Kapitel 7

Edward POV

Ich blickte hoch und da stand ER und hatte wieder sein dümmliches Grinsen im Gesicht. „Hey Eddie, ich sollte dich von unserem kleinen Soldaten fragen, ob du eventuell wenigstens versuchen könntest deine Gefühle zu kontrollieren? Das wäre nämlich echt nett, weil er wird langsam, wieder ziemlich nervös."

Ich sah sofort zu Bella, welche ihn nur teils überrascht, teils verwirrt ansah. Nicht schon wieder, bitte geh weg, lass uns in Ruhe, ich will dich hier nicht haben …° flehte ich verzweifelt in Gedanken und hoffte, dass er es wahrnahm. Ja, ich war langsam echt verzweifelt. Wenn Bella mich nicht aus dem Grund, dass ich ein Monster war verließ, würde sie es wegen Emmett machen. „Was willst du?" fragte ich müde. Ich konnte das langsam nicht mehr mitmachen. Ich war alt. Er lächelte unschuldig und zuckte mit den Achseln. „Nichts ich wollte nur mal sehen was ihr so treibt. Und außerdem fing Jasper wirklich wegen dir an zu meckern, ich weiß ja, dass du lange alleine warst, aber musst du so übertreiben, dass der Emphart schon durchdreht? Ich muss schon sagen, also normal ist das ja nicht, Eddie"
Wieso tat er mir da an? Hatte ich ihm jemals etwas getan, dass er mir dies jetzt so schmerzlich heimzahlen musste? Ich lehnte mich weg um an Emmetts übergroßen Statur vorbei zu sehn. Ich guckte zum Tisch meiner zwei restlich überblieben Geschwister und merkte, dass Bella meinem Blick schüchtern und verhalten folgte. Jasper hatte verzweifelt den Kopf auf den Tisch gelegt und die Hände darüber gelegt. Alice saß daneben und hatte ihm mitfühlend eine Hand auf die Schulter gelegt, hatte aber den Blick auf uns drei gerichtet.

Mach, dass das aufhört …mach, dass das aufhört…° dachte Jasper immer wieder. °Oh man, jetzt setzt sich Emmett gleich wieder zu denen hin, er übertreibt es ein bisschen mit dem Aufpassen, ich meine wir sind hier in einer überfüllten Schulcafeteria, Edward kann sich zusammenreißen…° dachte Alice. Ich stimmte ihr da voll und ganz zu. Das Letzte verstand ich aber nicht. Das war jetzt auch egal. Plötzlich berührte mich etwas Warmes an der Hand, als ich hin schaute sah ich da Bella Finger auf meinem Handrücken liegen. Ich sah sie ein bisschen geschockt an und dann fragend. Ich rührte mich nicht, ich wollte ihre Hand halten, aber nicht wenn Emmett gleich daneben steht und dies vielleicht als Chance sieht wieder einen seiner bescheuerten Sprüche abzulassen.

„Was hat dein Bruder denn?" fragte sie mich schüchtern. „Welchen meinst du? Den Gestörten, oder den Irren?" fragte ich ernsthaft. Ich konnte mir das nicht verkneifen. Sie zog die Augenbrauen zusammen und sah mich ein wenig missbilligend an. „Jasper…?" fragte sie, aus dem Augenwinkel sah sie kürz zu Emmett, der noch immer unbewegt am Tisch stand. Vielleicht fragte sie sich, als was ich ihn bezeichnet hatte. Der Gedanke ließ mich lächeln, auch wenn ich mich schon wieder fragte was sie dachte. Bevor ich antworten konnte, tat dies mein momentan verhasster Bruder wieder für mich. „Du weißt ja, dass dein Eddie Gedankenlesen kann und Jaspers Gabe ist halt, dass er die Gefühle von anderen Leuten spüren und kontrollieren kann. Tja, manchmal meint er eben, dass ihm das zu viel wird und macht so als wenn er depressiv wird. Meiner Meinung nach simuliert der nur…"

Während er sprach, setzte er sich neben Bella auf die Bank, zu dicht meiner Meinung nach. „Hat dich jemand eingeladen dich zu uns zu setzten?" klaffte ich. Bella zog ihre Hand von meiner weg und legte sie ihre Hände in den Schoß. Emmett rollte bloß mit den Augen. „Hast du was dagegen, dass ich hier sitze, Bella?" fragte er sie lieb und sah sie immer noch an. Er ignorierte mich. „Nein, hab ich nicht" sagte sie ehrlich. Sie mochte ihn, das sah ich. Er drehte den Kopf zu mir. „Siehst du, sie hat nichts gegen mich, also tu was die Lady sagt und lass mich hier sitzen." meinte er selbstgefällig. Ich brummte genervt, lehnte mich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.

Bella sah warf mir einen Blick zu, den ich nicht deuten konnte. Schüttelte dann aber leicht den Kopf und griff sich, dann ein Stück Pizza. Den Blick hatte sie nur auf das Essen und auf den Tisch gehaftet, als sie aß. Emmett hatte anscheinend zu wenig Aufmerksamkeit. „Lass mich mal probieren, mal gucken ob das schmeckt" sagte er und nahm ihr einfach das Stück Pizza aus der Hand. Ich knurrte, das war ihr Essen, nicht Seins. Er biss ein kleines Stück ab und kaute zweimal. Erst dann verzog er angewidert das Gesicht und spuckte es auf dem Tisch wieder aus. „Oh Gott, das ist ja ekelhaft! Wie kann man so etwas essen? So eklig schleimig und wäähhrrr… Ist das vergiftet, oder was?" schrie er wieder rum.

Die anderen Menschen sahen wieder zu uns her, es taten ein paar sowieso schon. Er gab ihnen neuen Stoff für ihre kranken Fantasien, die sie seit dem Vorfall von heute Morgen hegten. Es war so abstoßend. „Kannst du vielleicht auf hören, wie ein Bekloppter hier rum zubrüllen? Du weißt nicht, was die Leute jetzt schon wieder denken." zischte ich ihm zu. Sie glotzen uns wieder an, als wären wir im Zoo. „Ist mir doch egal was die Kinder denken. Das Zeug schmeckt ekelhaft und Basta." Er drückte Bella den Rest von der Pizza wieder in die Hand. Sie sah extrem geschockt aus und guckte dann gleich danach auf den Tisch, wo das ausgespuckte Ding von Em lag, sie guckte angewidert. Mir ging es ähnlich. Was dachte er sich denn dabei, das zu probieren, er wusste doch, dass es abscheulich schmeckte.

Auf einmal fiel mir auf, dass sie das angebissene Pizzastück in der Hand hielt. Ich nahm es ihr vorsichtig aus der Hand und wickelte es in eine Serviette ein, lag es beiseite. „Wo wir gerade von giftig sprächen" Ich ließ den Satz offen. Ich wollte nicht, dass jemand da noch weiter drauf einging. Emmett zuckte nur mit den Schultern, während Bella jetzt endgültig verwirrt war. Emmett wandte sich wieder zu Bella um das Gespräch wieder aufleben zu lassen. „Wie kannst du das essen? Das schmeckt doch nicht. Du solltest mal einen Grizzly probieren, das sind die Besten" gab er ihr den einfallsreichen Tipp. „Ich glaub nicht, das mir das schmecken würde" gab sie ihm Kontra. Ich grinste. Sie war so toll. „Ach was, das kommt noch, vertrau mir" sagte er vielsagend und zwinkerte erst ihr und dann mir zu.

Ich riss die Augen auf und flehte ihn in Gedanken an nichts von Alices fadenscheinigen Vision zu erzählen, wenn sie von dieser Möglichkeit wüsste, würde sie sofort flüchten. °Keine Sorge, ich sag ihr nichts, ich weiß selbst wie sie darauf reagieren würde° dachte er. Es schien, als hätte er meine Gedanken gelesen. Verrückt. Ich war ihm doch tatsächlich dankbar, nach allem was er schon seit heute morgen angerrichtet hatte. „Bella? Hat mein kleiner Bruder dir schon seine Handynummer gegeben?" fragte er um sie abzulenken. Ich fühlte mich schon wieder aufs schlimmste gedemütigt. Ihr klappte der Mund auf und schüttelte stumm den Kopf. Sie linste aus dem Augenwinkel zu mir, dann sah sie Emmett wieder an, der selbstgefällig nickte.

„Siehst du, du kannst mal wieder nichts alleine machen, zum Glück hast du einen großen Bruder, der sich ein bisschen besser mit so Sachen auskennt." „Ja, was würde ich nur ohne dich tun?" gab ich zurück. Glücklich und zufrieden leben? Na gut, die ganze Situation war nicht gerade die Beste. Trotzdem… es war einfach peinlich. „Gib mir mal dein Handy" verlangte Em und Bella gab es ihm ohne zu zögern. °Oh mein Gott, was ist, denn das für ein veraltetes Teil?!° dachte er entsetzt. Er speicherte schnell meine Nummer und fragte: „Soll ich dir meine auch gleich geben?" Bitte nicht. Sie nickte zögerlich und Emmett tippte auch seine schnell ein und gab es ihr dann wieder.

Nach einer Weile klingelte es zur nächsten Stunde, Emmett verabschiedete sich von uns und wir gingen zu Biologie. Von mir aus konnte er da bleiben wo der Pfeffer wächst. Aber wenigstens hatte er sich ein bisschen anständig verhalten. Es war, aber trotzdem immer noch schlimm genug. Und ich wollte mit Bella Zeit alleine verbringen. Ich wollte so gerne alles über sie wissen, aber das konnte ich ja leider nicht ungestört machen, wenn Emmett ständig um uns herum war. Ich musste heute nach der Schule unbedingt nochmal mit Carlisle reden, was er sich dabei denkt Emmett uns aufzudrängen. Das war Belästigung, ich wollte meine Ruhe, es war ja schon schlimm genug, dass ich mit ihm zusammen wohnen musste. Es wurde Zeit, dass Rose aus dem Urlaub wiederkommt. Sie würde es ihm verbieten mit uns Zeit zu verbringen, egal was Carlisle sagt, auf sie würde er hören.

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Hallo, seit Langem wieder ein neues Kapitel. Es tut mir ganz doll Leid und ich entschuldige mich bei denen, die darauf gewartet haben. Ich hoffe es hat euch ein bisschen gefallen? Ich würde gerne eure Meinung dazu erfahren. _Liebe Grüße herz-aus-eis