Broken

Kapitel 23

Weihnachten


Draco und Ginny schliefen friedvoll in Pansys nicht dekoriertem Wohnzimmer. Sie hatten die Couch in ein geräumiges Bett verwandelt, wo die beiden genug Platz hatten, um sich bequem auf der übergroßen Matratze auszubreiten, aber dennoch hatten sie sich zusammen gekuschelt und hielten einander in den Armen. Pansy und Blaise blieben in Pansys Schlafzimmer und obwohl sie ihre eigenen Schweigezauber über die Tür gelegt hatten, wollten Draco und Ginny diese noch verstärken und sprachen ihre eigenen Schweigezauber im Wohnzimmer aus. Die vier waren von der letzten Nacht so übermüdet, dass sich niemand rührte, als Fred und George mittels Flohpulver ins Wohnzimmer kamen.

George deutete auf Ginnys und Dracos intime Position, aber Fred hielt ihn auf, etwas Voreiliges zu unternehmen. Er erinnerte ihn daran, dass obwohl Ginny ihre kleine Schwester war, sie dennoch Köpfchen besaß und sie ihr bei ihren eigenen Entscheidungen vertrauen mussten. Obwohl Fred ebenfalls jeden verprügelt hätte, der so mit seiner Schwester im Bett lag, hatte er Draco ja schon ein wenig kennen gelernt und aus einem unerklärlichen Grund vertraute er ihm. Fred sah hinüber zu George und wusste, dass in ihm der selbe innerliche Kampf tobte.

"Ich wusste, dass sie das Zimmer nicht schmücken würden", sagte George, nachdem er seinen Blick wieder von seiner kleinen Schwester und Draco abgewandt hatte.

"Tsk tsk tsk ... Ich dachte, wir hätten Ginny etwas mehr als das beigebracht."

"Ich weiß, dass das Leben zu Hause mies war, aber sie hat Weihnachten immer geliebt", sagte George leicht verwirrt, während er begann, die Sachen zu vergrößern, die sie in verkleinerter Form mitgebracht hatten.

"Vielleicht hat sie heuer einfach mehr Stress als sonst", sagte Fred total ernst.

"Ich verstehe, warum das der Fall sein könnte", sagte George und deutete auf Dracos schlafende Gestalt.
"Denkst du nicht, dass sie glücklich sind?"

"Das ist es nicht, ich glaube bloß, dass keiner von ihnen glücklich ist, wenn sie alles verstecken müssen."

Die nächsten paar Stunden lang arbeiteten die Zwillinge in Stille. Als sie fertig waren, brachen gerade die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster und der Raum sah komplett verändert aus. Die zwei traten zurück, um ihre Arbeit zu bewundern. Sie warfen sich einen Blick zu und beide kamen still und zufrieden überein, dass sie gute Arbeit geleistet hatten.

Ginny wachte langsam auf und machte beinah unhörbare Geräusche im Schlaf. Sie wurde langsam munter. Fred und George gingen leise um das Bett herum in Richtung Kamin. Sie warfen ihrer kleinen Schwester ein kurzes Lächeln zu, bevor wie per Flohpulver wieder zurück in ihren Laden reisten.

Zwanzig Minuten später wachte Ginny auf. Sie versuchte sich umzudrehen, damit sie noch ein paar Stunden lang weiterschlafen konnte, aber sie wusste, es war hoffnungslos. Sie sah hinüber zu Draco und lächelte. Er sah immer so friedvoll aus, wenn er schlief. Sein weißblondes Haar fiel ihm in die Augen, während er schlief, und das ließ ihn Ginnys Meinung nach noch sexier wirken. Langsam stand sie auf, um so leise wie möglich ins Bad zu gehen, aber anscheinend war sie nicht leise genug, denn eine Sekunde später spürte sie Dracos lange, elegante Finger an ihrem Bein und sie wurde zurück zum Bett gezogen.

"Wie lange bist du schon wach?", fragte Ginny, nachdem sie sich von dem kleinen Schock erholt hatte.

"Ich bin eine Minute oder so vor dir aufgewacht", sagte Draco mit einem Grinsen.

"Warum hast du dann nichts gesagt?"

"Weil wenn ich das getan hätte, hättest du dir nicht die Zeit genommen, mich so eingehend zu bewundern", antwortete Draco verschmitzt.

"Ich habe dich nicht bewundert." Draco hob einfach nur seine Augenbraue hoch. "Was gibt es denn da schon zu bewundern?", fragte Ginny verspielt.

"Gin, was gibt es da nicht zu bewundern?" Ginny verdrehte ihre Augen. "Da wären mal mein umwerfendes Aussehen, mein vom Quidditch gestählter Körper, meine zauberhafte Persönlichkeit." Beim letzten Teil lachte Ginny laut auf. Draco sah sie mit unleserlichen Augen an und grinste böse.

"Ich werde dich zum Lachen bringen", sagte er böse, bevor er sich auf sie stürzte.

"Nein! Draco, hör auf!", rief Ginny und lachte, während Draco jede Stelle ihres Körpers kitzelte.

Er kitzelte sich ihren sensiblen Bauch hinab bis zu ihren glatten Oberschenkeln. Er konnte nicht abstreiten, dass es eine Auswirkung auf seinen eigenen Körper hatte, wenn er so viel ihrer nackten Haut berühren konnte. Wenn Ginny sah, wie sehr er das genoss, würde sie ihm wahrscheinlich eine Ohrfeige verpassen. Draco beschloss, sich weiter ihren Körper hinab zu kitzeln und sich zu entspannen, was aber leider nicht funktionierte. Er liebte jeden Teil von ihr. Ihre Arme, ihre Beine, ihren Bauch, ihre Brüste und sogar ihre Füße. Er kitzelte ihre Füße und sie lachte wild auf. Draco liebte ihr Lachen. Er wollte gerade aufhören, als er eine besonders empfindliche Stelle kitzelte und Ginny einfach herumtrat. Ihr linker Fuß entkam seinem Griff und bevor er ihn wieder einfangen konnte, hatte sie auch schon sein Gesicht getroffen. Draco stöhnte, taumelte ein wenig zurück und ließ sich aufs Bett fallen. Ginnys Tritt war hart gewesen.

"Es tut mir so Leid!", sagte Ginny immer noch lachend und kletterte zu Draco hinüber, um sicher zu gehen, dass er in Ordnung war.

"Das wäre jetzt aber auch nicht nötig gewesen", sagte Draco und rieb sich die Nase. Zum Glück war sie nicht gebrochen und blutete auch nicht.

"Vielleicht erinnerst du dich daran, wenn du mich das nächste Mal kitzeln willst", sagte Ginny mit einem Grinsen. Sie stand auf und ging ins Bad.

Draco streckte sich auf dem Bett aus und gähnte. Ginny zu kitzeln hatte ihn müde gemacht, aber zumindest hatte sie ihn dafür bezahlen lassen, für den Effekt, den sie auf ihn hatte, indem sie ihn getreten hatte. Er sah auf die Uhr und sah, dass es schon fast zehn war. Pansy und Blaise würden bald aufstehen. Mit einem genervten Stöhnen stand Draco auf und verwandelte das Bett zurück in die Couch.

Als er fertig war, ließ er sich in die weichen Kissen fallen und sah sich verschlafen im Zimmer um. Erst jetzt sah er, was Fred und George getan hatten. Er saß vor Schock mit offenem Mund da. Ginny kam einen Moment später aus dem Bad zurück und lächelte. Sie blickte hinüber zu Draco und sah, wie geschockt er aussah.

"Du siehst aus, als hättest du Voldemort gesehen", sagte Ginny scherzhalber, um ihre Besorgnis zu verstecken. Draco war von der Erscheinung des Raumes viel zu geschockt, als dass ihm aufgefallen wäre, dass Ginny du weißt schon wen beim Namen genannt hatte. Er war sprachlos, daher betrachtete er noch einmal das ganze Zimmer.

"Was stimmt denn nicht mit ...", begann Ginny, folgte dann aber seinem Blick. "Oh Gott", war alles, was sie sagen konnte.

An den Wänden hingen alle möglichen verschiedenen Dekorationen, sowohl mugglisch, als auch magisch. Überall befanden sich rote, goldene und grüne Luftschlangen, kleine Bildchen vom Weihnachtsmann und seinen Elfen, Engel waren auf die Wände gemalt, das Feuer war entzündet und Socken hingen vom Kamin. In den Ecken des Zimmers lagen sogar ein paar Häufchen künstlichen Schnees. In einer Ecke stand ein geschmückter Weihnachtsbaum. Er war ebenfalls mit falschem Schnee, Luftschlangen, kleinen Feen-Figuren und einem Stern an der Spitze dekoriert.

"Was ist denn hier passiert?", fragte Ginny.

"Blaise vielleicht?", sagte Draco immer noch geschockt.

"Ich weiß nicht ...", sagte Ginny und setzte sich neben Draco. Auch in seinem geschockten Zustand schlang er seinen Arm um sie und zog sie dicht an seine Brust.

Das Pärchen saß da und bewunderte die Dekorationen. Ginny beschloss, sie zu mögen, denn sie sorgten dafür, dass sie sich friedvoll und glücklich fühlte. So etwas hatte sie schon sehr lange nicht mehr gefühlt. Draco hasste sie nicht, aber er verspürte auch nicht das selbe Gefühl wie Ginny. Für ihn hatte Weihnachten keine Bedeutung. Das war schon früher zu Hause so gewesen, warum sollte es auf Hogwarts anders sein? Sicher, das Schloss war immer von oben bis unten hübsch dekoriert und er konnte nicht anders, als sich ein wenig leichter zu fühlen, wenn er sie sah, aber dennoch hielt er Weihnachten für sinnlos.

Er sah hinüber zu Ginny. Er konnte deutlich sagen, dass ihr die Dekorationen gefielen. Ihr Gesichtsausdruck zeigte pures Glück und Freiheit. Er hatte sie noch nie zuvor so gesehen. Er verspürte einen Stich der Eifersucht in seiner Brust. Er wollte der Grund sein, warum sie so aussah, er wollte der Grund für ihr Glück sein. Er wollte alles Schlechte in ihrer Welt vernichten. Er wollte derjenige sein, durch den sie sich friedvoll fühlen konnte. Er merkte plötzlich, dass er auf einen Feiertag eifersüchtig war. Dafür hätte er sich selbst am liebsten eine Ohrfeige verpasst. Nicht nur, dass er Dinge verspürte, die er noch nie zuvor verspürt hatte, nein, er war ebenfalls entschlossen, eine andere Person ohne persönlichem Eigennutzen glücklich zu machen. Da stimmte definitiv etwas nicht mit ihm. Vielleicht war ein feuriger Rotschopf der Grund dafür.

Ginny spürte Dracos Blick auf sich ruhen. Sie verspürte das starke Bedürfnis, hochzublicken und Blickkontakt herzustellen und vielleicht zu versuchen, ob sie Draco in Weihnachtsstimmung versetzen konnte. Sie wollte es gerade probieren, aber sie merkte, dass sein Körper sich kurz anspannte. Sie fragte sich, was er wohl gerade dachte. Sie wusste, dass er sie immer noch ansah, aber sie spürte, dass es diesmal anders war. Seine ganze Stimmung änderte sich, sie konnte es sogar spüren, ohne ihn anzusehen. Seine Zufriedenheit hatte sich in Kälte verwandelt, so wie es für einen Malfoy typisch war. Sie musste sich zwingen, nicht zu seufzen, obwohl sie wusste, dass Malfoy nicht so war, wie jedermann dachte. Sie wusste auch, dass er einige Familientraditionen und Gedankengänge verinnerlicht hatte. Ginny dachte kein einziges Mal, dass er wie sein Vater war. Jedenfalls nicht seit diesem Schuljahr. Aber sie wusste, dass Lucius etwas getan haben musste, damit Draco die selben Gedankengänge übernommen hatte.

Draco saß da und starrte das rothaarige Mädchen in seinen Armen an. Er wusste, dass das, was er für sie empfand, stärker war als Lust oder Besorgnis. Er hatte das starke Gefühl, dass er ihr verfiel. Er wusste es nicht mit Sicherheit, weil er sich noch nie zuvor so gefühlt hatte, aber er wusste, dass er dem zumindest nahe war. Er konnte nicht sagen, ob es Ginny genauso erging, er wusste, dass sie ihn wirklich mochte, dass sie ihn als ihren Beschützer betrachtete, sogar als Retter, aber war es das? Was würde sie denken, wenn sie ihn nicht länger brauchte? All diese Gedanken waren momentan zu viel. Er sollte sich nicht verunsichern lassen von dem Gedanken, ob Ginny ihn wirklich mochte oder nicht. Er war ein Malfoy. Sich Sorgen zu machen, ob eine Weasley ihn mochte, war weder normal, noch erlaubt. Er beobachtete, wie sie mit etwas Besorgnis in ihrem Blick zu ihm hoch sah, und er zerschmolz bei diesem Anblick. Alle bösen Gedanken verschwanden. Er sah direkt in ihre Augen und beugte sich zu ihr, um sie sanft auf die Lippen zu küssen.

Ginny sah hoch zu Draco, denn sie hielt es nicht mehr aus. Sie musse wissen, was in seinem Kopf vorging. Sie sah direkt in seine grauen Augen, konnte aber nichts erkennen. Er sah nicht wütend aus, also nahm sie das als ein gutes Zeichen hin.

Plötzlich neigte Draco seinen Kopf zu ihr und Ginny spürte, wie ihre Lippen miteinander verschmolzen. Es war ein sanfter, weicher, und doch beinah dringlicher Kuss. Es war fast, als würde Draco sich wegen etwas vergewissern wollen. Dieser Gedanke machte Ginny Angst.

Langsam beendeten sie den Kuss und als sie ihre Augen öffneten, erkannten sie, dass Pansy und Blaise durch die Tür gekommen waren. Blaise sah glücklich und belustigt aus, während Pansy vor Wut förmlich rauchte.

"Was habt ihr zwei mit meinem Zimmer gemacht?", fragte sie und beäugte die Wände.

"Mir gefällt es. Sehr festlich, genau das, was diese Zimmer brauchen", sagte Blaise und zwinkerte Ginny und Draco zu.

"Glaubst du ehrlich, Draco und ich hätten das getan?", fragte Ginny Blaise mit einer hochgezogenen Augenbraue.

"Draco eher weniger, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass du es warst", sagte Pansy und warf Ginny einen spitzen Blick zu.

Ginny verdrehte die Augen. "Ehrlich, ich habe nichts gemacht. Als wir aufwachten, war das alles schon so. Wir dachten, Blaise hätte es getan", sagte Ginny und warf Blaise ein Grinsen zu.

"Hey! Macht nicht, dass sie böse auf mich wird!", sagte Blaise defensiv. "Ich hab es nicht gemacht! Ich war doch die ganze Nacht bei dir", fügte er hinzu, als Pansy sich zu ihm umdrehte.

"Wenn Blaise es nicht gemacht hat und Draco und ich auch nicht, wer ... oh ...", sagte Ginny. Eine Sekunde später stand sie auf und ging hinüber zum Kamin.

"Ginny, was tust du?", fragte Pansy. Ginny antwortete nicht. Sie schnappte sich eine Handvoll Flohpulver und warf es in die Flammen.

"FRED! GEORGE!", schrie sie mit dem Kopf in die Flammen gesteckt.

"Wir haben uns schon gefragt, wann du es wohl rausfindest", sprach Freds Stimme.
"Hast ja lang genug gebraucht", sagte George.

"Wir kommen schon", sagten sie gemeinsam.

Einen Augenblick später traten die sehr zufriedenen Zwillinge aus dem Kamin heraus. Sie begutachteten ein weiteres Mal ihre Arbeit und nickten.

"Wir haben sehr gute Arbeit geleistet", sagte Fred.

"Sehr gut, das stimmt", meinte George.

"Ihr zwei habt das gemacht?", fragte Pansy und sah sich noch einmal im Zimmer um.

"Jepp!", sagten sie stolz.

"Warum?"

"Weil ihr es über die Feiertage festlich haben sollt!", sagten sie, als wäre das das Offensichtlichste auf der ganzen Welt.

"Aber müssen wir es wirklich so festlich haben?", fragte Draco.

"Ja!", antworteten die Zwillinge und Blaise gemeinsam.

"Wann habt ihr das gemacht? Wir haben doch hier geschlafen!", sagte Ginny. Sie hatte Angst, dass ihre Brüder sie mit Draco gesehen haben könnten. Dracos Kopf zuckte hoch zu den Zwillingen bei Ginnys Worten. Er wusste, dass er die ganze Nacht lang seinen Arm um sie gelegt hatte. Hatten ihre Brüder das gesehen?

"Wir waren fertig, bevor ihr zwei aufgewacht seid", sagte George mit einem Grinsen.

Ginny erwiderte nichts. Sie wusste, dass ihre Brüder das gesehen hatten, es ihnen aber anscheinend egal war. Sie sah mit einem kleinen Lächeln hinüber zu Draco. Er sah sehr verschmitzt und zufrieden mit sich selbst aus. Er sollte einfach froh sein, dass Fred und George ihn nicht im Schlaf getötet hatten. Ginny verdrehte die Augen und drehte sich zu Pansy und Blaise. Blaise unterhielt sich mit den Zwillingen über die verschiedenen Sprüche, die sie angewendet hatten, und Pansy beobachtete momentan Ginny. Sie gab ihr ein wissendes Lächeln und sah zurück zu den Zwillingen Ginny war verwirrt, beschloss aber, die Sache ruhen zu lassen, und ging mit Draco wieder zurück zur Couch.

Während der nächsten Stunden saßen die drei Slytherins, Ginny und die Zwillinge im Wohnzimmer, wo sie ihre Geschenke öffneten und herumalberten. Fred und George hatten für jeden das selbe Geschenk vorbereitet: ein Streiche-Set für Anfänger von ihrem Geschäft und eine große Tüte Süßigkeiten, die jeder gerne essen würde. Außerdem hatte jeder einen persönlichen Anhänger zu dem Set bekommen. Für Draco einen Drachen, für Blaise einen Hund, für Pansy eine Katze und für Ginny einen Wolf.

Pansy hatte für Blaise und Draco das Buch "Die tödlichsten Flüche und Zauber der Welt" gekauft und für Fred und George das Buch "Die besten Scherz- und Streiche-Sprüche der Welt". Sie schenkte Ginny ein paar neue Kleidungsstücke wie etwa Shirts, Hosen, Pullover und Röcke.

Blaise schenkte Fred und George Zutaten für ihre Erfindungen. Er schenkte Draco einen kleinen Dolch, der einen Drachen und eine Schlange am Griff eingraviert hatte. Draco und Blaise versicherten allen, dass das nur zur Zierde war. Blaise schenkte Ginny und Pansy ein Tagebuch, das man nur öffnen konnte, wenn man den Spruch wusste, den die Mädchen jederzeit ändern konnten. Außerdem schenkte er Pansy ein schönes silbernes Armband und einen dazu passenden Ring.

Draco hatte für Blaise ein Buch mit Heilzaubern und ein Buch mit Anleitungen, wie man seine eigenen Sprüche erfand, besorgt. Den Zwillingen schenkte er eine große Box voll Vorräte eines anderen Scherzartikelladens. Er sagte, dass sie die dort verwendeten Zauber abändern und etwas Ähnliches oder sogar etwas noch Besseres entwickeln konnten. Für Pansy hatte er ein Buch gekauft, das erklärte, wie man neue Tränke und Elixiere braute. Ginny bekam eine Halskette mit zwei Drachen, die sich ansahen, und einem Herz in der Mitte, und ein simples, silbernes Armband.

Ginny hatte für Blaise eine kleine Schachtel mit Zutaten und Rohstoffen für eigene Scherzartikel gekauft. Für Pansy hatte sie Modeschmuck besorgt - Haarklammern und Haarbänder, Modeschmuck, einen neuen Gürtel und Make-up. Für die Zwillinge hatte sie Bücher besorgt, wie man eigene Tränke, Sprüche und Zauber gestalten konnte, und eines für das Erfinden von Umkehrzaubersprüchen. Sie schenkte Draco ein Buch über Heilzauber und ihre Eigenschaften. Sie war sich nicht sicher, ob es ihm überhaupt gefiel, aber Draco versicherte ihr, dass er es toll fand.

Nachdem die Geschenke alle ausgepackt waren, begannen die Zwillinge, Blaise und Draco mit ihren Zauberstäben herumzualbern. Am Ende hatten Blaise und Draco sich ein paar hässliche Blutergüsse und Blasen zugezogen. Pansy sagte, dass sie auf keinen Fall mehr in ihrem Zimmer ein Chaos veranstalten durften, also beschlossen die sechs, nach draußen zu gehen.

Draußen besiegten Pansy, Fred und Ginny das Team George, Blaise und Draco in einer Schneeballschlacht. Niemand wollte gerne im Schloss herumsitzen und Pansy sagte, sie durften nicht zurück in ihr Zimmer, wenn sie nicht endlich aufräumten, also beschlossen sie, Quidditch zu spielen. Pansy erinnerte sie wieder daran, wie sehr sie Quidditch hasste, aber die anderen zwangen sie dennoch zum Spielen. Das erste Team bestand aus Fred, Draco und Pansy, das zweite aus Blaise, George und Ginny. Ginnys Team besiegte Dracos Team und der Slytherin motzte den ganzen Weg zum Schloss zurück herum.