A/N 2014
Februar 2010. Nur gut 600 Wörter. Keine richtige Story. Eigentlich habe ich den "Prolog" aus einer (Spaß) Laune heraus geschrieben. -Dragonleader- aus meinem damaligen Forum hat dann aus Spaß heraus einen "Epilog" hinzugefügt.
Na ja. "Spaßlaune"...
Ich habe die zweite Staffel noch immer nicht auf DVD gesehen
Die Box
(in Zusammenarbeit mit Dragonleader)
Prolog
Oh mein Gott, sie ist da. Als ich das Päckchen öffne beginnen meine Hände zu zittern.
Dann halte ich Das in der Hand, was seit einem Jahr mein Leben bestimmt.
Freud und Leid vermischen sich in meinem inneren zu einem Crescendo unerträglicher Gefühle.
Werde ich es schaffen mit IHR zusammen den DVD-Player zu erreichen, bevor mich meine Kräfte endgültig verlassen oder wird meine malträtierte Seele nun endgültig das Ende meines tragischen Lebens einläuten indem sie mich mein vor Schmerz schreiendes Herz zu einem Klumpen malträtierten Fleisches zusammenquetscht.
Nein, ich kann das nicht. Noch nicht jedenfalls. Nicht solange meine Nerven vibrieren und Schockwellen gleißenden Schmerzes durch meinen Körper senden.
Ich lege die DVD einstweilen zur Seite und versuche mich mit anderen Dingen abzulenken.
Trotzdem driftet mein Blick immer wieder in Richtung der einzigen Sache, die mich für immer zerstören könnte.
Epilog
Nachdem sich Oli Schulu die komplette Staffel 2 von Terminator:The Sarah Connor Chronicles, mit allen Extras, angesehen hatte, packte er eine Sporttasche mit verschiedenen Dingen, stieg in seinen Sportwagen und fuhr sehr lange durch die Straßen seiner Stadt. Er wollte dem Schmerz und der Trauer entfliehen, die ihm das Ende der Serie bereitet hatte.
An einem wunderschönen, 30-Stockwerke hohen, Gebäude hielt er seinen Wagen an, stellte den Motor ab und betrat das Bauwerk. Er benutzte nicht den Aufzug, um auf das Dach zu kommen, sondern die Treppe. Ihm gingen immer wieder die Szenen durch den Kopf mit seiner Liebsten, SEINER Cameron Philips.
Unterwegs zum Dach entledigte er sich allmählich seiner Kleidung und ließ diese achtlos im Treppenhaus zurück. Mit einem Brecheisen, welches er aus der Sporttasche holte, brach er die Tür zum Dach auf. Die eisige Winterkälte umwehte seinen nackten Körper doch diesen Schmerz spürte er überhaupt nicht, denn in seinem Inneren war ein viel größerer Schmerz vorhanden.
An einem Wasserrohr, welches zur Brandbekämpfung genutzt wurde, befestigte er ein langes zwei Zentimeter dickes Seil, an dessen Ende sich eine Schlaufe befand. Diese legte er sich um den Hals, holte noch ein Rasiermesser aus der Sporttasche und schritt langsam zur Dachkante. Mit jedem Schritt kam er IHR näher und, obwohl seine Finger mittlerweile eiskalt und bläulich angelaufen waren, spürte er eine wohlige Wärme die seinen Körper erfüllte.
An der Dachkante angekommen sah er einen Moment in die Schwindel erregende Tiefe. Doch sein Entschluss stand fest, er würde es jetzt tun. Das Rasiermesser wurde geöffnet und die glänzende Klinge schimmerte wie IHR Metall.
Mit überaus großer Kraft schnitt er sich seine Pulsadern längst auf. Das Blut schoß aus seinem Körper und verwandelte den Schnee in ein rotes Kleid. Drei kleine Bluttropfen sahen wunderschön aus im weißen Schnee und diese Farbe erinnerte ihn an die sinnlichen Lippen SEINER Cameron, die ebenfalls schöne rote Lippen hatte.
Er sah nochmals in die Tiefe wie das lange Seil nach unten hing und eine Schlaufe bildete. Dann tat er einen Satz nach vorne und spürte nur noch den freien Fall. Als die Schlaufe des Seils erreicht war, spannte es sich mit einem gewaltigen Ruck. Dieser Ruck war zu viel für die feinen Halswirbel und der Kopf wurde vom restlichen Körper abgetrennt.
Kopf und Körper fielen zu Boden und schlugen auf dem, mit Eis überzogenen, Boden auf. Die Knochen brachen und sein Körper platzte auf, und die Gedärme verteilten sich, ebenso wie das Gehirn, das aus dem Schädel quoll. Dieser war beim Aufschlag wie eine Wassermelone zerbrochen und die glibberige Gehirnmasse sah aus wie Vanillepudding mit Himbeersoße.
Zwei Jugendliche, die sich gerade küssten, wurden durch den Aufprall aus ihrer Zungenmassage gerissen. Der Junge musste sich bei dem Anblick, den die Überreste des menschlichen Körpers hinterließen, erbrechen und fiel anschließend in Ohnmacht. Das Mädchen stieß nur, hysterisch in ihrer Panik, Schreie des Entsetzens aus, welche mehrere Passanten aufmerksam machte. Sie eilten zu dem Pärchen und sahen was geschehen war.
Szenenwechsel:
Zwei Polizisten klingelten an der Haustür von Oli Schulu und baten seine Frau um Einlass. Sie erzählten ihr im Wohnzimmer die schlechte Nachricht mit wenigen Einzelheiten und Details, denn sie wollte davon nichts wissen.
Als die Polizisten mit ihrer Ausführung fertig waren schrie seine Frau nur. "DIESE VERDAMMTE METALL-SCHLAMPE!"
(ENDE)
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11.08.12
