NB: Freundlicherweise aus dem Englischen von Aymara übersetzt!

Hallo, ein weiteres Update. Bitte lest es durch und lasst mich wissen, was ihr davon haltet.

Haftungsausschluss: Dies basiert auf die Vorkommnisse im Film „Schindlers Liste" und ich beabsichtige nicht, irgendjemanden zu beleidigen.

Später, als die anderen Gäste bereits gegangen waren, gingen Amon und Oskar hinaus, auf den Balkon des Hauses.

Schindler sah wie immer ordentlich und absolut blendend aus, er war vollkommen unverändert durch die große Menge an Alkohol, die er diesen Abend getrunken hatte. Sein Anzug saß immer noch wie angegossen, sein Haar war makellos.

Göth andererseits, wankte hinaus in die kalte Nachtluft und wirkte, wie ein Wahnsinniger. Sein Haar war unordentlich und die obersten Knöpfe seines Hemdes geöffnet, sein Jackett hatte er bereits lange zuvor abgelegt.

„Schon wieder einmal eine ausgelassene Feier im Hause Göth, bei der sie völlig betrunken sind, Amon? Denken sie nicht, sie sollten verantwortungsvoller sein?" Oskar lächelte schwach, während er Amon vorwurfsvoll ansah, der in diesem Moment nahe eines Stuhls zusammenbrach.

„Weshalb sollte ich verantwortungsvoll sein? Sehen sie sich an, womit ich mich hier alles herumzuschlagen habe!" Er schleuderte seine Arme weit umher, auf das momentan stille Lager unter ihnen hinweisend. „Ich bin verantwortungsvoll genug, jeden verdammten Tag..."

„Bloß um ihrer eigenen Gesundheits-Willen, Amon. Ihre Leber kann unmöglich in bester Form sein..."

„Wen schert das? Wir werden schlussendlich alle sterben. Ich, sie, der Abschaum da unten. Der Tod kommt für alle von uns..."

„Aber sie können entscheiden wann. Die können das nicht. Sie halten ihr Leben in ihren Händen. Sie haben die Macht zu wählen, Amon."

„Ich will nicht wählen. Die verdienen es, zu sterben."

„Vielleicht verdienen wir alle es, zu sterben. Und es kann unmöglich sein, dass sie daran wirklich Gefallen finden. Vielleicht zu einer anderen Zeit, ohne den Krieg..."

„Ha. Ratten sind Ratten, Oskar, egal wie Sie sie nennen."

„Alle, Amon? Sogar das Mädchen?"

„Lena? Was hat sie überhaupt mit damit zu tun?"

„Ihr Name ist Helene, oder?"

Ich kenne ihren Namen, dachte Amon. „Es gibt zu viele Helenes. Das andere Dienstmädchen heißt auch Helene. Diese Juden, die haben keine Fantasie..."

Oskar sah ihn lange an. „Wo ist sie überhaupt? Sie sollte doch aufräumen oder etwa nicht?"

„Oh, sie ist unten."

„Warum?"

„Ich habe sie geschlagen. Diese faule jüdische Schlampe."

„Amon, Amon, Amon. Hören sie sich doch mal an. Sehen sie nicht, dass das Mädchen alles tut, was sie verlangen und sie sie behandeln, als wäre sie eine Idiotin? Das ist nicht notwendig und sie werden nie ein besseres Dienstmädchen finden..."

„Weshalb sollte ich sie irgendwie besser behandeln? Sie ist nur eine Jüdin. Ich kann tun, was auch immer zum Teufel ich tun will."

„Sie können, doch die Frage ist, ob sie sollten?"

„Ich... Das ist nicht wichtig. Sie ist nicht wichtig. Sie ist nur eine Jüdin."

„Wen versuchen sie zu überzeugen, mein Freund? Mich oder dich selbst?"

„Hören sie auf, Oskar. Ich bin zu müde dafür."

„Ich sag ja nur – sehen Sie sie wirklich als eine von ihnen oder fühlen sie anders, als sie zugeben wollen? Sie lassen sie nicht einmal den Stern tragen. Ich bin nur neugierig. Sie sind ein guter Soldat, aber sie sind kein guter Lügner, Amon."

„Ich werde diese Diskussion nicht mit ihnen führen!" blaffte Amon.

Oskar seufzte laut und stand auf, um zu gehen. „Vielleicht werden sie eines Tages ehrlich zu sich selbst sein, Amon." Als Göth nicht antwortete, ging Schindler wieder nach drinnen und holte sich seine Sachen, bevor er sich auf den Weg nach Hause machte.

Amon blieb auf dem Balkon, seinen Kopf hielt er in den Händen. Er sah hinüber, zu den dunklen Gebäuden des Lagers. Schindler kann einen manchmal sehr verärgern, dachte er. Er mochte vielleicht ein guter Geschäftsmann sein, doch mit seinem konstanten Bedürfnis im Recht zu sein und seiner verdammten Neugier, steuerte er geradewegs auf seinen Untergang zu.

Amon dachte darüber nach, was Schindler gesagt hatte. Der Mann ist verrückt, dachte er. Es war ja ganz gut die Juden zu beschäftigten, sie für die harte Arbeit zu nutzen, aber über sie zu sprechen, als würden sie tatsächlich von Bedeutung sein?

Er dachte wieder an seinen Wutausbruch im Keller. Vielleicht hatte Schindler nicht ganz unrecht. Aber sie hatte ihn einfach so wütend gemacht. Allein darüber nachzudenken, brachte ihn dazu, wieder etwas schlagen zu wollen. Da war etwas an ihr – die Art, wie sie sprach, die Art wie sie stand, die Art wie sie ihn ansah. Etwas, dass sie von dem ganzen anderen Abschaum unterschied, dem er jeden Tag begegnete.

Ihre Augen waren voller Funken gewesen, dachte er. Er wusste nicht, was ihn zu ihr gezogen hatte, als er sie aus dieser Gruppe aussuchte, nur, dass er das unerklärliche Bedürfnis gehabt hatte, sie zu besitzen und sie, statt einer der anderen zu wählen.

Sie war so voller Leben gewesen und bezauberte selbst die Beamten, die sie eigentlich hassten. Doch fast ein halbes Jahr der Arbeit für ihn, hatte das Feuer in ihren Augen gelöscht, es hatte sie zu einer demütigen Bediensteten gemacht, die sogar zu ängstlich war zu sprechen oder irgendjemandem in die Augen zu sehen.

Und doch waren da Momente, in denen er dachte, da wäre ein gegenseitiges Verständnis zwischen ihnen. Manchmal pflegte er es, sie anzusehen und das Unglück ihrer Geburt zu verfluchen, dass sie so sehr voneinander unterschied. Manchmal gab er ihr sogar die Schuld daran, obwohl er tief drinnen wusste, dass es kaum ihr Fehler sein konnte.

Er fühlte keine Schuld als solche wegen seines Verhaltens ihr gegenüber, doch ein Teil von ihm wusste, dass er zu weit gegangen war, und eines Tages könnte er sie während eines Wutanfalls wirklich töten.

Bei diesem Gedanken zuckte Amon innerlich zusammen. Ihr wehzutun war eine Sache, doch den Gedanken sie wirklich zu töten, ihr Leben auszulöschen, fand er abscheulich.

Er hatte gesagt, er würde ihr nach dem Krieg eine Empfehlung geben, doch er wollte sie lieber bei sich behalten. Sie könnte mit ihm nach Wien kommen und noch eine lange Zeit bei ihm sein.

Amon konnte nicht verstehen, was sie so anders machte. Die anderen Juden im Lager bedeuteten ihm nichts - sie zu beseitigen, war ein Sport, etwas was man am Morgen so tat, ein Mittel ihnen Angst einzuflößen und manchmal auch nur ein Weg, Majola zu ärgern. Er konnte das ganze Lager mit einem einzigen Schuss aufrühren, dem nachhallenden Klang des Todes. Er sah alles; er genoss die Angst ihn ihren Augen. Oder?

Genoss er es wirklich, oder war es nur eine Angewohnheit, so tief verwurzelt, dass sie zur Routine geworden war? Manchmal, nachdem er einen Gefangenen getötet hatte, erschien es ihm, als sähe sie ihn mit einer Mischung aus Angst davor, dass sie die Nächste sein würde, Leid aufgrund des Todes eines anderen Menschen und Enttäuschung, da er wieder einmal so grausam gewesen war, an.

Ein Opfer zu wählen war Macht. Die Gelegenheit zu töten, wehzutun, die Kontrolle zu haben, das war Macht.

Aber wie er wusste, gab es mehr als eine Art der Macht. Die Macht, die er hatte, war immens in seiner eigenen Welt, und er genoss sie wirklich, jedoch war es keine tiefe Art der Macht. Nicht emotional oder philosophisch. Nicht etwas, dass Gefühle oder gar die ganze Einstellung einer Person verändern konnte.

Nicht wie die Macht, die sie zunehmend über ihn zu haben schien.

Bitte sagt mit eure Meinung!

x Bea

NB: Noch eine massive Dankeschön an Aymara für die Übersetzung dieser!