4. Plötzlicher Angriff

"Also wirklich, du hättest uns ruhig verraten können, dass du eine kleine Schwester hast. Und so eine süße noch dazu.", maulte ihn Murata an. "Sie hätte fast von Lord von Bielefeld eine gewischt bekommen." Yuri ignorierte die Worte seines Freundes und ging, jetzt in trockenen Sachen (sind ja alle noch von der Reise durch die Badewanne nass gewesen), nach unten. Dort kam ihm sofort seine Mutter, Miko Shibuya alias Jennifer, entgegen und umarmte ihn genauso wie Kaori vorhin. "Mutter...", begann Yuri. "Du sollst mich doch ´Mama` nennen, Yu-chan!" Sie ließ ihn los, ihr Gesicht wurde ernster. "Yu-chan, ich habe von Sho-chan gehört, dass du deinen Freunden nichts über Kao-chan erzählt hast...", fing sie an ihm eine Predigt zu halten. Yuri steht schulterhängend daneben, während Murata immer wieder mit seinem Kopf nickte. 'Danke für deine tatkräftige Unterstützung Murata. Erinnere mich bitte das nächste Mal daran, dir auch in den Rücken zu fallen.' dachte er sich. "...Hast du gehört Yu-chan?", wollte seine Mutter wissen, ob er auch zugehört hatte. "Ja, schon verstanden.", antwortete er, ohne zu wissen was sie gesagt hatte. "Dann ist ja gut.", strahlt sie ihn an. [Irgendjemand, helft mir!] Als ob jemand seine Gedanken gelesen hätte, kam Conrad gerade herunter. Er hatte sich Sachen von Shori geborgt. "Heika, geht es euch nicht gut, ihr seht so ausgelaugt aus.", meint Conrad mit einem kleinen Hauch von Belustigung in seiner Stimme. "Sie sind ja auch wieder da.", freute sie sich den Namensgeber von Yuri wiederzusehen. "Ich freue mich auch sie wiederzusehen Miko-san.", entgegnete er ihr mit einem seiner verführerischen Lächeln. (denkt aber nichts falsches von ihm)

Nach kurzer Zeit waren alle in der Küche versammelt. Miko hatte wie immer Curry gemacht. Beim Essen war es still. Als Shoma die Stille nicht mehr aushalten konnte, fing er ein Gespräch mit Yuri an. "Und wie stehen die Dinge im Neuen Dämonenkönigreich?" Yuri sah ihn nur komisch an. 'Warum interessiert er sich denn auf einmal für so was?' An Stelle von Yuri antwortete Gwendal: "Es läuft alles wie gewohnt." ' 'Wie gewohnt', ja das trifft den Nagel auf den Kopf. Wir haben wieder Schwierigkeiten.' dachte sich Yuri auf die Antwort von Gwendal. Wieder wurde es still. "Und, warum seid ihr hier? Macht ihr Ferien?", fragte er weiter. Eine Antwort bekam er jedoch nicht, denn von draußen war auf einmal ein Tumult zu hören. Die Wände des Hauses fingen an zu wackeln. Dieser großen Kraft konnten sie nicht lange aushalten und sowohl Wand als auch ein Teil des Daches flogen davon. "Ein Tornado!", rief Miko angsterfüllt. "Nein, das ist kein Tornado.", murmelte Murata vor sich hin. 'Was? Wenn es kein Tornado ist, was ist es dann?'

"Auch wenn ich hier mein Maryoku nicht einsetzten kann, so kann ich doch spüren, dass es sich hierbei um Maryoku handelt.", hörten alle Wolfram sagen. Sie konnten es alle nicht fassen. "Aber wie kann das sein? Wir sind hier auf der Erde. Außer Bob, Yuri und mir kann hier niemand Maryoku einsetzten! Was hat das zu bedeuten?", wollte Shori wissen. "So wie es aussieht, hat derjenige, den wir suchen schon gemerkt, dass wir hier sind.", antwortete ihm Murata. "Aber irgendetwas ist komisch...", fuhr er fort. "Was meinst du damit?", mischte sich Kaori ein. Murata sah sie an und antwortete: "Uns wurde gesagt, dass die Person genauso stark ist wie Soushu, aber..." "...aber dieser Sturm ist nicht im Geringsten so stark wie er?", vollendete sie seinen Satz. Er nickte. Der Sturm, genauer gesagt der Wind, spaltete sich und griff gleichzeitig Yuri und Shori an. "Yu-niichan! Sho-niichan!", schrie Kaori besorgt.