So es hat aus technischen Gründen etwas länger gedauert aber hier ist es nun das neue Kapitel!

Erst einmal DANKE für eure tollen Reviews ! Ich freu mich immer wieder !

Und einen Dank an meinen Beta, EulenAuge!

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!
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Der nächste Tag brach an und wieder wurde Alex durch ein Klopfen geweckt. Genau so wie jeden Morgen. Gleich würde Narzissa durch die Tür kommen und sie liebevoll darauf hinweisen, dass es schon längst Zeit war, aufzustehen.

Doch so kam es nicht. In weiser Voraussicht hatte sich das Mädchen schon mal umgedreht, so wie sie es gestern getan hatte. Doch niemand trat ein. Einzig und allein eine Stimme durchbrach die Stille: „Aufstehen Alex, es ist schon um neun."

Danach hörte sie Schritte und keine Minute später waren jegliche Geräusche verhallt.

Es dauerte einen Moment, bis Alex die Situation realisiert hatte und sich sicher war, dass Narzissa wirklich nicht zurückkommen würde. Doch jetzt war sie schon wach, also stand sie auf, und zog sich schließlich an.

Sie wählte das giftgrünes Kleid mit der orangen Schlange vorne, dazu ihre schwarzen Turnschuhe und zur Krönung noch weiß- rot gestreifte Kniestrümpfe, die sich furchtbar mit dem Rest des Outfits stachen. Irgendetwas fehlte noch und als Alex ihren Kleiderschrank durchwühlte, fand sie doch tatsächlich das richtige Accessoire. Ganz hinten im Schrank, damit es Alexandra auch ja nicht finden würde, hatte Narzissa das blaue Basecape versteckt.

So wie sie jetzt aussah, wäre sie in der Muggelwelt auf garantiert nicht aufgefallen. Die Klamotten hatte sie damals unbedingt haben wollen, doch weder ihr Dad noch die Malfoys waren begeistert, wenn Alex sie trug - warum auch immer.

In diesem Aufzug ging sie die Treppe herunter. Als sie das Esszimmer betrat, saß das Ehepaar Malfoy bereits am Tisch und schaute sie nur stumm an.

Stillschweigend setzte sich Alex dazu. Für kurze Zeit erfreute sie sich noch an den Ausdruck auf dem Gesicht der beiden Malfoys. Erstaunt wurde Alex gemustert. „Wie schaust du denn aus?", fragte Narzissa, anscheinend perplex über diese Modesünde.

„Mein Lieblingskleid", erklärte die Jüngere neutral.

Dann herrschte wieder Stille, bis Lucius endlich zu einem Toast griff und begann, es akribisch genau mit Butter zu bestreichen. Alex tat es ihm gleich und zum Schluss stimmte auch Narzissa mit ein.

So ruhig war es schon lange nicht mehr am Frühstücktisch gewesen. Lucius hatte Alex noch nicht einmal angesehen und das mit Absicht. Er war immer noch furchtbar wütend auf sie, denn er wurde für ihr Verschwinden verantwortlich gemacht. Damit war er in der Gunst des dunklen Lord gefallen und durfte sich nun keinen weiteren Fehltritt erlauben, um sich nicht ernsthafte Konsequenzen einzuhandeln. Und das alles nur, weil das Mädchen wiedereinmal rücksichtslos ihren Kopf durchsetzen wollte. In diesem Punkt war sie ihrem Vater ungemein ähnlich, fand der platinblonde Mann und ertränkte seinen Zorn in Kaffee.

Als sie fertig waren, ergo nichts mehr zu tun hatten, breitete sich eine erdrückende Stille im Raum aus.

Alex fasste sich ein Herz und fragte locker in die Runde „Und was habt ihr heute so vor?"

Es war, als ob Lucius aus einer Trance erwacht wäre, denn auf einmal weiteten sich seine Augen und seine Hände verkrampften sich zu Fäusten. „Das werden wir dir garantiert nicht verraten. Ich habe nämlich keine Lust dich heute wieder zu suchen", zischte er und wurde dabei immer lauter.

Narzissa legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schultern. Tatsächlich wurde der Atem ihres Gatten wieder gleichmäßiger und seine ganze Haltung entspannte sich.

Ruckartig stand er auf und drehte sich zu seiner Frau um. „Ich gehe jetzt zu den Forthys. Sie habe mich zu einem Geschäftsessen eingeladen", nuschelte er und machte sich dann aus dem Staub.

So waren Alex und Narzissa nun allein im Zimmer.

Etwas schüchtern fragte die Kleine: „Er ist noch sauer, nicht wahr?"

„Ja, und das aus gutem Grund", erwiderte die Frau. Doch dann seufzte sie und setzte sich neben das Mädchen.

„Er hat sich große Sorgen gemacht, genauso wie ich", flüsterte sie ihr eindringlich zu.

Alex ruckelte ein wenig hin und her. Sie fühlte sich dezent unwohl in ihrer Haut...

„Tut mir leid...", murmelte sie. Sie hasste es wirklich, sich zu entschuldigen.

Narzissa nahm sie in die Arme. Sie konnte ihr einfach nie lange böse sein. Es war als ob dieses Mädchen schon fast ihre eigene Tochter wäre... doch das würde bedeuten, dass sie mit Voldemort ein Kind hätte. Diesen Gedanken fand sie sowohl grotesk abstoßend, als auch einfach nur lächerlich.

Als sie diese Idee endlich verdrängt hatte, ließ sie Alex wieder los. „Also versprichst du mir, dass du nie wieder ohne Erlaubnis einfach abhaust, Schatz?", fragte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue.

„Jaa", antwortete die andere leicht genervt.

Nun wanderte auch noch die andere Augenbraue nach oben

„JA, wirklich, ich meine das ernst", sagte Alex nun aufrichtig.

„Gut" gab sich Narzissa geschlagen und hatte damit das Thema abgehakt „Lucius wird sich auch bald wieder beruhigt haben." Versicherte sie zuversichtlich und strich dem Mädchen liebevoll über das Haar.

„Also", begann das Mädchen zögernd, „Ist das jetzt ein gutes Timing zu fragen was wir heute machen ?"

Sofort hielt Narzissa inne. „Du bist unmöglich Alexandra" ,beschwerte sie sich mit einem belustigtem Grinsen.

Nun musste auch Alex lächeln.

„WIR machen heute gar nichts Schatz! Ich bitte dich. Du denkst doch nicht, dass es den Männern gefallen würde, wenn wir beide uns nach gestern einen schönen Tag sonst wo machen?"

„Aber seit wann interessiert uns denn, was die Zwei denken?" stellte Alex die Gegenfrage und blickte Narzissa verschlagen an.

Die musste den Drang bekämpfen, laut los zu lachen.

„Also wirklich", begann sie tadelnd, doch sie wurde von ihrem eigenen Lachanfall unterbrochen.

„Ernsthaft Alex", begann Narzissa erneut, als sie sich beruhigt hatte. „Ich würde mir an deiner Stelle keinen großen Hoffnungen auf großartige Unternehmungen machen. Lucius würde dich wahrscheinlich am liebsten den ganzen Tag in dein Zimmer sperren und davor Wache halten", erklärte sie.

Alex ließ ein herausforderndes Schnauben hören. „Na, das will ich sehen", nuschelte sie mehr zu sich als zu Narzissa, die es jedoch trotzdem hörte.

„Wie wär's, wenn du dich erst mal umziehen würdest? Dieses Outfit ist wirklich unerträglich. Dein Modegeschmack lässt wirklich zu wünschen übrig! Kaum zu glaubenm, dass du mit mir zusammen wohnst", erklärte sie gespielt enttäuscht.

„Na schön", erwiderte das Mädchen und machte sich auf nach oben, um sich etwas anzuziehen, was Narzissa nicht halb zum Erblinden brachte.

In einem süßen rosa Kleid mit weißen Sandalen kam sie die Treppe herunter. Alex wusste das Narzissa dieses Kleid an ihr liebte. Immer wenn sie es anhatte, betonte sie, dass die kleine Blondine wie ein bezaubernder unschuldiger Engel aussah.

Doch, als sie wieder unten war, saß Narzissa nicht mehr auf der Couch. Alex wollte sie suchen gehen, also spazierte das Mädchen hinaus in den Garten. Dort war ihr Vorhaben jedoch bald vergessen, immerhin gab es dort so viele Möglichkeiten sich abzulenken!

Es hatte gestern Nacht geregnet und der ganze Rasen war übersäht mit Pfützen. Schalk blitzte in den Kinderaugen auf und sofort waren alle guten Vorsätze wieder vergessen.

Nächstes mal bei „Tom Riddles Tochter":
Kapitel 8: Vom Regen in die Pfütze
Oh ja ein Unglück jagt das nächste und mitten drin steht Allex, umrungen von ganz viel Schaum.
Was es damit auf sich hat und wie Narzissa reagieren wird, erfahrt ihr im nächsten Cap.

Neugierig? Ihr wollt ganz schnell wissen wies weitergeht? Unter uns ein kleines Review kann sehr motivierend wirken ;) *unschuldig pfeif*
Dann bis zum nächsten mal! *ice-cream hinstell* (falls ihr die Nase voll habt von Keksen xDD)

Euere *Sweety Tweety* 3