5. Rückkehr
Ohne der Gefahr wirklich klar zu sein, versuchte Kaori zu ihnen älteren Brüdern zu gelangen. Sie kämpfte gegen den Wind an, der sie davon abhalten wollte. Plötzlich kam ein gewaltiger Luftstoß auf und schleuderte Kaori an die Wand. Beim Aufprall stieß sie ihren Kopf an und verlor das Bewusstsein.
"Kaori!", schrie ihre Mutter, die besorgt versuchte zu ihr zu gelangen. Ihr Mann jedoch hielt sie fest, damit sie nicht auch noch vom Wind erfasst werden konnte.
"Lass mich los Shoma! Ich muss Kaori helfen!", schrie sie ihren Mann an. Dieser machte keine Anstalten dazu. "Wenn ich dich loslasse, wird dir das gleiche passieren!", entgegnete er ihr, ebenfalls schreiend.
"YURI!", ertönte es von Wolfram, der ebenfalls versucht zu seinem Verlobten zu erreichen. "HEIKA!", schrien jetzt auch Conrad und Gwendal.
"Bleibt zurück!", kam es von Shori, "Wir schaffen das schon!"
"Shibuya no Onii-san, mit eurem Maryoku kommt ihr hier nicht weit.", meinte Murata.
"Was meinst du damit Ototo no Tomodachi?", wollte Shori wissen.
"Ganz einfach. Wind kann man nicht mit Dingen bekämpfen. Da ihr beide einen Vertrag mit den Wassergeistern abgeschlossen habt, könnt ihr diesen Wind nicht mit Maryoku besiegen!"
"WAS? Das ist nicht dein Ernst!", schrie in Wolfram an.
"Doch, leider ist das mein voller Ernst.", antwortete er ihm trocken.
"Wie kann man Wind denn besiegen, wenn materielle Dinge nicht funktionieren?", fragte Gwendal.
"Es gibt einen Weg, aber leider besitzt niemand von uns, außer Shibuya und sein Bruder, die Fähigkeit in dieser Welt Maryoku zu benutzen. Selbst wenn, niemand von uns hat einen Vertrag mit den Windgeistern abgeschlossen. Mit anderen Worten...", erklärte Murata.
"Mit anderen Worten können wir nichts gegen diesen Wind ausrichten.", vollendete Gwendal den Satz von Murata.
Sie sahen alle bestürzt drein. "Das kann doch nicht sein.", murmelte Murata.
Yuri und Shori waren von Wind umgeben und konnten sich nicht bewegen. Er lag wie eine Fessel um sie. Jetzt versuchte der Wind auch die anderen gefangen zu nehmen, was ihm auch recht gut gelang, da er von seinen Gegnern keinen Widerstand erwarten konnte.
"Verdammt, was soll das! Lass mich gefälligst wieder los!", brüllte Wolfram seine Fessel an.
Der Wind nahm eine menschenähnliche Gestalt an, die auf Kaori zuging. Diese lag immer noch bewusstlos auf dem Boden. Ihre Familie konnte nur zusehen, wie die Gestalt Kaori hochhob und mit ihr verschwand.
Der Wind schien schwächer zu werden, denn jetzt konnten sie sich mit etwas Anstrengung aus ihren Fesseln befreien. Sie konnten immer noch nicht fassen, was gerade geschehen war.
"Jetzt verstehe ich.", sagte Murata.
"Was verstehst du?", wollte Yuri von seinem Freund wissen.
Murata sah ihn ernst an und fing an seine Vermutung zu erklären.
"Es ist nur eine Vermutung, aber dieser Wind könnte gar nicht von der Person erschaffen worden sein, die wir suchen. Es sieht eher so aus, als wurde er von jemandem erschaffen, der hinter deiner Schwester her war Shibuya.", sagte er Ihm.
"Hinter Kaori? Aber wer? Kaori hat keine Feinde, sie ist sehr beliebt.", meint Shori nur.
"Es muss nicht zwingend jemand sein, der sie hasst.", kam es kühl von Gwendal.
"Stimmt. Es könnte doch auch jemand sein, der sie sehr gerne hat. Ein Verehrer oder ein sehr guter Freund von ihr.", meinte Conrad.
"Aber warum sollte ein Freund Kaori entführen? Er kann doch jederzeit hierherkommen.", mischte sich jetzt Miko Shibuya ein.
"...Ja, das ist schon seltsam, muss ich zugeben. Aber ausschließen können wir es nicht.", sagte Yuri. "Da fällt mir ein, wie konnte er oder sie in der Lage sein einen Sturm, der Spuren von Maryoku aufweist, zu erschaffen. Ich meine, hier gibt es doch abgesehen von Bob, Shori und mir niemand der Maryoku benutzen kann."
"Das ist ja gerade das Problem. Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte doch sein, dass diese Person in irgendeiner Weise mit unserer Person in Verbinndung steht. Das ist zumindest die einzig logische Erklärung, die ich darauf habe.", meinte Murata.
"Wir brauchen auf jedenfall mehr Informationen.", fing Gwendal an, wurde dann aber von Yuri unterbrochen.
"Was heißt hier Informationen, wir müssen zuerst Kaori auf jeden Fall zurückholen.", protestierte er.
"Und wie stellst du dir das vor Yu-chan? So ganz ohne Informationen wissen wir nicht einmal wo wir anfangen sollen.", sagte ihm Shori.
Yuri wusste nichts darauf zu antworten und senkte seinen Kopf.
"Aber wir können doch nicht...", fing er an.
"Das werden wir auch nicht, aber wir brauchen erst einmal einen Anhaltspunkt, um mit der Suche auch voranzukommen. Verstehst du Yuri?", entgegnete ihm Conrad. Yuri nickte.
"Unterbreche euch nur ungern, aber...", mischte sich Shoma Shibuya ein. "Aber ich glaube wir sollten unser Haus erst einmal wieder in Ordnung bringen. Ich meine, seht euch doch mal um."
Sie blickten um sich und sahen, das gut eindrittel des Hauses davongeblasen wurde.
"Wenn ihr mich fragt, dann sollten wir..." Weiter kam er nicht, denn das Haus begann sich wieder zu bewegen und nach kurzer Zeit war es wieder ganz. Sie alle schauten blöd aus der Wäsche.
"Naja, vergesst was ich sagen wollte.", beendete Shoma seinen Satz.
'Wer auch immer das hier getan hat, scheint nicht unser Feind zu sein.' dachte sich Conrad, behielt es sich aber für sich.
"Also, fangen wir mit der Informationsbeschaffung an.", schlug Yuri vor wurde aber von Murata unterbrochen.
"Ich denke, wir sollten noch einmal ins Neue Dänonenkönigreich gehen und Ulrike dieses Geschehnis erzählen. Außerdem sollten wir noch jemanden mitbringen, jemanden, der sich mit der Erschaffung von Informationen auskennt.", meint Murata.
Yuri sah ihn komisch an.
"Na los, worauf wartest du Shibuya?", sagte Murata fordernd, gleichzeitig ergriff er seine Hand und zog ihn mit sich ins Bad. Die anderen folgten ihnen und sprangen dann in die Badewanne.
Yuri dachte nur, 'Warum, wir sind doch erst auf der Erde angekommen. Warum müssen wir schon zurück?'
