A/N 2014

Januar 2010. Fand ich besser als das Original. Gut 2,2 k Wörter.


Episode 2.22

Born to...

Kapitel 1

Cameron sah zur Seite, was von John nicht unbemerkt blieb. „Wie fühlt sich das an?"

Dicht über sie gebeugt zögerte John nur kurz. „Kalt". Seine Stimme war leise, unsicher, nur ein Hauch. „Das ist gut, richtig?" Fragte er verstört.

„Das ist gut, das ist perfekt", entgegnete sie wobei John den Eindruck hatte, ihre Antwort bezöge sich auf etwas Anderes.

„John?" fragte Cameron

Sekunden vergingen während sich ihre Gesichter nicht viel mehr als eine Handbreit voneinander entfernt befanden.

„Es ist Zeit zu gehen", fügte sie hinzu und John kam es fast so vor, als höre er Bedauern heraus.

John zögerte. Vor kurzem noch wäre er sofort von ihr herunter aber diesesmal hatte er schnell eine Entscheidung getroffen.

„Nein", sagte er entschlossen.

„John, wenn wir Sarah retten wollen...", begann sie.

„Erst sagst Du mir, was das zu bedeuten hat", unterbrach er sie.

„Was meinst Du?" Fragte sie

„Na Das hier", entgegnete er. „Deine Erklärung, der Striptease, Mein Arm tief in Deinem Körper", führte er aus während Ärger über ihre Ignoranz in ihm aufwallte.

„Wir mussten feststellen, ob ich beschädigt bin, ob meine Energiezelle einen Defekt hat", antwortete sie.

John lachte leise. „Sonst bist Du besser im Lügen. Dieses Mal habe ich Dich aber erwischt", entgegnete er.

„Austretende Strahlung könnte Sarah krank machen, deshalb war es erforderl..."

„Wenn dem so wäre", unterbrach er sie „und Du hättest auch nur den leisesten Verdacht, dass da was nicht stimmen könnte hättest Du mich niemals mit der Hand in die Nähe der Energiezelle gelassen. Viel wahrscheinlicher ist, dass Du mehr Abstand zu mir gehalten hättest".

Die ganze Zeit über war Cameron nicht in der Lage gewesen ihm in die Augen zu sehen. Vielmehr blickte sie überall hin nur nicht in sein Gesicht. Sie blinzelte auch auffallend oft und hielt dabei die Augen teilweise länger geschlossen als üblich.

„Also warum hast Du das getan?" Fragte er sie.

„Ich..." Cameron vermied weiter Augenkontakt.

Übergangslos waren seine Lippen auf ihren. Cameron riss die Augen auf, nur um sie sofort wieder zu schließen.

Nach ein paar Sekunden unterbrach John den Kuss und wich bis zur vorherigen Position zurück. Wortlos sah er ihr weiterhin in die Augen, sein Unterarm in ihrem Körper.

„Diesmal ohne Lügen Cameron", sagte er ernsthaft.

„Ich...", begann sie erneut. „...ich wollte einfach nur wissen wie es ist.", sagte Sie.

„Wie was ist?" Fragte er als sie nicht weitersprach.

„Wie es ist was Riley hatte" Sagte sie.

„Riley? Was hat Riley damit zu tun", fragte er betroffen.

Sie schloss für zwei Sekunden die Augen, dann nickte sie ein Mal. „Wie es ist, wenn Du auf mir liegst. Wie es ist Dich in mir zu spüren.

John war sprachlos. 'Manifestiert sich da Eifersucht', fragte er sich. Ganz langsam und vorsichtig zog er den Arm aus ihrem Körper. Achtlos wischte er seinen Unterarm mit der Körperflüssigkeit Camerons am Laken ab.

Auf einen Arm gestützt legte er die Rechte an Camerons Wange und streichelte mir dem Daumen über das Muttermal an ihrer Braue. Eine Träne suchte sich ihren Weg durch Camerons geschlossene Augenlieder und lief an ihrer Schläfe entlang zum Ohr. „Cameron...Cam", sagte er leise. „Riley und ich hatten nie Sex miteinander", sagte er.

Cameron öffnete die Augen, die sie bei seiner Berührung geschlossen hatte. „Aber Mexico", sagte sie. „Ich dachte als ihr alleine wart...".

Langsam schüttelte er den Kopf. „Du hast nicht gelogen, als du zwischen den LKW's eingeklemmt warst zumindest nicht, was mich betrifft". Er holte tief Luft. „Ich liebe Dich und jedes Mal wenn ich mit Riley zusammen war, konnte ich nur an Dich denken", sagte er zärtlich.

„John, ich bin nur eine Maschine, Ich fühle nichts, wie kannst Du mich lieben?" Fragte sie während eine weitere Träne ihre Wange hinunterlief.

Diesmal fing John die Träne mit dem Zeigefinger auf und zeigte ihr den Tropfen auf Der Fingerkuppe. „Das hier ist Antwort und Erklärung zugleich", sagte er.

John lies sich seitlich von ihr heruntergleiten, blieb aber halb auf ihr. Dann schloss er die kurze Distanz zwischen ihren Gesichtern und küsste sie erneut. Seine linke Hand, die er an ihre Wange gelegt hatte als ob er verhindern wollte dass sie den Kuss unterbrach, wanderte nun abwärts über ihre Schulter, an der Seite entlang bis zur Hüfte, während sie nach seinem Shirt griff und es kurzerhand zerfetzte.

John unterbrach den Kuss, nur solange um die Reste des Shirts abzustreifen. Dann fuhr der Zeigefinger seiner linken Hand langsam am Saum ihrer Hose entlang bis zur Mitte. Von das aus über den Bauchnabel, den er mit dem Finger langsam umrundete bis zu dem Schnitt, den er ihr zugefügt hatte. Ganz zärtlich fuhren seine Finger an den Wundrändern entlang. Währenddessen lagen ihre Hände Flach auf seiner Brust bzw. streichelten seinen Rücken.

Schließlich lies er seine Hand höher gleiten bis zu ihrer Brust. Vorsichtig die Finger voran fuhr er mit der Hand zärtlich über die Erhebung. Als er den sensibelsten Punkt berührte stöhnte Cameron leise, verdrehte die nun aufgerissenen Augen und John zeigte ein zufriedenes Lächeln, Alles ohne den Kuss zu unterbrechen.

Schließlich glitt seine Hand wieder hoch zu ihrer Wange, die er zärtlich streichelte. Dann unterbrach er den Kuss. „Cam...", sagte er.

Sekunden vergingen.

„Wir müssen gehen", sagte er mit Bedauern in seiner Stimme und der Druck, den eines seiner Körperteile auf ihren Schenkel ausübte machte deutlich, wie sehr er das bedauerte.

(tbc)

Kapitel 2

John setzte sie in der Nähe des Gefängnisses ab. „Pass auf Dich auf", sagte er bevor er sie zum Abschied leidenschaftlich küsste. „Versuch keine Unschuldigen zu töten!" Rief er ihr nach.

Cameron nickte nur, dann drang sie in das Gefängnis ein. Überraschenderweise öffneten sich für sie alle elektrischen Schlösser.

John-Henry hatte ein Lächeln auf den Lippen als er sah, wie die potentielle Verbündete durch die Türen schritt, die er ihr öffnete.

Als Cameron 10 Minuten später mit Sarah wieder kam, übersprang Johns Herz einen Schlag. Ein Teil von Camerons Gesicht war zerschossen. Eines ihrer schönen braunen Augen fehlte Komplett und die darunterliegende Linse leuchtete in einem satten Kobaltblau. Ihr Körper sah aus wie eine Kraterlandschaft. Unzählige Einschusslöcher waren in ihrem Oberkörper zu sehen und ihre Motorik schien beschädigt.

Statt sich aber ersteinmal zurückzuziehen bestand Sarah darauf dieser Catherine Weaver bei Zeira Corp. Einen Besuch ab zu statten. Die richtige Gelegenheit, Cromartie oder zumindest seinen Körper entgültig zu zerstören.

Johns Gedanken hingegen verharrten bei der Frau auf dem Rücksitz. Alles Andere tat er ganz automatisch, quasi wie auf Autopilot. Als sie Zeira erreichten verlies Sarah das Fahrzeug als erste.

John drehte sich auf dem Fahrersitz herum. „Mein Gott Cam, konntest Du nicht wenigstens ein paar Kugeln ausweichen?" Fragte er erschüttert, als er sie aus der Nähe betrachtete.

„Ich habe getan was Du wolltest", entgegnete sie.

„Was ich wollte?" Fragte er verwundert.

„Ich habe Niemanden terminiert", antwortete sie. „Ich sehe sicherlich für Dich furchtbar aus", sagte sie mit Bedauern in der Stimme. „Liebst Du mich nun nicht mehr?" Eine Träne lief aus ihrem menschlichen Auge.

Ohne zu zögern sprang John förmlich über den Sitz und presste seine Lippen auf ihre. „Natürlich liebe ich Dich noch Dummerchen", sagte er und küsste sie erneut, während seine Hand auf ihrer zerstörten Wange lag.

„Ich liebe Dich auch", sagte Cameron plötzlich. „Zumindest glaube ich das", fügte sie hinzu.

Nun hatte John Tränen in den Augen. „Das genügt mir völlig", versicherte er ihr und küsste sie erneut. „Sei da Unten nur bitte vorsichtiger", sagte er bevor er sie ein letztes Mal küsste. Bevor sie ausstieg griff sie noch unter den Sitz und steckte dann etwas in ihre Tasche.

Sarah hatte einen Teil von dem beobachtet, was im Wagen vorgegangen war. Sie blickte Cameron hinterher, die den Weg zum Seiteneingang eingeschlagen hatte dann einen Augenblick sinnend zu Boden bevor sie John anblickte, der sie in diesem Moment erreichte. Ihr entging nicht, dass John trotz Allem ein glückliches Funkeln in den Augen hatte. Sie fragte sich, ob zwischen den Beiden noch mehr vorgefallen war, während sie im Gefängnis saß.

John ahnte, woran seine Mom dachte, war aber erstaunt dass sie ihn nur kritisch anblickte, sich dann aber abwandte, um das Gebäude zu betreten.

Die folgenden Ereignisse erlebte John wie in Trance. Er bekam zwar mit, dass er sich mit seiner Mom über deren Gesundheit unterhielt. „Ich liebe Dich Mom", war aber das Einzige, was er bewusst zu ihr sagte, alles andere wurde von seinen Gedanken an Cameron überdeckt.

Erst als sich Catherine Weaver im Laufe des folgenden Gespräches als T1000 entpuppte wurde er wieder richtig wach. Panikartig flohen sie die Treppe hinunter, zusammen mit einem ebenfalls schockierten James Ellison.

Als der T1000 sie einholte wagten sie kaum sich zu rühren. Aber nicht nur dass diese tödlichste aller Kampfmaschinen ihnen oben das Leben gerettet hatte, nein sie hegte auch jetzt keine feindlichen Absichten. Sie bestand nur darauf, dass sich Alle zum Untergeschoss begaben, nicht ohne Sarah klar zu machen, dass Cromartie oder John-Henry, wie er jetzt hieß, für ihren Sohn wichtig war.

Als John die Tür zu John-Henrys Raum öffnete blieb er starr vor Schock stehen.

(tbc)

Kapitel 3

12 Minuten zuvor.

Im Untergeschoss des Zeira Gebäudes sah man an einer Gangecke einen Wachmann in hohem Bogen gegen eineWand fliegen wo er bewusstlos liegen blieb. Ihm folgte eine auf den ersten Blick junge und hübsche Frau, die sich aber bei näherem Hinsehen als Alptraum entpuppte. Ihr Oberkörper wies zahllose Einschusslöcher auf und ihr Gesicht schien zum Teil aus Metall zu sein. Eines ihrer Augen schien blau zu glühen. Als sie um die nächste Gangecke bog, stapfte sie steif auf eine Tür zu, die sie öffnete.

An einem Tisch saß John-Henry. Hinter diesem war eine Computeranlage aufgebaut, verbunden mit dem Körper des ehemaligen Terminators Cromartie über ein Schnittstellenkabel.

„Hallo", sagte der ehemalige Feind der Connors zu Cameron.

„Hallo", entgegnete diese.

„Ich kenne Dich", sagte die Kabelgebundene künstliche Intelligenz.

„Und ich kenne Dich", entgegnete Cameron weiterhin mit dem gleichen ausdruckslosen Gesicht wie John-Henry.

„Willst Du Dich uns anschließen?" Fragte dann John-Henry und zeigte zum ersten mal Neugierde gegenüber Cameron.

Cameron zögerte kurz, dann griff sie in ihre Tasche und holte das Springmesser hervor, das noch vor Kurzem dazu gedient hatte, ihren Körper zu öffnen. Dann drehte sie sich herum und schloss wortlos die Tür. Sie näherte sich dem Tisch während John-Henry sie nur starr ansah. Dann griff sie in ihre Tasche und holte zwei längliche Gegenstände heraus, die sie vor ihm auf den Tisch stellte.

John-Henry nahm einen dieser Gegenstände in die Hand, sah zu ihr auf, lächelte und nickte dann. Cameron erwiderte das Lächeln. Dann ging sie langsam um den Tisch herum und näherte das Messer John-Henrys Kopf.

Als John wenig später den Raum betrat, sah er sich unvermittelt John-Henry gegenüber, der offenbar im Begriff gewesen war den Raum zu verlassen.

In diesem Moment schien John endgültig den Verstand zu verlieren. Seine Hände schnellten vor und ergriffen die große maschine am Kragen. „WO IST SIE!" Schrie er unbeherrscht. „WAS HAST DU MIT IHR GEMACHT!" Effektlos versuchte er John-Henry zu schütteln, als sich eine Hand auf seinen Arm legte.

„Ich bin hier John", sagte Cameron, nachdem sie um John-Henry herumgegangen war.

John sah auf Cameron. Dann unvermittelt lies er John-Henry los und schlang schnell die Arme um Cameron, als ob er sie nie wieder loslassen wollte. „Ich dachte, ich hätte Dich verloren, sagte er schluchzend während Tränen seine Wangen hinunterliefen.

„Das ist interessant, ist es doch?" Fragte Catherine Weaver. Dann wandte sie sich an John-Henry. „John-Henry?" Fragte sie.

John-Henry löste erst in diesem Moment seinen Blick von John und Cameron und blickte Catherine Weaver an. „Ja Miss Weaver?" Fragte er.

„Wie ist Das möglich, dass Du dich in diesem Körper befindest", fragte Catherine und schien verwirrt.

John-Henry zeigte wieder sein Lächeln. „Meine Freundin Cameron hat mir zwei funktionsfähige Chips mitgebracht. Ich war in der Lage, mich vollständig und gefahrlos in diesen Körper zu transferieren", führte er aus.

Währenddessen hatte sich Sarah John und Cameron genähert, die sich weiterhin eng umschlungen hielten. „John Connor, erklärst Du mir bitte, was Du da tust?" Fragte sie, den Ärger in ihrer Stimme nur mühsam unterdrückend.

John löste sein Gesicht von Camerons Hals und drehte den Kopf, so dass er seine Mom ansehen konnte. Sekunden vergingen. „Ich halte MEIN Mädchen in den Armen", sagte er schließlich.

„John, sie ist eine Masch..." begann Sarah

„Ich weiß das Mom", unterbrach er sie. „Ich weiß das Alles", ergänzte er. „Das ändert aber gar nichts".

Sarah atmete tief durch, um ihren Ärger zu unterdrücken. „Du gehst ja nie den leichten Weg", sagte sie schließlich. „Und Du?" sagte sie an Cameron gewandt. „Was machen wir mit Dir? Du kannst schließlich so nicht herumlaufen", fragte sie, vielleicht in der stillen Hoffnung, dass Cameron irreparabel beschädigt ist und sich wie Onkel Bob opfern würde.

Cameron löste sich von Johns Schulter und blickte Sarah an. „Unsere neuen Verbündeten werden mir bei den Reparaturen helfen. Alles andere wird spurlos verheilen, selbst mein Auge. Dann werde ich wieder hübsch aussehen für John.

In diesem Moment legte John ihr eine Hand auf ihre Coltan Wange und drehte ihren Kopf, so dass sie ihn ansah. „Ich habe nie etwas hübscheres gesehen als Dich, so wie Du jetzt bist. Vergiss das niemals", sagte er ernsthaft, küsste ihre Nase, worauf Cameron ihn schüchtern anlächelte.

„Apropos neue Verbündete", sagte Sarah dramatisch und wandte sich an Catherine Weaver, die John und Cameron Lächelnd beobachtet hatte. „Was soll jetzt werden, was tun wir jetzt?" Fragte sie den T1001.

„Jetzt meine liebe Miss Connor werden wir, wie die Menschen so schön sagen,

Skynet in den Arsch treten!"

(Ende)