A/N
Eine Story aus April 2009. Ich habe bewusst nicht viel verändert, damit man sehen kann wie sich mein Schreibstil über die Zeit geändert hat.
Ich hatte in der Überarbeitung lediglich viel mehr Leerzeilen eingefügt. die leider beim hochladen wieder im Nirvana verschwunden sind
Zum Inhalt:
Dies ist ein Crossover mit Twilight.
ABER
Ich hatte Twilight damals nicht gesehen. Lediglich einige spärliche Informationen von einer Kollegin lagen mir vor, den Rest habe ich mir zusammengereimt. Die Namen habe ich mir alle selbst ausgedacht. Namensgleichheiten sind also nur zufällig.
Für diese Kollegin habe ich die Story übrigens auf Wunsch auch geschrieben und ich spiele heute noch mit dem Gedanken an ein Sequel.
Schatten
Kapitel 1
High School. Langweiliger Unterricht, Dumme Lehrer und ätzende Mitschüler. John war mal wieder in seinem Element. Der einzige Lichtblick war wie immer Cameron, sein Beschützer, sein Terminator. Die Jungs waren neidisch, die Mädchen eifersüchtig auf seine schöne „Schwester", die Allen die kalte Schulter zeigte.
Wie so oft in den letzte Wochen fielen ihm die Beiden wieder einmal auf. Dunkel gekleidet, blass und genauso unbeliebt wie er. Sie war kleiner als John, schulterlange blonde Haare und eigentlich recht hübsch, Er war ein Stück größer als John, Sehr Schlank mit ständig abweisendem Blich ignorierte er seine Mitschüler. Sie waren „Freaks", genau wie John. Früher war er sehr beliebt. Besonders bei den Mädchen. Seitdem er aber diverse High Schools besucht hatte und seine paranoide Mutter ständig mit ihm umzog, war er ein Freak. Er mied die normalen Jugendlichen, er hatte kein „Leben", das er mit ihnen teilen könnte.
Er sah einige Cheerleader den Gang hinuntergehen. Als sie an den Beiden vorbeigingen, stieß eine von ihnen dem Mädchen die Bücher und Blätter aus der Hand. Resignierend blickend ging das Mädchen in die Knie, um Alles wieder aufzusammeln. Ohne zu überlegen lief John zu dem Mädchen, kniete sich hin und half ihr, ihre Unterlagen aufzusammeln. „Danke", sagte sie ein wenig schüchtern, als er ihr die Sachen anreichte. „Gern geschehen", entgegnete John. „Ich bin übrigens John." Er streckte ihr die Hand entgegen, die sie ein wenig eingeschüchtert ergriff. „Tamara", erwiderte sie. Sekunden peinlicher Stille folgten, bis Tamara ihre Hand von John löste. „Das ist mein Bruder Jakob." John streckte ihm die Hand hin, die dieser aber nicht ergriff. Peinlich berührt lies John seine Hand wieder sinken. Als Cameron sich zu ihnen gesellte dauerte es einen Augenblick, bis John das registrierte. „Das ist meine Schwester Cameron." Anstatt, das die Beiden Cameron begrüßten starrten sie sie nur an, bis Jakob die Hand seiner Schwester ergriff und sie an John und Cameron vorbeizog, den Blick starr auf Cameron gerichtet. „Das war merkwürdig", sinnierte John vor sich hin. So abweisend reagierten normalerweise nur Tiere auf Cameron insbesondere Hunde konnten sie nicht leiden.
„Die beiden sind keine normalen Menschen." „Hä?" „Sie sind keine normalen Menschen und auch keine Maschinen. Ihre Körpertemperatur ist zu niedrig." „Vielleicht irgendeine Krankheit?" Fragte John nachdenklich geworden. Er mochte Tamara, sie schien nett zu sein. Er mochte sie nicht so sehr, wie er Cameron mochte aber wenigstens schien das blonde Mädchen lebendig zu sein. „Sie könnten eine Gefahr sein." erklärte Cameron demonstrativ. „Sie werden nicht getötet, hast Du mich verstanden?" „Verstanden, John." Ihr Gesichtsausdruck zeigte ihre Missbilligung aber wie so oft würde sie seine Entscheidung akzeptieren, solange sie keine direkte Gefahr darstellten. Dann allerdings...
„Wir werden sie im Auge behalten. Nach der Schule verfolgen wir sie." Johns Entscheidungen waren unumstößlich. Resignierend verdrehte Cameron die Augen, was John aber nicht bemerkte.
Kapitel 2
Schulschluss. John und Cameron trafen sich vor der Schule. Die letzte Stunde hatten sie getrennten Unterricht. Sie sahen Tamara und Jakob die Straße hinuntergehen. Als die Beiden weit genug entfernt waren gingen John und Cameron hinterher. Tamara und Jakob hatten die Kapuzen ihrer Sweatshirts über die Köpfe gezogen. Das war bei mehr als 20 Grad schon ziemlich seltsam. Wieder musste John an eine Krankheit denken. „Cam, hast du irgendeine Idee, ob eine Krankheit die niedrige Körpertemperatur auslösen kann?" „Nein John, mir ist keine Krankheit bekannt, die das verursachen könnte." „Das heißt aber nicht, dass es keine gibt?" Erkundigte sich John. „Ich habe von medizinischen Büchern abgesehen viel gelesen aber eine Krankheit, die eine Hypothermie auslöst , bei der der Patient keine weiteren Symptome zeigt ist mir nicht bekannt."
Seit 10 Minuten folgten sie Tamara und Jakob bereits. Mittlerweile hatten sie einen Wald erreicht und sie mussten vorsichtig sein, nicht entdeckt zu werden.
Nach einigen weiteren Minuten, sie hatten mittlerweile eine Stelle erreicht, an der die Vegetation besonders dicht stand, blieben Tamara und Jakob plötzlich stehen und sahen sich hastig nach allen Seiten um. John und Cameron waren schnell hinter einem Gebüsch in Deckung gegangen. „Haben sie uns bemerkt?" flüsterte John fast unhörbar, was Cameron aber hervorragend verstehen konnte. Cameron schüttelte den Kopf. Beide beobachteten weiter die Geschwister, die weiter vorne nun Rücken an Rücken die Umgebung beobachteten. Plötzlich war ein krachendes Geräusch zu hören, als vor und hinter den Beiden große Tiere das Gebüsch durchbrachen. „Das müssen Bären sein," sagte John, der sofort aufsprang und seine Waffe zog. Cameron, die das Ganze besser sehen konnte, erwiderte nichts, da sie das was sie sah nicht mit ihrer Datenbank in Einklang bringen konnte. John hatte schon zehn Meter Vorsprung, als Cameron die Gefahr erkannte, in der er schwebte, wenn er eingriff. Mit Leichtigkeit holte sie John ein und blieb an seiner Seite. 30 Meter weiter wurde Jakob gerade zu Boden gestoßen . Das Tier stand breitbeinig über ihm und wollte gerade mit der Klaue ausholen, als Cameron aus vollem Lauf in es krachte. John hingegen visierte das Tier an, das gerade Tamara angreifen wollte und feuerte zuerst drei, dann weitere drei Schüsse auf das Tier ab, das rückwärts strauchelte. Hinter John war ein Jaulen zu hören begleitet von einem hässlichen Krachen. Beim Blick über die Schulter sah er Cameron, die gerade das Tier fallen lies, nachdem sie ihm sichtlich das Genick gebrochen hatte. Sonst würde es wohl nicht nach hinten sehen können. Als John wieder nach vorne sah, bemerkte er das andere Tier, das sich wieder erhoben hatte. Noch bevor er weiter schießen konnte, war das Tier mit einem Satz im Unterholz verschwunden. Während sich Jakob alleine erhob, bot John Tamara seine Hand an. „Bist Du OK?" Fragte John. Verwundert fragte er sich, ob er richtig gesehen hatte, dass Tamaras Augen kurzzeitig schwarz gewesen waren, schüttelte diesen unsinnigen Gedanken aber gleich wieder ab. Angst spiegelte sich in den Augen des Mädchens wieder, als sie sich schluchzend an Johns Brust warf. Cameron indessen beobachtete gleichzeitig das Tier vor ihr auf dem Boden und Jakob, der mit hängenden Schultern dastand und John und Tamara beobachtete. Dann trat das ein, wovon Cameron gehofft hatte, es würde nicht passieren. Aus dem Tier wurde langsam ein Mensch. „John!" rief Cameron. Der blickte über die Schulter und sah Cameron fragend an, die mit einem Wink ihres Kopfes auf das Tier seine Aufmerksamkeit da hin lenkte. Johns Augen wurden groß, als er den nackten Mann sah, der auf dem Waldboden lag. „Was zum..." Tamara hatte sich mittlerweile gefangen und stieß John von sich. „Wer seid ihr?" Fragte Jakob. Seine Augen waren auf Cameron gerichtet. Dies waren die ersten Worte, die John ihn hatte sprechen hören. Selbst im Unterricht war er nur still gewesen.
Kapitel 3 „Tamara"
Da stand er vor ihr. John Baum ihr Retter. Er war ihr gleich am ersten Tag aufgefallen. Eine Aura von Wissen und Autorität umgab ihn und er wurde ebenso gemieden wie sie selbst. Scheu sah sie auf seine Waffe. Wer war er, dass er eine Waffe trug? War er ein Jäger? Nein, dann hätte er gewartet, bis die Werwölfe ihre Arbeit beendet gehabt hätten. Und seine Schwester hatte mit bloßen Händen einen Werwolf erlegt, etwas was selbst den Alten schwer fiel. Sie hatte es einfach so getan. Cameron umgab ein Geruch, den sich Tamara nicht erklären konnte. Irgendetwas nichtmenschliches haftete ihr an. Zuerst bemerkt hatten sie es am Mittag, als John ihr geholfen hatte ihre Sachen aufzuheben. aber sie schien zumindest für Tamara und Jakob nicht gefährlich zu sein. Sie war es ja auch nicht für John. Es war ohnehin seltsam, dass die schöne schlanke Cameron an offensichtlich nichts Anderem Interesse hatte als ihrem Bruder. Die Mädchen in der Schule waren neidisch auf Camerons makelloser Figur, ihrem dunklen Teint, ihren großen braunen Kulleraugen und ihren vollen langen Haaren. Tamara hätte auch gerne braune Haare wie Cameron oder schwarze Haare wie ihr Bruder aber durch eine Laune der natur war sie die einzige Blonde in der Familie.
„Danke John." Tamara hauchte die Worte nur. Als ihre zitternden Knie nachgaben war John es, der verhinderte dass sie hinfiel, indem er sie einfach wieder in die Arme nahm. Da stand sie nun zitternd in den Armen dieses süßen Jungen, der aber leider Keiner von ihnen war. „Alles OK mit Dir?" fragte John sie, eine Hand streichelte ihren Hinterkopf. Sie konnte nur nicken. Plötzlich spürte sie eine Hand an ihrem Arm. Als sie hinblickte sah sie ihren Bruder, der eindringlich zu ihr sagte „Wir müssen gehen!" Mehr gezogen als freiwillig musste sie Johns Arme verlassen. Ihr Bruder zog sie einfach fort aus der Wärme seiner Umarmung. Für einen Moment hatte sie sich wie ein Mensch gefühlt. Eine Träne lief ihre Wange herunter, als John außer Sicht war.
Kapitel 4
„Werwölfe." John drehte sich um. „Cam, was hast Du gesagt?" „Werwölfe John, diese Tiere waren Werwölfe." „Ach? Und Tamara und ihr Bruder sind dann wohl Vampire, oder was?" Als Cameron ihn nur ansah schüttelte er den Kopf. „Cam, Du hast zu viel Underworld gesehen." „Jakob hatte schwarze Augen und spitze Eckzähne, als ich den Werwolf angriff. Abgesehen von der Tageszeit sind Werwölfe und Vampire die einzige logische Schlussfolgerung." Cameron hob dozierend die Hand. „Wenn alles auf eine Möglichkeit hindeutet, wie unwahrscheinlich sie auch sei, so muss sie der Wahrheit entsprechen, Doktor Watson." John verdrehte die Augen. Jetzt rezitierte Cameron auch noch Sherlock Holmes. Er musste ihr unbedingt eine Beschäftigung suchen. „Was machen wir jetzt mit ihm?" Cameron deutete auf den Toten zu ihren Füßen. John sah sich um. Wirf ihn da den Abhang herunter ins dichte Unterholz, da wird er vielleicht nie gefunden. Cameron sah sich um, als sie sicher war, dass Niemand in der Nähe war, warf sie den Körper dorthin, wo John ihr gezeigt hatte. Auch sie war der Meinung, das wäre ein sicherer Platz.
„Tamara hat einen Narren an Dir gefressen." W.. w ..WAS!?" „Tamara hat einen Narren an Dir gefressen." Widerholte Cameron den Satz. John verdrehte die Augen. Wo hatte sie das denn nun schon wieder her. „Was willst Du denn jetzt damit andeuten?" „Sie mag Dich, hat einen Faible für Dich, steht auf Dich." John fragte sich langsam, ob Cameron nicht schon zu viel gelesen und DVDs gesehen hatte. Außerdem, klang Cameron nicht ein wenig eifersüchtig, fragte er sich. Unsinn, sie hat ja keine Gefühle, oder? Den ganzen Weg zurück zur Schule wusste John nicht, ob er über Tamara oder Cameron mehr erstaunt sein sollte. „Kein Wort zu Mom oder Derek, versprich mir Das." „Ich verspreche es." Antwortete Cameron mit ihrer stereotypen Stimme. „Und morgen rede ich mit Tamara. Ich muss wissen, was hier gespielt wird.
Kapitel 5
Am nächsten Tag wartete John vergeblich auf Tamaras Erscheinen. Auf seine Frage hin erklärte man ihm im Schulbüro, dass die Beiden heute krank seien.
In der Informatikstunde hackte sich John in den Schulcomputer, um die Adresse herauszubekommen.
Nach der Schule fuhren Lohn und Cameron zu der angegebenen Adresse, Es handelte sich um eine alte Villa auf einem abgelegenen Grundstück. Noch außer Sicht hielt Cameron den Wagen an. „John es ist zu gefährlich. Ich sollte alleine gehen." „Nein Cam, wenn Du alleine gehst werden sie das erst recht als Angriff werten. Ich muss einfach wissen, was hier gespielt wird." „Magst du sie?" John war der Unterton in ihrer Stimme nicht entgangen. „Wieso interessiert Dich das?" „Wenn sie eine Gefahr für dich ist, muss ich das wissen, das ist meine Mission." Stellte Cameron leidenschaftslos fest." „Manchmal wünschte ich, das wäre nicht so und Du würdest einfach sagen, was Du..." Ärgerlich über sich selbst schüttelte John den Kopf. Eigentlich hatte er mehr zu sich selbst gesprochen als zu Cameron, deshalb war ihm auch entgangen, wie sie bei seinen Worten die Augenbrauen in die Höhe zog. Nach ein paar Sekunden Überlegung fuhr John weiter bis vor das Haus.
Äußerlich glich das Haus ein wenig dem Haus von Norman Bates in Psycho, es war alt aber in gutem Zustand.
Als sie den Wagen verließen, war es fast unnatürlich still um sie herum. Nur ein paar Grillen zirpten. Sie gingen zur Veranda. An der Tür holte John nocheinmal tief Luft, bevor er klopfte. Zu seinem Erstaunen wurde die Tür fast unmittelbar darauf geoffnet. Vor John stand eine Schöne Frau in einem schwarzen Kleid, das ihre schlanke Figur betonte. „Ja?" „Mein Name ist John, John Baum, ich bin ein Mitschüler von Tamara, sie war nicht in der Schule und man sagte mir, sie wäre krank und deshalb wollte mich erkundigen, wie es ihr geht und die Hausaufgaben geben." Glatt war diese Lüge über seine Lippen gekommen. Trotzdem sah er der Frau sofort an, das sie wusste , dass er log. „So? Woher hast Du denn Tamaras Adresse?" „Äh..." zwei Sekunden peinliches Schweigen folgten. „John!" Vom Gong gerettet, dachte John. Tamara war hinter der Frau aufgetaucht und bemerkte sofort die Spannung zwischen ihm und ihrer Mutter. „John ist in meiner Klasse Mom, ich rede nur kurz mit ihm." Mit diesen Worten ging sie an ihrer Mutter vorbei, die indigniert die Stirn kräuselte. Insbesondere als Tamara den Türknauf ergriff, und die Tür hinter sich zuzog. „John, was machst Du hier?" Fragte sie halb flüsternd. „Ich muss mit Dir über gestern reden." „Das ist jetzt schlecht, wir haben Besuch und... Du musst jetzt gehen." Sagte sie und versuchte John Richtung Auto zu schieben. Als Tamara ins Sonnenlicht trat, hatte Cameron, die das Ganze schweigend beobachtet hatte den Kopf auf die Seite gelegt. „John?" Als er nicht reagierte wiederholte sie „JOHN!" „Endlich riss John sich von Tamara los und drehte sich um. „Was denn , Camer..." Der Rest blieb ihm im Hals stecken als er Tamara erblickte, die vor ihm im Sonnenlicht stand. Ihre Haut funkelte wie ein Diamant. An seinem Blick bemerkte sie, dass etwas nicht stimmt. Erst dann bemerkte sie, dass sie in der Sonne stand. Mit schreckgeweiteten Augen ging sie hastig zurück in den Schatten der Veranda. John war ihr gefolgt und hielt sie jetzt am Arm fest. „John, Du musst jetzt gehen," sagte sie ohne ihn anzusehen. Ihr Gesicht war traurig und ängstlich zugleich. Außerdem standen Tränen in ihren Augen. Sie riss sich von John los und griff zum Türknauf als John nur ein Wort sagte. „Vampir!"
Kapitel 6
„Wer war das an der Tür?" Fragte Tamaras Vater seine Frau. „Irgendein Junge von ihrer Schule. John..." „Baum", vollendete Jakob den Namen. Auf den Blick hin, den seine ganze Familie ihm zuwarf, senkte er den Kopf. „Erklärung" Forderte sein Vater.
Gestern auf dem Nachhauseweg wurden wir von zwei Werwölfen angegriffen." Bei diesen Worten waren sein Vater, seine beiden Onkel , seine Mutter und auch seine ältere Schwester aufgesprungen. „John Baum und seine Schwester Cameron" fuhr er unbeirrt fort „Haben die Werwölfe angegriffen. Während Cameron sich auf den einen stürzte, der mich gerade fertigmachen wollte, hat John den anderen mit einer Waffe vertrieben." „Bitte?" Fragte sein Vater. „Er hat eine Waffe aber seine Schwester hat dem Werwolf mit bloßen Händen das Genick gebrochen." Unglauben stand in aller Gesichter. „Seine Mutter sah ihm tief in die Augen. „Und warum habt ihr uns das nicht schon vorher erzählt?" Ihr Ton wurde immer schärfer. „Was habt ihr euch nur dabei gedacht, uns soetwas nicht zu erzählen? Meine Tochter ist alleine da draussen mit einem bewaffneten Jungen und einem Mädchen, das Werwölfe mit bloßer Hand tötet?" „Sie ist nicht... Also ich meine, sie ist schon ein Mädchen aber sie riecht irgendwie nichtmenschlich." Auf den finsteren Blick hin, den sein Vater ihm zuwarf sagte er: „Wir haben das nicht erzählt, weil wir unvorsichtig und dumm waren. Wir sind die Abkürzung durch den Wald gegangen."
In diesem Moment öffnete sich die Haustür und Tamara gefolgt von John und Cameron betraten das Haus. Tamaras Vater wollte gerade aufbegehren als Tamara sprach. „Mom, Dad, das sind John und Cameron...Baum. Sie wissen ES!" Brachte sie hervor. Als Tamaras beide Onkel auf John zuglitten, brachte sich Cameron mit einem schnellen Schritt vor John und packte die beiden schwarzäugigen und zähnefletschenden Männer an den Kehlen und stoppte so den Angriff gegen John. „CAMERON, NICHT TÖTEN!" Rief John schnell, ahnend was passieren würde. „JASPER, HENDRIK STOP!" Rief Tamaras Vater. Als sich die Beiden hilflos in Camerons Griff zappelnden Gestalten sichtlich entspannten, lies Cameron sie zögernd los. Mit Angst in den Augen zogen sich die Beiden langsam zurück. Den Blick starr auf Cameron gerichtet, die mit emotionsloser Mine ihrerseits zurückstarrte. Mit einem Blick auf Tamara sagte John: „Bitte, ich möchte nur reden. Wir haben doch Alle unsere Geheimnisse." Mit diesen Worten legte er eine Hand auf Tamaras Schulter, die bei Camerons Reaktion auf den Angriff mit einem Aufschrei zurückgewichen war. Jetzt blickte sie John hoffnungsvoll und dankbar an. Mit einem schnellen Schritt war John vorgetreten und reichte nun Camerons Mutter die Hand. „John Baum."stellte er sich höflich vor. Dann begrüßte er nacheinender die Anwesenden. Bei den beiden Männern zögerte er nur kurz, bevor er ihnen die Hand reichte. Nach dieser Vorstellung bot Tamaras Vater John einen Sessel an, in den dieser sich setzte. Tamara setzte sich auf die Sessellehne, was von ihrer Familie mit allgemeinem Stirnrunzeln aufgenommen wurde. Nur Cameron im Hintergrund zog unbeobachtet die Brauen zusammen. Dann ging sie zu John und legte von Hinten die Hände auf Johns Schultern, was diesmal nicht nur Tamara sondern auch John zu einem Stirnrunzeln veranlasste.
Kapitel 7
2 Stunden später hatten beide Seiten ihre ‚Familiengeschichten' dargelegt. Minutenlang herrschte Stille, nachdem Tamaras Eltern geendet hatten. Verwirrt fuhr sich John durch die Haare. „Ich hätte nie gedacht, dass es soetwas wirklich gibt. Seit meiner Kindheit waren Scynet und Cyborgs die einzigen Monster, die...", bei dem Wort Monster war Tamara aufgesprungen und Cameron hatte ein undefinierbares Geräusch von sich gegeben. John sah in Tamaras Augen Tränen stehen. Dann fuhr sie herum und lief die Treppe rauf. Gleichzeitig hatte sich Cameron herumgedreht und verlies das Haus. Die Tür krachte mit einem Knall hinter ihr ins Schloss.. Sekundenlang verharrt John und dreht sich dann mit einem dümmlichen Gesichtsausdruck zu Tamaras Familie herum. „Was...?" Mehr bringt John nicht hervor. Als er den säuerlichen Gesichtsausdruck der Familie bemerkt wird im erst bewusst, was er eben gesagt hat. Er schlägt die Hände vor die Augen und lässt sich in den Sessel Fallen. „Du solltest dich bei Tamara entschuldigen. Sie reagiert etwas empfindlich wenn man sie Monster nennt." Tamaras Vater hatte diese Worte ruhig und sachlich ausgesprochen" „Ich..., ich wollte damit doch nicht andeuten, dass ich Tamara oder Sie für Monster halte. Ich hatte eigentlich die Werwölfe gemeint" John schüttelte den Kopf. „Trotz Allem ist sie ein Mädchen und reagiert nuneinmal so, wenn sie sich angegriffen fühlt. Im übrigen ist sie nicht die Einzige, die eine Entschuldigung verdient." Tamaras Mutter deutete in Richtung Tür. „Aber..." Es dauerte einen Augenblick bis John begriff. „Cameron ist ein Cyborg, man kann ihre Gefühle nicht verletzen." „Ihrem Gesichtsausdruck nach war sie ziemlich verletzt." Ich begreife gar nichts mehr." John schüttelte nur den Kopf. „Tamaras Vater begann zu lächeln." Am Montag in der Schule hast Du Gelegenheit, mit Tamara zu reden. Nächsten Samstag haben wir eine Messe, komm doch mit Deiner Familie und lerne weitere Verwandte von uns kennen. Nach den jüngsten Ereignissen wird es einiges zu bereden geben." „Messe?" „In Johns Augen stand ein großes Fragezeichen. "Ich werde meine Mom kaum überreden können zu einer solchen Messe zu gehen." Er schüttelte langsam den Kopf. „Katholisch" „Bitte?" „Katholisch", wiederholte Tamaras Vater und der Rest der Anwesenden grinste. „Wir sind Katholisch." Jetzt war Johns Gesichtsausdruck noch dümmlicher als zuvor, wenn das überhaupt noch möglich war. „Aber...?" „John", sprach ihn Tamaras Mutter an. „Wir sind ganz normale Leute. Du musst dich von den Ideen einiger Romanschreiber lösen. Wir trinken Blut und sind stärker und schneller als andere Menschen. Gut, Wir leben ziemlich lange und im Sonnenlicht funkeln wir ein bischen aber ansonsten... Tamara wird nicht nachts in Dein Schlafzimmer geflogen kommen um Dich zu beißen. Was hällst Du übrigens von ihr?" der Themenwechsel kam für John ziemlich überraschend. „Nun ja, sie ist sehr nett und ich denke ich mag sie." „Mag?" Tamaras Vater hatte die Augenbrauen hochgezogen. „Na ja, wie einen Freund vielleicht. Ich habe einfach zu viel um die Ohren für eine Freundin. Außerdem kann ich es nicht riskieren Jemanden in Gefahr zu bringen." Gut, das ist ein vernünftiger Standpunkt. Nur solltest Du auch mit ihr darüber sprechen. Alles Weitere dann nächste Woche." Mit diesen Worten hatten sich Tamaras Eltern erhoben. John stand ebenfalls auf. „Nochmals danke für die Rettung unserer Kinder." Tamaras Mutter geleitete John zur Tür. Nachdenklich verabschiedete sich John mit einem Nicken und trat auf die Veranda. Er sah Cameron auf dem Beifahrersitz des Wagens und es sah so aus, als würde sie auf ihrer Unterlippe kauen. Als John zum wagen ging und die Tür öffnete hatte sie wieder den gleichen emotionslosen Gesichtsausdruck wie üblich. „Cam, warum bist Du einfach rausgegangen?" „Ich habe nach möglichen Gefahren Ausschau gehalten." Die Antwort kam prompt, allerdings glaubte John einen beleidigten Unterton herauszuhören. „Cam, ich ... Sie haben gesagt, du hättest verletzt ausgesehen, bevor du rausgegangen bist." „John," noch immer sah sie ihn nicht an. „So wie Du immer sagst, ich bin nur eine kann mich nicht mit Worten verletzen, das würde Gefühle voraussetzen. Fahr jetzt los, wir müssen nach Hause. Sarah hat bereits angerufen und gefragt, wo wir sind."
Kapitel 8
Die Heimfahrt verlief still. John versuchte einige Male mit Cameron zu reden, die ignorierte ihn aber völlig. Vor dem Connor Haus angekommen stieg Cameron aus und ging ohne John zu beachten in Richtung Haus. Noch bevor sie die Tür erreichte wurde diese aufgerissen und eine grimmig dreinschauende Sarah wollte Cameron schon anschnauzen, sagte aber keinen Ton, als diese einfach an ihr vorbei zur Treppe nach Oben ging. Sekunden später hörte man oben eine Tür knallen. Mittlerweile war John herangekommen. Wieder wollte Sarah etwas sagen doch John kam ihr zuvor: „Mädchen..." Sagte er nur und schüttelte den Kopf. Ohne ein weiteres Wort ging auch er an Sarah vorbei nach Oben. Sarah stand sekundenlang wie erstarrt und blickte dann auf Derek, der mit gerunzelter Stirn dastand. „Was zum...?" Sagte Sarah nur, noch immer fast sprachlos von dem eben geschehenen. Nach ein paar Minuten hatte sich Sarah so weit gefasst, dass sie wieder klar denken konnte. „JOHN! CAMERON! Kommt sofort hier runter!" Nach ein paar Sekunden waren oben Türen zu hören. John sah Cameron an, als er sein Zimmer verließ, die beachtete ihn aber gar nicht und John fühlte ein merkwürdiges Gefühl in der Magengrube als er Cameron nach unten folgte. Im Wohnraum angekommen sah er Sarah und Derek sitzen und Cameron stand wie meistens regungslos am Fenster und sondierte die Umgebung. „So, jetzt erzähl mal, warum ihr so spät kommt und was dieser Auftritt eben zu bedeuten hatte." „Wir haben heute ein paar Werwölfe und Vampire getroffen." John wurde immer unbehaglicher angesichts der Tatsache, wie das klang und welchen Gesichtsausdruck Sarah und Derek hatten. Während Derek in schallendes Gelächter ausbrach, Nahm Sarahs Gesicht allmählich eine tief rote Färbung an. Noch bevor sie ihre Wut herauslassen konnte, warf Cameron ein: „Es stimmt." Derek verstummte abrupt, sah in Richtung Cameron und sein Gesicht nahm diesen 'lasst uns den Blechmann verbrennen' Ausdruck an. Mit einem Knall lies Sarah die angehaltene Luft entweichen. Mit geschlossenen Augen fing John zu erzählen an.
20 Minuten später saßen Sarah und Derek mit offenen Mündern vor John. Peinliche Stille herrschte einige Zeit lang, bevor Derek aufsprang „SCHWACHSINN!" entfuhr es ihm, bevor er in die Küche ging, um ein Bier zu trinken. Sarah hatte die Hände vor die Augen geschlagen. „Ihr zwei glaubt doch nicht wirklich, dass wir Euch das abkaufen." „Aber Mom..." „Ihr habt irgendetwas angestellt, was Ihr uns nicht erzählen wollt und dann tischt Ihr uns eine solche Geschichte auf." Sarah schüttelte immer wieder den Kopf. „John, ich bin sehr enttäuscht von Dir." „Aber Mom..." „KEIN WORT MEHR!" Cameron hatte sich herumgedreht, „Sarah wir..." „GEHT SOFORT AUF EURE ZIMMER!" In der Aufregung hat Sarah kurz vergessen, dass Cameron eigentlich gar kein Mensch ist und sie deshalb ihrer Aufforderung kaum nachkommen würde. Um so erstaunter war sie, als Cameron dann ohne Widerspruch wie John mit hängendem Kopf nach Oben ging.
Gegen 2 Uhr in der Nacht schlich sich John leise zu Camerons Zimmer und war enttäuscht, als er sie dort nicht antraf. Cameron hingegen stand vor dem Haus Wache, während Sarah und Derek in der Küche saßen und diskutierten. Während Sarah immer wieder versuchte zu begreifen, warum ihr John eine solche Geschichte auftischte, brachte Derek immer wieder sein Standartargument vor: „Die Maschine muss weg!".
Cameron folgte dem Dialog mit stoischem Gesichtsausdruck. Nur ab und zu zuckten ihre Mundwinkel nach unten.
Plötzlich nahm sie aus dem Augenwinkel heraus eine Bewegung wahr. Als sie in die Richtung blickte sah sie eine schattenhafte Gestalt an der Außenseite des Hauses hochklettern. Auf Infrarot umgeschaltet erkannte sie einen Werwolf, der da hochkletterte, wo sich Johns Zimmer befand. ‚JOHN!' durchzuckte es ihren Kopf. Auf dem Absatz machte sie kehrt und rannte in Richtung Eingangstür. Sarah und Derek griffen automatisch zu den Waffen, als Cameron wie eine Kanonenkugel durch die Haustür krachte. Ohne anzuhalten nahm sie die Treppe mit zwei langen Sätzen und erreichte Johns Zimmer. Sie durchbrach auch diese Türe ohne Widerstand und sah John, der zappelnd, an mehreren Stellen blutend im Griff der Bestie hing. Gerade wollte der mit seiner Pranke zuschlagen, als er sich des neuen Gegners bewusst wurde. Wie eine Puppe schleuderte er John mit Wucht gegen einen Schrank, in dessen Trümmern er bewegungslos liegenblieb. Ansatzlos stürmte Cameron auf den Werwolf zu, auf ihrem Gesicht eine Mischung aus Entsetzen und grenzenloser Wut. Ihre Kybernetischen Systeme gingen auf Höchstleistung als sie den Werwolf erreichte. Ihre Hand durchbrach den Brustkorb des Monsters drang tiefer ein und bekam die Wirbelsäule des Tieres zu fassen. Eine Cyborg Hand zerdrückte die Wirbel des Tieres zu Krümeln, während Cameron gleichzeitig herumwirbelte und den Werwolf durch die offene Türe des Zimmers gegen die gegenüberliegende Wand schleuderte. Sarah und Derek sahen gerade noch, wie das Menschengröße tote Tier gegen die Wand prallte, als auch schon die Rückverwandlung einsetzte. Ein paar Sekunden lang starrten die Beiden entsetzt auf den sich rückverwandelnden Körper bis sie aus dem Zimmer einen Schrei hörten: „JOHN!" Cameron hatte mit überschlagender Stimme geschrien. Als Sarah in den Raum stürmte, sah sie Cameron, die bei ihrem Sohn kniete und vorsichtig seinen Körper abtastete. Sarah stürzte hin und wollte ihren Sohn in die Arme nehmen, als Cameron ihre Arme ergriff und diese festhielt. „Cameron lass mich los!" Rief sie aber Cameron sagte mit weinerlicher Stimme: „Wenn Du ihn bewegst stirbt er!" Als Sarah nicht auf ihre Worte reagierte zog Cameron sie näher zu sich heran. „Sein Rückrad ist an mehreren Stellen gebrochen und ein Lendenwirbel ist zertrümmert. DU DARFS IHN NICHT BEWEGEN!" Sarah sah von Johns Gesicht auf und blickte in Camerons als die Worte langsam in ihren Verstand sickerten. Sarah nahm nur unbewusst wahr, dass eine einzelne Träne Camerons Wange hinunterlief.
Kapitel 9
„Tamara", kam es leise, fast nur als Hauch aus Johns Mund. „John, was?" Fragte Cameron. Während Sarah zu geschockt war, um etwas zu sagen. Cameron zeigte einen Hauch Schmerz auf ihrem Gesicht angesichts der Tatsache, dass Johns erstes Wort der Name der Rivalin war. „Cam... Tamara...kann...helfen." Sagte John nur noch, bevor er wieder bewusstlos wurde. Cameron überlegte kurz, bevor sie aufsprang und aus dem Zimmer stürzte. Derek und Sarah sahen sich nur fragend an.
Cameron stürmte aus dem Haus und warf sich in den Wagen. Mit durchdrehenden Reifen und unter Umgehung aller Geschwindigkeitsbegrenzungen raste sie zu Tamaras Elternhaus. Unterwegs raßten ihre Gedanken. Konnte Tamara ihrem John wirklich helfen, sie dachte tatsächlich ‚mein John'. Sie überlegte, was sie über Vampire wusste. Als sie darauf kam, was John wirklich im Sinn hatte, trat sie fast auf die Bremse. ‚VERWANDLUNG!' schrie es in ihrem Kopf. John wollte sich zum Vampir machen lassen, damit seine Verletzungen heilen konnten.
Schon nach sagenhaften 8 Minuten erreichte sie das Haus. Ohne zu zögern brach sie die Vordertür mit einem lauten Krachen auf. „Tamara!" rief sie, als nicht sofort reagiert wurde wiederholte sie „TAMARA!" Zuerst stürmten die Männlichen Mitglieder der Familie angriffsbereit die Treppe herunter. Alle waren in Schlafkleidung, nur die beiden folgenden Frauen hatten sich die Zeit genommen, sich Hausmäntel überzuwerfen. Nur nebenbei registrierte Cameron die Häschenpantoffeln an Tamaras Füßen. „Ein Werwolf, John ist schwer verletzt, braucht Deine Hilfe!" Rief Cameron Tamara zu. „Tamara, hol den Notfallkoffer aus dem Kühlschrank." Während Tamaras Mutter diese Anweisung erteilte zogen sie und ihr Mann sich Jacken an. Die vier Personen stürmten zum Wagen. Während der Rückfahrt zu den Connors erläuterte Cameron kurz die Ereignisse. Tamaras Augen füllten sich mit Tränen, als sie die Schwere der Verletzungen erfuhr. Tamaras Vater fragte nur. „Wurde er gebissen?" „Nein, keine Verletzungen dieser Art." War Camerons Antwort, kurz bevor sie das Haus erreichten.
Als sie die Treppe heraufrannten sahen sie nur Kurz auf den Leichnam. Ihr Schritt stockte kurz, als sie die Wunde sahen. Leicht verstört blickten sie zuerst auf die weitereilende Cameron und dann sahen sie sich gegenseitig an. Tamara und Cameron stürmten an dem verblüfft dastehenden Derek vorbei ins Zimmer.
Tamara war noch vor Cameron bei John, an dessen Seite Sarah kniete. Sie sprach die ganze Zeit auf John ein, der aber war weiterhin bewusstlos. Als Tamara sich Sarah gegenüber niederließ blickte diese auf. Mit zitternder Stimme sagte Sarah: „Bitte, wenn Du ihm helfen kannst..." Tamara nickte nur und blickte kurz zu Cameron und deutete ihr an, Sarah wegzubringen. Diese zog die fast willenlose Sarah von John weg und schob sie Tamaras Mutter entgegen. Diese führte Sarah leise auf sie einredend hinaus, während Tamaras Vater sich Dereks annahm. Cameron lies sich Tamara gegenüber nieder. Sie blickte auf John, dann auf Tamara und sagte mit Tränen in den Augen: "Es war sein Vorschlag, bevor er bewusstlos wurde." Tamara nickte nur und nahm dann ganz vorsichtig Johns Arm, während Cameron eine Hand auf Johns Brust legte, um ihn zu Scannen. Tamaras Augen verfärbten sich dunkel und mit einer schnellen Bewegung, biss sie in seinen Arm. Kurz nur, war der Kontakt aber Cameron registrierte einen sofortigen Anstieg von Johns Herzfrequenz. „Jetzt müssen wir warten, er ist sehr schwer verletzt. Hoffentlich funktioniert es." Sagte Tamara, bevor sie sich erhob und das Zimmer verließ. Sie warf noch einen letzten Blick auf Cameron, die leise auf John einredete. Tamaras Eltern saßen mit Sarah und Derek im Wohnraum und erklärten ihnen Alles als Tamara herunterkam. „Wie geht es ihm" Sarah war aufgesprungen. Gedankenverloren blickte Tamara zunächst Sarah und dann ihre Eltern an bevor sie antwortete: „Er ist sehr schwach, ich weiß nicht, ob er es schafft." „Warum bist Du dann nicht bei ihm?" Fuhr Sarah auf. „Ich denke er hat momentan alle Gesellschaft, die er braucht. Sarah lies sich wieder in den Sessel fallen während alle Farbe aus Dereks Gesicht gewichen war. Einen Augenblick herrschte Schweigen, bevor Camerons stimme vom oberen Ende der Treppe zu hören war. „Tamara!" Sofort machte Tamara kehrt und lief die Treppe hinauf. Oben angekommen erwartete Cameron sie mit den Worten: "Er ist wach und möchte Dich sehen." Ein bitterer Ausdruck lag auf Camerons Gesicht als sie nach Unten ging. Tamara betrat Johns Zimmer und war überrascht, als sie ihn auf seinem Bett liegend erblickte. „Hallo Tamara" „Hallo John." Begann die Unterhaltung. Nachdem sich Tamara zu John auf das Bett gesetzt hatte: „Zuallererst möchte ich Dir danken, dass Du mir geholfen hast." „Keine Ursache, für einen Freund tue ich Alles." „Genau wie ich, deshalb wollte ich auch mit Dir sprechen. Cameron..." Die Unterhaltung wurde leiser.
Währenddessen im Wohnraum:
Cameron war mit betretenen Gesicht hereingekommen und steuerte geradewegs das nächste Fenster an, um wie gewohnt hinauszusehen. Sarah sah sie nur fragend an, Cameron reagierte aber nicht. Minutenlang sagte niemand ein Wort. Irgendwann verlor Derek die Beherrschung, griff nach seiner Waffe, sprang auf und fasste Cameron am Kragen, während er ihr die Waffe an den Hals hielt. Widerstandslos lies sich Cameron gegen die Wand drücken. „DEREK!" Schrie Sarah aber Derek beachtete sie gar nicht „Wenn er stirbt haben wir keine Verwendung mehr für Dich, es wird mir ein Vergnügen sein, Dich auseinander zu nehmen. Ich werde..." „LASS SIE SOFORT LOS!" Am Fuss der Treppe standen John und Tamara. Johns Gesicht war vor Wut verzerrt. „Ich sagte, lass sie los" Leise war Johns Stimme, klirrte aber vor Kälte und unterdrückter Wut. Erschrocken über die letzten Ereignisse starrten Alle ihn nur an. Als Derek auch diesmal nicht reagierte handelte John. Seine Bewegungen waren kaum wahrnehmbar als er durch den Wohnraum ‚glitt', Dereks Waffenhand von Cameron wegzog und seinen Onkel am Shirt packte und fast mühelos in die Luft stemmte. Entsetzt sah Derek auf seinen Neffen, dessen Augen tiefschwarz und an dessen Mund spitze Zähne zu sehen waren. Sarah stand nur da und hatte die Hände vor den Mund geschlagen, so schockiert war ein paar Sekunden lies John seinen Onkel los und der plumpste wie ein nasser Sack zu Boden. Direkt darauf strauchelte John und fiel in Camerons Arme, die ihn sofort wieder aufrichtete.
Die Nächste der sprach war Tamaras Mutter. Ich gehe in die Küche, das Blut anwärmen. John braucht etwas zu essen und normale Nahrung wirkt da nicht so gut. Cameron, bring John wieder nach Oben, ich komme dann nach." Sie ging Richtung Küche, als John auf Cameron gestützt plötzlich sagte. „Eines möchte ich noch klar stellen!" Alle drehten sich zu John herum. Dieser sah Cameron intensiv in die Augen. „Ich habe gehört, was Du sagtest, als ich da Oben in den Trümmern lag." „Etwa alles?" Fragte Cameron leise. „Jedes Wort." Cameron blickte verlegen zu Boden. Deutlich konnte man einen Hauch von Rot auf ihrem Gesicht sehen. John hob Camerons Gesicht an, in dem jetzt Furcht zu sehen war. Übergangslos schnellte John auf Cameron zu und presste seine Lippen auf ihre. Hilflos ruderte Cameron überrascht einen Augenblick mit den Armen bevor sie sie um John schlang und den Kuss erwiderte. Als John schließlich den Kuss intensivierte riss Cameron einen Augenblick die Augen auf, bevor sie sie verzückt lächelnd schloss.
ENDE (vielleicht.)
