Nachdem er mir zugesicherte hatte zu helfen, sind wir in den Bienenstich gegangen und haben dort die Nacht verbracht. Die Nacht aber war für mich sehr kräfte raubend verlaufen, da ich von den vergangenen Ereignissen von Albträumen gequält werde. Ich musste immer wieder mit ansehen wie meine Familie auf bestialische Art und Weise getötet wurde. Seth schlief glücklicherweise noch, weshalb er nicht mitbekam wie ich mich aufrichtete und auf die Bettkante setzte. Ich vergrub mein Gesicht hinter den Händen und mich überkam ein kurzer Moment der Traurigkeit und Zweifel, ob ich die Vampire tatsächlich töten konnte. Dieser Moment wich aber schnell wieder, da sich der Hass in seinen Gedanken wieder ausbreitet. „Ich schwöre bei Talos, ich werde dieses Vampire finden und töten. Selbst wenn ich jeden einzelnen von ihnen töten muss." sprach ich voller Zorn. Ich sagte diese Worte wohl ein wenig zu laut, Seth erwachte nämlich.

Nachdem wir gefrühstückt hatten, setzten wir in Bewegung und gingen als erstes zum Schmied. Ich kaufte Seth ein einfaches Eisenschwert, dafür mehr das Geld nicht ausreichte. Ich konnte an seinen strahlenden Lächeln erkennen, das er mehr als froh darüber war wieder eines in den Händen zu halten. Er sagte zu mir „Hoffentlich bin ich nicht eingerostet über die lange Zeit.". „Um das herauszufinden musst du nicht lange warten. Wir müssen uns jetzt hinunter zu den Stegen begeben.", erwiderte ich. Mit freudiger Miene folgte er mir.

Am Eisentor angekommen sah ich hinter diesen noch eine modrige alte Holztür. Ich öffnete zuerst das Eisentor, da es nicht verschlossen war und ging danach zu der Holztür. Die Holztür bewegte sich aber zu meiner überraschung nicht, als ich sie ebenfalls öffnen wollte. Ich versuchte es nochmal mit ein wenig mehr Druck, aber es passierte nichts. Seth schob mich beiseite und presste sich mit seinen Körper gegen die Tür. Man hörte wie sie knirschent unter den Druck nachgab. Ich war erstaunt welche Kraft er besaß was er mir auch angesehen haben muss, denn sein Lächeln wurde größer.

Wir gingen hinein und uns wehte ein geruch entgegen den wir wahrscheinlich allzu bald nicht vergessen werden. Es lag ein fauliger Geruch in der Luft, denn es roch nach Verwesung. Meine Augen fingen ein wenig zu tränen an und ich atmete fortan nur noch durch den Mund, Seth tat es mir gleich. Wir blickten einen langen Gang hinunter und ich fragte mich ob sie da schon auf uns warteten.

Wir gingen den gang hinunter und mussten mit Überraschung feststellen dass in dem einmündenden Raum niemand vorzufinden war. Es handelte sich um einen kleinen Raum in dem sich zwei Türen befanden und in dessen mitte sich ein Tisch und Stuhl standen. Auf dem Tisch konnte ich einen Krug sowie einen Kelch erkennen, er enthielt eine rote Flüssigkeit. „Blut", murmelte ich leise vor mir hin.

Seth war der erste der es höre, es handelte sich um Schritte die immer näher kommen. „Wir müssen in den Gang zurück, wir bekommen besuch." sagte er mit einem freudigen Ton. Ich erwiderte nichts und ging ebenfalls in den Gang, wohl in letzter Sekunde.

Eine Tür sprang auf und ein kleiner Vampir, der augenscheinlich nicht älter als 16 sein konnte trat heraus. „Verflucht wieso muss ich immer Wache schieben, es konnte doch niemand ahnen das er durch meinen kleinen Spaß zu tode kommt." sprach er und ging in Richtung des Stuhles. Er setzte sich hin und nahm sich den Kelch und trank aus diesen.

In dieser Zeit als der Vampir in den Raum kam und sich setzte, war ich nicht untätig. Ich nahm mir meinen Bogen und spannte den Pfeil in der Sehne. Ich war schussbereit, wartete aber noch einen Moment. Dieser Moment den ich wartete reichte aus das der Vampir uns witterte. Er sprang auf und der Stuhl viel nach hinten. Er wollte gerade sein Schwert ziehen, als mein Pfeil ihn traf. Der Pfeil hatte seinen Hals durchbohrt. Der Vampir schaute mich verwundert an und viel zuerst mit gurgelnden Lauten auf die Knie, bevor er leblos zu boden ging.

Ich fühlte kurz ein Gefühl der Genugtuung, konzentrierte mich aber sofort wieder auf das wesentliche und zwar die restlichen Vampire zu finden sowie zu töten. Wir traten an den leblosen Körper heran und schauten ihn uns näher an. Seth war ein wenig neugieriger als ich, da er zuvor noch nie einen Vampir zu Gesicht bekam und nur aus Geschichten von ihnen zu hören bekam.

Kurz darauf entschieden wir uns denselben Weg zu nehmen den zuvor der Vampir genommen hatte, um hierher zu gelangen. Der Gang hinter der Tür führte noch weiter nach unten und endete an einen großen Raum. Dort angekommen stellten wir fest dass der Raum rund war und sich zehn Särge in ihm befanden. Seth zog sein Schwert und ich tat es ihm gleich.

Er war auch der erste der sich zu einen Sarg begab und ihn öffnete. Als er offen war, schlug er sofort mit dem Schwert auf den darin liegenden Vampir ein. Er blieb chancenlos und starb. Es blieben also noch neun weitere übrig. Ich ging ebenfalls zu einen Sarg und öffnete diesen und schlug auf dem darin liegenden Vampir mehrmals ein. So gingen wir insgesamt noch vier weitere mal vor, bis Seth vor einen Sarg stand der von innen heraus geöffnet wurde und ein Kopf aus diesen ragte. Seth überraschte mich wieder und zwar durch seine schnelle Reaktion und die brutalität wie er den Vampir tötete. Er machte nämlich einen schnelle Bewegung nach vorne und packte mit seinen freien Hand den herausragenden Kopf des Vampirs. Der Vampir war wie gelähmt und wehrte sich nicht, was ihm zum verhängnis wurde. Seth zog den Kopf nämlich zu sich und stieß ihn mit einen wuchtigen stoß danach gegen die Wand neben den Sarg. Ich hörte wie der Schädel des Vampire zerberste unter der Wucht und sah wie er ihn losließ, er ging zu Boden. An der Wand sah konnte ich einen großen Blutfleck entdecken.

Intuitiv drehte ich mich um und sah das zwei Vampire aus ihren Särgen gekommen waren. Der eine hielt eine Axt in der Hand und der andere hielt mit beiden Händen ein großes Schwert. „Der mit dem Schwert gehört mir.", sagte Seth hinter mir und stürmte sogleich auf diesen zu. Der Vampir mit der Axt kam mir entgegen und ich wartete darauf dass er zu mir kam. Als er in meiner nähe war, raste mein Schwert in seine Richtung den er aber ausweichen konnte und mit einen Axt schwung antwortete. Dieser ging haarscharf an meiner Brust vorbei, was mich aber nicht weiter beeindruckte. Er wollt erneut zum Hieb ansetzten, denn ich aber dieses mal voraus kommen sah und einen Schritt zu seite machte. Der wuchtige Schlag ging ins Leere und er verlor das Gleichgewicht. Dies nutzte ich zum Vorteil und enthauptete ihn mit einen gezielten streich, der Kopf flog einige Meter bevor er zu Boden viel.

Ich blickte zu Seth, er hatte den anderen Vampir regelrecht in Stücke gehackt. Er muss wohl in Raserei verfallen sein dachte ich mir, was mich aber nicht weiter störte. Er hatte das Breitschwert des Vampires an sich genommen und sah glücklich über seine Beute aus. Ich sagte zu ihm „Wir haben noch einen Sarg vor uns, komm und hilf mir.". „Gerne.", antwortete er.

Wir standen vor dem besagten Sarg und ich war ein wenig angespannt. Seth hatte seine Hand an der Sarg Tür und wartete auf meinen befehl sie zu öffnen. Ich nickte und er öffnete sie. Ich wollte gerade mit einem Hieb mein Schwert in den Sarg schnellen lassen als ich bemerkte das dieser leer war. Seth sah es auch und sagte „Der muss wohl dem kleinen Vampir von vorhin gehören." Ich war verärgert dass sich keiner der Vampire die uns zuhause angegriffen hatten, unter den toten Vampiren befand. Ich ließ aber schnell wieder von meinen Ärger ab.

Wir sahen uns einige Zeit in dem Raum um und fanden neben dem Gold, was reichlich vorhanden war, einen Raum wo gefangene an der Wand hingen. Es waren um genau zu sein Acht, mein Blick stoppte bei dem Mädchen was mir gegenüber an der Wand hing. Ich ging zu ihr herüber. „Was machen wir mit ihnen?" fragte Seth währenddessen. Ich sagte mit steinernen Blick „Jeder der von einem Vampir gebissen worden ist, muss sterben. Alle anderen befreien wir.".

Mein Interesse galt wieder dem Mädchen. Es hatte blondes langes Haar, weiche Gesichtszüge und einen recht normalen Körperbau. Während ich Sie betrachtete, hatte Seth die anderen Gefangenen begutachtet. Er sagte zu mir „Alle weisen Bissspuren von Vampiren auf. Wie sieht es bei ihr aus?". Ich schob ihre Haare beiseite und konnte keine Bissspuren bei ihr finden. „Nein, Sie hat keine. Hilf mir sie von den Fesseln zu befreien.". „Ok.", kam kurz und knapp zurück.

Nachdem wir sie von den Fesseln befreit hatten, brachte ich sie in den Runden Raum und legte sie dort auf einen Tisch. Ich ging wieder zu Seth und wir töteten die infizierten Gefangenen indem wir ihnen das Schwert durch die Brust rammten. Ich hatte wie Seth kein mitleid mit ihnen, da sie sowieso zu Vampiren werden würden.

Nach getaner Arbeit holten wir uns das Gold und steckten es uns in die Tasche. „Was machen wir mit ihr?", fragte er. „Wir nehmen sie mit und pflegen sie erstmal Gesund.", sagte ich.