I'm so ashamed of myself (T-T)
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25. Antworten
Das gesamte Schloss Ketsumei war in Aufruhr, seitdem eine Patrouille Berias gefunden und ihn zurück ins Schloss gebracht hatten. Dort wurde er sofort von Gisela untersucht und erlangte sein Bewusstsein wieder. Die Nachricht, dass Sararegi entführt wurde, ließ die Anwesenden unruhig werden und so wurden auf Befehl des Dämonenkönigs sämtliche Soldaten aufgefordert Shin Makoku nach Hinweisen auf die Entführer zu suchen.
Als dann die Nachricht aus dem Urtempel kam, dass die Entführer Saras womöglich auch Kaori in ihrer Gewalt hatten, war allen klar, dass ihnen das Schlimmste noch bevorsteht.
Es war noch nicht einmal ein Tag vergangen und dennoch war die Spannung hoch. Yuri lief unruhig in seinem Arbeitszimmer auf und ab, während seine Freunde versuchten ihn zu beruhigen.
„Yuri, jetzt beruhige dich. Wir werden die zwei schon finden. Hab etwas vertrauen in dein Gefolge, Hennachoko."
„Hennachoko yuuna!" kam die allseits bekannte Antwort zurück.
„Von Bielefeld-kyo hat Recht. Wir müssen einen klaren Kopf bewahren und unsere nächsten Schritte planen." meinte Murata, der zum Schloss gekommen ist, um seinen Freund zu unterstützen.
„Versucht ihr mal ruhig zu bleiben, wenn eure kleine Schwester von irgendwelchen dunklen Gestalten entführt wurde. Und als ob das nicht genug wäre, haben sie jetzt auch noch Sara in ihrer Gewalt." kam der verzweifelte Gefühlsausbruch des 27. Dämonenkönigs.
Auf diese Worte hatte keiner eine passende Antwort und so schwiegen sie und sahen ihrem König weiterhin dabei zu, wie er das Zimmer auf und ab lief.
Plötzlich fing die Erde an zu Beben, der Wind blies erbarmungslos gegen die Fenster, die daraufhin zersplitterten. Die Anwesenden stemmten sich gegen den Wind und hielten Ausschau nach dem Grund für diesen unerwarteten Umschwung der Natur.
Als sich der Wind legte und sie wieder normal stehen konnten ohne Gefahr zu laufen weggeweht zu werden, öffneten sich die Türen des Zimmers und Darcascos stolperte herein.
„Darcascos?"
„Hei... heika! Im Schloss sind überall plötzlich vermummte Gestalten aufgetaucht und greifen nun jeden an, der ihnen über den Weg läuft."
„WAS?" schrie Yuri zurück.
„Was ist mit den Soldaten?" fragte Conrad mit ernster Stimme.
„Die meisten sind noch nicht zurückgekehrt und die, die wieder in Ketsumei sind, sind von ihrer Reise noch erschöpft. Wir können sie zwar zurückhalten, aber es sind zu viele." antwortete er.
Kaum hatte Darcascos seinen Lagebericht abgeschlossen, stürmten alle aus dem Zimmer in den Gang. Sie rannten in den Hof, wo sie die Soldaten sahen, wie sie mit den unbekannten Eindringlingen kämpften. Ein paar der Soldaten waren verletzt und dennoch wichen sie nicht zurück.
Sofort stürzten sich Gwendal, Conrad und Günther ins Getümmel.
„Wolfram! Bleib bei seiner Majestät!" kam der Befehl von Gwendal.
„Verstanden, Aniue!" schrie dieser als Antwort zurück.
Als die drei nun in den Kampf eingriffen, wendete sich das Blatt und die Eindringlinge wurden zurückgedrängt.
Ein Schrei übertönte die Geräusche von Stahl auf Stahl.
Yuri wandte sich in die Richtung aus der der Schrei gekommen war und sah, wie drei der vermummten Gestalten die Dienstmädchen umzingelten. Was ihn Rot sehen ließ, war der braune lockige Haarschopf, den er hinter den Dienstmädchensah.
„Greta..." flüsterte Yuri fast unhörbar.
Seine Haare wurden länger, seine Augen wurden zu Schlitzen und eine blaue Aura umhüllte ihn, als er sein Maryoku benutzte.
Das Wasser aus der Fontäne im Hof stieg in den Himmel empor, bevor es wie eine Peitsche ausschlug und die Eindrinlinge im Hof zu Boden warf. Danach umschlang es die drei letzten Angreifer und hob sie in die Luft.
„Maou-heika! Das sind diejenigen, die Sararegi-heika entführt haben." kam Berias Stimme aus dem Hof.
Auf diese neue Erkenntnis hin wandte sich Yuri an die drei gefangenen Gestalten.
„Ihr wagt es nicht nur in mein Schloss einzudringen und mein Gefolge und mich anzugreifen, nein, ihr wagt es auch meine Schwester UND meinen Freund zu entführen! Diese Taten... ICH WERDE ÜBER SIE RICHTEN!"
Mit diesen Worten wurden die Eindringlinge im Hof davon geschwemmt, während die Drei in der Luft in ein Wassergefängnis gehüllt wurden.
Als sich alles gelegt hatte, wurden die drei, nun ohnmächtige Eindringlinge in isolierte Zellen gesteckt.
„Sobald einer von ihnen wieder bei Bewusstsein ist, will ich sofort davon in Kenntnis gesetzt werden!" befahl Gwendal die Zellenwächter.
„Soushu-sama. Verzeiht wenn ich Euch störe, aber unser Angriff auf Schloss Ketsumei ist fehlgeschlagen." informierte Kyofu seinen Meister, der sich seit der Begegnung mit Shou Shimarons König nicht von seinem Thron bewegt hatte.
„Wieso fehlgeschlagen?! Ich finde es höchst erfreulich, dass der Dämonenkönig nicht so leicht in die Knie zu zwingen ist. Es ist unterhaltsamer, wenn er ein wenig Widerstand leistet, bevor ich ihn ein für alle mal aus dem Weg räume." meinte Soushu belustigt.
„Ich verstehe... dennoch drei unserer Leute wurden gefangen genommen und..."
„Umso besser. Wenn einer der Drei unseren Aufenthaltsort preisgibt, werden sie ohne Zweifel hierher kommen. Dann bekomme ich endlich meine Rache!"
Er blickte auf Kyofu herab.
„Kyofu, sorge dafür, dass unsere Gäste entsprechend empfangen werden."
„Wie ihr befehlt." war seine Antwort, bevor er den Saal verließ.
„Bald schon wirst du deinem schlimmsten Albtraum gegenüberstehen, Maou!"
Sein finsteres Gelächter hallte durch den leeren Raum.
Es dauerte nicht lange bis einer der Gefangenen erwachte und zum Verhör in einen seperaten Raum gebracht wurde.
Obwohl alle Yuri davon abgeraten haben das Verhör durchzuführen, nachdem wie er das letzte Mal vorgegangen ist, gab dieser nicht nach und so beugten sich Gwendal und Günther sich dem Willen ihres Königs. Was sie jedoch nicht erwartet hatten, war der scharfe, fast schon tödliche Blick, mit dem Yuri seinen Gegenüber strafte.
„Wo sind sie?" war die einzige Frage, die er stellte und das in einem eiskalten Ton, dass sogar Conrad seinen König und Patenkind überrascht ansah.
„Denk Ihr wirklich, dass ich Euch das verraten werde?" kam die trotzige Antwort.
„Ich frage dich noch einmal: Wo sind sie?" diesmal war Yuris Ton noch viel bedrohlicher als vorher, sodass es dem Gefangenen eiskalt den Rücken runter lief.
„Ha...ha... ich... ich weiß, dass Ihr ein viel zu barmherziger König seid, deshalb werdet Ihr nich..." weiter kam er nicht, da sein Kopf plötzlich in einer Wasserkugel gefangen war. Diese Reaktion hat niemand von Yuri erwartet und so sahen sie nur zu wie sich die Wasserkugel wieder auflöste und der Gefangene keuchend nach Luft schnappte.
„Ich weiß nicht, wie lange ich noch so geduldig sein kann." meinte der Dämonenkönig mit monotoner Stimme zu seinem atemlosen Gegenüber. Dieser sah den schwarzhaarigen Jungen mit angsterfüllten Augen an. Niemand hatte ihm gesagt, dass der Dämonenkönig zu solchen Mitteln greifen würde. Um genau zu sein, hatten alle ihm und seinen Mitstreitern bestätigt, dass der 27. Dämonenkönig ein barmherziger, von aller respektierter und geliebter Herrscher war. Davon konnte er aber in diesem Moment nichts sehen. Wer auch immer da vor ihm saß, war nicht derjenige, von dem er informiert wurde. Nein. Vor ihm saß jemand, der um alles in der Welt seine Schwester und einen verbündeten König befreien wollte.
„Muss ich mich wiederholen?" erklang wieder diese höllische Stimme aus dem Mund des Doppelschwarzen.
Das Herz des Gefangenen fing an zu rasen, er musste ein weibliches Kreischen zurückhalten, was ihm nicht ganz gelang, während er zusammenzuckte und versuchte soweit weg wie nur irgend möglich von diesem Dämon zu kommen.
„I... im Wald... u...u...ungefähr drei Stunden Ritt nach Westen ist eine Höhle. Das... das ist der Eingang, den wir immer benutzen. Vo...vo...von dort aus gelangt Ihr in eine unterirdische Anlage, in der sowohl Eure Schwester, als auch Shou Shimarons König gefangen gehalten werden. Ich bin nicht für den Kerker verantwortlich, also weiß ich nicht genau wo sie sind." kam die überstürzte Antwort.
Der Raum war still. Alle warteten auf die Reaktion des Königs. Dieser hob seinen Kopf an, um dem Gefangenen ins Gesicht sehen zu können.
„Siehst du, war doch nicht so schwer." sagte Yuri in seinem gewohnten Ton, bevor er von seinem Stuhl aufstand und den Raum verließ. Es dauerte drei Sekunden, bevor sich die anderen im Raum von ihrem Schreck erholt hatten und ihm nach draußen folgten. Gwendal gab den Wachen noch Anweisungen, wie sie weiterhin mit den Gefangenen umgehen sollten, bevor er zu den anderen stieß.
Diese hatten bereits Vorbereitungen eingeleitet, um so schnell wie möglich aufzubrechen. Es dauerte nicht lange bis alle Pferde gesattelt und bestiegen waren, sodass die Gruppe sich auf den Weg machen konnte, um die Schwester des Königs und dessen Freund zu befreien.
'Mattete, Kaori, Onii-chan wa kuru yo.'*
* 'Warte, Kaori, dein großer Bruder kommt.'
