A/N 2014
Nach ein paar längeren Storys/Mehrteilern sind wir im März 2011.
In diesem Jahr hatte ich einige depressive Momente. ACHTUNG ! Dies ist eine DEATHFIC.
Gut 900 Wörter
Der Brief
Prolog
„Nein, nein, nein! Ihr Chip ist weg!" Rief John aufgeregt. „Er hat Ihren Chip genommen!" Er blickte zu Weaver. „Wo ist er...dieser JohnJohnJohn...John-Henry. Er hat ihren Chip genommen!"
Weaver blickte zum Tisch. Dort lagen Messer und Camerons Chipport-Deckel fein säuberlich nebeneinander und das Ohne Spuren eines Kampfes.
„Er hat Ihn Ihr nicht genommen, Sie hat Ihn Ihm gegeben", schlussfolgerte Weaver.
„John!" Rief in diesem Moment Sarah und deutete auf seinen fragenden Blick hin zu den Bildschirmen an der Wand.
-I'm sorry John!- Stand da in einer Endlosschleife.
John Connor ballte schließlich nach einigen Sekunden die Fäuste. „Wo ist er?!" Herrschte er Weaver an.
Catherine Weaver hatte die Anlage an der Rückseite des Raumes begutachtet. „Nicht -wo- ist er, sondern -wann-.
James Ellison hatte bis dahin einfach nur stumm beobachtet. „Was meinen Sie mit -wann?-", entfuhr es ihm nun.
Der T1001 aber reagierte gar nicht auf die Frage. „Das ist merkwürdig", sagte sie in Gedanken. „Es wurde ein Transfer nach 2027 eingestellt aber das Time Displacement Equipment wurde nicht aktiviert.
Die Flüssigmetall Maschine drehte sich herum und sah ihre Begleiter der Reihe nach an. Zuletzt blieb ihr Blick auf John haften. „John-Henry sollte wenn er seine Mobilität gewinnen würde planmäßig in die Zukunft reisen, um sich einerseits in Sicherheit zu bringen und um andererseits zu sehen was sein Bruder den Menschen angetan hat".
„Und... und wo ist er jetzt?" Fragte John mit bebender Stimme.
„Ich bin hier John Connor!" Rief in diesem Moment John-Henry von der Tür zum Nebenraum her.
John wollte wütend auf ihn losgehen aber Weaver hielt ihn zurück.
„Camerons Chip, gib ihn zurück!" Forderte er, sich gegen den Griff des T1001 zur Wehr setzend.
Statt einer Antwort näherte sich John-Henry dem Tobenden und streckte ihm dann einen Brief entgegen.
„Was ist das?" Fragte John und starrte auf den Brief.
„Eine Mitteilung von Cameron Phillips. Ich sollte sie Dir geben, wenn ich Dich sehe. Sie sagte, danach würdest Du verstehen.
John beruhigte sich und riss den Umschlag förmlich aus John-Henrys Hand. Er nahm das Blatt heraus und lies sich auf einen Stuhl sinken.
Er erkannte sofort, dass die Zeilen mit seiner Handschrift geschrieben waren. Die Handschrift mit der Cameron seine Hausaufgaben gemacht hatte.
Er atmete tief durch, blickte auf in die Augen seiner Mom, dann begann er zu lesen.
Der Brief
John,
Du hattest völlig Recht, ich bin nur eine bin darauf programmiert, Dich zu beschützen. Obwohl ich keinerlei Emotionen im menschlichen Sinne habe verstehe ich Deine Situation. Du musst aber eines begreifen:
Es bestand immer die Möglichkeit, dass ich mich für einen höheren Zweck opfern würde, genau so, wie es damals der T800 getan hat.
Meinen Chip John Henry zu geben war eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist. Seit James Ellison mir das Codewort des Maschinenwiderstandes genannt hatte hatte ich gegeneinander abzuwägen, was das Beste für meine Mission ist.
Catherine Weaver ist besser in der Lage dich zu beschützen, als ich es jemals war. Zumal mein Körper mittlerweile zu stark beschädigt wurde.
John-Henry wird mit meinem Chip zusammen die beste Waffe gegen Skynet sein, die Dir jemals zur Verfügung stand.
Dagegen ist meine Existenz unwichtig.
Ich habe zwei Mal zu Dir gesagt, dass ich Dich liebe. Wie Du vielleicht vermutest war das erste Mal ein Trick meiner Skynet Programmierung um meine Zerstörung zu verhindern.
Dann traten immer wieder Fehlreaktionen in meiner Programmierung auf, so auch als ich am Telefon zu Dir sagte dass ich Dich liebe. Das hätte ich nicht tun dürfen, ich konnte es nur nicht verhindern.
Heute Morgen im Hotelzimmer wollte ich Dir zeigen, dass ich kein Herz habe. An Deiner Reaktion habe ich aber erkannt, das dies ein Fehler gewesen ist. Ich hatte nicht mit einkalkuliert, dass Dich mein Körper derart reizen würde.
Das konnte mir nur passieren, weil meine Persönlichkeitsmatrix immer weiter degeneriert.
Bevor mein Programm zu stark beschädigt ist und Dich das in Gefahr bringt war es schließlich logisch meinen Chip John-Henry zu geben, der den Speicher löschen und neu formatieren muss, bevor er sich selbst auf den Chip transferieren kann.
Das heißt, wenn John Henry nun meinen Chip nutzt, dann existiert meine Persönlichkeit nicht mehr. Ich existiere nicht mehr.
Es tut mir Leid, dass ich Dir soviel seelischen Stress bereitet habe aber ihr Menschen würdet wohl sagen es ist so für Alle das Beste.
Die Vorteile überwiegen letztendlich die Nachteile.
Ihr seid nun besser gegen Skynet gewappnet als jemals zuvor.
Damit ist mein Opfer gerechtfertigt.
Es tut mir leid John,
Cameron
Epilog
John zerknüllte den Brief. Sekundenlang starrte er ins Nichts. Dann blickte er zu Weaver.
„Ich verlass mich darauf, dass Camerons Körper vollständig zerstört wird", sagte er zu dem T1001.
Catherine Weaver nickte bestätigend.
Dann sah John wieder seine Mutter an. „Das nennt man dann wohl Kollateralschaden. Das war wohl ihre letzte Lektion für mich", sagte er emotionslos und ging ohne noch einen Blick auf Camerons leblosen Körper zu werfen hinaus.
Sarah starrte einige Sekunden auf Cameron. Ihr war bewusst, wie sehr ihn das getroffen hatte aber sie wusste auch, er würde darüber hinwegkommen.
Camerons Opfer war nicht das letzte das er erbringen würde. Auf seinem Weg zum Sieg würde er noch Viele opfern müssen.
Sarah wusste aber auch das dieses Opfer eines der größten für ihn war.
Er hatte am selben Tag nicht nur seinen Beschützer sondern auch seinen einzigen Freund verloren.
Aber all das diente einem höheren Zweck.
Er war John Connor und er würde die Menschheit retten.
Auch ohne Cameron.
Und Sarah war klar, dass er Dies wusste.
(ENDE)
