden mich bei jedem Weg unterstützen. Das nahm mir eine große Last ab.
Ich würde wohl auch einen Termin mit der Berufsberatung machen und sehen, was dabei heraus kommen würde.
Aber jetzt würde ich erst einmal schlafen.
Rins Sicht – am nächsten Nachmittag
Ich betrat unser gemeinsames Zimmer. Sousuke hatte sich vom Training wegen einem Termin entschuldigen lassen. Leider war er noch nicht wieder zurück.
Ich wollte wissen was los war.
Während ich wartete, schrieb ich ein wenig mit Haru.
Schließlich ging nach einiger Zeit die Tür auf und ich sah Sousuke an.
„Hey. Was war denn heute los? Sonst bist du immer beim Training.", fragte ich verwundert.
Mein Freund sah mich an. „Ich muss mit dir reden."
Ich setzte mich auf. Das klang ernst. „Was gibt's?"
Sousuke setzte sich an den Schreibtisch und drehte sich zu mir. Er sah auf den Boden und schwieg eine Weile.
„Ich höre mit dem Schwimmen auf.", brachte er schließlich heraus.
Moment. Ich musste mich verhört haben. „W… was?", „Ich höre mit dem Schwimmen auf."
Anscheinend nicht. Meine Gesichtszüge entgleisten. „Warum?!"
Er seufzte. Dann erzählte er mir von seiner kaputten Schulter. „Oh… Das tut mir Leid, Sou. Ich werde dich beim Schwimmen vermissen."
Ich boxte ihn leicht auf die gesunde Schulter.
Der Schwarzhaarige nickte traurig. „Ich werd trotzdem noch was mit schwimmen zu tun haben."
Dann erzählte er von seinem Besuch bei der Berufsberaterin unserer Schule. Sou hatte also vor Sporttherapeut zu werden.
Das würde zu ihm passen.
„Hey, du kannst zumindest als Berater im Team bleiben. Du bist gut darin andere anzuleiten."
Mein bester Freund lächelte mich an und nickte.
Ich fand es wirklich ziemlich traurig nicht mehr mit ihm oder gegen ihn schwimmen zu können. Aber seine Gesundheit war wichtiger.
„Weißt du schon, wo du studieren wirst?", fragte ich. „Vermutlich in Tokyo."
Ich zog die Luft ein. „Wow. Das ist weit weg von hier. Was wird mit Makoto?", „Naja… Ich werde mit ihm darüber reden. Zur Not wird eine Fernbeziehung daraus."
Es beruhigte mich, dass er vorhatte die Beziehung weiter zu führen.
Da fiel mir ein, ich musste auch noch mit Haru reden. Ich hatte vor, nach Australien zurück zu gehen, um dort meinem Traum näher zu kommen.
Insgeheim hoffte ich, Haru würde sich bereit erklären, mich zu begleiten.
Mal sehen, was er dazu sagen wird.
Harus Sicht
Wir hatten unser Training mit Samezuka beendet. Mir war aufgefallen, dass Yamazaki nicht geschwommen war und wunderte mich.
Ich nahm mir vor, später Rin zu Fragen.
Makoto unterhielt sich mit dem Schwarzhaarigen, also ging ich schon einmal duschen.
Später war ich frisch geduscht und umgezogen. Ich traf in der Umkleide auf Rin.
Da gerade keiner in der Nähe war, küssten wir uns kurz.
Dann fragte ich nach Yamazaki. „Ah. Sousukes Schulter ist verletzt. Deswegen wird er aufhören.", erklärte er mir.
Ich war überrascht. Davon hatte ich nichts mitbekommen.
Deswegen nickte ich nur.
Rin und ich beschlossen auf sein Zimmer zu gehen und uns noch ein wenig zu unterhalten.
Yamazaki war noch nicht da, deswegen legten wir uns zusammen in das Bett meines Freundes und kuschelten ein wenig, während wir uns unterhielten.
,,Hey.", sagte Rin und sah mich an. ,,Was hast du eigentlich nach der Schule vor?"
Puh. Darüber hatte ich mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht.
Ich wollte einfach nur Frei sein. Das Schwimmen begeisterte mich im Prinzip schon.
Aber wollte ich das mein ganzes Leben lang tun?
Ich schüttelte den Kopf, weil ich mir nicht sicher war, und Rin seufzte leise. ,,Ich habe ein Angebot von Australien bekommen. Wahrscheinlich ziehe ich dorthin, um meinem Traum näher zu kommen."
,,Ich komme mit.", murmelte ich. Der Rothaarige keuchte überrascht auf.
,,Wirklich?!"
Meine Augen weiteten sich. Das war mir einfach raus gerutscht.
Normalerweise war ich nicht so entscheidungsfreudig.
Aber ich merkte, dass ich das wirklich wollte. Schwimmen und bei Rin bleiben.
Ich sah meinen Freund an und nickte. Wir küssten uns zärtlich und allmählich stellte sich ein Glücksgefühl bei mir ein.
Der Hai kicherte leise. ,,Wusstest du, dass schwule Pärchen in Australien heiraten dürfen?"
Mein Gesicht erhitzte sich. Das ging mir etwas zu schnell.
Er grinste noch immer. ,,Keine Sorge, Haru! Das war nur ein Scherz."
Ich beruhigte mich langsam wieder. Es wäre aber schon eine nette Idee…
Sousukes Sicht
Ich saß mit Mako auf einer Bank im Park von Samezuka. Er hatte seinen Kopf an meine Schulter gelehnt.
Zufrieden seufzte ich.
,,Ich war bei der Beraterin.", sagte ich. Mako hob seinen Kopf und sah mich an.
,,Oh! Was hat sie gesagt?", ,,Naja. Sie sieht es im Bereich des Möglichen und hat mir einige Unis empfohlen... in Tokyo…"
Ich hörte meinen Freund tief einatmen. Unsicher wartete ich ab, was er sagen würde.
Bitte lass ihn mit einer Fernbeziehung einverstanden sein. Bitte lass ihn mit einer Fernbeziehung einverstanden sein. Bitte…
,,Ich habe auch mit meiner Beraterin gesprochen. Ich möchte gerne Kindern schwimmen beibringen. Sie hat mir auch Unis in Tokyo empfohlen.", sagte er schließlich.
Ich atmete auf. Gleichzeitig machte mein Herz Freudensprünge.
,,Vielleicht können wir ja zusammen auf eine Uni gehen?", schlug ich vor.
Makoto strahlte. ,,Das fände ich schön!."
Wir beschlossen demnächst zusammen unsere Liste durchzugehen und uns auf gemeinsamen Unis zu bewerben.
Langsam wurde mir bewusst, wie ernst mir diese Beziehung war.
Wir waren gerade dabei unsere gemeinsame Zukunft zu planen und mich durchströmte ein Glücksgefühl.
Vor einiger Zeit hatte ich noch Liebeskummer gehabt und jetzt hatte ich diesen tollen Menschen an meiner Seite. Ich lächelte.
Meine Eltern waren auch mit meiner Berufswahl einverstanden.
Die Zukunft konnte beginnen.
Neun Monate später - Tokyo
Ich schloss die Tür zu Makos und meinem Apartment auf.
,,Tadaima!", rief ich. Unsere Wohnung war recht klein - eben das was man sich als Studenten leisten konnte - aber wir waren glücklich.
Makoto antwortete aus dem Wohnzimmer.
„Okaeri!". Ich ging zu ihm und gab ihm einen kurzen Kuss zur Begrüßung.
„Wie war dein Tag?", fragte er und lächelte mich an.
Ich kam gerade von meinem kleinen Job als Barkeeper in dem Café bei uns in der Nähe.
Da ging ich täglich nach meinen Vorlesungen hin. „Gut. War wenig los heute", antwortete ich.
Ich setzte mich neben ihn und er lehnte sich an mich.
Wir lebten jetzt seit etwa 2 Monaten in Tokyo und besuchten dieselbe Uni.
Einige unserer Vorlesungen hatten wir sogar zusammen.
,,Und wie war dein Tag?", ,,Ganz nett. Die Kinder waren brav."
Makoto hatte einen Job als Helfer in einem Kindergarten. Das passte sehr gut zu ihm und die Kinder liebten ihn.
Ich musste daran denken, wie ich seine Geschwister vor beinahe einem Jahr kennen gelernt hatte. Die Beiden waren sehr traurig gewesen, als er von zu Hause ausgezogen war.
Da fiel mir ein… Wir hatten bald unseren ersten Jahrestag. Ich sollte mir etwas für Mako überlegen.
Ich würde das gerne zum Anlass nehmen, um das erste Mal mit meinem Freund zu schlafen.
Wir waren zwar schon so lange zusammen, aber über küssen und etwas aneinander reiben waren wir noch nicht hinaus gekommen.
Keiner von uns hatte sich bisher getraut weiter zu gehen, aber ich wünschte es mir schon seit einiger Zeit.
Ich lächelte. Makoto sah mich daraufhin fragend an, aber ich schüttelte nur den Kopf und gab ihm einen zärtlichen Kuss.
Sooo… Ich glaube, langsam neigt sich die Geschichte dem Ende zu. Mehr als ein oder zwei Kapitel werden es wohl nicht mehr werden. Danke für die Geduld! :-)
