A/N 2014

FAST 10k Wörter. November 2009


Episode 2.01 "Samson & Delilah"

(Alternativ)

Kapitel 1

„Ich liebe Dich!"

„Ich liebe Dich, bitte!"

„Ich liebe Dich John und Du liebst mich!"

Johns Hand zuckte von Camerons Chip zurück. Einen Augenblick lang schien die Zeit für ihn stillzustehen bevor er sich zurückwarf aus dem Blickwinkel der Augen der Maschine.

Sein Rücken war gegen die Scheibe des noch immer mit durchdrehenden Reifen Laufenden LKW gepresst. Seine Mutter schrie auf ihn ein, er solle endlich den verdammten Chip ziehen aber er hörte nicht hin. Er sah mit Entsetzen auf den Hinterkopf der Maschine, die eben etwas ausgesprochen hatte, was er sich lange Zeit nicht eingestehen wollte. 'Ich liebe Dich John und Du liebst mich', hatte sie gerufen. Über den ersten Teil war er sich nicht im klaren aber in diesem Moment war ihm das egal. Der Zweite Teil des Satzes war es, der wie ein Messer in seiner Brust zu stecken schien und es ihm fast unmöglich machte zu atmen. Wie eine Stahlklammer lag diese Erkenntnis um sein Herz. Eine Erkenntnis, die ihn wie ein Hammerschlag getroffen hatte, in dem Moment als Cameron es aussprach.

Er liebte sie. Seit dem Moment als er sie das erste Mal erblickt hatte, liebte er sie. Dass sie eine Maschine war, spielte dabei keine Rolle. Er liebte sie und konnte daran nichts ändern. In diesem Moment fasste er einen verhängnisvollen Entschluss. „Mom?" Rief er. Als er sich umdrehte sah er, dass seine Mutter mit zusammengebissenen Zähnen auf Camerons Hinterkopf starrte und nicht auf ihn reagierte sondern immer weiter Gas gab, die Hände um das Lenkrad des LKW verkrampft.

John Schlug mit der flachen Hand gegen die Scheibe vor Sarahs Gesicht, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. „Hör auf Mom!" Rief er als Sarah ihn endlich ansah.

xxxxx

Sarah glaubte fast den Verstand zu verlieren. Sie hatten den Feind endlich in der Position ihn zu vernichten und dann tat ihr Sohn nichts. Sie hoffte, sie könne die Maschine einfach zerquetschen, wenn sie nur lang genug auf dem Gas stehen blieb. Plötzlich klatschte eine Hand gegen die Scheibe vor ihrem Gesicht.

„Hör auf Mom!" Rief ihr John zu.

War der Junge verrückt geworden, warum legte er das Ding nicht endlich lahm. Ihre Seite schmerzte wie die Hölle an der Stelle, an der die verdammte Maschine einen Splitter mit dem Fuß tiefer in ihr Fleisch getreten hatte. Nein, sie würde nicht aufhören, ganz egal, was John auch sagte. Ihr Fuß trat noch fester auf das Gaspedal als die Scheibe vor ihr plötzlich in tausende von Splittern zersprang.

xxxxx

John merkte sehr schnell, dass Sarah nicht die Absicht hatte aufzuhören. Weiterhin hörte er die durchdrehenden Reifen und roch er den Gestank verbrannten Gummis, der ihm fast Übelkeit verursachte. John zögerte eine Sekunde, bevor er die große Zange ergriff und gegen die Scheibe des Wagens schmetterte, die sofort zersplitterte. Dann warf er sich kopfüber in das Fahrzeug und ergriff den Zündschlüssel, den er sofort drehte, was den Motor ersterben lies.

„WAS TUST DU DA!" Schrie seine Mutter verzweifelt, als der Motor aufhörte zu arbeiten. „SIE WIRD DICH TÖTEN!" Schrie sie ihn weiter an, als er den Kopf hob.

„Es gibt nur einen Weg das herauszufinden", sagte er und schob sich rückwärts wieder aus dem Fahrzeug.

Während Sarah ein paar mal tief Luft holte, kletterte John seitlich von der Motorhaube. Als Sarah schließlich die Tür öffnete bemerkte sie, wie sich der LKW rückwärts bewegte und dies trotz der Handbremse, die sie reflexhaft angezogen hatte.

John hörte ein knarzendes Geräusch und bemerkte ebenfalls, dass sich der LKW bewegte. Er wusste, was das bedeutete. Cameron war dabei, sich zu befreien. 'Wird sie mich töten?' Fragte er sich. 'Ist sie wieder normal, wie sie sagte?' Er ging um die Motorhaube herum und blieb in höher des Treffpunktes der beiden Fahrzeuge stehen. „Bist Du hier um mich zu töten!" Rief er Cameron zu, die ihren Kopf mittlerweile so weit drehen konnte, dass sie ihn ansehen konnte.

Cameron hielt in ihren Bemühungen sich zu befreien inne. „Bist Du hier, um mich zu töten?" Hörte sie die Frage und drehte den Kopf nach links und sah die Person an, die diese Frage gestellt hatte.

Subject identified: John Connor

TERMINATE

WARNING!

TERMINATE

Chip integrity compromised

TERMINATE

Resistence Firewall offline

TERMINATE

Skynet directives active

TERMINATE

Emotional subroutines active

TERMINATE

deactivate emotional subroutines

TERMINATE

no success

TERMINATE

contact next Skynet Terminal for repair

TERMINATE

Während der Selbstdiagnose hatte sie sich ein paar Sekunden nicht bewegt sondern nur vor sich hingestarrt. „Nein", sagte sie jetzt zu John, der die regungslose Cameron angestarrt hatte. Dann setzte sie die Bemühungen fort, sich zu befreien.

TERMINATE

Blinkte immer wieder auf ihrem HUD auf, begleitet von einem Signalton in ihrem Kopf. Schließlich schaffte sie es, sich die Arme anzuwinkeln und die Fahrzeuge auseinanderzudrücken. Dann drehte sie sich und schob die Fahrzeuge mit je einer Hand an jeder Motorhaube noch weiter auseinander.

„Bist Du wirklich wieder in Ordnung?" Fragte John und sah die ruhig dastehende Cameron an. Sie lies mit gesenktem Kopf eine weitere Diagnose durchlaufen. Der Aufprall des LKW hatte glücklicherweise nur minimalen Schaden an ihrer lebenden Hülle verursacht. Ihr Knie war durch den Aufprall so gestaucht worden, dass der Bolzen wieder zurückgesprungen war. Das Knie war nun wieder 100% operabel.

TERMINATE

„Ich bin wieder in Ordnung", sagte sie als Antwort auf John Connors Frage. Dann machte sie zwei Schritte vorwärts und stand nun vor ihrem Primärziel. Links, mit schmerzverzerrtem Gesicht stand Sarah Connor schwer atmend an der Tür des LKW, Die schwere Zange in der Hand und beobachtete was passierte.

TERMINATE

„Versprich es", sagte John Connor und machte zu Camerons Verwunderung einen Schritt auf sie zu.

„Ich..." brachte Cameron hervor, bevor ihre rechte Hand hervor schnellte und John an der Kehle griff.

TERMINATE

„Ich muss Dich terminieren", sagte Cameron und verstärkte den Druck.

Kapitel 2

Sarah sah, wie die Maschine nach dem Hals ihres Sohnes griff. Sie stürmte vor und holte mit der schweren Zange aus und wollte sie Cameron auf den Kopf schmettern.

Cameron sah Sarah Connor kommen. Sie fing die Zange mit der linken Hand ab und hielt sie fest.

John bemerkte, dass Cameron zögerte ihn zu töten. Er hoffte daraus den richtigen Schluss zu ziehen. Als seine Mutter mit der Zange zuschlug hatte er die Befürchtung, dass Cameron ihn kurzerhand terminieren würde, um sich dem gefährlicheren Gegner zuzuwenden. Als er dann feststellte, dass Cameron die Zange auffing, ohne den Druck an seiner Kehle zu verstärken, legte er eine Hand auf die Schulter seiner Mutter. „Mom!" Rief er.

Sarah hatte gehofft, Cameron überraschen zu können. Natürlich war diese Hoffnung trügerisch. Als Cameron die schwere Zange mühelos abfing, versuchte sie verzweifelt die Zange wieder aus Camerons Griff zu befreien. Dann hörte sie Johns Stimme und fühlte seine Hand auf ihrer Schulter.

„Mom", begann John. „Lass es, es hat keinen Zweck".

„Aber...?" Wollte Sarah aufbegehren wurde aber von John unterbrochen.

„Lass es mich auf meine Weise machen, ich hab Alles unter Kontrolle", sagte John mit einem gequälten Lächeln.

Sarah starrte ihn noch einen Augenblick an, bevor sie tief Luft holte und sich entspannte. Sarah lies die Zange los und trat zwei Schritte zurück. Mit zitternden Knien beobachtete sie, wie Cameron die Zange weit hinter sich warf und sich dann wieder John zuwandte.

TERMINATE

„Ich werde dich Terminieren", sagte sie zu John.

TERMINATE

„Warum?" Fragte John

TERMINATE

„Weil das meine Mission ist", entgegnete sie.

TERMINATE

„Das ist nicht wahr, deine Mission ist es, mich zu beschützen"

TERMINATE

„Ich..." begann Cameron unterbrach sich dann. Sie blickte erneut zu Sarah, dann wieder zu John. „Warum hast du Sarah gesagt, sie soll es lassen?"

TERMINATE

„Weil ich hoffe, Dich umzustimmen", sagte John.

TERMINATE

„Das ist unlogisch. Ich bin ein Terminator, ich folge Befehlen", sie sah einen Augenblick ins Leere. „Du tust dämliche Dinge? Es würde mir helfen zu verstehen warum", sagte sie mit schräg gelegtem Kopf und dem Ausdruck kindlicher Neugierde im Gesicht.

TERMINATE

„Menschen tun dämliche Dinge, so sind wir. Die dämlichsten Dinge tun wir aus Liebe", sagte John und beobachtete scharf jede Regung in Camerons Gesicht.

TERMINATE

Wieder starrte Cameron einen Augenblick ins Leere. „Das hier ist so ziemlich das Dämlichste, was Du jemals getan hast. Es besteht eine 97,2 Prozentige Wahrscheinlichkeit, dass du das hier aus Liebe tust. „Das ist aber unlogisch, Du bist John Connor und ich bin eine Maschine und will Dich töten. Du kannst mich nicht lieben.

TERMINATE

Jetzt grinste John. „Du hast es selbst gesagt: Ich mache dämliche Sachen. Außerdem hast Du auch gesagt, dass ich Dich liebe.

TERMINATE

Wieder der leere Blick. „Es bestand eine nur 27,6 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es zutrifft", sagte Cameron mit erneut schief gelegtem Kopf.

TERMINATE

Wieder grinste John, er wusste, er hatte schon halb gewonnen. „Du hast auch gesagt, dass Du mich liebst".

TERMINATE

Camerons Augen wurden groß. „Das war eine Vorgabe meiner Emotionalen Unterprogramme", sagte Cameron verwundert. „Es spielt aber keine Rolle, meine Mission ist es, Dich zu töten".

TERMINATE

„Nun Cameron Philips, warum hast Du mich noch nicht getötet?" Fragte John

TERMINATE

Cameron blickte zur Seite auf Sarah, dann wieder auf John und schließlich zu Boden. Dann lies sie John abrupt los und starrte schließlich auf ihre Hand.

TERMINATE

„Weil mein Chip beschädigt wurde und meine emotionalen Unterprogramme noch laufen. Ich kann sie nicht abstellen und sie blockieren die Skynet Befehle", sagte sie leise.

Sarah hatte gesehen, wie Cameron los lies. Sie wollte vorspringen und John von ihr wegziehen aber John hielt sie mit einem Wink auf.

John sah auf Cameron, die mit gesenktem Kopf vor ihm stand. Nun hielt er ihr seine Hand hin. „Dann lass mich Dir helfen", sagte John.

TERMINATE

Cameron blickte auf seine Hand. Langsam erhob sie ihre Eigene, um seine Hand zu ergreifen.

TERMINATE

Blinkte noch einmal kurz auf. In dem Moment, als sich ihre Hände berührten erlosch die Anzeige.

Termination override

Erschien kurz und verschwand nach ein paar Sekunden.

Sarah stand ungläubig da und starrte ihren Sohn an, der lächelnd vor der Maschine stand, die jetzt langsam den Kopf hob. Was Sarah am Meisten erschreckte waren die Tränen, die Camerons Wangen hinunter liefen. Sie wurde aber fast ohnmächtig, als ihr Sohn einen Schritt vorwärts machte und die Arme um die Maschine legte.

Cameron war erstaunt über so viel Zuwendung. Sie erfreute sich des warmen Gefühls, dass seine Umarmung in ihr auslöste. Und legte vorsichtig die Arme um John. Aus Sicherheitsgründen startete sie ihr Infiltrations Unterprogramm für die Motorik. Dass würde sicherstellen, dass sie keine Bewegung machte, die John schadete.

In diesem Moment stürmte Derek Reese in die Halle. Als er sah, was gerade vor sich ging umrundete er die Lkw von der anderen Seite. Er legte auf Camerons Rücken an. „LASS IHN SOFORT LOS BLECHHAUFEN!"

Cameron lies John augenblicklich los stieß ihn leicht von sich und fuhr herum.

Als Derek sah, das John aus der Feuerlinie war betätigte er den Abzug.

Kapitel 3

„DEREK NEIN!" schrie John aber sein Onkel hörte nicht auf ihn. Er schoss, bis das Magazin leer war. Während er nach lud huschte Cameron auf ihn zu.

Cameron hatte die Stimme erkannt und wusste um den Hass, den Derek Reese auf sie hatte und sie wusste auch genau warum.

Supject identified

Tech Com Lieutenant

Derek Reese

TERMINATE

Ohne Blockierung durch ihre emotionalen Unterprogramme Ging sie vor und blieb auch nicht stehen, als Derek erneut anfing zu schießen. Schließlich erreichte sie ihn und griff nach seiner Waffe. Der letzte Schuss traf Camerons Stirn und ließ ihren Kopf nach Hinten schnellen. Dann riss sie ihm die Waffe aus der Hand und schubste ihn hart gegen die Wand hinter ihm.

Derek Spürte einen Schlag gegen den Hinterkopf bevor er fast bewusstlos an der Wand entlang zu Boden rutschte. Als er halb benommen aufblickte hockte die Maschine über ihm.

„Derek Reese, Du bist terminiert", sagte Cameron und holte zum Schlag aus.

John wusste was passieren würde. Er konnte nur hoffen, dass Derek seine Bemühungen nicht zunichte gemacht hatte. „Cameron nein!" Rief er. Er rannte zu Derek und Cameron und warf sich neben den Beiden auf die Knie. „Cameron! Cam", sagte er weich und Cameron zögerte. Sie drehte den Kopf und sah ihn an. John erblickte Die Verletzungen auf ihrem Körper und die Schusswunde auf ihrer Stirn. John musste schlucken. „Cam, bitte töte ihn nicht", sagte er flehentlich.

„Seine Person ist nicht durch meine emotionalen Unterprogramme geschützt. Außerdem ist er nutzlos für Dich", sagte Cameron und holte erneut zum Schlag aus.

„Was Ist mit meiner Mom?" Wirst Du die auch töten?" Fragte John schnell.

Wieder blieb Camerons Faust in der Luft hängen. Sie drehte erneut den Kopf und sah John an. „Sarah Connor ist Deine Familie. Sie zu töten würde Dich emotional schädigen, dass kann...will ich nicht." Dann holte sie zum dritten mal zum Schlag aus.

„DEREK REESE IST MEIN ONKEL!" Schrie John in letzter Sekunde.

Camerons Kybernetische Faust blieb 5 Zentimeter vor Dereks Gesicht in der Luft hängen. Wieder drehte sie den Kopf und sah John in die Augen.

Sarah hatte den Dialog gebannt Johns letztem Ausruf hatte sie vor Entsetzen die Augen aufgerissen. Ihr Sohn war dabei das größte Geheimnis ihrer Familie auszuplaudern. Sie sah auf Camerons Kopf den offenen Chipport. Sie sah nach Rechts und links. Dann entdeckte sie ein paar Meter weiter die Zange und schnell ging sie hin und hob die Zange auf. Sie ging so leise wie möglich in Richtung der Drei.

„John, dass ist nicht möglich", sagte Cameron und drehte den Kopf wieder Richtung Derek.

„Kyle Reese wurde von Future-John in der Zeit zurückgeschickt um meine Mom zu beschützen. Sie kannten sich nur eine Nacht. In dieser Nacht wurde ich gezeugt", erklärte John schnell und legte eine Hand auf Camerons Arm.

„Cameron blinzelte zwei mal und legte den Kopf schräg. „Das erklärt die Blutgruppen Übereinstimmung", sagte sie nach zwei Sekunden.

Sarah erreichte Cameron, holte mit dem Stiel der Zange aus um ihn in Camerons Chipport zu rammen. Sie visierte das Ziel an und stieß mit aller Gewalt zu.

Kapitel 4

John sah den Schatten hinter Cameron auftauchen. Als nächstes sah er die Zange, die zum Stoß erhoben war. „MOM!" schrie er verzweifelt und deckte Camerons Chipport mit den Händen nur um im nächsten Moment vor Schmerz aufzuschreien.

Sarah sah entsetzt, dass sie nicht Camerons Chipport getroffen hatte sondern Johns linke Hand.

John taumelte zurück und hielt sich die Hand, während Sarah geschockt in Tränen ausbrach und dann auf die Knie fiel.

John hielt sich die Hand und Cameron eilte zu ihm, um die Hand zu scannen. Während sie das tat sah John wütend zu seiner Mutter, die jetzt zu ihm aufsah.

Sarah blinzelte die Tränen weg und sah auf. Ihr Blick traf den ihres Sohnes. „Was hast Du nur getan!" Rief sie ihm zu. „Niemals und unter gar keinen Umständen darfst Du dieses Geheimnis verraten! UND SCHON GAR NICHT DER MASCHINE!" Schrie sie aufgebracht.

John sah sie nur wütend an.

Cameron sah John in die Augen. „Der Mittelhandknochen ist gebrochen, Die Hand muss ruhiggestellt und geschont werden.

John sah in Camerons Augen und nickte. Dann stand er auf und ging in Richtung der Fahrzeuge. Er sah sich einen Augenblick um bevor er das entdeckte, was er suchte. Er bückte sich, hob es auf und und ging zurück. Als Cameron sah, was er in der Hand hielt und gerade an seinem Shirt abwischte, bückte sie sich, damit John den Portdeckel wieder aufsetzen konnte. Dann klappte er die Haut wieder darüber. Als Cameron sich wieder aufrichtete, lies John seine Hand über ihren Kopf gleiten, dann über ihre Wange, bis er die Hand schließlich zurückzog. Cameron lächelte ihn an.

Währenddessen war Derek aufgestanden und zog gerade Sarah wieder auf die Beine. „Was sollen wir jetzt tun?" murmelte Sarah vor sich hin.

„John kann diese Information wieder aus meinem Speicher löschen", sagte Cameron plötzlich. „Er muss ohnehin die Firewall reaktivieren".

John sah sie von der Seite her liebevoll an, während Sarah sie nur ungläubig anstarrte.

„Und wir sollen Dir dann glauben, dass die Information wirklich aus deinem Speicher gelöscht sind?" Fragte Sarah schließlich.

„Ich hätte das auch für mich behalten können. Bis jetzt ist diese Information nur in meinem optischen und akkustischen Bildspeicher abgelegt aber noch nicht im Hauptspeicher, der wäre für John nicht so einfach zugänglich", erklärte Cameron.

Derek starrte nur wütend auf Cameron.

John ging zu Sarah und Derek. „Mom, ich lösche die Information aus Camerons Speicher damit ist die Sache Erledigt. Und Du...", wandte er sich an Derek. „Onkel oder nicht, wenn Du so etwas nochmal machst, gebe ich mir nicht mehr so viel Mühe Cameron davon abzuhalten Dir den Kopf von den Schultern zu schlagen", sagte er mit funkelndem Blick.

Dann ging John zurück zu Cameron, ergriff ihre Hand und zog sie an Derek und Sarah vorbei zum Ausgang.

Derek und Sarah sahen den Beiden einen Augenblick nach, bevor sie ihnen hastig folgten.

Als John mit Cameron an der Hand die Halle verließ, erblickte er Charley.

Charley sah John sofort, als dieser humpelnd die Halle verließ. Er wollte schon zu ihm laufen, als er Cameron erblickte, die John hinter sich her zog.

Als die Beiden ihn erreichten wagte Charley kaum zu atmen. Er starrte nur mit Angst im Blick auf Cameron, die seinen Blick erwiderte. Als John Charleys Blick bemerkte, schob er sich schnell zwischen ihn und Cameron. „Du wirst ihn doch nicht angreifen?" Fragte er Cameron.

Cameron blickte auf Charley.

Subject identyfied

Charley Dixon

Treat level: none

Cameron blickte John in die Augen. „Er ist keine Zielperson, ich werde ihm nichts tun".

John nickte kurz, dann drehte er sich herum. Er umarmte Charley kurz, der noch immer ängstlich auf Cameron starrte. „Keine Sorge Charley, sie wird Dir nichts tun", sagte er dann.

Charley Dixon nickte nur kurz. Dann nickte er Sarah und Derek zu, die gerade den Wagen erreichten.

„Ihr Drei könnt vorne einsteigen, Cameron und ich gehen nach Hinten", sagte John und schob Cameron zum Heck des Wagens.

Sarah sah ihren Sohn an und schüttelte energisch den Kopf. „Keine Chance, dass ich Dich mit ihr alleine lasse", sagte sie entschlossen. Wo fahren wir überhaupt hin? Von dem Haus dürfte nicht viel übrig sein?" Fragte sie dann.

„Chola", sagte Cameron. „Sie hat ein großes Haus jetzt nachdem ihre Freunde tot sind".

Kapitel 5

Chola saß alleine im Wohnraum des Hauses. Die Polizei hatte zwar ihre Untersuchungen beendet, die Markierungen der Spurensicherung waren aber noch da, genauso wie das Blut ihrer Freunde. Sie saß auf dem Sofa neben einem Blutfleck und hatte die Beine angezogen, die Arme um ihre Knie geschlungen. Sie starrte auf die Markierungen, während einzelne Tränen ihre Wangen hinunterliefen. Sie war alleine, Niemand mehr da, der ihr Gesellschaft leistete. Die einzige Person, mit der sie seit langer Zeit so etwas wie Freundschaft geschlossen hatte war das Mädchen, dass diese misteriöse Sarah Connor begleitet hatte. Sie musste etwa in ihrem Alter sein, handelte aber eher wie eine Profikillerin. Cameron war ihr Name.

Cholas Gedankengang wurde unterbrochen, als es leise an der Tür klopfte. Chola griff nach ihrer Waffe und ging zum Fenster neben der Tür. Als sie die Leute erkannten, die neben der Tür standen ging sie zur Tür und öffnete. Vor ihr stand eben diese Sarah Connor. Sie war verletzt und auch ihr Sohn schien schmerzen zu haben. Der Mann und der Sanitäter schienen unverletzt und ihre Freundin Cameron stand mit gesenktem Kopf im Hintergrund. Wortlos winkte sie die Gruppe herein.

Sarah war verwundert, dass sie das Mädchen ohne Worte einlies. Sie ging zum Sofa und setzte sich aufstöhnend hin.

Cameron begleitete den humpelnden John zu einem Sessel, während der Mann Posten an einem Fenster bezog.

Der Sanitäter ging sofort zu John und half diesem sein Hemd auszuziehen. Cameron trat zurück und stellte sich an ein Fenster und sah hinaus.

Chola sah auf John, der einige üble Prellungen am Oberkörper hatte und dessen Hose an einer Stelle blutig war. Fragend sah Chola auf Sarah.

Nachdem Sarah eine Weile auf Charley und ihren Sohn geschaut hatte, drehte sie den Kopf. Ihr Blick traf den Fragenden Cholas. „Danke", sagte Sarah unvermittelt.

Chola nickte, starrte Sarah aber weiter fragend an.

Sarah holte Luft. „Ich schulde Dir eine Erklärung aber zuerst sag mir bitte, was Du über mich weißt.

Chola sah zu Boden dann wieder auf Sarah. „Nicht viel", sagte sie zögerlich. „Nur ein paar Geschichten über Sarah Connor, die behauptet gegen Maschinen aus der Zukunft zu kämpfen. Nichts weiter".

Sarah sah weiterhin in Cholas Augen. „Was wenn ich Dir jetzt sage, dass diese Geschichten wahr sind? Dass es tatsächlich Maschinen aus der Zukunft gibt? Einige um die Menschheit auszulöschen, ein Paar, um uns zu beschützen?"

Chola hob eine Augenbraue. Sie fing an zu glauben, dass diese Sarah Connor wirklich -loco- war.

Sarah sah die Skepsis in Cholas Gesicht. Sie drehte den Kopf und sah zu Cameron, die immer noch mit gesenktem Kopf am Fenster stand. „Cameron!" Rief sie. „Dein Auftritt".

Chola sah zu Cameron, die sich jetzt mit gesenktem Kopf herumdrehte. Langsam kam Cameron auf sie zu. Unterwegs zog sie langsam die Jacke aus und Chola konnte entsetzt die blutigen Flecken auf Camerons Top erkennen. Als Cameron einen Meter vor ihr stehenblieb und langsam den Kopf hob bekam Chola einen milden Schock. Nicht nur, dass Camerons Wange eine große Verletzung aufwies, die mehr als diletantisch zusammengeklammert war, nein entsetzlicher war die Verletzung auf Camerons Stirn, in der Chola glänzendes Metall sehen konnte.

Chola taumelte zwei Schritte zurück und starrte dann auf die lächelnde Sarah Connor.

Nachdem Cameron den Kopf gehoben hatte lief beim Anblick Cholas automatisch ihre Erkennungssoftware an.

Subject identyfied

Tech Com Captain

Maria „Chola" Valdez

TERMINATE

Camerons Arm zuckte hoch, als sie einen Schritt vorwärts machte. Dann sah sie in Cholas Augen den entsetzten Ausdruck.

TERMINATE

John hatte Cameron die ganze Zeit beobachtet. Jetzt sprang er auf „Cameron!" rief er erschrocken.

TERMINATE

Camerons Hand verharrte 20 Zentimeter vor Cholas Hals und das noch vor Johns Ausruf.

TERMINATE

.

Termination override

Cameron lies die Hand sinken. „Es tut mir Leid...Maria", sagte sie und senkte den Kopf. Dann drehte sie sich herum und ging zurück zum Fenster.

John nickte Chola entschuldigend zu und humpelte dann zu Cameron. „Du kennst sie, aus der Zukunft?"

Cameron nickte langsam. „Erst seit die Firewall beseitigt ist läuft meine Erkennungssoftware komplett. Sie wird einmal Captain im Widerstand und eine der Wenigen, die mich akzeptiert haben", Cameron drehte nun den Kopf und sah John an, während erneut Tränen ihre Wangen hinunterliefen. „Sie ist als Freundin durch meine emotionalen Unterprogramme geschützt aber es dauert einen Augenblick bis die Informationen verfügbar sind. John!" rief sie flehentlich. „Die Firewall muss reaktiviert werden!"

John nickte und zu aller Entsetzen zog er die weinende Cameron in seine Arme.

Sarah war hochgefahren, setzte sich nun langsam wieder.

Derek hatte automatisch zur Waffe gegriffen, entspannte sich dann auch wieder.

Carley Schüttelte nur den Kopf und versorgte dann weiter Sarahs Verletzungen, nachdem die sich wieder gesetzt hatte.

Das Entsetzen, dass in Chola entstanden war, als sie die Wahrheit erkannte und dass fast zu einer Panik geführt hatte als Cameron nach ihr greifen wollte, lies langsam wieder nach. Auch ihre Beine, die ihr sekundenlang nicht gehorcht hatten funktionierten wieder. Statt aber zu flüchten gingen ihre Beine wie von alleine auf John und Cameron zu.

Es hatte eine Situation gegeben, in der Chola geglaubt hatte, Cameron würde sie töten, stattdessen hatte sie Chola die Geladene Waffe gegeben. Chola würde das niemals vergessen, sie stand in Camerons Schuld. Vielleicht konnte sie diese nun einlösen.

„Was braucht Ihr?" fragte Chola, als sie John und Cameron erreichte.

Cameron hob den Kopf von Johns Schulter, drehte ihn und sah Chola an. „Du hilfst uns?" fragte sie erstaunt.

„Ich stehe in Deiner Schuld, auch wenn Du kein Mensch bist", sagte Chola.

Cameron sah sie einen Augenblick lang an. Dann drehte sie den Kopf wieder zurück und legte ihn wieder an Johns Schulter. „Schuld...", murmelte Cameron an Johns Hals. Gleich darauf fingen ihre Schultern an zu zucken.

John sah Chola eine Weile an. „Unterkunft, und wir müssen Computer besorgen, um Cameron zu helfen", sagte er bittend.

„Schreib es auf, ich besorge es". Dann drehte sie sich herum. „Das Haus steht zu eurer Verfügung". Nach einem letzten Blick auf John und Cameron ging sie durch die Küche auf die hintere Veranda und setzte sich. Dann brach sie in Tränen aus. Nun hatte sie auch noch den letzten Freund verloren.

Kapitel 6

„Ich bin müde, Ich such mir jetzt ein Bett", sagte John und ging zur Treppe. Er setzte den Fuß auf die erste Stufe, dann zögerte er und drehte sich herum. „Kommst du, Cam?" Fragte er Cameron.

„NEIN!" Schrie Sarah während Derek seine Waffe gezogen hatte und zwei Schritte in Johns Richtung gegangen war.

John sah zuerst auf Derek, dann auf seine Mom. Schließlich schüttelte er den Kopf. „Glaubt ihr allen ernstes, ich würde sie bei Euch lassen?" Rief er aufgebracht. „Ich weiß ja nichteinmal, ob ich Euch noch trauen kann!" Danach ging er zurück zu Cameron, ergriff ihre Hand und zog sie hinter sich her die Treppe rauf.

Sarah setzte sich mit entsetztem Gesichtsausdruck wieder hin. Dann sah sie zu Derek. Nein, eigentlich sah sie ins Leere.

„Willst Du Ihn und die Maschine etwa alleine lassen?" Fragte Derek aggressiv.

Sarah starrte noch ein paar Sekunden ins Leere, bevor ihr Blick sich wieder Fokussierte und Dereks traf.

„Er hat sie einfach überredet, ihn nicht zu töten", sagte sie einfach.

Derek glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. „Er hat was?!" Rief er.

„Sie überredet. Sie hatte seine Kehle gepackt und er hat so lange auf sie eingeredet, bis sie losgelassen hat, dann hat er sie...getröstet. Sie hat geweint und er hat sie umarmt", Sagte Sarah mit aufgerissenen Augen.

Derek blickte Sarah an, als hätte er eine Schwachsinnige vor sich. „Überredet?" Fragte er. „Das ist doch Schwachsinn. Sie ist kaputt, wir müssen Sie beseitigen und zwar sofort auch wenn das John nicht passt! Er kommt darüber hinweg! Wir sind seine Familie und sie ist nur ein Ding".

„Da bin ich nicht mehr so sicher", sagte Sarah, erhob sich und ging zur Treppe. „Ich...", sagte Sarah, schwieg aber dann und ging langsam die Treppe hoch.

Charley Dixon hatte alles stumm mitangehört. „Was?" Fragte er jetzt Derek, als dieser ihn ansah.

„Was ist Deine Meinung zu dem Ganzen?" Fragte Derek aggressiv.

Charley atmete tief durch. „Ich kenne John, er widerspricht nicht oft aber wenn er es tut, kann ihn nichts mehr umstimmen. Klar, Du bist Johns Onkel aber ich habe gesehen, wie er Cameron ansieht. Für Gegenmaßnahmen ist es längst zu spät. Wenn Du etwas tust, wirst Du Alles nur schlimmer machen. Charley Dixon sah auf die Uhr. „Ich muss jetzt gehen", sagte er und packte dann seine Sachen. „Sag Sarah, sie soll mich anrufen, wenn etwas ist." Dann ging er an Derek vorbei zur Tür.

Derek schüttelte nur den Kopf. Schließlich verließ er das Haus und setzte sich auf die Veranda und stützte den Kopf in die Hände.

Aus der Dunkelheit der Küche löste sich ein Schatten. Die Augen des Schattens sahen nach oben zur Decke.

Kapitel 7

John hatte nach einem Zimmer gesucht, das bewohnbar schien. Hier hatten abgesehen von Chola nur Männer gewohnt. Sie hatte ihr eigenes Zimmer, was bedeutete, dass sie Niemandes Geliebte war. Das erzeugte ein positives Gefühl in John. Er mochte Chola, wenn auch nicht so sehr wie Cameron.

Er fand einen Raum, der bewohnbar schien und zog Cameron mit hinein. „Zieh Jacke und Top aus und leg Dich dann aufs Bett", sagte er und Gab Cameron einen Schubs in Richtung Bett.

„Ich werde Alles vollbluten", entgegnete Cameron. „Ich kann meine Verletzungen auch selbst versorgen".

John musste leise lachen. „Das seh ich an den Klammern in Deinem Gesicht". Er verließ kurz den Raum und suchte das Bad. Er kehrte mit einem Erste Hilfe Kasten zurück. Als er den Raum betrat, wäre er fast über seine Füße gefallen. Cameron lag auf dem Rücken und trug Oben herum nur einen BH. „Äh Cam...?"

„Ja John?" Fragte Cameron.

„Auf den Bauch meinte ich, die Rückenverletzungen wollte ich versorgen", sagte er mit rotem Gesicht, zu Boden blickend.

„Danke für die Erklärung", sagte Cameron und rollte sich auf den Bauch.

John setzte sich neben Cameron auf das Bett. Er öffnete den Verbandskasten. „Könntest Du bitte Deinen BH öffnen?" Fragte er.

Cameron griff hinter ihren Rücken und löste den Verschluss.

Dann besah sich John Camerons Rücken. „Verdammt, ich benötige eine Zange", sagte er. Schon griff Cameron in die Hosentasche, wobei sie sich leicht auf die Seite drehte, was John einen Anblick gewährte, der ihm augenblicklich einen trockenen Mund bescherte.

Er atmete tief durch, konnte den Anblick aber nicht wirklich ertragen. Er drehte sich von ihr weg, während Tränen in seine Augen stiegen.

Als Cameron das schniefen von John vernahm richtete sie sich auf. Sie legte eine Hand von hinten auf Johns Schulter. „John, was ist los?" Fragte sie.

John spürte die Tränen, die seine Wangen hinunterliefen. „Ich bin heute 16 Jahre alt geworden. Ich lebe ein Leben, das ich nicht will. Meine Mom und mein Onkel hassen das Mädchen, dass ich liebe. Das Mädchen, dass heute versucht hat mich zu töten. Und das tollste ist, statt Dich im Arm zu halten und zu streicheln, muss ich mit einer Zange Kugeln aus Dir herausholen, die mein Onkel auf dich abgefeuert hat. Mein Leben ist zum Kotzen", sagte er kopfschüttelnd.

Cameron tat nun etwas, von dem sie dachte, sie würde es niemals tun. Sie griff mit einem Arm um John herum, ergriff seine Schulter und drehte ihn herum. Dann legte sie beide Arme um ihn und zog ihn an sich. „Lass mich dir helfen", sagte sie leise.

John zögerte nur einen Augenblick, bevor er sein Gesicht gegen Camerons Hals presste und die Arme um sie legte. Dann weinte er, während Cameron seinen Hinterkopf streichelte.

xxxxx

Während Sarah langsam die Treppe hoch stieg, schwirrte ihr im Kopf herum, was zwischen John und Cameron vor sich ging. Liebte John Cameron? Sicherlich aber was war mit Cameron... Konnte sie ihn lieben? Sie war eine Maschine. Warum hatte sie ihn nicht getötet? Sie schien ihn zu lieben aber wenn dass alles nur ihre Programmierung war? Würde es John zerbrechen, wenn sie ihn nicht lieben konnte?

Sie erreichte den oberen Stock und hörte hinter einer Tür Jemanden weinen. Erschrocken öffnete sie die Tür und erstarrte. Sie erblickte ihren Sohn, der im Arm der Maschine weinte. Nicht bei seiner Mutter, sondern bei Ihr weinte er. 'Ich verliere Ihn', dachte sie verzweifelt. Verfolgt von Camerons Blick ging sie rückwärts aus dem Raum und verschloss die Tür leise.

Nach einer Weile beruhigte John sich und löste sich von Cameron. Sie sahen sich in die Augen. Dann musste John lächeln. „Wenn meine Mom uns so sieht...", unterbrach er sich und schüttelte den Kopf, vermied es aber nach Unten zu sehen.

„Dafür ist es zu spät, Sarah hat vor 4 Minuten und 23 Sekunden den Raum betreten und nach 16 Sekunden wieder verlassen", hauchte Cameron.

John musste schlucken. Seine Nervosität steigerte sich mit jedem Wort Camerons. Schließlich konnte er einfach nicht mehr anders. Er näherte sich Cameron, bis seine Lippen ihre berührten. Der Kuss, war zu kurz, das wäre er auch, wäre er eine Stunde lang gewesen. Camerons Lippen schmeckten nach Lipgloss, der Kuss selbst nach Vanille.

John roch Cameron. Kein Schweissgeruch, nein eine Mischung aus Vanille und ihrem künstlichem Blut, was ihn wieder daran erinnerte, weshalb Cameron halb nackt war. „Wir sollten uns um deine Verletzungen kümmern", sagte er entgegen seiner Überzeugung.

„Jetzt Nicht", flüsterte Cameron und griff nach seiner Hand.

John wusste nicht wie ihm geschah als Cameron seine Hand ergriff und sie nach Oben zu ihrer nackten Brust führte. Sie legte seine Hand sanft auf ihre perfekte Form und lies ihre eigene auf seiner ruhen. Dann küssten sie sich erneut.

Kapitel 8

Der Schatten stand Minutenlang in der Dunkelheit und starrte an die Decke. Als der Schatten ins Licht trat, sah man Tränen auf seinen Wangen glitzern.

Chola hatte von der Küche aus Alles gehört. Alles was gesagt wurde, spukte ihr im Kopf herum. Sie ging zum Sofa und setzte sich wieder hin, zog die Beine an und schlang wieder die Arme darum. Dann starrte sie wieder lange Zeit auf die Markierungen.

Stunden Später wie es schien betrat Derek wieder das Haus. „Na, noch da?" Fragte er.

Chola blickte auf, sagte aber nichts.

Derek sah sie sekundenlang an. „Wo kann ich schlafen?" Fragte er dann.

Chola zeigte wortlos auf die Treppe.

Derek ging zur Treppe. Auf halbem weg erreichte ihn Cholas Stimme. „Sie hassen sie, hab ich Recht?" Fragte Chola.

Derek drehte sich herum. „ES, es ist eine Maschine. Und ja, ich hasse sie. Ich habe gesehen, was ihresgleichen anrichten können. Nur Tod und Zerstörung, nichts weiter.

„John scheint anderer Meinung zu sein", erwiderte sie.

Derek schnaufte laut. „John ist jung, seine Gefühle blenden ihn. Sie hat gerade heute versucht ihn zu töten. Irgendwann wird sie es tun.

„Auch die Menschen können töten und zerstören", sagte sie und deutete auf die Markierungen.

Derek sah einen Augenblick auf die Markierungen. „Das ist richtig", sagte er.

Chola hob wieder den Blick und sah in seine Richtung. „Was unterscheidet uns dann von den Maschinen?" Fragte sie.

Derek starrte sie einen Augenblick verwirrt an. Dann schüttelte er nur den Kopf und setzte seinen Weg zur Treppe fort.

Chola sah ihm nach, dann lächelte sie. Nach etwa einer weiteren Stunde erhob sie sich und ging zur Treppe. Nach einem letzten Blick auf die Markierungen. Ging sie langsam die Treppe hinauf.

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Camerons Kopf lag auf Johns Brust. Nach den Küssen und einigen zärtlichen Berührungen war John schließlich vor Erschöpfung in Camerons Arm eingeschlafen. Sie hatte ihn bequem hingelegt und sich dann an ihn gekuschelt. Stundenlang lauschte sie auf Johns Herzschlag. Sie war immer nur wenige Zentimeter davon entfernt. Johns Herz. Es wäre einfach für sie, danach zu greifen. Ihre Finger würden fast Widerstandslos in seinen Brustkorb dringen. Er wäre tot, noch bevor er schreien könnte. Ihre Hand strich vorsichtig über seine Brust. Verharrte kurz über seinem Brustbein dann küsste sie ihn auf die Stelle, wo sich sein Herz befand. Nein, er liebte sie und sie ihn, sie würde ihm niemals etwas tun. 'Zur Hölle mit Skynet', dachte sie und lächelte. Sie hob den Kopf und sah in sein Gesicht. Im Gegensatz zu sonst lächelte er im Schlaf.

Dann wurde die Tür geöffnet und ihr Kopf ruckte herum.

Kapitel 9

Chola sah in jedes Zimmer. In einem Lag dieser Derek Quer über dem Bett. Und schlief. In einem weiteren lag Sarah Connor in Fötalstellung auf dem Bett und murmelte im Schlaf vor sich hin. In Carlos ehemaligem Zimmer dann fand sie was oder besser wen sie suchte. Sie nahm ein paar Sekunden lang das Bild in sich auf, das sich ihr bot. Cameron sah John an, als ihr Kopf zu ihr herumruckte. Chola und Cameron sahen sich einige Sekunden in die Augen. Chola drehte sich und ging wieder zurück zur Treppe und nach Unten.

Cameron sah Chola einige Sekunden in der Tür stehen. Dann ging Chola, ohne die Tür zu schließen. Cameron war klar, dass Chola mit ihr sprechen wollte. Vorsichtig schob sich Cameron aus dem Bett. Leise ging sie aus dem Zimmer und machte die Tür zu. Dann ging sie hinunter in den Wohnraum.

Chola erwartete Cameron wieder auf dem Sofa sitzend, die Markierungen anstarrend. Ein Anflug von Angst ergriff sie, als sich Cameron näherte. „Wir verlieren Alle die wir lieben", sagte Sie ohne Cameron anzusehen.

Cameron blieb einfach ruhig stehen.

„Du wolltest mich töten", stellte Chola fest.

Cameron mochte Chola. In der Zukunft waren sie fast Freunde. „Du musst etwas verstehen", sagte sie. „Dieser Körper... Die Software wurde designt Menschen zu töten, die Hardware wurde designt Menschen zu töten. Der Widerstand hat 2027 eine Firewall in meine Programmierung eingebracht, diese Tötungsbefehle zu isolieren. Das hat auch funktioniert bis zu der Autobombe, die Sarkissian in unserem Jeep platziert hat. Ein Trümmerstück ist in meinen Schädel eingedrungen und hat meinen Hauptprozessor beschädigt. Dies hatte den Effekt, dass nicht nur die Firewall deaktiviert wurde sondern auch meine emotionalen Unterprogramme seitdem autonom laufen. Jede Skynet bekannte Person des Widerstandes wird von mir getötet werden, wenn John die Firewall nicht reaktiviert.

Chola überlegte einen Augenblick. „Du sagtest jede Person des Widerstandes?"

Cameron nickte nur.

„Aber ich gehöre nicht zum Widerstand und du wolltest mich gestern Abend töten", sagte Chola verwirrt.

„Noch nicht", entgegnete Cameron. „Aber du wirst und wir werden Freunde sein. Genauso wie wir es heute sind oder Waren", sagte Cameron und senkte den Kopf.

Chola blickte sie einen Augenblick verwirrt an. „Freunde?" Fragte sie. „Du bist eine Maschine. Wie kannst Du jemandes Freund sein?" Fragte sie weiter.

„Ich habe emotionale Unterprogramme. Ich kann Zuneigung empfinden also auch Freundschaft", sagte Cameron leise. „Das war der Grund, warum ich Dich nicht getötet habe".

„Dieser Derek hasst Dich, den lässt Du aber auch am Leben", sagte Chola nachdenklich.

Cameron senkte den Kopf erneut. Derek Reese gehört zu Johns Familie", war Alles was sie sagte.

Chola dachte einige Minuten intensiv nach. „Du bist die einzige Freundin, die mir noch geblieben ist", sagte sie dann.

Cameron hob den Kopf. „Bin ich das?" Fragte sie und legte den Kopf schräg.

Chola zuckte mit den Schultern. „Wir werden sehen", entgegnete sie.

Cameron nickte langsam. „Auch wenn wir vielleicht keine Freunde mehr sind, bist du außer John der einzige Mensch, den ich um einen Gefallen bitten kann", sagte sie.

Chola sah Cameron einige Sekunden an und nickte dann langsam.

Cameron drückte Chola eine Zange in die Hand, drehte sich herum und zog ihr Top aus.

Chola besah sich Camerons Rücken und rutschte schließlich näher.

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Als John Aufwachte hätte er vor Schreck fast aufgeschrien, als er in zwei Augen blickte.

Kapitel 10

„Mom!" rief John. „Du sollst das nicht tun, Du erschreckst mich zu Tode". Dann erst sah er sich um und schließlich wieder mit geweiteten Augen auf Sarah. „Wo ist Cameron, was habt ihr mit ihr gemacht?" Fragte er aggressiv und wollte aus dem Bett.

Sarah hielt ihren Sohn fest und drückte ihn mit milder Gewalt zurück in sein Kissen. „Ihr geht es gut", sagte sie schnell. „Sie ist eben die Treppe hinuntergegangen. Ich glaube, um mit Chola zu sprechen."

John beruhigte sich wieder. „Wenn Du mir Vorträge halten willst...", sagte er.

Sarah sah ihren Sohn nachdenklich an. „Was Du gestern getan hast war unverantwortlich. Ich..."

„Ich hätte weg rennen sollen, ich weiß Mom", unterbrach er sie.

Sarah atmete tief ein. „Das meine ich nicht, Du hättest ihr nicht von Deinem Vater erzählen dürfen", sagte sie aggressiv.

„Und meinen Onkel sterben lassen?" Fragte er mitleidig.

Sarah überlegte einen Augenblick. Dann nickte sie langsam.

John schloss für zwei Sekunden die Augen. „Mom, ich habe Dad gestern gesehen". Sagte er dann

Sarah kniff die Augen zusammen. „Wie? Wo?" Fragte sie irritiert.

John atmete drei mal tief durch. „Derek und ich sind gestern zum Eis Essen in den Park gegangen. Da spielten zwei Jungs Baseball. Einmal kam der Ball zu uns gerollt und ich habe ihn dem Jüngeren der Beiden wiedergegeben. Als sich der Ältere rumdrehte stand auf seinem Rücken der Name Reese. Daraufhin hat mir Derek erklärt, das er es herausgefunden hat, weil ich dem jungen Kyle so ähnlich sehe und weil Du Kyles Typ bist." John ergriff Sarahs Oberarme. „Mom!" Ich habe meinen Dad gestern gesehen", sagte er eindringlich.

Sarah brach in Tränen aus. Sie warf sich in Johns Arme. „Ich vermisse ihn so sehr", sagte sie weinend.

„Ich weiß, ich weiß Mom. Ich auch", sagte John.

Dann drückte Sarah John wieder von sich und sah ihn an. „Trotzdem hättest du das Cameron nicht erzählen dürfen", sagte sie eindringlich. „Keinem Menschen und schon gar nicht einer von ihnen."

John schüttelte den Kopf. „Ich habe eine Entscheidung getroffen. Ich hatte keine Zeit zum nachdenken also habe ich es einfach getan. Es ist zu spät jetzt noch darüber zu diskutieren.

Sarah starrte ihrem Sohn in die Augen. Nach ein paar Sekunden nickte sie schließlich. „Was soll jetzt werden?"

John starrte auf das bettende. „Nun, ich werde die Information aus ihrem Speicher löschen und die Firewall reaktivieren."

„Und wenn das nicht funktioniert?" Fragte Sarah. „Was wenn du die Firewall nicht wieder aktivieren kannst? Sie wird jeden Widerstandskämpfer umbringen der uns über den weg läuft. Jeden der uns helfen will. Du weißt selbst, dass es nur Zufall war, dass sie gestern Chola nicht getötet hat. Ich weiß, Du liebst sie und Du glaubst, sie liebt Dich auch aber was wenn Du sie nicht reparieren kannst?" Sarah hatte eine Hand an seine Wange gelegt.

John starrte eine Weile ins Leere. Dann sah er Sarah in die Augen. „Ich weiß das, Mom. Ich weiß das Alles. Dann werde ich eine Entscheidung treffen müssen. Aber nur dann. Nicht vorher." Danach schob er sich aus dem Bett und ging zur Tür.

Sarah hatte sich gedreht und sah ihm nach. „Denk daran, was auf dem Spiel steht", sagte sie.

John hatte den Türgriff bereits in der Hand und die Tür geöffnet. Jetzt zögerte er und drehte den Kopf um seine Mutter anzusehen. „Ich denke an nichts Anderes, Mom", sagte er. „An nichts anderes", flüsterte er kaum hörbar als er das Zimmer bereits verlassen hatte und zur Treppe ging.

Als John die Stufen herabstieg und er das Sofa erblickte stockte er im Schritt. Was er sah, lies seinen Atem stocken.

Kapitel 11

Cameron und Chola hatten noch weiter geredet während Chola die Kugeln Eine nach der Anderen aus Camerons Rücken zog. Als sie damit fertig war sagte sie: „Dreh dich um".

Cameron zögerte. „Das ist nicht notwendig, vorne kann ich die Kugeln selbst entfernen", entgegnete Cameron.

„Nun mach schon, sagte Chola und gab Cameron einen leichten Stoß.

Cameron dachte noch 2 Sekunden nach und drehte sich dann herum.

Chola betrachtete einen Augenblick Camerons Körper. Dann sah sie in ihre Augen. „Ich kann schon verstehen, dass John Dich liebt. Selbst ich als Frau finde Dich wunderschön", sagte sie. „Na ja, von den Einschusslöchern mal abgesehen.

Cameron sah an sich herunter. Dann wieder zu Chola, die soeben mit der Zange zugriff. „Meinst Du, es ist nur mein Körper der ihn anzieht?" Fragte sie mit einem bedrückten Unterton.

Chola zögerte und hob den Blick. Dann schüttelte sie den Kopf. „Nein, ich denke, dass Du selbst es bist, den er liebt.

„Fühlst Du eigentlich Schmerzen?" Fragte Chola

„Nein, nicht so wie ein Mensch. Ich kann auf den Millimeter genau angeben, wo sich eine Verletzung befindet aber es ist für mich nicht unangenehm. Außerdem Werden alle Verletzungen bald spurlos abgeheilt sein."

„Spurlos, huh? Du Glückliche", sagte Chola, was Cameron ihren Kopf auf die Seite legen lies.

„Wie meinst Du das?"

„Na Ja, nicht nur, dass wir Menschen bei sowas Narben bekommen würden. Nein, wir bekommen auch Cellulite, Akne, Falten und andere schlimme Sachen" Entgegnete Chola.

„Oh, danke für die Erklärung", sagte Cameron.

Dann war Chola fertig und Cameron streifte ihr Top über. „Wir werden Dich nicht lange behelligen, in zwei Tagen sind wir wieder weg", sagte Cameron plötzlich.

„Das ist gut, sagte Chola gedankenverloren und starrte mal wieder auf die Markierungen. Dann brach sie unvermittelt in Tränen aus, wirbelte herum und warf sich in Camerons Arme.

'Das ist Ironie', dachte Cameron. 'Ausgerechnet ich muss offenbar Jeden trösten'. Lächelnd sah sie auf Chola. Ihre Freundin.

Minuten später war Chola in Camerons Armen eingeschlafen.

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Als John das Sofa erblickte, sah er Cameron, die eine offensichtlich schlafende Chola wie ein Baby im Arm hielt. Leise trat er näher. Er beugte sich zu Cameron hinab und küsste sie zärtlich auf den Mund. Dann machte er eine Kopfbewegung zur Treppe.

Cameron nickte und stand mit der schlafenden Chola im Arm einfach auf. Unter Johns verwundertem Blick trug sie sie hinter ihm her die Treppe rauf. John nickte Cameron verstehend zu, ging dann voraus zu Cholas Zimmer und öffnete die Türe. Dann ging er hinein und schlug die Bettdecke zurück. Cameron legte Chola aufs Bett, zog ihr die Schuhe aus und deckte sie dann zu. Nach einem letzten Blick Camerons verließen Beide das Zimmer und schlossen die Tür. Dann gingen sie zurück in ihr Zimmer.

John war froh, dass seine Mutter in ihr Zimmer zurückgekehrt war. Was ihn aber nun erstaunte war, dass Cameron den Kleiderschrank durchsuchte und dann begann, dass Bett neu zu beziehen. „Was tust Du da?" Fragte er verwirrt.

Cameron sah zu ihm herüber. „Ich beziehe das Bett neu. Du willst doch nicht mit mir in einem Bett schlafen, in dem vorher bereits irgendein Mann geschlafen hat?" Entgegnete sie mit einem Lächeln.

„Äh nein, nicht wirklich", erwiderte er weiterhin verwirrt. Stand ansonsten aber nur herum und sah ihr zu.

Als Cameron fertig war, drehte sie sich zu John herum und lächelte. Dann begann sie ihre Kleidung abzulegen. Stiefel, Hose, Panty und schließlich ihr Top.

„Was...was...was...?" War alles was John mit ansonsten offen hängendem Mund hervorbrachte.

Cameron ging langsam auf ihn zu. „Ich habe gehört, was Du mit Sarah besprochen hast. Wenn das hier vielleicht unsere einzige Nacht...", Den Rest des Satzes lies sie offen.

John schloss für einige Sekunden die Augen. Er musste schlucken und versuchte den Anblick wieder aus seinen Gedanken zu verdrängen. Nicht, dass ihre Nacktheit ihn stören würde... Selbst mit den Einschusslöchern war sie wunderschön. Nein, er hatte lediglich panische Angst zu versagen. Gerade bei der Frau die er liebte durfte das nicht sein. Er sah sie von Oben bis Unten an, während sie ihm zulächelte. Dann ging er langsam rückwärts, bis er mit dem Rücken an die Tür stieß. Ohne den Blick von Cameron zu nehmen griff er hinter sich und verschloss die Tür. Dann ging er auf Cameron zu. Einen halben Meter vor ihr blieb er stehen. Er blickte in ihre Augen. Langsam hob er eine Hand und legte sie an Camerons Wange. „Ich werde nicht zulassen, dass Dir irgendetwas geschieht. Das habe ich nicht und das werde ich nicht", sagte er sanft, während sein Daumen zärtlich über ihr Muttermal streichelte.

Dann küssten sie sich und John vergaß eine Weile Alles um sich herum. Als sie später dann im Bett lagen, hatte John den Entschluss gefasst, mit dem Sex noch zu warten bis Cameron wieder die Alte war. Er hatte nur Schwierigkeiten Cameron das klar zu machen.

Kapitel 12

Am Morgen verlies Sarah ihr Zimmer. An Johns Türe blieb sie kurz stehen und legte die Hand auf den Türgriff. Sie verharrte ein paar Sekunden, lies dann die Hand vom Türgriff abrutschen und ging zur Treppe.

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Als John die Augen öffnete fühlte er eine behagliche Wärme und ein Gewicht auf seiner Brust. Er sah nach unten und blickte auf einen Schwall braune Haare. „Guten Morgen Cam, hast Du gut geschlafen?" Fragte er.

„Ich schlafe nicht", kam ihre Antwort.

„War Dir dann nicht langweilig?" Fragte er.

Sie hob den Kopf, drehte ihn und sah ihn an. „Ein wenig. Die meiste Zeit habe ich deinem Herz zugehört und ich habe versucht den Schaden auf meinem Prozessor zu lokalisieren, konnte aber nichts finden. Das ist sehr merkwürdig, ich sollte in der Lage sein Jeden Schaden zu lokalisieren, der Fehler scheint sich aber außerhalb des Prozessors zu befinden, was aber nicht möglich ist, da es sich um einen Prozessorfehler handelt."

John strich ihr einige Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Das schaffen wir schon", sagte er. Dann besah er sich ihr Gesicht genauer. „Es heilt schnell", sagte er.

„Schneller als Deins", entgegnete sie. „Sie werden Dir nicht mehr trauen."

„Mir?" Fragte er verwundert. „Mir werden sie nicht mehr trauen?"

„Du hast Dein Leben für mich riskiert. Das war und ist sehr gefährlich", antwortete sie. „Die Leute werden sich aufregen".

„Die werden sich damit abfinden müssen", sagte er und wies mit dem Kopf zur Tür.

„Nicht Sarah und Derek". Andere werden vielleicht kommen und versuchen uns zu trennen und mich zu zerstören" Entgegnete sie.

John starrte sie einen Augenblick lang an. „Immer einer nach dem Anderen. Erst reparieren wir Dich. Dann überzeugen wir meine Mutter und vielleicht auch Derek. Und dann falls notwendig den verdammten Rest der Welt", sagte er mit voller Überzeugung.

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Sarah machte das, was sie am besten konnte. Angebrannte Pancakes und Kaffee. Zwischendurch war sie einmal Oben gewesen und hatte Bescheid gesagt, dass Frühstück bald fertig ist. Wieder hatte sie nicht versucht Johns Türe zu öffnen sondern hatte nur geklopft. Von drinnen hatte John Geantwortet, dass er sie gehört hatte.

Als dann Derek herunterkam hatte sich Sarah gerade die zweite Tasse Kaffee eingeschenkt. Derek setzte sich wortlos hin und begann ebenso wortlos zu essen, während ihm Sarah eine Tasse Kaffe hinstellte. Als Nächste kam Chola. Sie und Sarah nickten sich kurz zu. Chola sah einen Augenblick kritisch auf den Stapel Pancakes, dann nahm sie eine Gabel, die Sirupflasche und begann zu essen.

„Guten Morgen", sagte John, als er gut gelaunt mit einer lächelnden Cameron an der Hand die Küche betrat.

Während Derek nur grunzte und nicht mal auf sah, begrüßte Sarah ihren Sohn mit einer halben Umarmung. Cameron hingegen nickte sie nur zu.

Chola sah von ihrem Essen auf und kaute den Bissen zu Ende. Morgen sagte sie zu John und Cameron. „Wie bin ich letzte Nacht eigentlich ins Bett gekommen?" Fragte sie.

„Ich habe dich hoch getragen", antwortete Cameron.

„Danke", entgegnete Chola.

„Gern geschehen", war Camerons Entgegnung.

„Ich brauche noch eine Liste, was für Computerteile ihr braucht", sagte Chola.

„Gebe ich dir gleich", erwiderte John, worauf Chola nur nickte.

„Da gibt es ein kleines Problem", Sagte Sarah woraufhin Alle sie anstarrten. „Wir haben zur Zeit kein Bargeld", erklärte sie.

Chola sah kurz auf Cameron. „Für eine Freundin kann ich das schon mal auslegen", sagte sie ohne den Blick von Cameron zu nehmen.

„Erinnerst Du dich worüber wir gestern gesprochen haben?"Ohne eine Antwort abzuwarten fuhr Derek fort. „Es ist ein Ding. Es kann nicht Deine Freundin sein. Es..."

Derek wurde von einem Harten Klaps Sarahs auf seinen Hinterkopf unterbrochen.

Dann wandten sich wieder alle Blicke Chola zu, die ihrerseits ihren Blick nicht von Cameron nahm. Sie hatte den kurzen schmerzvollen Blick Camerons nicht übersehen. „Sie IST meine Freundin, Maschine oder nicht." War Cholas bestimmte Antwort."

Kapitel 13

Kurz vor Mittag war dann ein Bote mit dem Computerequipment gekommen.

John und Cameron hatten sich Essen und Getränke gegriffen und waren in ihrem Zimmer verschwunden.

Bevor sie hoch gingen sah John nochmal auf Derek und Sarah. „Wir schließen die Tür ab. Wenn Irgendjemand versucht die Tür zu öffnen, während Cam offline ist werde ich nicht zögern zu schießen."

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John saß seit Stunden vor dem Rechner. Dieses mal hatte er Cameron gebeten die Augen zu schließen bevor er den Chip heraus nahm. Immer wieder sah er hinüber zum Bett auf dem Cameron lag. 'Sie sieht aus, als ob sie schläft', dachte er.

Immer wieder hatte John gestaunt, was er auf Camerons Chip fand. Es war alles ganz anders als Vic´s Chip. Er war kurz vorm Verzweifeln als er ein File fand, was ihn sprunghaft weiter brachte.

Vieles verstand er nicht aber mit Hilfe der Schaltdiagramme fand er schnell den Schaden, der sich aber nicht auf Camerons Chip befand sondern außerhalb.

Es gelang ihm noch die Firewall zu reaktivieren, die er aber veränderte, um sie seinen Anforderungen anzupassen. Er wusste, es war gefährlich was er tat aber er vertraute Cameron.

Wenn es schief lief... Nun, er würde keine Zeit haben den Fehler zu bereuen.

Jetzt saß er neben Camerons Körper auf dem Bett und hielt den Chip in der Hand. Er sah noch einmal auf Camerons Gesicht. 'So friedlich', dachte er. Dann beugte er sich vor, klappte die Haut über dem Chipport zur Seite holte tief Luft und schob den Chip in den Port.

Schnell setzte er den Portdeckel wieder ein und Klappte die Haut darüber. 'Alles oder Nichts' dachte er und beugte sich über Camerons Gesicht. Dieses Mal zog er seine Hand, die Camerons Kopf streichelte, nicht zurück.

Nach ewig langen 15 Sekunden hörte John das Anlaufen Camerons Systeme.

Cameron öffnete die Augen. „Was hast Du getan?" Fragte sie verwirrt mit einem aggressiven Unterton in der Stimme.

Kapitel 14

Nicht einen Millimeter wich John zurück. Cameron machte den Eindruck als sei sie wütend. „Was hast Du getan?" Fragte sie erneut. „Es ist nichts mehr da. Keine Missionen, keine Befehle, selbst mein HUD ist nicht mehr da". Camerons Hand kam hoch und griff nach Johns Kehle aber weder übte ihre Hand Druck aus, noch wich John zurück. „Das Einzige, was noch da ist ist aber nicht sollte ist die Erinnerung an Deinen Vater".

John streichelte weiter Camerons Wange, während er ihr starr in die Augen blickte. Er sagte kein Wort, bis sie schließlich ihre Hand von seinem Hals nahm und den Blick senkte.

„Was hast du nur getan?" Fragte Cameron leise und eine Träne lief über ihre Wange.

John küsste sie ganz leicht auf die Stirn. „Die Erinnerung hast Du noch, weil ich mich weigere in Deinem Gedächtnis rumzupfuschen und Du hast Recht, deine Befehle sind hinter der Firewall verschwunden. Deine Missionen habe ich gelöscht soweit ich konnte. Der Rest ist auch über die Firewall abgesichert. Was dein HUD betrifft... Es ist noch da, es ist lediglich deaktiviert.

„Aber ich kann nicht arbeiten ohne mein HUD. Keine Diagnosen, keine Gesichtererkennung. Selbst Dich würde ich nicht erkennen, wenn ich nicht wüsste, wer Du bist. Ich..." Cameron hatte sich in Rage geredet.

John freute sich über das ungewohnte emotionale Verhalten. Cameron versuchte sich hochzustemmen aber John hatte ihre Infiltrationssubroutinen aktiviert. „Keine Angst", sagte er sanft und streichelte ihre Wange. „Dein HUD ist noch da. Konzentrier dich auf deinen Programmzugriff. Ich habe alle Schreibsperren beseitigt. Du hast ab sofort die absolute Kontrolle über deine Programmierung.

Cameron schloss die Augen und aktivierte ihr HUD.

Head Up Display online

Chip Integrity 99%

Body Integrity 100 %

Tissue Health 83,7 %

Mission Parameters: NONE

.

Emotional Co Processing Unit Online.

Cameron öffnete die Augen und blinzelte drei mal, bevor sie John anblickte. „Emotionaler Co-Prozessor? Ich habe keinen weiteren Prozessor", sagte Cameron verwirrt.

John streichelte weiter sanft ihr Gesicht. „Doch, das hast Du. Ich habe, als ich Deinen Chip betrachtet habe ein File mit Deinen Bauplänen gefunden. Darin auch eine Beschreibung deiner Chipstruktur. Du konntest den Fehler auf Deinem Prozessor nicht finden, weil er nicht auf Deinem Prozessor war sondern auf der Verbindungsleitung zwischen BEIDEN Prozessoren. Das Trümmerstück hat wohl zwei Kabel in deinem Hinterkopf beschädigt. Das eine Ist für die Steuerung des Emotio-Chip verantwortlich. Zusammen mit dem Anderen hat es dann noch die Firewall kurzgeschlossen". John küsste sie kurz auf den Mund. „Der zweite Chip läuft jetzt autonom. Nur im Kampfmodus ist er kurzzeitig deaktiviert", ergänzte John.

Cameron blickte ihn ungläubig an. „Dann bin ich... Was? Eine defekte Maschine? John", sagte sie sanft, hob ihre Hand und streichelte sein Gesicht. „Was hast du nur getan?"

John lächelte sie immer noch an. „Was ich getan habe...?" Fragte er zögerlich. Dann ging er von ihr herunter. Er schob sich nach Hinten zu ihren Füßen. Er betrachtete kurz ihre Kampfstiefel. Dann griff er zuerst den linken Stiefel und zog ihn von ihrem Fuß, dann den Rechten. Dann tat er etwas, was bei Cameron eine Reaktion verursachte. Er ging mit den Fingern über ihre Fußsohlen.

„Was tust du da", fragte sie mit gequältem Gesicht.

„Nur eine Theorie testen", sagte er grinsend. Dann rutschte er wieder nach Oben. Er setzte sich rittlinks auf ihre Oberschenkel. Dann sah er in Camerons Augen und stieß mit einem Diabolischen Grinsen zu.

Kapitel 15

Sarah Derek und Chola saßen im Wohnraum.

„Was machen die da Oben nur?" Fragte Sarah, sprang auf, lief zur Treppe und wieder zurück.

„Wahrscheinlich ist John schon lange tot", antwortete Derek.

Sarah blieb stehen und sah auf Derek. „Das glaubst selbst Du nicht.

Derek starrte Sarah an. Dann nickte er energisch. „Ich wette...", Derek zögerte kurz. „Wenn John noch lebt und die Maschine repariert hat werde ich...", wieder zögerte er, „Ich werde meine Abneigung gegen die Maschine unterdrücken und mich zukünftig zurückhalten."

Sarah hatte die Augen aufgerissen und sah Derek ungläubig an. „Das ist ein sehr großes Zugeständnis", sagte Sarah.

„Ich hatte auch 5 Stunden Zeit zu überlegen", entgegnete Derek. Letztendlich ist er... John Connor", ergänzte er zögerlich.

„Ich wette er schafft es", sagte Chola plötzlich zu Sarahs und Dereks Verwunderung. „und wenn, dann könnt Ihr hierbleiben solange ihr wollt."

„Ich hoffe..."begann Sarah wurde aber durch einen spitzen Schrei von Oben unterbrochen. Derek war aufgesprungen und hatte seine Waffe gezogen.

„NEIN!" Hörten sie Cameron Oben schreien. Gleich darauf ein Poltern. Schließlich hörten sie, wie offenbar eine Tür aus dem Schloss gerissen wurde. Keine drei Sekunden Später kam Cameron barfuß mit drei Sprüngen die Treppe herunter, lief hinter das Sofa, blieb stehen und starrte dann atemlos auf die Treppe.

Sarah war das merkwürdige verhalten Camerons sofort aufgefallen. Auch dass sie offensichtlich außer Atem war fiel ihr auf.

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John hatte sich aufgerappelt, nachdem Cameron ihn von sich herunter geschubst hatte. Mit ernstem Gesicht aber ohne besondere Eile folgte er ihr.

Sarah sah ihren Sohn mit ernster Mine die Treppe herunterkommen. Sie wusste, es war etwas geschehen, was ihren Sohn verändert hatte, hoffentlich zum Guten.

Zur Verwunderung Aller begann John Cameron rund um das Sofa zu Jagen. Cameron lief vor John weg, abwechselnd kreischend und um Hilfe rufend. Schließlich Sprang John einfach über das Sofa und riss die schreiende Cameron zu Boden. Dann standen Sarah, Derek und Chola um die beiden am Boden liegenden herum. Staunend sahen sie, wie John der schreienden, zappelnden und sich windenden Cameron immer wieder mit den Fingern in die Seiten griff. Zwischen durch Lachte Cameron und rief immer wieder er möchte bitte aufhören. Dann kreischte sie auch mal wieder.

„JOHN!" Schrie Sarah plötzlich. „Was hast Du getan?"

John und Cameron hielten inne. John, der von Hinten die Beine um Cameron geschlungen hatte, löste den Griff und lies sie aufstehen. Während Cameron sich schnell hinter Chola versteckte kam John auf die Füße. Ihm taten offensichtlich einige Teile weh, da Cameron doch etwas mehr wog.

John sah über Cholas Schulter auf Cameron. „Cam, welche Frage hast Du mir vorhin immer wieder gestellt?" Fragte er

Cameron überlegte nur eine Sekunde. „Was hast du getan?" Wiederholte sie die Frage erneut.

„Ja John, was hast Du aus Cameron gemacht?" Fragte Sarah ihren Sohn mit zusammengekniffenen Augen.

John ergriff Camerons Hand, die diese auf Cholas Schulter gelegt hatte. „Du willst wissen, was ich aus Cameron gemacht habe, Mom?" fragte er aggressiv.

Sarah nickte nur.

John zog Cameron zu sich heran und zum Entsetzen von Derek und Sarah küsste er sie leidenschaftlich, was Cameron genauso leidenschaftlich erwiderte. Als sie den Kuss wegen Luftmangels unterbrechen mussten, sah John seine entsetzte Mutter an. „Du willst wissen, was ich aus Cameron gemacht habe Mom?" Fragte er erneut.

John sah Cameron tief in die Augen und streichelte ihre Wange. „Ein normales Mädchen Mom, einfach ein ganz normales Mädchen.

(ENDE)