11. Neue Anhaltspunkte

'Beeil dich Yuri. Du musst die anderen warnen.'

Er rannte so schnell es ging nach Hause, um das bevorstehende Problem mit seinen Freunden zu besprechen. Als er am Park vorbei rannte, traf er dort auf Murata. Dieser lächelte wie immer und schrie zu Yuri herüber:

"Hey, Shibuya."

Yuri drehte sich kurz zu ihm um und entgegnete ihm ebenso kurz:

"Keine Zeit. Ich muss mich beeilen."

Murata war etwas verwirrt, doch kurz darauf wusste er, dass sich Yuri schon Wieder in Schwierigkeiten gebracht hatte.

"Was hast du jetzt wieder angestellt, Shibuya?", wollte er von seinem Freund wissen, der diese Frage nicht mehr ganz verstand, da er weiter gelaufen war.

"Also echt.", seufzte er und rannte hinter Yuri her. Während sie zu Yuris Haus liefen, erklärte dieser seinem Freund kurz, warum er so in Eile war.

"Da hast du dir aber eine enorme Suppe eingebrockt. Wollen wir mal hoffen, dass wir noch rechtzeitig kommen."

Sie standen vor der Haustür und trauten sich erst nicht diese aufzumachen. Yuri atmete einmal tief ein und drückte die Türklinke herunter. Er trat zusammen mit seinem Freund ein. Wie es sich gehört, kündigte er sein Heimkehren an. Ein Fehler, denn gleich stürmte sein Verlobter auf ihn zu und schrie ihn an.

"Was hast du jetzt wieder angestellt, Yuri!"

"Hallo Wolfram.", sagte er zu ihm.

"Was heißt hier ´Hallo`? Du hast mal wieder nicht nachgedacht, bevor du geredet hast, nicht wahr?", fragte er ihn wütend, ohne eine richtige Antwort zu erwarten.

"Was meinst du damit?", stellte er sich dumm. Er hatte schon bemerkt, dass er von dem sprach, was er hatte vermeiden wollen.

'Wir sind zu spät.'

"Zum Glück konnten wir diesem Mädchen versichern, dass wir deine Schwester finden.", sagte Wolfram. Yuri atmete aus.

'Zum Glück stehen mir jetzt Conrad und die anderen zur Seite.' dachte er erleichtert.

"Wolfram, könntest du seine Majestät und seine Eminenz eintreten lassen?", ertönte es von hinten. Alle Augen richteten sich auf den ältesten der drei Brüder, der, mit einer Schürze und einem Backblech in der Hand, in der Tür zur Küche stand.

"Mr. Cool Pferdeschwanz, was machst du mit dem Blech im Flur?", hörte man Miko aus der Küche rufen. Als sie aus dieser in den Flur trat, sah sie ihren Sohn und seinen Freund schwer atmend in der Tür stehen.

"Was ist denn mit euch passiert? Ihr seht so fertig aus.", wunderte sie sich.

"Es ist so, Shibuya wollte so schnell wie möglich nach Hause, da er noch etwas wichtiges zu bereden hatte. Aber wie es aussieht, sind wir zu spät.", antwortete Murata. Miko legte ihren Kopf in ihre Hand und meinte:

"Meint ihr etwa Suzu-chan? Darüber müsst ihr euch keine Sorgen machen, Yuris Nazukeoya und sein Freund begleiten sie gerade nach Hause. Sie war geschockt, als sie das von Kao-chan gehört hat."

'Wer wäre nicht geschockt darüber gewesen?' fragte sich Yuri in Gedanken.

"Naja, immerhin wäre das dann erledigt. Und wie gehen wir die suche nach Kaori jetzt an?" Kaum hatte Yuri zu ende gesprochen, da klingelte auch schon das Telefon.

"Ja, hier bei Shibuya? Oh Nazukeoya-san was ist?", fragte Miko, nachdem sie den Telefonhörer aufgehoben hatte. Ihre Augen weiteten sich.

"Was? Ihr habt eine Spur von Kaori entdeckt?" Alle sahen mit geweiteten Augen auf Miko. Diese Nachricht war mehr als erfreulich.