13. Wieder daheim
"Und was machen wir jetzt? Den Mann, den ihr bis jetzt verfolgt habt, den können wir jetzt wohl vergessen.", meinte Shori.
Die anderen sahen sich fragend an, als Murata dann meinte:
"Wenn Shibuya no Imoto no Tomodachi (Freundin von Shibuyas Schwester) diesem Mann gefolgt ist, dann müssen wir sie finden, um den Mann zu finden. Miko-san hat mir zufällig gesagt, dass die Nummer von ihr auf dem Handy gespeichert ist, das sie dir gegeben hat Weller-kyo. Anscheinend ist das Kaoris Handy."
Conrad holte das kleine Gerät aus seiner Tasche und gab es Yuri, da er die Schrift nicht lesen konnte. Yuri suchte in der Kontaktliste nach dem Namen Misuzu Hiragawa. Als er ihn gefunden hatte drückte er auf den grünen Knopf (ihr wisst was ich meine).
Beep...Beep...Beep... Klick!
"Hiragawa-san? Ich bin Yuri Shi..."
"AAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHH! LASSEN SIE MICH SOFORT LOS. HILFE, IRGENDJEMAND!", hörte man durch das Handy.
"Hiragawa-san? Hiragawa-san!"
Klick! Beeeeeeeeeeeeeeeep...
Alle standen geschockt da, da sie alle gehört hatten was mit Misuzu passierte.
"Mist. Und jetzt?", fragte Yuri ins blaue hinein. Wütend und wissend das er der Freundin seiner Schwester nicht helfen konnte.
"Jetzt beruhige dich mal wieder Yuri. Es bringt uns auch nicht weiter, wenn wir uns hier unnötig aufregen.", sagte Wolfram scharf aber mit einem beruhigendem Unterton.
Yuri versuchte sich zu beruhigen.
"Yuri gib mir mal das Handy.", sagte Shori zu seinem Bruder.
Er nahm das Handy seiner Schwester ohne auf die Reaktion seines Bruders zu achten. Er holte noch ein anderes Gerät aus seiner Tasche, das wie ein kleiner Laptop aussah. Er schloss Handy an Laptop an und versuchte eine Verbindung zu etwas aufzubauen.
"Was machst du denn da Shori?", fragte ihn Yuri.
"Das heißt Onii-chan.", sagte Shori. "Ich versuche mit Hilfe von diesem Mini-Laptop das GPS-Signal von Misuzus Handy aufzuspüren." (Ich hab keine Ahnung wie das in Wirklichkeit funktioniert, deshalb versucht bitte damit zu leben)
Als die Verbindung hergestellt war, konnte man einen roten Punkt sehen, der sich ziemlich in der Nähe von ihnen befand.
"Da ist sie.", sagte Shori triumphierend.
"Na dann los!", drängte Yuri seine Freunde plus Bruder.
Als sie an dem Ort ankamen, an dem Shori das Handy-Signal von Misuzu empfangen hatte, sahen sie niemanden.
"Ich bekomme heute aber viel Besuch von Leuten. Dieses mal scheinen die Gäste jedoch die zu sein auf die ich gewartet habe.", hörte man eine Baritonstimme sagen. Alle sahen in die Richtung aus der sie die Stimme vernommen haben und sahen wie Misuzu von dem Besitzer der Stimme fallengelassen wurde. Bevor ihr Körper den Boden unsanft berührt hätte, wehte ein starker Wind, der ihren Körper die letzten Meter sanft zu Boden trug.
"Hmpf. Schön das du unsere kleine Party auch besuchen kommst, Kaze.", sagte der Unbekannte zu dem 'Entführer'.
"Du hast dich kein bisschen verändert, Akuto.", entgegnete Kaze.
"Hey du, wo ist Kaori?", schrie Yuri zu Kaze.
"Yuri, er ist nicht der Böse, hast du den nicht zugehört als man uns alles erklärt hat? Henachoko!", sagte Wolfram mit etwas sauerer Stimme.
"Henachoko yu na!", entgegnete Yuri ebenfalls sauer.
Conrad und Yozak haben ihre Kampfhaltung eingenommen, da sie beide die Gefahr spürten, die von Akuto ausging.
Akuto sah sich um, seufzte und sagte dann:
"So wie es jetzt aussieht, ist es wohl besser wenn ich mich zurückziehe. Aber seid gewiss, ich komme wieder und nehme die kleine Prinzessin dann mit mir."
Mit diesen Worten verschwand er im Abendrot. Conrad und Yozak steckten ihre heimlich mitgeführten Schwerter wieder weg.
"Wen meint er wohl mit 'kleine Prinzessin'?", fragte sich Yuri selbst.
Die anderen dachten alle nur, 'Wie kann man nur eine so kurze Leitung haben.'
"Er meint deine kleine Schwester, Yuri-heika.", sagte Kaze.
Er kniete sich vor ihn hin und sagte:
"Ich bitte vielmals um Vergebung für das 'Entführen' eurer jüngeren Schwester. Aber wir dachten es sei der einzige Weg gewesen sie von Akuto zu schützen. Vorerst."
"Aha, ich verstehe, glaube ich zumindest. Aber wenn wir schon dabei sind, wo ist Kaori eigentlich?", fragte Yuri die vor sich knienden Person.
"Eure Schwester befindet sich...", fing er an.
"Hier!", beendete eine süßliche Mädchenstimme den Satz.
Als sämtliche Anwesenden ihren Blick auf den Besitzer der Stimme richteten, sahen sie ein Mädchen, das ihnen mit einem Lächeln auf den Lippen zu ihnen kam.
"KAORI!" Shori rannte seiner kleinen Schwester entgegen und umarmte sie.
'Ich weiß nicht warum, aber das erinnert mich an Gunthers Umarmungen.' dachte Yuri
"Hatschii!"
"Gesundheit. Und du bist wirklich nicht erkältet?", fragte Gisela ihren Adoptivvater.
"Danke Gisela und nein mir geht es gut.", entgegnete er ihr.
'Ich frage mich ob seine Majestät gerade an mich denkt. Ach Heika.'
"Nii-san, ich bekomme kaum noch Luft.", sagte Kaori mit heiserer Stimme.
Daraufhin lies Shori seine Schwester los.
"Du glaubst nicht was für sorgen wir uns um dich gemacht haben.", sagte Yuri, als er seine Geschwister erreicht hatte. Kaori sah sich um und entdeckte Misuzu bewusstlos da liegen. Conrad hatte sie gründlich auf Verletzungen abgesucht aber glücklicherweise nichts entdeckt.
"Suzu-chan!", rief sie und lief auf ihre Freundin zu.
Sie kniete sich neben sie und sah sie besorgt an.
"Macht euch keine Sorgen, sie ist nur bewusstlos. Ich bin mir sicher, dass sie schon bald aufwachen wird.", sagte Conrad beruhigend zu Kaori.
Sie war sichtlich erleichtert als sie das gehört hatte. Sie machten sich auf den Weg nach Hause um noch vor Einbruch der Nacht dort anzukommen. Auf halbem Weg verabschiedeten sich Murata und Yozak, da sie in die andere Richtung mussten. Der Rest der Truppe brachte Misuzu noch nach Hause, wo Kaori Frau Hiragawa noch alles erklären musste. Natürlich war es nicht die Wahrheit sondern eine Lüge. Als sie das auch hinter sich hatten, ging es direkt nach Hause. Dort warteten schon Gwendal immer noch in der Schürze und Miko Shibuya auf die Rückkehr der anderen. Als die Tür aufging und Miko das 'Tadaima' von Kaori hörte, schlang sie ihre Arme um sie und musste erst einmal vor Erleichterung weinen. Kaori versuchte ihre Mutter zu beruhigen was ihr sehr gut gelang. Das Abendessen war dann wie sonst auch. Danach räumten Miko und Kaori alles auf, obwohl alle sagten sie solle sich doch ausruhen.
"Ihr solltet euch lieber ausruhen, immerhin seid ihr den ganzen Tag unterwegs gewesen um mich zu finden.", sagte Kaori mit einem befehlshaberischem Unterton.
Da sowohl Yuri als auch Shori wussten wie dickköpfig ihr Schwester sein konnte beließen sie es dabei. Die Nacht brach an und im Haus wurde es ruhiger.
"Ich hoffe wirklich, dass wir uns schon bald wiedersehen werden Kaori Shibuya.", säuselte 'der Wind' bevor er in weite Ferne verschwand.
