~ Kapitel 6 – Vendetta ~
Sie hatte keine Lust mehr. Sie wollte nicht mehr und kann man es ihr verübeln? Seit nun schon vielen Stunden hatte sie trainiert. Nicht nur das Wandwandeln, was sie wohl nun sehr gut beherrschte, sondern auch andere Fähigkeiten. Sie trainierte das Schießen und das Ausweichen, sie trainierte das weit sehen und ihre Kraft, wagte sich sogar heran einige Tiere zu manipulieren, was sie früher nur aus reiner Langeweile tat. Doch nun hatte sie keine Lust mehr.
Erschöpft lag sie in einem Sessel und blätterte durch eine Zeitschrift. Sie sah sich diese heutigen, perfekten Körper an und raunzte. Alles Magerpuppen. Dennoch denken alle Männer, dass dies Schönheit sei.
Vor ihr stand eine ausgetrunkene Packung Blut, die vor sich hingammelte. Es störte sie nicht. Irgendwann wird sie sicher jemand wegräumen, wenn sie es nicht tat.
Seras saß schon eine gewisse Zeit hier und sah sich die Zeitschrift an, aber immer im Hinterkopf, wie sie sich an ihren Meister rächen könnte.
Ja, Rache. Furchtbare Rache. Es gab sogar einen reinen Film über Rache. „V wie Vendetta" Gerne würde sie Alucard auch in die Luft jagen, wie in dem Streifen und mit Rosen bedeckt untergehen. Aber das vermag sie hier nicht, also musste sie sich etwas anderes ausdenken. Doch was könnte ihn tief treffen, schon fast beschämen? Wie könnte sie ihm bewusst machen, dass er sich mit seinen Handeln zügeln sollte und besonders mit seinen Worten.
Sie blätterte weiter und entdeckte einen kleinen Artikel über einen Rosenkrieg für einen Film. Sehr spielerisch gemacht, aber ein Rosenkrieg war nichts für sie. Dafür müssten sie zusammen sein, was schon eine absurde Vorstellung war. Doch nicht weit, stand eine andere Rezension eines Filmes. Nett, selbst eine Szene war darin. Es gelang einer yogatüchtigen Frau ihren Ehemann Informationen heraus zu locken, indem sie ihm das beste Stück abquetschte, nur mit ihrer Vagina. Beeindruckend. Dazu muss man erst in der Lage sein, aber da stellt sich das Problem, dass sie mit Alucard schlafen müsste, was sie gewiss nicht machen wollte. Dieser Gedanke war schon etwas seltsam, befremdlich. Eine Beziehung mit ihm und auch noch Sex? Oder nur eines von Beidem, obwohl das erste, das Letzte mit einschließt.
Sie hob ihren Kopf und schloss die Augen. Wenn sie sich es recht überlegte, würde nichts dagegen sprechen. Sexy genug war er und sicher hatte sie sich ihn oft nackt vorgestellt. Selbst, wie sich ihre Körper aneinander rieben und er ihr lustvoll ins Ohr stöhnte, während sie seinen Namen schrie. Dennoch war da etwas befremdliches drinnen. Es war diese Distanz, die offenbar von Beiden aufrecht gehalten wird. Sie könnte sich so oft vorstellen, wie sie mit ihm im Bett heißen Sex vollbrachte, dennoch würde es nie Wirklichkeit werden. Sie wusste, sie würde es nicht zulassen. Ein Teil von ihr stemmt sich immer wieder gegen ihn und weist ihn ab. Dies tat er genauso.
Gut, der Zwischenfall in dem seltsamen Raum war etwas anderes. Da wollte sie ihn. Sie konnte nichts dagegen tun. Er hatte sie geküsst und sie in einen schwachen Moment erwischt. Doch nun war sie wieder stark.
Nichts desto trotz sollte sie an ihre Rache denken. Also, was könnte man mit ihm anstellen, dass er es nie vergisst und weiß, woran er mit ihr ist?
Die Vampirin grinste breit, als sie wieder auf die Zeitung starrte. Sie wusste, was zu tun war und es wird gewiss nicht angenehm für ihn enden. Für sie wäre es nur ein Spaß. Weiter nichts. So wie sie für ihn nur ein Spiel ist.
Wie sagt man so gerne? Wie du mir, so ich dir?
Sie legte ihre Zeitschrift weg und stand auf. Es gab noch viel vorzubereiten. Elegant schmiss sie ihre Blutkonserve in den Müll und verließ den Raum zu ihrem Gemach. Sie brauchte noch das passende Outfit und geschweige ,musste sie sich den Ablauf überlegen. Nicht, dass er a Ende die Fäden zieht.
Es sah schon diabolisch aus, wie sie grinste. Diese Vorfreude konnte ihr niemand nehmen. Zielsicher erreichte sie ihr Schlafgemach und öffnete die Tür. Keiner da.
Gut, so hatte er noch nichts gerafft. Früher wäre er beim kleinsten Verdacht, dass sie etwas anstellen könnte, bei ihr gewesen und hätte alles ruiniert. Doch jetzt war er mehr und mehr zurückgezogen. Es war schon seltsam. Sie sah ihn auch des Öfteren durch die Flure gehen, was vor 30 Jahren ein No-go gewesen war. Er hatte sich schon verändert, war aber um so gefährlicher. Sie musste aufpassen.
Seras griff sich einige Sachen aus dem Schrank. Alles knappe Sachen, die sie sich einst gekauft hatte. Doch sie suchte etwas bestimmtes.
„Was hast du vor? Ausgehen?" Sie konnte seinen Qualm schon vorher reichen. Doch sie hielt es nicht für nötig aufzusehen. Pip kam aus der Wand und grinste breit. Er hielt sich immer mehr in den Wänden auf, als in ihr, was auch ein Dorn in Alucards Augen war. Sie knurrte wütend. Seras hasste es, wenn er einfach hineinplatze., Schließlich hätte sie auch nackt sein können. Doch der Söldner nutze es gerne.
„Nichts, was dich zu interessieren hätte.", giftete sie wütend. Er grinste nur und nickte leicht.
„Nagt es immer noch an dir, dass er dich so liegen ließ?" Sie schwieg. Warum sollte sie solche Dinge mit ihm besprechen? Er war ein Mann, was verstand er schon von ihren Gefühlen.
„Pip, was willst du hier?" Sein Stöhnen war laut und ihr entging auch nicht, dass er sich durch die Haare fuhr. Er griff seine Zigarette, die wohl nie auszugehen scheint und lachte.
„Ich wollte dich über etwas interessantes informieren." Sie sah ihn nur leicht an. Was kann es schon interessantes geben?
Geschickt griff sie ein Top in einem dunklen rot und nahm sich ein Jäckchen dazu, was nur bis knapp unter ihren Brüsten ging, aber langärmlich war. Sie knotete es vorne gerne zu, was ihren Ausschnitt noch mehr betonte. Eine gute Kombination und nur noch das Unterteil.
„Willst du es nicht wissen?" Sie schnaufte und griff zu einem knappen Faltenrock, der etwas aufgepuscht war. Meist trug sie darunter kurze Leagings, aber sie überlegte, ob sie es nicht weglassen sollte.
„Sprich doch einfach." Seras hatte fast ihre perfekte Teufelskombination gefunden. Selbst die Schuhe standen fest. Hohe Stiefel mit gefährlich spitzen Absätzen.
„Rate mal, was Alucard dieses Mal anschleppte?" Er grinste noch breiter, doch sie ignorierte es.
„Er ist wieder hier? Gut.", lächelte sie matt. Pip blickte sie nur verdutzt an. Solch eine Reaktion hätte er nicht erwartet. In ihren sonstigen Zustand wäre sie an die Luft gegangen und hätte ihn verflucht. Was plant sie?
„Mit Begleitung füge ich hinzu." Er wollte sie wohl unbedingt reizen. Er lächelte matt und beobachtet jede Reaktion. Doch sie blieb ruhig.
„Was für Begleitung?", fragte sie gelangweilt. Seras wusste, dass er es unbedingt erzählen wollte. Für ihn war es einfach wichtig. Pip streunerte durch die Wand und begutachtete sie von allen Seiten. Er schnaufte und lächelte.
„Dir kann sie keine Konkurrenz machen. Dafür ist sie zu Flachbrüstig." Sein Grinsen nahm Dimensionen an, als hätte er den Witz des Jahrhunderts gerissen. Sie schnaufte wütend und griff nach einer Lampe. Schnell warf sie ihm an den Kopf. Treffer.
„Wenn du dich weiter so kindisch benimmst, überlege ich es mir, dich nicht doch weg zu sperren." Es war eine Anspielung auf Alucards Worte. Er wusste, dass sie geübt hatte und auch geschickt genug war, ihn weg zu schließen, in sich. Doch dies wollte Pip meist verhindern. In den 30 Jahren hatte er es auch geschafft. Er war ihr Bezugspunkt, denn sie fühlte sich alleine.
„Tut mir Leid." Er verneigte sich. Sie rümpfte ihre Nase und drehte sich wieder zu den Sachen.
„Wie ist sie und was macht sie hier?" Pip blickte sie an und lächelte matt.
„Weiß ich leider noch nicht. Wie es schient, wollte er sie sehr genau abschirmen. Ich habe nur einen kurzen Blick erhascht, als sie rein gebeten wurde. Wie es schien, hatte mich Alucard bemerkt und ihr gesagt, sie soll verschwinden. Die kleine machte sich noch einen Spaß und tat es anscheinend extra langsam. Sie ist eine Vampirin, wollte ich noch anmerken. Also sie verschwand durch die Wand. Dann ging Alucard zu Integra. Mehr war nicht." Seras sah ihn direkt an. Ein junges Mädchen, was nach Pips Ansichten nicht so gut aussah, wie sie selbst, wurde von Alucard versteckt und hier rein geschmuggelt, als sei sie Staatsfeindin Nummer eins und noch dazu ist sie eine Vampirin. Was hat er vor?
Sie griff ihre Sachen und ging zu ihrem Bad. Er blickte ihr nach und behielt es sich vor, ihr zu folgen.
„Bitte sehr!", rief er ihr nach und verschwand auch. Sie schnaufte, schmiss die Tür zu und stellte das Wasser an. Bald war die Zeit gekommen. Bald war Vendetta da.
„Ein nettes Haus habt ihr hier."Ihre roten Augen sahen sich in dem gesamten, leeren, Keller um. Es war riesig und dennoch stand nur ein Stuhl darin mit einem Tisch und Wein. Eine Schande aus so etwas Großem nichts zu machen. Doch es war nicht ihr zu Hause.
Er ging an ihr vorbei und setzt sich leicht genervt auf den Stuhl. Sein Bein legte er auf das Andere und den Kopf stützte er auf seiner Hand ab. Er sah in die Leere.
Sasha hatte erst bei sich daheim, was eher vorübergehend zu Hause genannt werden durfte, erfahren, dass sie ihm, den sexy, verschlossenen Macker, helfen sollte. Einer Seite wirklich toll. Solch einen Mann um sich zu haben ist doch geil. Anderer Seite mit den Umständen war es für ihn eine Schande. Sie war sicher hunderte Jahre Jünger als er und musste ihn dennoch ausbilden. Sie hätte sich bei solch einer Situation die Kugel gegeben.
Das machte die Stimmung zwischen ihnen nicht besser. Seit sie von ihm hier her gebracht wurde, gab es nur Schweigen. Er sah sie nicht an, redete nicht, tat nichts, sondern ging, als wäre sie nie da. Und sie hätte schwören können, bei der höflichen Vorstellung seiner Chefin, wie sie mitbekam, gegenüber, wäre er am Liebsten in einen See aus Dornen schwimmen gewesen. Er tat ihr Leid.
„Gut... klingt sehr einladend. Ist mir denn noch ein Zimmer vergönnt, oder darf ich mich auf den Boden legen, auch wenn mir Kopf über hängen mehr liegt.", witzelte sie und schmunzelte breit. Er blickte sie starr an und verzog keine Miene. So etwas kann einem echt angst machen. Als würde er sie mit tausend Pfählen durchbohren und sie würde dabei nie sterben. Da gab es nur ein Mittel.
Sasha setzte ihre kalte Miene auf und starrte zurück. Als Kind hatte sie so etwas schon immer bei ihren Katzen geübt. Es machte Spaß. Man zeigte die Autorität und gewiss würde sie nicht aufgeben.
„Ich kann das den ganzen Tag machen.", warnte sie ernst. Er rührte sich nicht. Sein Blick blieb und verdammt er machte es sehr gut. Sie konnte schon leichte Zuckungen im Körper spüren. Dafür, dass er schwach sein soll, hat er noch so eine tödliche Ausstrahlung.
„Wenn du nicht mit mir reden willst, auch gut. Dann stöbere ich aber in deinen Gedanken herum und wer weiß, welche dreckige Wäsche da zum Vorschein kommt." Sie grinste schadenfroh und hob eine Augenbraue. Endlich rührte er sich. Er schnaufte und rollte mit den Augen.
„Du hast kein Respekt, oder?" Die sexy Stimme schallte durch den gesamten Raum und sie wäre geschmolzen, würde sie sich nicht zusammen reißen. Breit lächelte sie und nickte.
„Nix, nada, null, niente! Respekt hege ich vor niemanden, außer meiner Herrin. Hast du ein Problem damit?" Er knurrte leise. Sie wusste, es gefiel ihm nicht. Es gefiel niemanden, aber dies war ihr gleich. Im Moment war sie die Fädenzieherin. Ohne sie, ist nichts.
„Anscheinend muss ich mich damit abfinden." sein Kopf verließ seine Stützstelle. Er setzte sich gerade hin. „Du kannst dir hier unten einen Raum aussuchen." Sasha grinste und nickte erfreut.
„Ich nehme das mit dem riesigen Bett", lachte sie. Er sah sie fragend an. Sie ist doch eine Vampirin, oder?!
Wie es schien, griff sie seinen Blick auf und wurde leicht rot.
„Ich bin keine Sargschläferin. Darin bekomme ich Phobien vom Ende der Welt." Verlegen kratzte sie sich an ihrer Wange. Es schien ihr peinlich zu sein, dennoch ging sie damit sachlich um.
„Du bist wie meine Draculina, hängst noch an deinem menschlichen Leben." Doch da kannte er sie schlecht. Sie schnaufte gefrustet auf.
„Tut mir Leid, das ich Platzangst habe. Diese Phobie geht eben nicht so leicht weg." Er sah sie verwundert an. So etwas hatte er noch nie gehört. Eine Vampirin mit Platzangst. Es würde einiges erklären, aber doch klang es lächerlich.
„Ich nehme es einfach hin.", meinte er knapp. Sasha lächelte. Das Letzte, was sie haben wollte, war ein Streitgespräch. Wer weiß, wie hart seine Belastungsgrenze war.
„Ich muss auch nicht im Bett schlafen, wenn du es für andere Dinge brauchst.", zwinkerte sie. Alucard sah es nicht.
„Nein, es gehört ganz dir." Sein Blick fiel wieder auf sie. Gut, sie hatte ein Schlafzimmer. Was fehlte noch? Ach ja, geregelte Nahrungsaufnahme.
„Wie ist das eigentlich bei eich mit dem Trinken?" Nun ging sie auf ihn zu. Sie war es Leid dumm herum zu stehen. Er beobachtete jeden Schritt.
„Wir haben hier alles vorrätig. Bedien dich nur, wenn dein Magen kitzelt." Sie lächelte zuckersüß und blieb vor ihm stehen.
„Gut, dann entschuldige mich. Ich gönne mir etwas zu Essen und du solltest dir Stahlnerven gönnen." Er hob erneut eine Augenbraue und sah zu ihr hoch. Sasha deutete mit den Daumen nach hinten, als sie in dem Boden langsam versank.
„Da kommt ein heißes, geladenes Weibsbild und sie scheint sehr sauer zu sein." Sie war weg.
Der Vampir blickte nur eine Sekunde auf den Punkt, wo noch ihr quietsch-bunter Kopf zu sehen war. Er wusste, wen sie meinte und sah sofort zur Tür. Doch anders, als er erwartet hatte, öffnete sie sich nicht.
„Wieder faul?" Er wäre fast hoch geschreckt, doch seine jahrelange Übung verhinderte es so Schwäche zu zeigen. Seine Augen fuhren zur Seite, wo sie stand. Wandwandeln war die einzige Erklärung.
„Seras.", meinte er trocken. Sie stand nur an der Seite und rümpfte verachtend ihre Nase. Es störte ihn nicht, selbst ihre Aufmachung nicht, die nicht von schlechten Eltern war.
Seine Augen fuhren von den Stiefeln, die wohl Lackleder waren, über ihre langen Beinen zu den kurzen Rock, der nicht länger war als die Breite eines Höschen zu ihren knappen Top und Jäckchen, welches sie sorgsam zusammen verknotet hatte. Eine Frau fort, die nächste kommt.
„Wieso diese Aufmachung?" Seine Stimme war noch immer nüchtern und distanziert. Sie zuckte leicht mit den Mundwinkeln.
„Wo ist denn dein kleiner Fang?", konterte sie und ging von der Seite zu ihm nach vorne. Er beobachtete ihren Gang und musste feststellen. Sie hatte mehr als genug billiges Sexappeal. Er war fast hypnotisiert.
„Fressen.", drückte er sich leicht ungepflegt aus. Sie kicherte und blieb genau vor ihm stehen.
„Wo hast du sie denn aufgegabelt? Im Puff?" Er grunzte leicht amüsiert und sah wieder hoch in ihr Gesicht.
„Käme sie aus dem Puff, würde ich mir über die Qualität des Etablissement sorgen machen." Sie lächelte und grinste nicht. Ihr Blick war ernst und zornig. „Noch sauer wegen meiner Ehrlichkeit?", stichelte er. Seras beugte sich herab und schmunzelte. Er spürte schon ihren Atem, der über sein Gesicht kitzelte, als sie zu seinem Ohr glitt und nahe, ganz nahe, zu nahe hinein flüsterte.
„Wie kann ich dir denn sauer sein?", sprach sie leise. Er bekam eine Gänsehaut. Was aber noch schlimmer war. Er spürte ihre Hand dort, wo sie nicht sein sollte. Genau an seiner Hose. Sie pustete in sein Ohr und leckte knapp über sein Ohrläppchen. Seras konnte bestimmt spüren, wie er aufzuckte. Seine Augen kniffen sich zusammen, als er versuchte sich zu besinnen und Herr seiner Reaktionen zu werden.
„Was tust du da?" Seine Stimme sollte wütend klingen, doch sie wirkte nur hilflos und erregt. Die Vampirin grinste und ergriff ihre Chance. Ihre andere Hand riss sein Bein vom anderen. Sie setzte sich elegant auf seinen Schoß und beugte sich weiter mehr nach vorne, sodass er ihre Brüste spüren konnte. Er blickte sie erschrocken und erbost an, aber sie führte ihre Lippen auf sein Nacken. Sanft kniff sie in seine Haut.
„Was glaubst du wohl?", fragte sie ruhig und strich mit ihren Händen über den Stoff seines Hemdes. Er sah auf ihre Hände und beobachtete, wie sie weiter an sein Hemd zupften. Langsam fuhr sie zu seinen Knöpfen. Einer nach den anderen sprang auf. Sofort wurde Haut darunter frei, welches sie sofort beküsste. Er spürte nur zu gut ihre Zähne auf seiner Haut. Sie schabte ruppig, wo er zugeben musste, dass es ihn sehr gefiel. Verletzungen störte ihm nicht, es war nur ein weiterer Kick.
Er keuchte leise und schloss seine Augen.
„Das solltest du nicht tun. Du weißt, was alles mit dir für mich ist." Ja, dies wusste sie. Ein Spiel. Dennoch hatte sie einen Plan.
Genüsslich machte sie weiter und antwortete nicht auf sein Kommentar. Sie öffnete sein komplettes Hemd und strich über seine Haut, während ihre Lippen zu seinem Hals glitten. Er vermag es nicht mehr ihr die Führung zu lassen. Es war schon ein Wunder, dass er dies überhaupt zu ließ. Er war doch sonst nicht so einfach gehalten.
Seine Hände, die auf der Lehne geruht haben, glitten zu ihrem rücken und strichen an den Seiten entlang. Er packte ihre Hüfte, was sie leicht aufzucken ließ, und setzt sie richtig an ihn heran. Die linke Hand fuhr nun wieder hoch, an der Seite, bei ihrer Brust entlang hoch zur Schulter und ihrem Gesicht. Er hörte sie leicht keuchen. Kaum sanfter, als sie zu ihm war, drückte er ihr Gesicht hoch und beugte sich nach Vorne. Seine Lippen berührten ihre. Er küsste sie intensiv.
Seras zuckte nicht, sie genoss es und erwiderte. Dennoch vergaß sie nicht ihre Absicht.
„Dafür, dass es für dich nur ein Spiel ist, bist du aber sehr intensiv dabei." Er sah sie an, nachdem sie den Kuss gelöst hatte. Er knurrte spielerisch und lehnte sich nach vorne zu ihren Hals. Seine Zähne kniffen hart hinein, sodass es blutete. Er leckte es ab. Sie zitterte.
„Ich bezweifle, dass du deswegen hier her kamst.", schnurrte er und schnupperte an ihrem Haar. Er gab nicht zu, dass er es genoss, aber man konnte es ihm deutlich ansehen. Sie grinste und strich sanft mit ihrer Hand auf seiner Brust herunter. Nur langsam glitt sie in seine Hose.
„Stimmt. Ich bin wegen etwas anderem hier." Er sah sie abwechselnd an, als er ihre Haut weiter beküsste, bis hin zu den Ansätzen ihrer Brust. Sie fixierte ihn weiter, als ihre Hand weiter hinein glitt. Er stoppte und keuchte.
„Seras, nicht.", zischte er. Das war ihm zu nahe. Er mochte gerne mal sehr intim werden, aber doch hatte er Grenzen. Sie überschritt sie.
Trotz seiner Warnung, machte sie weiter. Sie fuhr weiter hinein und streichelte ihn am Ansatz seines Gliedes. Ihre langen Fingern glitten an dem Schafft entlang und zwischen die Eier. Er keuchte, als er ihre Hände spürte. Sein Kopf fuhr nach hinten. Die Vampirin glitt zu seinem Hals und leckte herüber, während ihre Hand weiter hinein glitt. Um besser heran zu kommt , knöpfte sie die Hose auf. Ihre Hand hatte freie Bahn. Sie tat es tatsächlich. Sie massierte seine Eier und strich über seinen Schwanz. Er keuchte schwer. Er spürte, wie sein Glied pulsierte und steif wurde. Selbst sie spürte es. Ihr Grinsen wurde einfach breiter.
„Gefällt es dir?", flüsterte sie an sein Ohr. Er biss sich auf die Unterlippe und blickte sie verachtend, aber doch hoch erfreut an. Unbewusst drückte er sein Becken hoch. Sie spielte weiter mit ihm und biss in sein Ohrläppchen. „Es gefällt dir.", stellte sie unbeeindruckt fest. Sie machte intensiver weiter.
„Aber weißt du was? Ich bin wegen etwas anderem hier." Kurz stöhnte er auf. „Eigentlich wollte ich dir nur deutlich sagen..." Sie strich über seine Eichel und rieb weiter. „Dass ich es nicht mag, wenn man mich so behandelt." Er blickte sie an. Verwirrung lag in seinen Augen. Er ahnte nicht, was auf ihn zukam. Sie lächelte und küsste ihm kurz auf den Mund. „Und du sollst es lassen." Trotz seiner Erregung, grinste er amüsiert. Er keuchte und lachte.
„Willst du mich etwa daran hindern?" Sie spürte seinen Hohn. Doch sie war in der besseren Position. Seras richtete sich auf und zwinkerte.
„Lass... es... einfach." Sie drückte zu. Alucard riss seine Augen auf und keuchte schmerzvoll auf. Er beugte sich leicht und drückte seine Finger in das Holz.
„Du kleines Miststück!" Er knurrte sie wütend an und versuchte sich zu wehren, aber ihr Griff war stark.
„Wie bitte?" Sie drückte weiter zu. Er keucht laut auf und zeigte voller Wut seine Zähne.
„Hör auf Seras." Seine Augen funkelten hasserfüllt, doch es störte sie herzlich wenig.
„Erst entschuldigst du dich und sagst bitte bitte." Er blickte sie erschrocken an. Das war zu viel des Guten. Doch da kam ihre nächste Attacke.
„Ah, verdammt! Ist ja gut... bitte höre auf!" Sie sah ihn fordernd an und beugte sich nach vorne.
„Und?", lächelte sie und küsste ihm am Hals. Er zuckte unter ihrer Berührungen. Wie er sie in diesen Moment hasste. Dafür wird sie büßen. Er biss sich auf die Lippen und atmete kurz durch.
„Entschuldige mein Verhalten dir gegenüber.", sprach er schnell und sah sie direkt an. Sie sollte seinen Hass spüren. Seras lächelte und gab ihm einen Kuss auf den Mund.
„Soll dir das eine Lehre sein, mein Lieber." Sie lockerte ihren Griff und strich sanft herüber. Ihre Hand glitt heraus und sie stieg von seinem Schoß ab. „Das nächste Mal bin ich nicht mehr so sanft." Sie schnaufte kichernd auf und drehte sich um. Er hörte nur noch ihre Schritte, wie sie verhallten und dann verstummten.
Dieses Miststück ist zu weit gegangen. Was erlaubte sie sich ihn so übel mit zu spielen? Er knurrte wütend und beugte sich noch immer nach vorne. Es schmerzte furchtbar.
„Unter der Gürtellinie, wie?!" Er sah sofort zur Wand. Ein kleiner Oberkörper ragte heraus. Sie hielt in einer Hand eine Konserve und lächelte. Er hatte Sasha völlig vergessen.
Wütend knurrte er und fummelte schnell an seiner Hose. Sie war zu, wenigstens das. „Brauchst du Eis?" Diese Kommentar hätte sie sich sparen können. Er knurrte sie wütend an.
„Halt deine Fresse!" Die Vampirin lächelte und kam weiter durch die Wand.
„Entschuldige, dass ich mir Sorgen gemacht habe. Aber es war auch wirklich fies von ihr.", grinste sie breit. Er drehte sich zu ihr und sah sie wütend an.
„Du hast es gewusst!" Eine tiefe Anklage, die sie sicher nicht abstritt. Sasha setzte sich auf den Thron, nachdem er sich entfernt hatte. Sie nickte und legte eine Konserve zur Seite. Die zweite, die sie noch bei sich hatte, schmiss sie zu ihm. Er fing sie auf.
„Ihre ganzen Gedanken trieften nur davon. Sie überlegte sich alles mögliche, wenn was schief ginge. Anscheinend hatte sie wirklich Hass auf dich. Vendetta, mein Herzchen." Alucard schnauft.
„Du hättest auch etwas sagen können." Sie schüttelte ihren Kopf.
„Frauen und Vendetta, hättest du es jetzt verhindert, wäre ihre Rache um so schlimmer. So wie sie drauf war." Die Vampirin riss die Blutkonserve auf und trank einen Schluck. „Bäh! Das ist ja widerlich!" Er sah sie an. Sein Gang ging zu ihr.
„Das ist eben Blut."
„Es schmeckt aber seltsam."
„Es ist auch künstlich. Es schmeckt, wie sich die Menschen es vorstellen, nach Eisen." Sie knurrte.
„Seelenlos. Kein Wunder, dass du keine Macht mehr hast." Angewidert schmiss sie es weg und schnaufte auf. „Ich gehe jagen. Du kannst dich ja von deiner Attacke erholen oder deinen Frust an deine Opfer auslassen." Schnell verschwand sie in der Wand. Er blickte noch auf den Punkt. Vielleicht sollte er sich wirklich mit Jagen ablenken. Blut war es, was er nun brauchte. Richtiges, pures Blut.
