5. Ich liebe dich, Zoey
„Hey, Zoey. Ich bins, Ariana. Ehm.. Da du nicht rangegangen bist, spreche ich dir jetzt einfach auf die Mailbox. Ich habe dir eine Menge zu sagen. Also.. Wo fange ich an? Es gibt so viel zu erzählen! Es tut mir Leid, was am See passiert ist. Ich wollte das nicht, aber es war so schön mit dir! Unglaublich schön! Und da gibt es noch etwas, was du wissen solltest. Den Grund dafür, dass ich dich geküsst habe. Also.. ich sags jetzt einfach.. Ich liebe dich, Zoey! Ich weiß schon lange, dass ich auf Mädchen stehe und wollte es dir nur nicht sagen, weil ich dachte, dass du nicht mehr mit mir befreundet sein willst. Ich kann verstehen, wenn du mich nicht mehr sehen willst. Aber ich kann meine Gefühle nicht ändern und ehrlich gesagt will ich das auch nicht! Du bist ein wundervolles Mädchen und ich kenne niemanden, der vergleichbar mit dir ist! Ja, ich liebe dich und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass wir irgendwann zusammen glücklich werden! Aber ich akzeptiere es, wenn du mich nicht mehr sehen willst. Ich werde dich wohl einfach von Weitem weiter beobachten und dich in Ruhe lassen. Es ist deine Entscheidung. Ich bitte dich nur mich nicht zu hassen, denn damit könnte ich nicht leben! Ich kann es nur noch einmal sagen, Zoey! Ich liebe dich! Das Gefühl werde ich wohl nie vergessen, als ich dich geküsst habe. Es war wunderschön und vielleicht war es ja für dich genauso. Es war, wie als würde mich ein angenehmer Stromschlag durchfahren und ein Gefühl von Wärme hat sich in mir ausgebreitet. Ich habe alles vergessen und hätte ewig so mit dir da stehen können! Und wie du vielleicht an meiner Stimme hörst, weine ich gerade, denn dieses Gefühl von Glück macht mich unendlich glücklich aber auch unendlich traurig, denn ich weiß, dass dieses Gefühl von Liebe wohl nie von dir erwidert werden wird, dass mein Traum wohl für immer ein Traum bleiben wird.." Als Zoey das hörte, nahm sie schnell das Handy in die Hand. Sie nahm den Anruf an und schrie fast in das Handy: „Ich liebe dich auch, Ariana!", doch Ariana hatte bereits aufgelegt und konnte Zoey nicht mehr hören. Langsam legte Zoey das Handy wieder auf den Tisch. Sie lag im Bett und es waren 3 Tage seit dem Vorfall am See vergangen. In der Schule hatte sie nicht mit Ariana gesprochen, hatte sie nicht einmal angesehen. Es war ihr schwer gefallen, doch sie hoffte, dass dieses Gefühl irgendwann vergehen würde. Als sie gesehen hatte, dass Ariana anrief, hatte sie den Anruf nicht angenommen und schließlich hatte sie nur zugehört, was Ariana ihr auf die Mailbox gesprochen hatte. Als Zoey so im Bett lagen und hörte was Ariana sagte, liefen ihr die Tränen über das Gesicht. Ariana liebte sie und das löste ein Gefühl unendlichen Glücks in ihr aus. Sie verstand genau, worüber Ariana gesprochen hatte und in diesem Moment wurde ihr klar, dass sie Ariana auf keinen Fall verlieren durfte. Aus diesem Grund sprang Zoey schnell von ihrem Bett auf. Sie hatte einen Entschluss gefasst und nichts auf der Welt konnte sie davon abbringen. Schnell lief sie die Treppe hinunter und als Santana und Brittany sie besorgt ansehen und fragten, ob alles in Ordnung sei und wo sie hin wolle, sagte sie nur: „Mir ging es nie besser. Ich habe noch etwas zu erledigen!".
Ariana legte auf. Sie sah noch lange auf ihr Handy und überlegte, ob es die richtige Entscheidung gewesen war, Zoey ihre Gefühle zu gestehen. Vermutlich war es richtig, aber wer wusste das schon so genau? Wer wusste schon wie Zoey reagieren würde? Würde es ein Happy End geben? Oder würde Zoey Ariana hassen? Das konnte keiner sagen. Die Entscheidung lag ganz allein bei Zoey.
Ariana atmete schwer. Sie hatte aus tiefstem Herzen gesprochen und innerlich wusste sie auch, dass sie es gut gemacht hatte. Sie wusste, wenn es dir geringste Chance gebe, dass sie mit Zoey glücklich werden würde, dann nur durch das, was Ariana eben gesagt hatte.
Dann klingelte es an der Tür. Ariana wusste nicht, wie lange sie brauchte um zu realisieren, dass sie aufstehen und die Tür öffnen musste. Ihre Eltern waren mit ihrem älteren Bruder ausgegangen, doch Ariana hatte keine Lust mitzukommen. Überhaupt war sie in den letzten Tagen ziemlich deprimiert gewesen. Also stand Ariana auf und ging zur Tür, obwohl sie eigentlich lieber sitzen geblieben und weiter über Zoey nachgedacht hätte. Es klingelte nochmal und Ariana dachte: ‚Was kann denn 18:00 so wichtig sein?!' Sie war an der Tür angekommen und zog sie auf. Und vor ihr stand.. Zoey! Noch bevor Ariana wusste wie ihr geschah, spürte sie Zoey's Lippen auf ihren und ein Gefühl durchströmte sie, dass unglaublich war. In diesem einen Moment wusste sie, dass alles gut werden würde. Zoey küsste Ariana, als hätte sie Angst, sie für immer zu verlieren. Der Kuss hielt lange an, bis Zoey sichvon Ariana löste, sie stürmisch in die Arme schloss und ihr ins Ohr flüsterte: „Ich liebe dich, Ariana!". Ariana wusste nicht, wie lange sie so da standen, aber sie wusste, dass egal was passierte, sie immer für Zoey da sein würde, so lange diese es wollte. In diesem Augenblick bekam der Begriff ‚Glück' eine ganz neue Bedeutung für sie. Glück war jetzt die Zufriedenheit, die Vollständigkeit die sie spürte. Sie wünschte dieses Gefühl würde ewig anhalten und sie wusste, dass es mit Zoey so sein würde.
