Hallo! Und hier kommt der vierte OS. Diesmal war das Thema „Teilnehmer".
Irma wusste nicht über die Aufgaben des Turniers Bescheid. Sie war weder Richter noch Mitglied vom Zaubereiministerium.
Sie hielt es jedoch für sehr lustig zu versuchen herauszufinden, was geschehen würde.
Sie hatte übrigens eine Wette mit ihren Kollegen abgeschlossen, die den Inhalt der zweiten Aufgabe nicht kannten: Der erste, der ihn herausfinden würde, würde von seinen Kollegen in ein hervorragendes französisches Restaurant eingeladen werden – natürlich in Frankreich.
Und sie hatte wirklich vor, diese Wette zu gewinnen. Sie hatte immerhin eine perfekte Beobachtungsstelle: Alle Teilnehmer zum Turnier würden früher oder später in ihre Bibliothek kommen.
Als sie Miss Delacour am Tag nach der ersten Aufgabe um Bücher über Schreie, „insbesondere etwas richtig Schrilles und Unangenehmes", bat, fragte sie sich, was wohl in diesem Ei sein konnte. Als Mister Krum und Mister Diggory eine Woche später kamen und über die magischen Geschöpfe recherchierten, zögerte sie: Todesfee, Vettel oder Meermensch? Sie hielt das letztere für wahrscheinlicher, es gab ja welche im See von Hogwarts.
Sie ließ zufällig – gut sichtbar, aber auch nicht im Vordergrund – eine Ausgabe vom Buch dieses lieben Gilderoys, Tanz mit der Todesfee liegen. Nein, sie hatte es nicht verbrannt, das war für sie undenkbar, ein Buch zu zerstören. Und darin musste ja ein bisschen Wahrheit sein. Oder sonst war Gilderoy der erste Zauberer, der Phantasie besaß.
Neben diesem Buch legte sie das Poster eines Quidditch-Teams, die Holyhead Harpies, und eine Ausgabe von Andersens Buch Die kleine Meerjungfrau.
Und nein, sie mogelte nicht.
Sie wollte bloß wissen, ob sie richtig lag. Und ganz nebenbei auch gewinnen.
Aber das war nicht mogeln.
Immerhin gab keines dieser Elemente einen wertvollen Indiz über das Rätsel des Eis. Und alle Teilnehmer hatten ja den gleichen Zugang zu den Indizien. Obwohl sie sich nicht daran erinnerte, dass sie seit der ersten Aufgabe den jungen Potter gesehen hatte, selbst wenn seine Freundin, Miss Granger, wie gewohnt beinahe täglich vorbeikam. Tja, wenn er nicht wusste, dass eine Bibliothek der beste Ort ist, wenn man nach Informationen suchen will, Pech für ihn.
Als sich Mister Krum eine Woche später Tiere aus der Tiefe auslieh, wusste Irma, dass sie richtig geraten hatte. Ein offen gelassenes Fenster – wie leichtsinnig sie in letzter Zeit war! – ließ das Blatt hochfliegen, an dem er arbeitete. Irma hatte die Zeit, einen Blick darauf zu werfen, bevor der junge Mann es zurückholte.
Ein Glück, dass sie schnell las und ein hervorragendes Gedächtnis hatte! Nachdem sie das Fenster wieder zugemacht hatte (naja, nachdem sie einen Schüler darum gebeten hatte, es zu tun), schrieb sie das Rätsel ab.
Einfach.
Irma brauchte nur noch, zum Lehrerzimmer zu gehen, um zu sagen, dass sie die Wette gewonnen hatte. Und eine weitere vorzuschlagen: Welches Mittel würden die Teilnehmer benutzen, um eine Stunde lang unter Wasser zu überleben?
Sie wusste nicht warum, sie fühlte sich bei dieser Wette zuversichtlich.
Während sie ging, überlegte sie, welche Bücher sie zufällig auf einem Arbeitstisch vergessen könnte... Magische Wasserpflanzen des Mittelmeeres wäre perfekt, aber Alastor hatte es ihr Anfang des Jahres ausgeliehen... Raubtierische Verwandlungen könnte auch eine gute Wahl sein. Es lag zwar in der Verbotenen Abteilung, aber der Schulleiter von Durmstrang hatte seinem Champion bereits eine schriftliche Genehmigung gegeben. Und es gab zahlreiche Bücher über Kopfblasenzauber.
Irma war glücklich, als sie an jenem Abend zurück nach Hause kehrte. Dieses Jahr würde sie oft im Restaurant essen.
Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, wieMagische Wasserpflanzen des Mittelmeeres zur Bibliothek zurückgebracht wurde, könnt ihr das Drabble Nummer 26 über Neville lesen.
