Anmerkung der Autorin: Hallo liebe Leser und vielen herzlichen Dank für eure wunderbaren Reviews! Sozusagen als kleines Dankeschön und Extraschmankerl gibt es heute (für meine Verhältnisse bei dieser Geschichte ja fast ungewohnt früh ...) das neue Kapitel.
Viel Spaß beim Lesen!
Anmerkung:
Liebe Studierende,
anbei wie gewohnt das Material für die kommende Vorlesung.
Wir werden uns in dieser Sitzung hauptsächlich mit den Rittern des Guten beschäftigen, wie sie von diversen Zeitungen nach dem Krieg gerne tituliert wurden. Im Wesentlichen werden wir uns mit dem Orden des Phönix befassen, allerdings auch mit der von Harry Potter, Ronald Weasley und Hermione Granger gegründeten Schülerorganisation Dumbledores Armee, die im Kleinen agierte und nur für kurze Zeit in Hogwarts existierte.
Es besteht keine Pflicht, doch ich möchte Ihnen dringend raten, für beide Organisationen ein wenig Recherche zu betreiben und sich Hintergrundwissen anzueignen. Wer gehörte zum Orden des Phönix? Was waren die Ziele? Wogegen wurde gekämpft? Wie lange bestand die Organisation? Gab es herausstechende Triumphe/Verluste? Welches Motiv steckt hinter der Gründung von Dumbledores Armee? Und war sie wirklich Dumbledores Armee? War der Schulleiter involviert?
Stellen Sie sich bitte diese und weitere Fragen als Vorbereitung auf die nächste Vorlesung und arbeiten Sie das anliegende Material sorgfältig durch.
Ihnen eine schöne Woche und bis zur Vorlesung.
Anlage 1
F: An welches Erlebnis aus deiner Kindheit erinnerst du dich besonders gut?
A: Vermutlich an den Moment, in dem klar wurde, dass ich wirklich ein Zauberer bin. Vorher ... wurde das vielleicht nie ausgesprochen, aber meine Familie hatte immer wieder kleinere Zweifel. Bei mir hat sich die Magie erst recht spät bemerkbar gemacht, glaube ich. Deshalb waren alle etwas nervös und hinterher natürlich umso erleichterter.
F: Würdest du sagen, dass du eine glückliche Kindheit hattest?
A: Den Umständen entsprechend, ja. Ich schätze schon. Meine Großmutter hatte es nie sonderlich leicht mit mir, fürchte ich. Ich habe ständig meine Sachen verloren, habe Dinge vergessen, war tollpatschig und schusslig – naja, bis zu einem gewissen Grad bin ich das wohl immer noch. Aber das war für meine Großmutter nicht so einfach.
F: Wieso nicht?
A: Sie hatte gerade ihren Sohn und ihre Schwiegertochter verloren, mehr oder weniger, und bekam nun mich, dieses Kleinkind, und zwar nicht nur für einen Sonntag Nachmittag, sondern für immer. Sie musste mich aufziehen und gleichzeitig verkraften, dass ihr Sohn niemals wieder gesund werden würde.
F: Hast du immer gewusst, was mit deinen Eltern los war?
A: So ungefähr, ja. Meine Großmutter und ich sind sie immer besuchen gegangen, mindestens einmal pro Woche und meistens am Sonntag. Ich wusste, dass meine Eltern im Sankt Mungo's lagen und ich bekam natürlich mit, dass sie nicht so reden konnten, wie ich das konnte, aber ich wusste lange Zeit nicht, was mit ihnen passiert war.
F: Wie hast du es herausgefunden?
A: Ich habe meine Großmutter gefragt. Meine Großmutter lügt nicht, auch nicht, wenn die Wahrheit grausam und unbequem ist. Ich war damals noch zu klein, um alles zu verstehen, doch sie hat es mir erklärt, so gut es eben ging. Und mit der Zeit wurde ich älter und konnte die Zusammenhänge besser begreifen.
F: Hast du recherchiert?
A: Ja. Meine Oma hat alte Ausschnitte aus dem Tagespropheten ausgeschnitten und gesammelt. Irgendwann habe ich die Bücher, in die sie die Artikel geklebt hatte, auf dem Dachboden gefunden und habe sie gelesen, von vorne bis hinten. Seit diesem Tag wusste ich, wer meine Eltern so lange gefoltert hatte, bis sie den Verstand verloren. Und seit diesem Tag wusste ich, dass meine Großmutter Recht hatte, wenn sie mir immer erzählt hatte, wie mutig meine Eltern waren.
F: Bist du stolz auf sie?
A: Ja. Und ich glaube, dass sie stolz auf mich sind.
F: Trotzdem hast du in Hogwarts lange verschwiegen, was mit deinen Eltern passiert war. Warum?
A: Ich wollte kein Mitleid. Und ich wollte nicht, dass jemand mit dem Finger auf mich zeigt und halblaut darüber spricht, wie schrecklich das alles sei. Ich habe ja bei Harry miterlebt, wie so etwas ist. Die Anderen ... die Anderen können nicht verstehen, wie man sich fühlt. Sie können es nicht nachvollziehen. Es war mein Leben, meine Eltern und das ging niemanden etwas an. In gewisser Weise hatte ich vielleicht Angst, dass sich jemand darüber lustig machen könnte. Dass jemand meinen Schmerz benutzen könnte, um grausame Witze zu reißen.
F: Was hast du empfunden, als du die Artikel über deine Eltern gelesen hast?
A: Ich glaube, ich habe zum ersten Mal in meinem Leben jemanden richtig gehasst: die Todesser, die meinen Eltern das angetan hatten. Ich konnte es nicht verstehen. Wie konnte man einen anderen Menschen so sehr quälen?
F: Haben dir deine Eltern sehr gefehlt, während deiner Kindheit? Und auch heute noch?
A: Natürlich wünscht sich jeder, dass er liebende Eltern hat, die für einen da sind. Ich bin da keine Ausnahme und ich wette, Harry wäre auch glücklicher gewesen, wenn seine Eltern noch am Leben gewesen wären. Sicher haben sie mir gefehlt. In gewisser Weise sind sie ja da und trotzdem ... sind sie es nicht. Das ist es, was wehtut. Neben dem Bett deiner Eltern zu stehen und nicht zu wissen, ob sie dich erkennen, ob sie noch denken, fühlen, lieben, sich erinnern können. Aber dann ... dann lächeln sie dich an und du denkst, dass ein Stück Seele und Persönlichkeit noch immer in ihnen steckt und dass sie, egal was passiert, immer deine Eltern sein werden.
F: Du bist während deiner Schulzeit Dumbledores Armee beigetreten und hast aktiv dazu beigetragen, erst gegen Dolores Umbridge und später gegen das Schreckensregime in Hogwarts unter den Geschwistern Carrow zu rebellieren. Warum? War es das Erbe deiner Eltern?
A: Ich war nie sonderlich gut in der Schule. Meine Zaubertränke habe ich mit schöner Regelmäßigkeit ruiniert und hätte es vermutlich noch häufiger getan, wenn Hermione mir nicht ab und zu heimlich geholfen hätte. Ich war nicht sonderlich gut in Verwandlung, nur Kräuterkunde machte mir richtig Spaß. Verteidigung gegen die Dunklen Künste war so naja. Bei Professor Lupin habe ich einiges gelernt, was vor allem daran lag, dass er Vertrauen in mich setzte und Geduld hatte. Professor Moody war eine Sache für sich. Dann kam Umbridge und mit ihr nur noch Theorie. Bis wir Dumbledores Armee starteten. Ich hatte Harry immer geglaubt, als er berichtet hatte, dass der Dunkle Lord zurück sei. Ich hatte ihm geglaubt, dass es wichtig war, sich verteidigen zu können. Dann kam Umbridge und behauptete, das seien nur Lügen. Dann kam der Massenausbruch aus Askaban und die Menschen, die meine Eltern gefoltert hatten, waren wieder frei.
F: Wolltest du Rache?
A: Ich weiß es nicht. Aber ich wollte mich zur Wehr setzen können. Meine Eltern hatten damals auch gekämpft und ich wollte das ebenfalls können. Ich wollte nicht, dass ich machtlos einem Todesser gegenüber stehen müsste und ihm nichts entgegenzusetzen hätte.
F: Also bist du beigetreten?
A: Ja. Weil es richtig war. Weil es mir das Gefühl gab, immerhin etwas zu tun und nicht nur tatenlos da zu sitzen und darauf zu warten, dass der Dunkle Lord wieder zuschlagen würde. Weil ich der Ansicht war und bin, dass Herkunft nicht das Wichtigste ist im Leben und dass sie nicht darüber entscheidet, wer wir sind und wer wir werden. Weil es falsch war, was der Dunkle Lord wollte.
F: Du sagtest, du seist nicht sonderlich gut in der Schule gewesen. Hat sich das geändert?
A: Es war anders in Dumbledores Armee. Ich konnte nach einer Weile Zaubersprüche, die mir vorher nie gelungen waren. Niemand lachte über mich, wenn etwas nicht klappte. Keiner machte dumme Witze oder verlor die Geduld. Ich wurde selbstsicherer. Und ich habe für mich gelernt – nicht für irgendwelche Noten. Und in Zaubertränke war ich immer noch eine Niete.
F: Bei der Schlacht um Hogwarts hast du gekämpft.
A: Natürlich habe ich das. Es gab keine Alternative. Ich war volljährig und ich wollte meinen Teil dazu beitragen, dass der Dunkle Lord endgültig besiegt werden würde. Ich wollte nicht, dass irgendjemand so aufwachen müsste wie ich. Ich wollte nicht, dass Todesser frei herumstreiften, auf der Suche nach ihrem Meister, um all diejenigen zu strafen, die sich nicht um reines Blut scherten. Ich fragte mich nicht, ob ich kämpfen würde. Es war selbstverständlich, dass ich es tat.
F: Heute bist du selbst als Lehrer in Hogwarts. Kommen häufig Schüler zu dir und wollen wissen, wie das damals so war?
A: Es geht. Ich habe viele, die mir erzählen, dass ihre Eltern mein Buch zuhause im Regal stehen haben. Das freut mich und macht mich stolz. Manchmal schreiben mir wildfremde Hexen und Zauberer. Das fühlt sich noch immer seltsam an. Aber ich liebe meine Arbeit. Und ich versuche, alle meine Schüler gleich zu behandeln, ohne Vorurteile aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer Häuserzugehörigkeit.
F: Bist du glücklich?
A: Ja. Ich glaube schon. Ich gehöre zu der Generation, die den Zweiten Krieg in seiner ganzen Stärke miterlebt hat. Aber wir haben ihn überlebt. Und das ist das Wichtigste.
Anlage 2
F: Wollten Sie schon immer unterrichten?
A: Es stand jedenfalls schon sehr früh zur Debatte, ja. Ich habe mich schon immer stark für Verwandlung interessiert und während meiner Schulzeit versucht, so viel wie möglich über die Thematik zu lesen und selbst zu erlernen. Irgendwann war es nur logisch, dass ich in den Lehrdienst treten und meinerseits Schüler unterrichten würde.
F: Mittlerweile waren Sie bereits derart lange als Professorin für Verwandlung tätig, dass viele Ihrer ehemaligen Schüler erwachsen sind und eigene Familien gegründet haben, deren Kinder wiederum erneut bei Ihnen im Unterricht saßen. Fühlt sich das nicht seltsam an?
A: Vielleicht ein bisschen, ja. Manchmal ist es schwierig, zu vergessen, dass die ehemaligen Schüler nun erwachsen sind. Manchmal vergesse ich, dass ich nicht mehr für sie verantwortlich bin und auf sie aufpassen muss.
F: Sie nehmen die Verantwortung, die Sie tragen, sehr ernst, nicht wahr? Sie haben in der Vergangenheit immer wieder für Ihre Schüler gekämpft und sich schützend vor sie gestellt.
A: Eine Löwin verteidigt ihre Jungen immer.
F: Natürlich. Sie waren auch bereits während der Siebziger Jahre aktiv im Widerstand gegen den Dunklen Lord tätig. Weshalb?
A: Mir liegt viel an Gerechtigkeit. Ich mag vielleicht selbst einer alten und auch reinblütigen Familie entstammen, doch nach jahrelanger Erfahrung als Lehrerin kann ich überzeugt sagen, dass sich die Herkunft keinesfalls in den Leistungen eines Schülers widerspiegeln muss. Ich hatte schon Schüler mit einwandfreiem Stammbaum, die die einfachsten Zaubersprüche nicht meistern konnten. Und dann gab es Muggelgeborene, die die besten Noten erzielten. Ich wusste also nur allzu genau, dass der Dunkle Lord Unrecht hatte mit seiner wahnsinnigen Vorstellung, dass reines Blut alles wäre im Leben.
F: Sie sind damals dem Orden des Phönix beigetreten. Wie ist es dazu gekommen?
A: Albus Dumbledore hat den Orden ja ins Leben gerufen, wie Sie wissen. Und er wusste, dass er sich auf mich verlassen konnte und dass ich bereit war, gegen den Dunklen Lord zu kämpfen. Er begann, Menschen um sich zu sammeln, die die gleichen Ideale vertraten wie er. Alastor Moody gehörte beispielsweise dazu, dann Dorcas Meadowes, Edgar Bones und viele Andere.
F: Viele der Mitglieder kannten Sie auch vorher persönlich, nicht wahr?
A: Das ist korrekt. Alastor ist bereits gemeinsam mit mir zur Schule gegangen. Und viele der jüngeren Mitglieder habe ich unterrichtet. Dorcas, Benjy, Fabian und Gideon. An einem Tag sitzen sie noch in der Schule, machen Tintenkleckse auf ihre Aufsätze und am nächsten Morgen kämpfen sie bereits gegen Todesser. Oder zumindest ist es mir damals so vorgekommen.
F: Wie hat es sich angefühlt, wenn -
A: Wenn Einer nach dem Anderen gestorben ist? Furchtbar. Sie waren jünger als ich und sie mussten früher sterben, immer der Reihe nach. Erst Benjy. Dann die Zwillinge. Schließlich Marlene und ihre gesamte Familie. Und der Rest von uns konnte nichts tun. Die Angriffe kamen überraschend und waren immer erfolgreich. Wir konnten nur daneben stehen und uns gegenseitig Taschentücher reichen, wenn mal wieder eine geheime Beerdigung stattfand. Das Schlimmste war, dass man sich gewöhnte. Man sollte sich niemals an Tod und Krieg gewöhnen müssen.
F: Wie kann es sein, dass der Orden damals weniger Erfolg hatte als später im Zweiten Dunklen Krieg?
A: Wir waren unorganisiert. Der Dunkle Lord hatte uns auf dem falschen Fuß erwischt. Ich glaube, niemandem war ganz klar gewesen, was für eine Gefahr er darstellte, was für eine Bedrohung er für die gesamte Zauberergemeinschaft war. Er war ein Spinner mit verrückten Ideen, natürlich – aber hatten wir damit gerechnet, wie viele Todesser er bereits rekrutiert hatte, wie detailliert er diverse Angriffe geplant hatte? Hatten wir geahnt, wie ernst es ihm war? Nein. Nicht wirklich. Und so mussten wir überstürzt handeln und hatten kaum Zeit, den Widerstand wirklich zu organisieren. Wir wussten nicht, worauf wir uns einließen.
F: Obwohl der Orden damals also gut und gerne mehr Mitglieder hätte gebrauchen können, hat man dennoch entschieden, nur Zauberer und Hexen aufzunehmen, die volljährig waren und die Schule beendet hatten. Weshalb?
A: Sie sollten volljährig sein, weil sie immerhin ihr Leben aufs Spiel setzten und das sollte ihnen bewusst sein. Als Minderjährige ist man den Eltern unterstellt und wer schickt schon gerne sein Kind wissentlich in den Tod? Dadurch, dass man erst beitreten konnte, wenn man mit der Schule fertig war, konnten wir außerdem sicher sein, dass jeder eine vollständige Ausbildung erhalten hatte und sich im Ernstfall verteidigen konnte.
F: Etliche der Mitglieder waren Auroren.
A: Ja. Allen voran natürlich Moody. Damals, während des Kriegs, wurde die Aurorenausbildung verändert und dauerte statt der vorgeschriebenen drei Jahre nur noch anderthalb. Wir waren verzweifelt und wir versuchten, alles zu tun, was in unserer Macht stand, um gegen Voldemort zu kämpfen.
F: Und Sie hatten niemals das Bedürfnis, Auror zu werden?
A: Ich glaube, ich bin ganz gut dort aufgehoben, wo ich bin, vielen Dank.
F: Was war beim Zweiten Dunklen Krieg anders?
A: Diesmal wussten wir ungefähr, womit wir es zu tun hatten, worauf wir uns vorbereiten mussten. Als Harry Potter nach dem Trimagischen Turnier verkündete, dass der Dunkle Lord zurück sei, ruinierte das seinen Plan. Harry hätte nicht überleben sollen. Und so verlor Voldemort sein Überraschungsmoment.
F: Aber viele der früheren Mitglieder waren doch -
A: Verstorben, ich weiß. Und etliche Todesser saßen in Azkaban. Und? Der Dunkle Lord befreite seine Diener. Wir trommelten unsere Truppen zusammen. Es gab viele, die helfen wollten, viele, die nicht länger wegsehen wollten oder konnten. Und etliche, die damals noch zu jung gewesen waren, waren nun alt genug und wollten kämpfen, damit dieser furchtbare Spuk ein Ende hatte.
F: Was waren die dunkelsten Momente, die Sie im Orden oder in der gesamten Zeit erlebt haben?
A: Da gab es viele. Ehemalige Schüler begraben zu müssen. Zu erfahren, dass Sirius Black seinen besten Freund verraten hatte – auch wenn es nicht stimmte, doch das wussten wir damals nicht. Albus Dumbledore zu verlieren. Moody zu verlieren.
F: Albus Dumbledore wurde von Severus Snape getötet. Ihr Vorgesetzter von Ihrem Kollegen. Heute weiß man, dass alles geplant war und auch nach Plan verlief. Aber was dachten Sie damals?
A: Es war eine verrückte Zeit. Sie müssen wissen, dass Albus eigentlich niemals all seine Vorhaben preisgab und teilte, nicht einmal mit denen unter uns, denen er blind vertrauen konnte. Wir kannten immer nur ein Stück. Ich wusste, dass Albus Severus vertraute, bedingungslos. Also habe ich Severus vertraut. Und dann, dann kam der Abend, an dem Albus starb und Severus floh. Natürlich war ich verwirrt, natürlich habe ich es nicht begriffen. Und dann kehrte Severus zurück, wurde als Schulleiter eingesetzt und vom Dunklen Lord unterstützt. Was glauben Sie wohl, wie ich mich fühlte? Verraten.
F: Severus Snape hat sich Ihnen nicht anvertraut?
A: Nein. Natürlich nicht. Heute weiß ich, dass er es nicht tat, weil er nicht riskieren wollte, dass die Geschwister Carrow etwas bemerkten. Es wäre schließlich aufgefallen, wenn ich oder andere Kollegen plötzlich wieder ein besseres Verhältnis zu Severus gehabt hätten. Heute kann ich mir ungefähr vorstellen, was Severus auf sich genommen hat. Damals ... damals war ich wütend und enttäuscht.
F: Und als Sie die Wahrheit erfuhren?
A: Kennen Sie diese Traurigkeit, diese Bitterkeit, die man manchmal empfindet, wenn man etwas bereut und es nie wieder gut machen kann? Diese Hilflosigkeit?
F: Ja.
A: Dann können Sie ansatzweise nachvollziehen, wie es mir ging.
F: Sie waren Hauslehrerin von Gryffindor. Würden Sie von sich selbst sagen, dass Sie trotzdem neutral bleiben konnten?
A: Ja, ich denke schon. Vielleicht mal abgesehen von den Quidditchspielen, da habe ich immer relativ offen gehofft, dass mein eigenes Haus gewinnt. Aber ansonsten habe ich Punkte abgezogen oder welche verliehen, sei es nun an Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff oder Slytherin.
F: Auch Slytherin?
A: Slytherin und Gryffindor verbindet eine jahrhundertelange, traditionelle Rivalität. Das legt man nicht einfach ab. Doch ich habe mein Bestes gegeben, um die Schüler fair zu behandeln. Nicht jeder Slytherin ist ein Schwarzmagier und Fanatiker, genau wie nicht jeder Gryffindor vor Heldenmut nur so strotzt. Letztenendes sind wir eine Gemeinschaft.
F: Dafür haben Sie gekämpft. Dafür sind Hexen und Zauberer gestorben. Würden Sie sagen, dass es sich gelohnt hat? Dass die Welt heute eine bessere ist?
A: Ich würde sagen, dass es sich immer lohnt, Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Und ja, ich glaube, dass wir gerade eine Zeit erleben, in der die Vorurteile ein wenig zurückgehen. Es gibt etliche ehemalige Schüler, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, die über ihre eigenen Erlebnisse berichten und mahnen, nicht allzu sehr an Klischees zu hängen – das wäre vor zwanzig Jahren noch undenkbar gewesen. Aber nun sind wir alle ein Stück zusammengerückt und aufeinander zugegangen.
Anlage 3
F: Du bist aufgewachsen in einer Familie, die allgemein als Blutsverräter galt – tschuldige, wenn ich das so sage – und sich seit eh und je am Widerstand gegen den Dunklen Lord beteiligte. War es für dich jemals eine Frage, ob du das auch tun würdest?
A: Nein, ich glaube nicht. Meine Mum hätte niemals zugelassen, dass ich dem Orden beigetreten wäre, solange ich noch zur Schule gegangen bin. Aber später war nur ich es, der über mein Leben bestimmte und der entscheiden konnte, ob ich kämpfen wollte oder nicht.
F: Deine Eltern und etliche deiner Geschwister waren ebenfalls im Orden aktiv, genau wie deine beiden Onkel. Habt ihr schon früh über die Zwei gesprochen? Was weißt du von ihnen?
A: Ich war fast sechs, als Onkel Gideon und Onkel Fabian gestorben sind. Ich habe sie nicht sonderlich oft gesehen, sie waren ständig für den Orden unterwegs und hatten kaum Zeit, um uns zu besuchen. Ich weiß noch, dass ich sie mochte, sehr sogar. Sie lachten immer und spielten mit uns und wirkten niemals müde. Natürlich ist mir heute klar, dass das kaum sein kann, dass sie selbstverständlich erschöpft gewesen sein mussten, aber man hat es ihnen nie angemerkt. Später hat Mum oft gesagt, dass Fred und George sie sehr an ihre Brüder erinnern. Sie hat uns Geschichten erzählt aus ihrer eigenen Kindheit, hat von all den Streichen berichtet, die die Zwillinge gespielt haben, hat ihr Leben vor uns ausgebreitet wie einen bunten Teppich. Ich glaube, sie hat sie sehr geliebt. Und ihr Tod hat meiner Mum fast das Herz gebrochen.
F: Hättest du je gedacht, dass du einmal in der gleichen Situation sein würdest wie sie? Dass du eines deiner Geschwister zu Grabe tragen müsstest?
A: Ich bin nicht dumm. Sechs von uns waren im Orden, Ron war mit Harry unterwegs und Ginny hätte sofort gekämpft, wenn sie einer gelassen hätte. Eigentlich war klar, dass wir nicht alle unbeschadet den Krieg würden überstehen können. Ich hatte nur nie geglaubt, dass – Entschuldige.
F: Du musst dich bestimmt nicht entschuldigen.
A: Mum hat immer gesagt, dass sie als Kind dachte, ihre Brüder wären unsterblich. Weil sie so laut und voller Leben waren und immer nur Streiche spielten. So ging es mir mit Fred und George.
F: Und trotz aller Gefahren hast du gekämpft.
A: Ja. So gut ich das eben konnte, ich war ja die meiste Zeit noch in Rumänien. Das ist eigentlich viel schrecklicher als zu kämpfen: wenn man nur hilflos am Rand stehen kann. Wenn man nacheinander Meldung darüber bekommt, dass der eigene Vater angegriffen wurde, dass der große Bruder im Sankt Mungo's liegt, und was kann man tun? Nichts. Das habe ich gehasst.
F: Genau wie der Rest deiner Familie warst auch du in Gryffindor. Liegt es an eurem Gryffindormut, dass ihr so bereitwillig kämpft?
A: Ich glaube nicht. Ich denke, es hat vielmehr etwas mit einem Sinn für Gerechtigkeit zu tun. Meine Onkel haben gekämpft, weil sie der Ansicht waren, dass Muggelgeborene ebenso viel wert sind wie Reinblüter. Ich bin der gleichen Ansicht. Meine Onkel wurden für ihre Überzeugungen getötet, das macht das Ganze automatisch noch sehr persönlich. Edgar Bones wurde mitsamt seiner Familie umgebracht und keiner von ihnen war ein Gryffindor und dennoch waren sie im Widerstand aktiv.
F: Trotzdem fanden sich im Orden keine ehemaligen Slytherins. Woran lag das?
A: Slytherins sind eine eingeschworene Gemeinschaft – ein bisschen wie Drachen. Es dauert lange, bis du als Nicht-Slytherin ihr Vertrauen erhältst und mit ihnen über etwas Derartiges wie Reinblüterpolitik reden könntest. Keinem von uns ist das gelungen. Slytherins bleiben in der Regel unter sich. Und die meisten von uns mögen Schubladendenken. Wenn ein paar Slytherins als Todesser gelten, wird man misstrauisch dem ganzen Haus gegenüber. Vielleicht – nein, ziemlich sicher sogar haben wir ihnen da Unrecht getan. Mal abgesehen davon, dass ich glaube, dass ein Slytherin, der sich damals auf Seiten des Ordens gestellt hätte, sich auch gleichzeitig in große Gefahr begeben hätte. Der Dunkle Lord hat seine eigene Art, mit Verrätern umzugehen.
F: Soll heißen?
A: Stell dir vor, du bist Todesser und dein Kind ist in Slytherin. Stell dir vor, dein Kind ist tolerant und begreift nicht, was der ganze Schwachsinn mit reinem Blut soll. Stell dir vor, dein Kind äußert sich öffentlich darüber, dass er den Dunklen Lord und seine Methoden nicht sonderlich gut findet und gerne dagegen ankämpfen würde. Glaubst du wirklich, das würde ohne Folgen bleiben?
F: Du meinst, der Dunkle Lord hätte eingegriffen oder eingreifen lassen?
A: Ziemlich sicher, ja. Vielleicht hätte man dich gefoltert oder deine Frau oder dein Kind. Vielleicht hätte man euch alle getötet. Aber mit Sicherheit hätte man euch gequält und euch für euren Verrat bezahlen lassen. Was bleibt also übrig, außer den Kopf einzuziehen und zu warten und zu hoffen, dass es vorüber geht?
F: Das hört sich an, als hättest du dir darüber etliche Gedanken gemacht. War das während deiner Schulzeit auch so?
A: Nein. Ich war im Quidditchteam von Gryffindor – da ist nicht viel Platz für irgendwas außer Rivalität gegenüber den Slytherins.
F: Du hast im Krieg gekämpft und der Krieg wurde gewonnen. Verfolgt dich diese Zeit noch immer?
A: Manche Erinnerungen kann man schwer ablegen. Das sind oftmals die glücklichsten, die man hat, aber eben auch die schrecklichsten. Manchmal wache ich nachts auf und kann mich nicht erinnern, ob der Krieg vorüber ist oder nicht, ob wir gewonnen haben oder verloren, ob meine Familie noch am Leben ist. Manchmal erwische ich mich dabei, einem alten Klassenkameraden schreiben zu wollen, und wenn ich dann die Feder in Tinte tunke, fällt mir ein, dass der Klassenkamerad bereits gestorben ist. Wer einen Krieg miterlebt, der trägt die Narben bis zum Ende.
F: Würdest du es dennoch immer wieder tun?
A: Ja. Zu kämpfen, war schwierig. Nicht zu kämpfen, wäre unmöglich gewesen.
F: Glaubst du an Himmel oder Hölle?
A: Im religiösen Sinne?
F: Ja.
A: Dann: nein, tue ich nicht. Ich habe zu viel gesehen, um noch daran glauben zu können.
F: Wie sieht deine persönliche Hölle aus?
A: Kalt und leer. Ohne Anfang und ohne Ende. Für alle Ewigkeit einsam zu sein. Niemandem vertrauen zu können.
F: Warum?
A: Weil ich gerne neue Menschen kennenlerne, mich mit ihnen unterhalte, ganz ungezwungen. Ich will mich dabei nicht ständig fragen müssen, ob sie planen, mich in einer schwachen Minute zu überrumpeln und an den Dunklen Lord zu verkaufen. Weil ich es hasse, dass mich der Krieg hat vorsichtig und misstrauisch werden lassen.
F: Und dein Himmel?
A: Blau und weit wie das glitzernde Meer. Mit tausend Möglichkeiten, die vor mir liegen.
F: Ist das heute so, nach dem Krieg?
A: Vielleicht nicht ganz. Aber wir arbeiten dran.
Anlage 4
F: Als Harry Potter behauptete, dass der Dunkle Lord zurück sei – hast du ihm da geglaubt?
A: Ja.
F: Warum?
A: Zu dem Zeitpunkt kannte ich Harry seit vier Jahren. Ich wusste, dass er keinen Grund hatte, über so etwas Ernstes zu scherzen. Harry lügt nicht.
F: Hast du dich deswegen auch Dumbledores Armee angeschlossen?
A: Naja, mal ehrlich: unser Unterricht in Verteidigung gegen die Dunklen Künste war in dem Schuljahr beinahe noch lachhafter als damals unter Quirrel oder Lockhart und das soll was heißen. Umbridge gestattete uns nicht, unsere Zauberstäbe zu benutzen oder Sprüche zu üben. Alles, was wir taten, war, die Köpfe in unsere Lehrbücher zu stecken. Und reine Theorie hätte uns im Ernstfall nicht viel geholfen und schon gar nicht gerettet.
F: Aber du hast geglaubt, dass es etwas gibt, vor dem ihr euch schützen müsst?
A: Ja, natürlich. Der Dunkle Lord war zurück und vielleicht war ja etwas Zeit vergangen, doch er hatte noch immer die gleichen Ideale wie früher: nämlich Hogwarts von Muggelstämmigen und Halbblütigen zu befreien. Ich bin selbst halbblütig. Dass ich mich und meine Familie verteidigen wollte, ist doch selbstverständlich.
F: Du bist zur Schlacht um Hogwarts zurückgekommen, obwohl du mit der Schule bereits fertig warst und deine Ausbildung angefangen hattest. Weshalb?
A: Hogwarts war sieben Jahre lang mein Zuhause. Ich habe Hogwarts geliebt, ich war dort glücklich, ich habe Freunde gefunden, Quidditch gespielt, gelernt und geliebt. Und jetzt sollte ich einfach dabei zuschauen, wie das Schloss dem Erdboden gleich gemacht wurde? Bestimmt nicht. Und abgesehen davon: die meisten Schüler waren minderjährig und nicht voll ausgebildet. Ich war beides. Also wollte ich versuchen, so viele von ihnen wie nur möglich zu schützen.
F: Du warst nicht die Einzige, die zurückgekommen ist.
A: Das stimmt. Viele Ehemalige von Dumbledores Armee sind erschienen, um zu helfen und um zu kämpfen. Dumbledores Armee war kein Zeitvertreib irgendwelcher Schüler, die sich langweilten. Wir haben gelernt, uns zu verteidigen, wir haben uns auf den Ernstfall vorbereitet. Der Ernstfall war nun da. Also sind wir gekommen.
F: Etliche deiner Freunde haben ebenfalls in der Schlacht gekämpft. Hattest du keine Angst um sie?
A: Natürlich hatte ich Angst, dass meinen Freunden etwas zustoßen könnte. Aber ich konnte keinem von ihnen verbieten, es zu riskieren. Sie hätten sowieso nicht auf mich gehört. Und ich nicht auf sie. Ich war jung und hoffnungslos naiv. Ich dachte, dass sowieso alles gut werden würde.
F: Und ist es das nicht? Der Krieg ist doch gewonnen.
A: Aber um welchen Preis?
F: War es das nicht wert?
A: So funktioniert Freundschaft nicht. Oder Liebe. Ich kann mich nicht hinstellen und sagen „Toll, der Dunkle Lord ist besiegt und der Krieg ist gewonnen, deshalb ist es ja nicht so schlimm, dass einer meiner besten Freunde tot ist" - das geht nicht.
F: Und wenn es derjenige so gewollt hätte? Wenn er es schlimmer gefunden hätte, in einer Welt zu leben, in der der Dunkle Lord regiert, als in einer Schlacht zu sterben, die die Niederlage Voldemorts bedeutete?
A: Das ist vielleicht eine unbequeme Wahrheit, aber Tatsache ist: das ist für die, die zurückbleiben, nur ein schwacher Trost, wenn auch ein beliebtes Argument. Natürlich ist es schön, dass der Krieg vorbei ist und dass wir gewonnen haben – es wäre nur noch schöner gewesen, wenn all meine Freunde überlebt hätten. Verstehst du?
F: Sicher verstehe ich. Ich frage nur so provozierend, weil du die Erste bist, die das in einem Interview erwähnt: dass das Ende des Krieges auch viel Leid und Schmerz gefordert hat. Dass eben nicht alles gut ist, nur weil der Krieg nun vorüber ist. Wie schwer ist es dir gefallen, hinterher wieder in ein halbwegs normales Leben zurückzukehren?
A: Sehr schwer, um ehrlich zu sein. Nach dem Krieg war nichts mehr so wie davor. Meine beste Freundin war ... höchstens noch ein Schatten ihrer selbst. Ich habe versucht, mich um sie zu kümmern und gleichzeitig noch arbeiten zu gehen. Mein ganzer Freundeskreis ist fast auseinander gefallen, wir hatten alle mit den Scherben zu kämpfen, die der Krieg uns vor die Füße geworfen hatte, und ich habe mehr als nur einmal gedacht, dass es nicht funktionieren würde. Dass es nie wieder normal werden würde.
F: Hattest du Recht mit deiner Einschätzung?
A: Ich weiß nicht. Es hat sich so vieles geändert. Und es wird definitiv nie wieder so werden wie es einmal gewesen ist. Aber mittlerweile ... mittlerweile habe ich mir mein Leben wieder aufgebaut. Es ist anders und nicht so, wie ich es mir mal ausgemalt hatte, doch ich bin so glücklich, wie man nur sein kann, mit einer Vergangenheit, wie ich sie habe.
F: Bereust du es manchmal, dass du dich so aktiv am Widerstand beteiligt hast?
A: Nein. Ich hatte meine Gründe, um zu kämpfen, und für diese Gründe würde ich immer kämpfen.
F: Aber wenn du und deine Freunde nicht im Widerstand gewesen wärt, wären sie vielleicht alle noch am Leben.
A: Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Wenn wir nicht gekämpft hätten, wären noch viele weitere gestorben.
F: Aber vielleicht wären deine Freunde nicht gestorben.
A: Trotzdem wären es mehr Tote gewesen als ohnehin. Und vielleicht wären sie für mich namenslos gewesen, aber ich bin mir sicher, dass es ihren Freunden und Verwandten das Herz gebrochen hätte.
F: Und da findest du es besser, wenn es dich trifft?
A: Nein. Ich habe nur gelernt, dass so ziemlich jeder von uns sein Päckchen zu tragen hat. Jeder hat im Krieg jemanden verloren, um den er trauert. Mit unserem Schmerz waren wir trotzdem allein, weil kaum jemand die Energie übrig hatte, um Andere zu trösten. - Wie sind wir jetzt darauf gekommen?
F: Ob du es bereust, dass du im Widerstand aktiv warst.
A: Achja. Ich bleibe dabei: nein, ich bereue es nicht. Ich wünschte nur, es hätte weniger Tote gegeben, weniger Leid und Trauer.
F: Wie bist du mit deiner Trauer umgegangen?
A: Ich bin arbeiten gegangen. Länger und intensiver als vorher. Ich habe freiwillig Überstunden gemacht und mich mehr angestrengt als alle Anderen. Ich habe weniger Pausen gemacht. Und wenn ich nach Hause kam, wartete meist meine beste Freundin auf mich und ich machte direkt weiter mit Trösten und Heilen, so gut es eben ging. Arbeiten bis zum Umfallen. Das hat den Vorteil, dass du zu müde bist zum Denken, zum Grübeln und Erinnern. Stattdessen legst du dich ins Bett, machst die Augen zu und schläfst direkt ein.
F: Und wie sind deine Freunde damit umgegangen? Mit dir und mit ihrer eigenen Trauer?
A: Einige von ihnen haben es verdrängt, so gut und so lange es eben ging. Bis es dann ziemlich gewaltig wieder an die Oberfläche drängte und sie beinahe mit nach unten zerrte, so stark, dass sie fast untergegangen wären in ihrem Schmerz. Wir haben versucht, auf uns gegenseitig aufzupassen. Meine beste Freundin wurde erst traurig und still, dann wütend. Am schlimmsten war, dass wir eigentlich alle hilflos waren. Wir wussten nicht, was wir tun sollten, wussten nicht, ob es jemals wieder gut werden würde. Es war keine angenehme Zeit.
F: Und trotzdem habt ihr es geschafft?
A: Es ist – es ist viel passiert, auch einiges, was nicht hierher gehört. Aber ja, ich denke, wir haben es geschafft.
Reviewantworten:
Ich bitte um Verzeihung. Mein Gedächtnis lässt mich im Stich und ich weiß nicht mehr, ob ich euch bereits per PM geantwortet habe oder nicht ... Deshalb seht es mir bitte nach, wenn ich euch nun doppelt antworte.
Sanny12: Vielen herzlichen Dank für dein liebes Review! Es freut mich riesig, dass dich die Story auch bei Kapitel 17 immer noch begeistern kann - und ich hoffe, dass sich das bei Kapitel 18 nicht geändert hat. Ich selbst studiere kein Geschichte, nein. Was die Halbblüter in Slytherin angeht: die muss es meiner Meinung nach geben. Und die Greifer in Band 7 sprechen nur von "Schlammblütern"; allerdings gehe ich sowieso davon aus, dass die Greifer und Todesser sich schön hüten würden, vor Anderen ja nicht zuzugeben, dass auch in Slytherin nicht nur Reinblüter sind. Ich hoffe, das kann deine Verwirrung etwas klären.
Zissy: Okay, das klingt vielleicht wirklich nicht ganz so wie das Studium, das unsere lieben Studenten hier in der Geschichte haben. Aber hoffentlich macht es dir trotzdem ein bisschen Spaß. Was die Engstirnigkeit anbelangt: ja, das stimmt, es nervt. Aber wenn keiner der Studenten Vorurteile hätte, wäre das wohl 1. unrealistisch und 2. wäre überhaupt kein Lerneffekt da. Auch dir vielen lieben Dank für dein Review!
kleine Alraune: Hoffentlich erschrickst du dich heute nicht wieder, wenn du das neue Kapitel entdeckst. Was Hermione angeht: das ist ein bisschen so wie mit den Malfoys. Sie ist ein derartiges Paradebeispiel, dass man sie eigentlich gar nicht außen vor lassen kann und genau deshalb wurde sie eingeladen. Vielen herzlichen Dank für dein Review und ich hoffe, du hast auch heute wieder Spaß beim Lesen!
Wandering Albatros: Erst einmal: ich hoffe, du hast/hattest einen schönen Urlaub und hast es dir auch von den spanischen Tastaturen nicht vermiesen lassen. Ich bin mittlerweile auch derart gewöhnt an britische Tastaturen, dass mich die Z/Y-Sache kaum noch verwirrt :) Ich hab es ja eigentlich nicht so gerne, wenn mitten in einem deutschen Text englische Begriffe auftauchen (man kann sich ja für eine Sprache entscheiden), aber das "Hermione" muss sein. Schließlich hat sich JKR was dabei gedacht und sich diesen griechischen, schon von Shakespeare benutzten Namen für ihren Charakter geliehen. Daraus kann man einfach kein altmodisches "Hermine" machen. Was Millicent angeht: schön, dass dir der Knalleffekt so gut gefallen hat. Allerdings geht der nicht vollständig auf meine Kappe: Millicent ist hochoffiziell und laut JKR ein Halbblut. Ich glaube, bei James Sirius schlägt die Kombination aus den beiden Namensgebern und diverse Babysitting-Stunden bei George durch :) Vielen lieben Dank für dein Review!
