Broken
Kapitel 5
Der beste Tag überhaupt
Blaise, Pansy und Draco saßen am nächsten Morgen zum Frühstücken am Slytherin-Tisch. Alle sechs Augen fokussierten das Eingangsportal der großen Halle. Die Frühstückszeit war schon zur Hälfte vergangen und Ginny war noch immer nicht da. Pansys Gesichtsausdruck zeigte eine Mischung aus Wut und Angst, Blaise sah aus, als könnte er jeden Moment aufspringen und würde sie suchen gehen, und Draco sah krank vor Sorge aus. Plötzlich öffnete sich die Tür und kam herein. Die anderen drei bemerkten sie sofort und folgten ihr mit ihren Blicken.
Sie sah ausgezehrter und gebrochener aus, als die drei sie jemals gesehen hatten. Sie hatte dunkle Ringe unter den Augen und ging um einiges langsamer als üblich. Sie alle warfen einander einen besorgten Blick zu, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Gryffindor-Schülerin lenkten. Heute aß sie, aber nur sehr wenig. Pansy bemerkte, dass ihre Hand stark zitterte, als sie ein Stück Toast hoch nahm. Die Türen zur Großen Halle öffneten sich erneuet und Ron Weasley kam herein. Er sah noch wütender als sonst aus, aber er strahlte auch eine seltsame Zufriedenheit aus. Die drei beobachteten wütend, wie er sich neben Ginny setzte. Sie sahen, dass sie noch blasser wurde und auf ihr Teller hinunter blickte. Was als nächstes passierte, brachte Blaise fast dazu, von seinem Sessel zu springen. Pansy und Draco hielten ihn aber zurück, während alle drei Todesblicke auf Ron schossen.
Sie beobachteten, wie er näher zu Ginny rutschte und mit seiner Ferse kräftig in ihren rechten Fuß trat. Ginny schnappte nicht nach Luft und gab kein Zeichen des Schmerzes von sich, aber Pansy konnte ihren Hass, ihren Schmerz, ihre Misere und die Angst spüren. Ron flüsterte etwas in ihr Ohr und sie sahen, dass sie den Tränen schon sehr nahe war. Sie waren beinah erleichtert, als sie sahen, dass sie aufstand und leicht hinkend die Große Halle verließ.
Draco wollte schon aufstehen, aber Pansy hielt ihn zurück. „Warum lässt du mich nicht rüber gehen?", fragte er sie.
„Weil es ihm auffallen wird, dass wir ihr folgen", sagte Pansy, als sie ihn zurück auf seinen Platz drückte.
„Ich wollte ihr nicht nachlaufen, ich wollte mich nur kurz mit ihrem Trottel von Bruder unterhalten, und dann wollte ich ihr nachlaufen", sagte Draco, der sich schließlich wieder gesetzt hatte.
„So süß das auch von dir ist, Draco, Pansy hat Recht. Er wird es wissen", sagte Blaise mit einem Grinsen, als Draco ihn böse anstarrte. Pansy rollte ihre Augen. Nur Blaise würde zu Zeiten wie diesen über so etwas grinsen können.
„Es ist egal, sie will sowieso nicht, dass wir ihr folgen", sagte Pansy wissend.
Die zwei Jungs starrten sie geschockt an. „Woher willst du das wissen?", fragte Blaise nach einem Augenblick.
„Sie hätte uns ein Signal gegeben, wenn sie es wollte", sagte Pansy als halbe Lüge und rollte mit den Augen. Sie war noch nicht ganz bereit, dass alle von ihrem ... Talent ... Bescheid wussten, aber sie hatte ihnen schon genug Hinweise gegeben, damit sie es selbst erkennen konnten. Dummköpfe, dachte sie heimlich und lächelte.
„Wir müssen nachsehen, ob sie okay ist", sagte Draco seltsam beschützerisch.
„Das werden wir auch", antwortete Pansy, ohne zu ihm hochzusehen.
„Wir müssen jetzt sowieso los. Das heißt, wenn wir vor allen anderen im Klassenzimmer sein wollen", sagte Blaise, um die beginnende Diskussion zwischen Pansy und Draco zu unterbinden.
„Wir werden heuer das ganze Jahr im Unterricht früh dran sein, oder?", schnarrte Draco.
„Ja, also gewöhn dich schon mal dran", schnappte Pansy zurück.
Ginny ging leicht humpelnd durch den Saal und machte sich auf den Weg zur Geschichte der Zauberei. Sie hatte Ron noch nie so verärgert gesehen wie die Nach zuvor, als sie nach dem Abendessen in den Gemeinschaftsraum gegangen war. Sie hatte gehofft, dass er schon oben in seinem Schlafzimmer wäre, aber sie hätte wissen müssen, dass er auf sie gewartet hatte.
FLASHBACK
Ginny ging durch das Portraitloch und das Erste, das sie sah, war Ron. Er stand da und wartete. Sein Gesicht, sein Hals und alles, was sie von seinem Oberkörper frei sehen konnte, war rot vor Wut. Seine Augen hatten eine dunkelbraune Farbe angenommen und er hatte die Fäuste so fest zusammengeballt, dass die Knöchel weiß hervortraten.
„Was zur HÖLLE hast du dir heute gedacht?", schrie Ron sie an.
„Ich wusste ehrlich nicht, dass sie sich zu mir setzen würden!", sagte Ginny wahrheitsgetreu und er schnappte sie an der Schulter und zog sie zu sich.
„Wenn das wahr ist, warum bist du dann heute freiwillig bei ihnen geblieben, und das während der ganzen Mittags- und Abendessenszeit?"
„Ich weiß nicht, sie haben mich eingeladen, ich konnte einfach nicht nein sagen", log sie.
„Ich werde gnädig sein und Mum und Dad nichts darüber schreiben", sagte Ron und gab Ginny somit ein kleines Fünkchen Hoffnung. „Stattdessen werde ich dir deine Bestrafung geben", sagte er mit einem verschrobenen Grinsen.
Ginny zuckte leicht bei seinen Worten zusammen. Sie wusste, dass dies schlimm werden würde, und der Gemeinschaftsraum war verlassen. Niemand würde kommen, um sie zu retten. Sie versuchte, ihre Augen zu schließen und an etwas anderes zu denken, aber sie wurde zurück in die Wirklichkeit geholt, sobald sie spürte, wie Rons Faust auf ihre Nase knallte. Sie taumelte etwas zurück und kam ins Schwanken, als sie ihre blutende Nase hielt. Er trat ihr in den Bauch und sah mit seinem kranken Vergnügen, wie sie zu Boden fiel.
Sie dachte, hoffte, betete und wünschte sich verzweifelt, dass es nun vorbei wäre, aber es hatte gerade erst begonnen. Im Verlauf der nächsten Stunde trat Ron ihr in den Bauch, die Rippen, die Brust, die Beine und die Arme. Er zog sie an ihren Haaren hoch, schlug sie wieder in den Bauch und ließ sie zu Boden fallen. Der einzige Teil ihres Körpers, der relativ verschont blieb, war ihr Gesicht. Er wusste, dass sie ihr Gesicht nicht so gut verstecken konnte wie ihren restlichen Körper.
Nachdem sie nur mehr als weinendes Bündel am Boden lag, ging er hoch in sein Schlafzimmer. Ginny hatte nicht die Kraft, aufzustehen, und tauchte am Boden liegend in die Bewusstlosigkeit ein. Sie erwachte früh am nächsten Morgen, nahm eine heiße Dusche, um ihre Wunden zu reinigen, und legte einen Puderzauber über ihr Gesicht.
FLASHBACK ENDE
„Ginny!", rief Pansy, als sie mit Blaise und Draco den Gang entlang lief, um zu Ginny zu gelangen. Sie wollten wissen, was mit ihr geschehen war, bevor sie Ginny in diesem Fach verteidigten.
„Leute, ihr müsst euch keine Sorgen machen. Ron und Harry haben Geschichte der Zauberei nicht belegt und Hermione ist auch ausgestiegen, als ihr bewusst wurde, dass sie allein mit einem Haufen Slytherins sein würde", sagte Ginny mit einem schwachen Grinsen, als sie sie eingeholt hatten.
Pansy wollte schon den Mund öffnen, um zu sprechen, aber in diesem Augenblick öffnete sich die Tür und Ginny trat schnell ein. Die drei tauschten einen Blick aus und folgten ihr ebenfalls ins Klassenzimmer. Sie erblickten Ginny sofort. Sie saß in der letzten Reihe und hatte den Kopf auf ihre Arme gelegt. Langsam und leise gingen sie zu ihr und setzten sich neben sie. Als sie verwirrt hoch blickte, grinsten sie alle wegen ihres Gesichtsausdrucks, bevor sie zu sprechen begannen.
„Wir sitzen immer noch neben dir", sagte Draco schnell, bevor er seine Aufmerksamkeit auf Pansy lenkte, die beinah so aussah, als würde sie platzen, weil sie nicht sprechen durfte. Draco grinste sie an, bevor er ihr nickend zu verstehen gab, dass sie wieder etwas sagen durfte.
„Wir wollen wissen, was passiert ist", sagte Pansy leise zu Ginny. Die zwei Jungs rückten näher, sodass sie besser zuhören konnten. Ginny seufzte und erzählte ihnen leise, was letzte Nacht passiert war. Sie zog ihren Ärmel hoch und zeigte ihnen die Blutergüsse auf ihrem Arm. Sie sagte ihnen, dass es noch mehr davon auf ihrem Oberkörper gab. Am Ende ihrer Geschichte sahen Draco und Blaise so aus, als würden sie jeden umbringen, der Rons Namen auch nur erwähnte, und Pansy sah so aus, als würde sie gleich in Tränen ausbrechen.
„Darum darf das nicht mehr vorkommen", sagte Ginny nach einem Moment voll schockierter Stille. Sie sahen sie mit verwirrten Gesichtern an. „Ihr müsst damit aufhören, sonst wird es schlimmer werden", erklärte Ginny.
„Wie kannst du von uns erwarten, dass wir aufhören?", fragte Blaise. Er war schockiert, dass sie so etwas vorschlug.
„Genau deshalb haben wir ja begonnen, auf dich aufzupassen", sagte Draco und ihm wurde klar, dass er ihr damit wohl zu nahe trat, also versuchte er sich schnell rauszureden. „Ich meine, deswegen können wir nicht wegsehen."
„Ich weiß, aber glaube mir, das ist nichts verglichen mit dem, was noch passieren wird, wenn das nicht aufhört", sagte Ginny. Die drei Slytherins wollten wieder etwas sagen, aber die restlichen Schüler kamen gerade herein. Sobald sich alle gesetzt hatten, sprach sie wieder leise: „Ich erwarte nicht von euch, dass ihr mich komplett allein lasst, weil ich weiß, dass ihr das nicht tun würdet. Aber ich muss allein durch die Schule gehen oder mit Ron, und ich muss an meinem Haustisch essen, sonst wird er das wieder tun."
„Okay, aber im Unterricht können wir nichts tun. Die Lehrer weisen uns nur neue Plätze zu, wenn wir Probleme machen", sagte Pansy zögerlich.
„Ich bin mir sicher, dass euch schon etwas einfallen würde, um genau das zu bewirken, aber das ist nicht notwendig. Ist schon gut, dass ihr im Unterricht bei mir sitzt", sagte Ginny mit einem Lächeln, das einer Slytherin würdig gewesen wäre und die anderen drei etwas schockierte.
Geschichte der Zauberei und Wahrsagen vergingen wie im Flug. Ron, Harry und Hermione waren auch aus Wahrsagen ausgestiegen, also hatte Ginny hier eine ruhige Zeit. Sie konnte nichts aus der Kristallkugel lesen und konnte sich kaum auf das Kapitel konzentrieren, das sie lesen sollte, weil Pansy, Draco und Blaise ständig sarkastische Bemerkungen machten. Aber sie hatte wirklich eine angenehme Zeit in diesen Stunden. Ginny verabschiedete sich von den anderen dreien, bevor sie die Klasse verließ und zum Mittagessen ging. Pansy versicherte ihr, dass sie nicht direkt hinter Ginny in die Große Halle kommen würden, sodass es keinen Verdacht erregte. Aber sie sagte ihr auch, dass sie ein Auge auf Ronniekins werfen würden, damit er nicht noch einmal etwas anstellen konnte. Offensichtlich war Blaise gut darin, ohne Worte zu zaubern, und er würde dies gerne mal demonstrieren, wenn sich die Möglichkeit bieten sollte.
Die drei Slytherins beobachteten Ginny während des ganzen Mittagessens so diskret wie möglich und waren erstaunt, dass Ron sie nicht berührte oder etwas zu ihr sagte. Er sah aber angepisst aus und so, als würde er etwas aushecken.
„Er grübelt definitiv über etwas nach. Seht ihr, wie sein Gesicht vor Konzentration verzogen ist?", meinte Draco zu den anderen beiden. Sie konnten nicht anders und mussten darüber lachen.
„Sieht so aus, als ob sein Kopf gleich abfallen würde, weil er zu viel denkt", sagte Pansy.
„Wünsch dir nicht zu viel, Parkinson", sagte Blaise grinsend.
„Du bist ein Idiot, Zabini", sagte Pansy und rollte mit den Augen.
„Leute, sie gehen", sagte Draco und stieß die anderen beiden an. Er hatte Ginny die ganze Zeit über beobachtet.
„Scheiße! Er wird sich neben sie setzen", sagte Pansy und die drei sprangen förmlich von den Stühlen. Sie gingen so rasch sie konnten, ohne wirklich zu laufen, aber Ron und Ginny waren dennoch viel früher bei der Tür zum Klassenzimmer als sie. Ginny schenkte ihnen ein Blick, der „macht euch keine Sorgen" bedeutete. Aber sie konnten dennoch die Angst in ihren Augen sehen.
Die Tür öffnete sich und der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste kam heraus. Er war ein großer, schlanker Mann mit schulterlangen, braunen Haaren und braunen Augen. Er sah sie einen Moment lang mit einem Lächeln an, bevor er sie in die Klasse scheuchte. Die fünf traten ein und setzten sich hin. Ginny saß neben Ron, der zwei Plätze für Harry und Hermione reservierte. Blaise, Pansy und Draco saßen hinter ihnen und beäugten Ron mit Blicke, die hätten töten können.
„Können Miss Weasley, Miss Parkinson, Mr. Zabini und Mr. Malfoy bitte kurz zu mir vor kommen?", fragte der Professor freundlich. Die vier standen auf und sahen einander verwirrt an, bevor sie auf den Lehrer zugingen. Sie wussten nicht, warum sie schon in Schwierigkeiten waren, noch bevor der Unterricht begonnen hatte. Und dabei kannten sie noch nicht einmal den Namen des neuen Lehrers.
„Ich bin Professor Perks, aber ihr könnt das ‚Professor' weglassen. Ich bin nicht gerade heiß drauf", begann er mit einem warmen Lächeln. „Professor McGonagall war gestern bei mir und hat mir gesagt, ich soll euch vier zusammen setzen. Sie sagte, dass Miss Weasley hier ein Jahr aufgestuft wurde und ihr drei ihr bislang sehr nett geholfen habt", sagte er mit einem Lächeln.
„Ja, Sir", sagten die vier gemeinsam. Er lächelte und scheuchte sie zurück auf ihre Plätze. Ron hatte jedes einzelne Wort gehört und sah aus, als würde er am liebsten den Lehrer vermöbeln wollen, und Ginny schnappte ihre Bücher und ihre Tasche und setzte sich drei Reihen weiter nach hinten zu Pansy, Blaise und Draco.
Verteidigung gegen die dunklen Künste war schwieriger, als Ginny zuerst angenommen hatte. Sie machte sich ziemlich gut, brauchte aber dennoch Hilfe. Draco war anscheinend der Beste in diesem Fach. Die zwei unterhielten sich und Draco erklärte ihr alles, was sie tun musste. Sie bemerkten, dass Professor Perks sie befürworted anschaute. Offenbar dachte er, er hatte die richtige Entscheidung getroffen, dass er auf McGonagall gehört hatte. Sie bemerkten aber nicht, dass ihnen Blaise und Pansy (hauptsächlich Pansy) amüsierte Blicke zuwarfen.
Ginny verließ den Klassenraum etwa eine Minute vor den Slytherins. Sie lief schnurstracks die Gänge entlang und aus dem Schloss hinaus. Nicht einmal Ron konnte sie einholen. Sie kam ungefähr fünf Minuten zu früh bei Hagrids Hütte an und er hieß sie mit einem warmen Lächeln und einem freundlichen „Hallo" willkommen, bevor er ernst wurde
„McGonagall hat erzählt, dass du es in deinen anderen Fächern schwer hast und dass eine Gruppe von Slytherins dir geholfen hat. Ich hab ihr gesagt, es ist nicht notwendig, dass ich dich in eine Gruppe mit ihnen stecke, weil du eine kluge Schülerin bist. Aber ich werde dir die Wahl lassen", sagte Hagrid.
„Ich möchte gern mit ihnen in einer Gruppe sein, wenn das in Ordnung ist", sagte Ginny mit einem Lächeln. Hagrid nickte, als er ihre Worte hörte, bevor Ginny weitersprach: „Kannst du mich … äh … mit ihnen in eine Gruppe einteilen? Ich will nicht, dass die Leute in meinem Haus denken, ich würde sie hintergehen", sagte Ginny mit einem besorgten Lächeln. Hagrid nickte wieder und schenkte ihr einen verständnisvollen Blick.
Sobald die restlichen Schüler angekommen waren, verkündete Hagrid, dass er sie in Gruppen einteilen wollte. Er steckte Ginny und die drei Slytherins in eine Gruppe, so wie sie ihn gebeten hatte. Sie bemerkte auch, dass es in jeder Gruppe mindestens einen Gryffindor und mindestens einen Slytherin gab. Sie nahm an, dass er das gemacht hatte, damit es niemandem seltsam vorkam.
Als die Glocke ertönte, packten Ginny und ihre Gruppe sehr langsam zusammen, sodass sie als letzte und gemeinsam zum Abendessen gehen konnten. Blaise versuchte mehr als einmal, sie zu überzeugen, bei ihnen am Slytherin-Tisch zu essen, aber Ginny wusste, dass er es nicht ganz ernst meinte.
Sie saß am Gryffindor-Tisch und spürte während des gesamten Abendessens hindurch, dass sie von drei Augenpaaren beobachtet wurde. Sie war sich sicher, dass sie mindestens eine kleine Portion des Abendessens und ein paar Bissen Obst essen musste, sodass sie sich keine Sorgen um ihr Gewicht machten. Nachdem die Teller verschwunden waren, schloss Ginny sich einer Gruppe Sechstklässlerinnen an und lief hoch in den Gryffindor-Turm, wo sie unbemerkt von Ron in ihr Schlafzimmer schlüpfen konnte.
Sie lag in ihrem Bett und lauschte den Geräuschen der Tiere außerhalb des Schlosses, und zum ersten Mal in ihrem Leben war sie sich drei Dingen sicher: Sie hatte Menschen, denen sie nicht egal war. Die Dinge würden dieses Jahr definitiv anders werden. Und sie musste vielleicht nicht für immer ein gebrochenes Mädchen sein.
