Vertraue niemals deinen Gefühlen

Kapitel 9

Hermine schob energisch seinen Kopf beiseite. „Du hast vielleicht Nerven, mich zu küssen!" Sie sah wild aus, das konnte er sogar durch die Dunkelheit erkennen.

Ihre sommersprossigen Wangen, die nassen Haare, die darauf klebten. Alles war ein einziges Durcheinander.

Snape räusperte sich und lehnte sich gegen den Baumstamm. „Ich habe mit Dumbledore gesprochen - hast du das vorhin mitbekommen?"

Sie nickte. „Was hat er dir erzählt?", fragte sie knapp.

„Er wünscht uns beiden alles Gute."

Sie sah nur wenig überrascht aus. „Das sieht ihm ähnlich."

„Du wusstest davon?"

„Ich hab es geahnt. Er weiß fast alles, was hier in Hogwarts vor sich geht." Plötzlich wurde sie rot bei dem Gedanken, Dumbledore könnte genauere Einzelheiten aus ihrer intimen Begegnung mit Snape wissen. „Denkst du, dass … dass er uns vielleicht beobachtet hat?"

Snape presste seine Lippen fest aufeinander und dachte nach. „Nein, das wäre selbst für ihn zu absurd. Aber er hat ein Gefühl für die Dinge, die sich hier entwickeln."

Hermine kuschelte sich eng an ihn. Sofort merkte er, wie kalt ihr war und zog seinen Zauberstab hervor.

„Was hast du vor?", fragte sie vorwurfsvoll.

„Es ist nass und kalt und ich fühle mich angepisst, also werde ich ein Feuer machen."

„Das wirst du schön bleiben lassen!", antwortete sie energisch und schnappte sich seinen Zauberstab. „Du weißt, was passiert, wenn sie uns hier zusammen sehen."

Sie musterte den Stab ausgiebig und steckte ihn in die hintere Tasche ihre Jeans. „Ein Feuer würde man bestimmt von jedem Fenster in Hogwarts aus sehen. Außerdem ist es sehr schön hier, so ursprünglich, ganz ohne Magie."

„Lass uns gehen", sagte er und rollte mit den Augen. „Du wirst dir noch den Tod holen."

Doch Hermine schüttelte den Kopf. „Nein."

„Es ist mir gleichgültig, wenn sie uns sehen", fuhr er fort. Er war verärgert über ihre Sturheit und grummelte noch weitere unverständliche Worte vor sich hin, weil sie ihm seinen Zauberstab weggenommen hatte.

„Sei nicht so ein Arsch", sagte sie schließlich. „Du bist wütend. Und das ist in Ordnung. Aber denk nur, wie sie uns das Leben zur Hölle machen würden, wenn sie von uns wüssten."

Er wollte nicht weiter über die Konsequenzen nachdenken und ging dazu über, seinem Frust freien Lauf zu lassen. „Ich war beinahe mein ganzes Leben ein Arsch. Und ich mochte es."

„Nein, tust du nicht."

Er sah sie mit hochgezogener Braue an. „Tatsächlich?"

Hermine nickte. „Ich hab dich beobachtet. Aber du mochtest es, als wir in deinem Klassenzimmer zusammen waren."

Für einige Minuten sagte keiner von beiden mehr ein Wort. Jeder schien über die Dinge nachzudenken, die geschehen waren, ob sie nun erst kürzlich zurücklagen, oder vor Jahrzehnten passiert waren.

„Hermine?", fragte er dann vorsichtig.

„Ja?"

„Du hattest recht, ich mochte es. Ich mochte es sehr und es war wunderschön."

Hermine lauschte aufmerksam seiner Stimme. Es gefiel ihr, wenn er so etwas sagte. Trotzdem wollte sie Gewissheit haben. Es gab so viele Dinge, die sie nicht über ihn wusste. „Wieso hattest du solche Angst davor?"

Er überlegte, ob es klug wäre, ihr von seiner Vergangenheit zu erzählen. „Ich war für so lange Zeit allein - genau wie Dumbledore", seufzte er. „Er hat nie jemanden gefunden, der ihm mehr bedeutet hätte, als Hogwarts es tut."

„Du vergleichst dich mit Dumbledore? Er ist grob gesagt 250 Jahre älter als du."

„Und ich bin … fast doppelt so alt wie du."

„Du übertreibst wieder einmal", gab sie augenrollend zurück.

„Tue ich das denn?"

Hermine seufzte. „Es ist mir gleich, wie alt du bist, Severus. Ich muss auf mein Herz hören, wenn ich glücklich werden möchte. Nicht auf das Alter."

Er sah angespannt aus, Zweifel überkamen ihn. „Hermine, … wieso ich?"

„Weil ich mich zu dir hingezogen fühle. Du bist mir wichtig", sagte sie ernst.

„Warum?" Er konnte es nicht glauben. „Ich bin zu alt für dich und nicht gerade jemand, den man anderen vorzeigen möchte."

Hermine lächelte verlegen. „Ich finde dich durchaus attraktiv, Severus. Du bist groß und schlank. Du hast Klasse und du bist interessanter, als all die Jungs von ganz Hogwarts zusammen. Außerdem schafft es niemand von ihnen, mich so anzusehen, wie du es tust." Unbewusst schnaubte sie. „Sie sind teilweise erst im Stimmbruch! Kannst du dir das vorstellen? Und weißt du, wie furchtbar das für mich ist, mit ihnen Konversation zu betreiben, wenn sie nicht einmal einen Phoenix von einem Pegasus unterscheiden können?"

Er lächelte zaghaft.

„Siehst du? Genau dieser Ausdruck ist es, den ich so besonders an dir finde."

„Ein Phoenix und ein Pegasus?", fragte er ungläubig. „Welcher junge Zauberer unterhält sich schon gerne über einen Pegasus! Wie bist du nur darauf gekommen?"

Sie zuckte mit den Schultern. „Das hatte was mit dem Unterricht in Pflege magischer Geschöpfe zu tun."

„Kein Wunder, dass du nichts mit einem anderen Zauberer anfangen kannst", sagte er scherzend.

Hermine lächelte. „Danke, dass du ein Feuer für mich machen wolltest. Ich fand es irgendwie niedlich."

Niedlich." Er hob eine seiner Augenbrauen, wie er es schon so oft getan hatte. „Und überhaupt, wer hat gesagt, dass das Feuer für dich sein sollte?" Ein schelmisches Grinsen legte sich über sein Gesicht.

Hermine musste lachen. „Ich sagte ja: niedlich!"

Snape konnte den Blick nicht von ihrem strahlenden Gesicht abwenden und räusperte sich. „Ist es mir jetzt gestattet, dich zu küssen?"

Hermine nickte.

Er beugte sich über sie und drückte sie sanft auf den weichen Waldboden nieder.

Im Schutz des Baumes war es trocken und sein Umhang, den sie immer noch um sich gelegt hatte, sorgte dafür, dass sie es bequem hatte.

Hermine griff spielerisch nach seinem Kragen und zog ihn zu sich. Ihre Lippen berührten sich, ihre Zungen stießen leidenschaftlich aufeinander. Sie fuhr mit der Zunge über seinen Kehlkopf und entlang bis zu seinem Ohr. Er stützte sich auf die Arme, schloss genüsslich die Augen und ließ es geschehen.

Sanft biss sie in sein Ohrläppchen, während ihre Finger die Knöpfe seines Gewands öffneten. Dann löste sie die Gürtelschnalle und öffnete die schwarze Hose. Sie zog seine Shorts herunter, bis seine harte Männlichkeit vollständig entblößt war und berührte ihn mit ihren Fingern.

Snape stöhnte laut auf. Diesmal verdrängte er alle negativen Gedanken und ließ seinen Gefühlen freien Lauf.

Hermine genoss es, ihn so befreit zu sehen, es machte sie glücklich und sie küsste ihn noch inniger, bis all die Kälte aus ihrem Körper verschwunden war.

„Darf ich jetzt endlich meinen Zauberstab wieder haben?", fragte er sanft.

Hermine lachte und hob ihren Unterkörper an, wobei sie unbeabsichtigt gegen seine Hüften stieß. Sie spürte, wie sich seine Männlichkeit gegen ihren Körper drückte und beeilte sich, den Zauberstab aus ihrer Jeanstasche zu ziehen.

„Hier, Severus", flüsterte sie in sein Ohr, „ich glaube, der gehört dir."

Er nahm ihr den Stab ab und legte ihn in sicherer Entfernung auf den Boden. Dann machte er sich daran, Hermines Jeans zu öffnen. Mit geschicktem Griff hob er ihr Becken an und streifte ihr Hose und Tanga zugleich ab. Ihr Oberteil schob er mit einer Hand locker nach oben, bis zu ihren Brüsten. Er küsste die Innenseite ihrer Schenkel, die inzwischen wohlig warm waren und ließ seine Zunge nach oben gleiten, bis er das Dreieck unterhalb ihres Bauchnabels erreicht hatte. Mit kreisenden Bewegungen küsste er ihren Bauch, bis sie eine kribbelnde Gänsehaut bekam.

Hermine wälzte sich auf seinem Umhang wie eine Schlange hin und her und Severus fuhr fort, ihren Körper zu liebkosen.

Dann beugte er sich über sie, die Knie jeweils seitlich von ihrem Körper auf den Umhang gedrückt. Sein Glied lag fordernd auf ihrem Bauch, wie sie genüsslich zur Kenntnis nahm.

Mit Leichtigkeit hob er ihren Oberkörper an, Hermine fühlte einen festen Druck oberhalb ihres Bauchnabels und schauderte.

Seine Finger lösten den BH und legten ihn beiseite. Er beugte sich tief herab und küsste ihre Brustwarzen. Dann ließ er seine Zunge darum kreisen und begann damit, an ihnen zu saugen. Hermine war so erregt, dass sie fürchtete, ihr Körper könnte explodieren. Sie griff in Snapes Nacken und zog seinen Kopf zu ihren Lippen.

Während sie ihn wild küsste, begann sie wieder, sich zu bewegen, diesmal in einem Rhythmus, der sich genau an seinen bebenden Körper anpasste. Sie spürte, wie sein Glied gegen ihren Bauch drückte, schloss fest die Finger um den harten Schaft und genoss das Stöhnen, das aus seinem Mund ertönte, während sie sich beide weiter bewegten.

Snape hatte die Augen halb geschlossen und Hermine sah ihn an. Sie konnte jeden Muskel seines Körpers fühlen, jede in der Dunkelheit glitzernde Schweißperle sehen.

Sie drückte ihr Becken nach oben, ihr ganzer Unterleib war so feucht, dass er plötzlich in sie eindrang und beide überrascht aufstöhnten. Nur einen kurzen Moment unterbrachen sie ihre Bewegungen und küssten sich. Er sah ihr in die Augen und strich ihre Haarsträhnen aus dem Gesicht.

„Nicht aufhören, Professor", sagte sie leise.

Er lächelte, griff nach ihrer Hand und verschränkte seine Finger in ihren.

Ihre dampfenden Körper verschmolzen miteinander, als sie sich im Rhythmus zueinander bewegten. Ihre Küsse waren feucht und innig. Immer wieder bäumte er sich mit dem Oberkörper auf, tauchte tief in sie ein und küsste sie. Ihre Finger ertasteten die Muskeln auf seinem Rücken und gruben sich mit den Nägeln in seine Haut, wenn er das tat.

Er biss sich auf die Lippe. Plötzlich bewegte sie sich schneller, als der Höhepunkt sie wie eine Welle erfasste.

Snape ergoss sich zeitgleich in sie. Er bebte und küsste sie. Dann wurde er still und legte den Kopf neben sie.

Für eine Weile lagen sie einfach nur da, bis Hermines nackte, feuchte Haut von einem kühlen Windhauch erfasst wurde. Dann rollte er sich von ihr und wickelte den Mantel um ihre beiden Körper.

„Hermine?", fragte seine Stimme leise.

„Ja?"

„Danke", sagte er ernst.

„Wofür?"

„Für alles. Ich hatte das nicht verdient, nach allem, was ich dir angetan habe."

„Tu das nicht, Severus … ich fühle mich so schwach, wenn ich dich so reden höre." Sie drehte ihren Kopf zu ihm und lächelte ihn an.

Snape küsste sie dafür.