Warnung: Dies ist das absolut schlimmste und traurigste Kapitel dieser Geschichte. Also legt euch notfalls schon Taschentücher bereit bzw. überspringt die zweite Hälfte des Kapitels, wenn es zu schlimm für euch werden sollte, aber es ist doch unerlässlich für den weiteren Verlauf der Geschichte. Ich übernehme für nichts die Haftung, also seid gewarnt.
Und weiter geht's!
Broken
Kapitel 32
Jetzt bist du mein
"Er war einfach so ... gemein", erklärte Ginny.
Ginny saß auf dem Sofa in Pansys Zimmer. Pansy und Blaise wollten alles wissen, das zuvor mit Draco geschehen war.
Sie erzählte ihnen Wort für Wort, was Draco gesagt hatte. Pansy sah geschockt und verschreckt aus, und Blaise sah aus, als wäre er bereit, zu töten. Was er wahrscheinlich auch war, dachte Ginny.
"Es war wieder komplett wie in meinen ersten Jahren hier in der Schule", fügte Ginny hinzu.
Sie sah auf und konnte anhand ihrer Gesichtsausdrücke sagen, dass Pansy und Blaise sprachlos waren. Einen Moment später öffnete Pansy den Mund, um zu sprechen, wahrscheinlich um etwas Tröstliches zu sagen, aber Ginny wollte das alles jetzt nicht hören.
"Ist schon gut, Leute. Zumindest weiß ich es jetzt", sagte Ginny in saurem Tonfall. "Ich gehe mich umziehen." Sie stand auf und ging in Richtung des Badezimmers.
"Ich wünschte, wir könnten es ihr sagen", sagte Pansy, nachdem das Geräusch der sich schließenden Tür und des Schlüssels zu hören war.
"Wenn wir das tun, wird sie sicher sauer."
"Es wäre mir lieber, wenn sie sauer wäre, als das hier", meinte Pansy.
"Ich denke, ich werde losziehen und mich ein wenig mit Draco unterhalten", fügte Blaise nach einem Augenblick hinzu. Seine Wut war deutlich in seinem Tonfall und seinem Gesichtsausdruck zu spüren.
"Glaubst du, sie werden das je überwinden und wieder zusammen kommen?", fragte Pansy ängstlich. Sie konnte den Gedanken nicht ausstehen, dass sie zwischen zwei ihrer besten Freunde hin- und hergerissen war.
"Ich weiß nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob Ginny ihm nach all dem noch verzeihen kann, und ich würde es ihr auch nicht verübeln, wenn sie ihn nie wieder sehen will", sagte Blaise.
"Ich hasse es aber, so zwischen ihnen hin- und hergerissen zu sein."
"Ich weiß, mir geht es genauso, aber Draco hat seine Entscheidung somit nur unterstrichen", sagte Blaise bitter.
"Ich weiß", sagte Pansy mit einem Seufzen. "Ich kann nicht glauben, dass er sich so benommen hat. Er hatte sich schon nicht mehr so benommen, seit er dahinter kam, dass die Ansichten seines Vaters Scheiße sind und er nichts mehr damit zu tun haben wollte", sagte Pansy. Sie erinnerte sich genauso gut wie alle anderen daran, wie er früher immer war, aber nur sehr wenige Leute kannten den wahren Hintergrund.
"Ich glaube, das war auch an dem Tag, an dem er vor meinem Haus auftauchte und kaum mehr gehen konnte. Überall waren Blutergüsse und Schnitte, es war schrecklich", sagte Blaise und erschauderte. Er hasste Lucius genauso sehr wie er Ron und Harry hasste.
Pansy wollte gerade etwas sagen, als sie hörte, dass sich die Badezimmertür öffnete. Blaise und Pansy ließen ihre Unterhaltung sofort fallen.
Ginny kam aus dem Bad und sah zwischen Blaise und Pansy hin und her. Sie konnte anhand der Stille sagen, dass sich die beiden gerade über sie unterhalten hatten.
"Ich denke, ich gehe zu Bett", sagte Ginny.
"Ja. Wir sollten wahrscheinlich auch sehen, dass wir etwas Schlaf abbekommen", sagte Pansy.
Pansy und Blaise standen auf. Blaise verwandelte die Couch für Ginny in ein Bett. Nach einem schnellen "Danke" und "Gute Nacht" legte Ginny sich hin Pansy und Blaise gingen ins Schlafzimmer. Ginny warf sich für den Großteil der Nacht nur von einer Seite auf die andere. Sie träumte die ganze Zeit unaufhörlich von Draco, der ihr sagte, sie taugte nichts, und Ron, der auf sie losging.
Blaise lief mit noch schlechterer Stimmung durch die Gänge als in deer Nacht, in der Ginny ihm und Pansy erzählt hatte, was Draco gesagt hatte. Blaise hatte sich bereits überlegt, mit Draco zu sprechen, aber er hatte beschlossen, dabei auch so freundlich wie möglich zu sein. Aber dies alles hatte sich heute Morgen geändert. Beim Frühstück hatte sich Draco weiterhin mit Crabbe und Goyle darüber unterhalten, wie schlecht Ginny wahrscheinlich im Bett gewesen wäre. Zum Glück hatte Ginny heute Morgen verschlafen und war erst später gekommen. Nun lechzte Blaise nach Blut. Er hasste es, dass ein Mädchen nun zwischen Draco und ihm stand, aber wenn Draco so ein Idiot war, war es schwer, auf seiner Seite zu stehen.
Blaise machte sich auf den Weg den verlassenen Gang im Kerker entlang in Richtung des Slytherin Gemeinschaftsraumes. Es war schon so lang her, dass er zum letzten Mal im Gemeinschaftsraum seines Hauses gewesen war, dass er sich in diesem Gang komisch vorkam. Blaise erblickte Draco sofort in dem spärlich beleuchteten Korridor. Er stand mit dem Gesicht zur steinernen Wand gerichtet, den Kopf hinabgebeugt und die Hände gegen die Wand gedrückt. Es sah aus, als würde er sich an der Wand festhalten, um aufrecht stehen zu können.
Obwohl es aussah, als hätte Draco einen harten Tag hinter sich oder als fühlte er sich wirklich schlecht für die Dinge, die er getan hatte, war es Blaise egal. Alles, das für Blaise zählte, war, dass Draco ein paar unentschuldbare Dinge gesagt hatte und Blaise würde ihn nicht einfach davonkommen lassen, egal um wen es hier ging.
Blaise legte die Distanz zwischen ihnen in drei schnellen, großen Schritten zurück. Innerhalb weniger Sekunden stand er nur noch wenige Zentimeter hinter Draco. Blaise äußerte kein Wort und machte auch kein Geräusch. Stattdessen riss er seine Faust zurück und knallte sie mit voller Kraft nach vorne in die Wand neben Dracos Kopf. Blaise sah, wie Dracos Körper erstarrte und sein Kopf hoch ruckte, um Blaises Hand anzusehen. Nur wenige Sekunden später wirbelte Draco herum und sah in Blaises wuterfüllte Augen.
Blaise zog seine Hand wieder zurück, ohne den Blickkontakt mit Dracos kalten, grauen Augen zu unterbrechen. Aus dem Augenwinkel sah er, dass ein Stück des Steins aus der Wand bröckele, wo er zugeschlagen hatte, und er verspürte einen stechenden Schmerz in seiner Hand.
"Hallo Blaise", sagte Draco ruhig, trotz der Tatsache, dass sein Kopf beinah an der Wand hinter ihm zu Brei geschlagen worden wäre.
"Draco", sagte Blaise unterkühlt und mit einem kurzen Nicken.
"Also, gibt es irgendeinen Grund, warum du meinen Kopf beinah mit der Wand vereinigt hättest, oder war dir bloß langweilig?", fragte Draco mit einer hochgezogenen Augenbraue. Draco wusste, dass Blaise hier war, um mit ihm über Ginny zu sprechen, aber er beschloss lieber, so zu tun, als hätte er keine Ahnung, warum Blaise sich ihm gegenüber so feindlich verhielt.
"Erinnerst du dich an unsere kleine Unterhaltung in der Küche über Ginny?", sagte Blaise. Er hatte beschlossen, keine Spielchen mehr zu spielen. Hauptsächlich deshalb, weil er Draco wahrscheinlich umbringen würde, wenn er nicht bald zum Punkt kam.
"Wie könnte ich das vergessen? Du hast mir gesagt, ich solle entweder mit ihr sprechen und alles wieder gerade biegen, oder sie allein lassen und dafür sorgen, dass sie keine Hoffnungen mehr hegt", sagte Draco grimmig. Er wollte diese Unterhaltung nicht jetzt führen. Er kam sich bereits wie ein Stück Hippogreif-Scheiße vor, und er wollte nicht, dass Blaise das alles noch schlimmer machte. Du hast es aber nicht anders verdient, riefen ihm seine Gedanken scharf zu. Anscheinend stand nicht einmal Draco selbst auf Dracos Seite.
"Richtig, und ich kann sehen, dass du somit schon weißt, weshalb ich hier bin", sagte Blaise langsam. Es kostete ihm seine ganze Beherrschung, Dracos Kopf nicht sofort in die Wand zu schlagen.
"Ich kann es mir denken. Aber ich möchte dir nicht unbedingt noch weitere Gründe bieten, mich zu schlagen, als die, die dir bereits im Kopf herumschwirren, also lass mal hören, weshalb du hier bist", sagte Draco.
Blaise war bereits wütend und Draco machte es ihm nur noch schwerer, sein Temperament unter Kontrolle zu halten. Wenn es jemand anderes gewesen wäre, hätte Blaise ihm schon gewaltig in den Arsch getreten und wäre nun schon mit einem viel besseren Gefühl im Bauch von dannen gestapft. Aber hier ging es um Draco, den Kerl, den er schon beinah sein ganzes Leben lang kannte, und der auch ihn kannte. Trotz dass er sich so idiotisch benahm, wollte er Gin wirklich beschützen und machte sich Sorgen um sie.
"Ich spreche davon, was du zu Ginny gesagt hast. Du weißt, dass ich gesagt habe, sie soll wissen, dass es keine Hoffnung mehr gibt, aber das bedeutete nicht, dass du dich wie ein komplettes Arschloch benehmen sollst!", sagte Blaise. Er begann, vor Wut zu zittern.
"Blaise, du weißt, wenn ich die ganze Zeit über nett gewesen wäre, hätte sie mir wahrscheinlich nicht geglaubt. Und auch wenn sie mir geglaubt hätte, wäre es egal gewesen, denn es war besser so. Nun glaubt sie, dass ich genau so bin, wie sie es immer gedacht hatte, und sie kommt leichter darüber hinweg, weil ich weiß, dass sie nicht mit einem Arschloch zusammen sein will. Es hat mir nicht gefallen, das zu sagen. Es hat mich förmlich umgebracht, aber ich habe getan, was ich tun musste", sagte Draco mit einem Seufzen. Er hätte jeden anderen belogen, aber Blaise durchschaute ihn immer, also hätte es sowieso keinen Sinn gemacht.
Blaise hörte sich Dracos verdrehte Logik an und merkte - was ihn nur noch mehr ärgerte - dass Draco irgendwo doch Recht hatte.
"Das wirst du eines Tages noch bereuen", sagte er komplett ruhig. Blaise fühlte sich schlecht für Draco. Wenn er dies je mit Pansy durchmachen müsste, so wusste er, dass er das nicht schaffen würde. Er würde zerbrechen, und er machte sich Sorgen, dass Draco auch irgendwann daran zerbrechen könnte.
"Ich bereue es jetzt schon. Aber der Schaden ist angerichtet. Sie wird mich jetzt nicht mehr wollen, auch nicht, wenn ich ihr jetzt zeige, dass ich derjenige bin, der ich schon die ganze Zeit war, als wir noch zusammen waren. Dass ich nicht so bin, wie ich mich dargestellt habe. Dieses Vertrauen habe ich verloren. Aber ich habe diese Worte schon bereut, noch bevor ich sie ausgesprochen hatte", sagte Draco traurig. Er wünschte einfach, er könnte die Zeit zurück drehen. Aber er hatte schon vor langer Zeit gelernt, dass das nicht möglich war und dass man keine zweite Chance im Leben bekam.
"Schau. Ich weiß, du vermisst Ginny. Auch wenn du es mir nicht sagst, wissen Pansy und ich das. Wir wünschten, wir müssten uns nicht zwischen euch entscheiden. Gibt es irgendeinen Weg, dass du und Ginny euch einigen könnt oder ..." Blaise verlor den Faden. Er wusste nicht wirklich, was er sagen sollte, und er wusste, dass Draco und Ginny diese Angelegenheit womöglich nie überwinden könnten, außer Draco bemühte sich wirklich um sie. Und das würde Draco nie tun, wie alle wussten.
"Nein, das können wir nicht, glaube ich", sagte Draco. In seiner Stimme lag keine Emotion und Blaise sah nichts in seinem Gesicht, das seine Stimmung zeigen könnte. Aber als er ihm in die Augen sah, konnte er den Schmerz klar und deutlich erkennen. Ohne ein weiteres Wort drehte Draco sich um und er ging an Blaise vorbei in Richtung des Slytherin Gemeinschaftsraumes.
Blaise stand da und starrte die Wand an, wo Draco zuvor noch gestanden war. Er konnte einen kleinen Abdruck in dem Gestein erkennen. Blaise war wirklich erleichtert, dass er Draco in seiner Wut nicht getroffen hatte. Er sah hinab auf seine Hand und merkte, dass die Haut aufgerissen war. Sie war geschwollen, voller Blutergüsse und schmerzte wie die Hölle. Mit einem Seufzen zog Blaise seinen Zauberstab heraus, heilte seine Hand, so gut er konnte, und ging zurück zu Pansys Zimmer, um seine Bücher zu holen.
Ginny lief durch die Gänge und hatte nichts zu tun. Eine Woche war vergangen, seit sie Blaise und Pansy erzählt hatte, was Draco gesprochen hatte, aber der Schmerz dieser Worte war immer noch frisch. Außerdem war Valentinstag und Ginny hatte Blaise und Pansy für diese Nacht ihren Freiraum gegeben. Sie wollten nicht, dass sie ging, aber Ginny wollte heute wirklich nicht in der Nähe eines Pärchens sein, also verließ sie in einem unbemerkten Augenblick das Zimmer.
Es war schon kurz vor der Sperrstunde und Ginny wusste, dass sie zurück in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors gehen musste, wenn sie den romantischen Abend von Blaise und Pansy nicht stören wollte. Leider wollte sie keines davon tun. Vielleicht könnte sie so tun, als wäre sie krank, und die Nacht im Krankenflügel verbringen. Ich hätte mir ein paar Kotzpastillen von Fred und George besorgen sollen, dachte Ginny, als sie weiter den Gang entlang ging. Halt! Das ist es! Sie konnte zu Fred und George. Gin, du bist ein Idiot. Ginny drehte sich um und lief zur Eulerei. Sie konnte Fred und George einen Brief schicken, damit sie sie abholten.
Während Ginny die kalten, vereisten Stufen zur Eulerei hoch ging, dachte sie, sie hätte Schritte gehört, aber jedes Mal, wenn sie sich umdrehte, sah sie nur ihre eigenen Fußabdrücke. Ginny schüttelte das als Paranoia ab und ging weiter.
Als sie die oberste Stufe erreichte, lief es ihr kalt über den Rücken, aber sie dachte nicht, dass das wegen der Kälte wäre.
Ginny sah sich in der verlassenen Eulerei um und spürte, wie sich ihre Nackenhaare aufstellten. Der kreisrunde Raum war komplett verlassen mit Ausnahme von ein paar Eulen, die auf ihren Stangen saßen. Ginny könnte schwören, dass die Schatten sich bewegten und dass der schwere Atem nicht von ihr stammte. Reiß dich zusammen!, schrie sie sich selbst an. Ginny Weasley holte tief Luft und ging zu einer kleinen Bank, damit sie ihren Brief schreiben konnte.
Ginny hatte noch nicht einmal ihre Feder und ihr Tintenfläschchen ausgepackt, als jemand nach ihr schnappte. Die Person drückte eine Hand über ihren Mund und zog sie in eine dunkle Ecke. Ginny versuchte, zu schreien und zu treten, zu beißen und die Hand zu kratzen, die sie festhielt, aber es war vergebens. Ginny öffnete ihre Augen und sah, dass niemand geringers als Harry Potter sie geschnappt hatte. Sie hätte es wissen müssen. Ginny öffnete den Mund, um zu schreien, aber Harry war zu schnell für sie. Er zeigte mit seinem Zauberstab auf ihre Kehle und murmelte einen Schweigezauber.
"Du kleine Hure", schnarrte Harry. "Hättest du ehrlich gedacht, dass ich dich damit davon kommen lasse?"
Ginny konnte nicht sprechen, also sah sie ihn nur fragend an.
"Du bist mein. Du gehörst mir, und du hast beschlossen, mit Malfoy zusammen zu sein. Ich habe gehört, du wars ihm sowieso nicht gut genug, aber das wahrscheinlich nur deshalb, weil er nicht weiß, wie man eine Frau gehorsam macht. Ich kann mir einen weiteren solchen Patzer nicht leisten, Ginny", sagte Harry mit einem verrückten Grinsen.
Ginny hatte ein böses Gefühl, dass sie wusste, was er meinte, und sah ihn mit bettelndem Blick an.
"Ja. Es ist an der Zeit für mich, mir das zu nehmen, was mir gehört, egal ob du willig bist oder nicht", sagte er bedrohlich.
Ginny versuchte, von ihm wegzurutschen, aber es war vergebens. Harry hielt sie mit eisernem Griff fest und er wollte sie nicht einfach so loslassen. Einen Moment später traf Harry Ginny mit dem Inarcerous Fluch, wodurch sich Seile um Ginnys Hände und Füße legten.
Harry griff nach Ginnys Kiefer und knallte mit seinen Lippen hinab auf ihre. Ginny öffnete einen kleinen Moment lang ihren Mund. Sie biss fest auf Harrys Lippe und schmeckte sein Blut gemeinsam mit ihrem eigenen.
"Dafür wirst du bezahlen, du dumme, kleine Schlampe!", sagte Harry. Er hob seine Hand hoch und schlug ihr mit der Rückhand direkt ins Gesicht. Ginnys Kopf flog zur Seite und in ihren Augen bildeten sich Tränen. Sie hatte vergessen, wie fest Harry zuschlagen konnte.
"Also, je ruhiger du bleibst, desto leichter wird das werden", sagte Harry beinah in beruhigendem Tonfall.
Ginny spürte, wie ihr schlecht wurde. Sie wusste, was gleich kommen würde, und sie konnte nicht glauben, dass es keinen Weg gab, wie sie das verhindern konnte. Es war schon nach der Sperrstunde, also kam hier auch bis morgen früh niemand herauf. Sie spürte, wie Harry den Rock ihrer Schuluniform hoch schob und ihr das Höschen auszog. Von ihren großen, braunen Augen kullerten die Tränen hinab. Das darf einfach nicht passieren. Das Geräusch, als Harry den Reißverschluss seiner Jeans öffnete, brachte nur noch mehr Tränen hervor. Das ist nur ein böser Traum. Harrys Knie schoben langsam ihre Beine auseinander. Wach auf, Ginny!
Und dann spürte Ginny den Schmerz. Harry drückte sich tief und fest in sie. Sie konnte praktisch spüren, wie ihre Haut entzwei gerissen wurde. Sie konnte Harry vor Lust stöhnen hören und sie begann leise zu schluchzen. Harry war es egal, dass er der Grund für ihre Tränen und ihre Schmerzen war. Ginny begann, wegen ihrer stillen Schluchzer zu zittern, und dies brachte Harry bloß dazu, lauter zu stöhnen und fester zuzustoßen.
Ginny konnte nicht zulassen, dass er mit dem, was er tat, davon kam; mit dem, was er ihr gerade stahl. Als Harry sich für einen weiteren Kuss zu ihr beugte, öffnete Ginny den Mund und erlaubte seiner Zunge Einlass. Sie spürte, dass seine Zunge über ihre strich und musste das Bedürfnis zu würgen unterdrücken. Sie biss so fest wie möglich zu. Harrys Zunge begann sofort zu bluten und er zog sich unmittelbar darauf von ihr zurück, blieb aber in ihr.
"Willst du das wirklich noch schwerer machen, Ginny?", sagte Harry durch zusammengebissene Zähne. Er schlug ihr fest auf die Nase.
Ginny konnte nun nicht nur Harrys Blut schmecken, sonderen auch ihr eigenes. Sie sah ihm in die Augen und spuckte ihm das Blut zurück in sein Gesicht. Harry wischte es zornig weg und begann, ihr wiederholt ins Gesicht zu schlagen. Ginny konnte spüren, dass er mit jedem Mal, wenn er sie schlug, tiefer in sie glitt und lauter stöhnte. Dieser kranke Bastard wird von all dem auch noch angetörnt.
Ein bisschen später stöhnte Harry tief und Ginny spürte eine fremde Flüssigkeit in ihrem eigenen Körper. Harry stand auf und schloss ohne ein Wort seinen Reißverschluss. Nachdem er sich wieder angezogen hatte, beugte er sich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr. "Jetzt bist du mein. Und du wirst für immer mein bleiben", sagte er heiser, bevor er die Eulerei verließ.
Ginny drehte sich zur Seite und zog ihre Beine so gut es ging ein. Sie war noch immer mit den Seilen gefesselt. Sie stieß ein kleines Schluchzen aus und merkte, dass Harrys Schweigezauber sich wohl gelöst hatte. Ginny lag schluchzend da und es fühlte sich an, als wären viele Stunden vergangen. Sie konnte sich nicht bewegen, sie konnte nicht denken und konnte nicht einmal versuchen, einen zauberstablosen Spruch anzuwenden, um sich von ihren Fesseln zu befreien. Alles, an das sie denken konnte, war was Harry ihr angetan hatte. Ginny weinte sich hier auf dem kalten Steinboden der Eulerei in den Schlaf und hörte nicht die Schritte, die immer näher zu der Stelle kamen, an der sie lag.
