So hier ist Ruhe vor dem Sturm und vor allem für dich Metube freue ich mich, dir sagen zu können, hier gibt's jetzt nur eines: Familie. Zwar schwierige Gedanken und einige Zweifel, aber sonst nur glückliche Familie. Ich hoffe euch gefallen die nächsten Szenen.
Lg Dani
TERRA NOVA
Of Daughters
13. News!
Alleine in Taylors verlassenem, alten Haus setzte sie sich auf das Bett dort und stützte den Kopf in die Hände. Sie hatte keine Ahnung was sie selber wollte und daher wusste sie auch nicht, was sie und ob sie mit Taylor reden sollte. Sie waren beide recht unbedacht und ohne viel nachzudenken an eine Beziehung herangegangen. Genau genommen hatten sie beide es einfach passieren lassen. Sie seufzte, stand auf, ging zum Esstisch nahm die Tüte aus der Tasche und ging dann ins Bad. Vorsichtshalber schloss sie die Tür ab. Sie lehnte sich einen Moment dagegen und schloss die Augen.
Was will ich? Ihn!
In dem Punkt war sie sich wirklich sicher und auch, das sie es sich inzwischen gut vorstellen konnte, bei ihm und den Kindern einzuziehen. Sie war sich sicher, das sie sich bereits an die Marcos- Geschwister gewöhnt hatte und sie sehr mochte. Das sie sich sehr gut mit Nathalia verstand und sie beide inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis hatten, daran bestand für sie gar kein Zweifel. Aber, war sie bereit jetzt selbst ein Kind in die Welt zu setzten? Sie trat einen Schritt vor und betrachtete ihr Gesicht durch den Spiegel. Nein, ich bin es nicht. Es... sind erst 5 Wochen! Sie legte die Tüte auf die Ablage und nahm die einzelne Tablette heraus.
EllaOne
Ulipristalacetat
Sie seufzte, drehte das kleine Blister herum und drückte die Tablette aus. In den einzigen, noch vorhandenen Becher ließ sie sich Wasser laufen, stellte es wieder ab und schaute zurück in den Wandspiegel. Sie hob die linke Hand mit der Tablette, hielt dann aber doch mitten in der Bewegung inne und sah die kleine Tablette an. Ihre Gedanken kehrten von ihrer derzeitigen Situation weg und zu Nathaniel. Sie sah ihn vor sich, wie er Nathalia ansah, dieser sanfte Blick, seine Sorge. Nathaniel, wie er mit Sam tollte und Nathaniel, wie er sich ruhig und geduldig Zeit nahm, für Leahs Aufgaben. Das... ist nicht fair, schoss es ihr durch den Kopf. Sie hatte nicht das Recht eine solche Entscheidung ohne ihn zu treffen, ohne auch nur einen Gedanken an seinen Part zu geben. Er...würde es lieben, selbst... wenn wir beide... nicht mehr, sie sah hinunter auf ihre Hand und drehte die kleine Tablette zwischen den Fingern, ….ist es wirklich was ich will? Sicherheit? Die Tablette nehmen und dann wissen, dass wir Zeit haben, das wir erst einmal reden können?
Nein! Sie schüttelte den Kopf, kippte das Wasser in den Ausguss und warf die Tablette weg. Dann drehte sie sich herum, verließ das Haus und machte sich auf den Weg zu ihm, und den Kindern.
xXx
~Nathaniel~
„Wash," er fasste kurz ihre Hand und sah sie einen auffällig langen Moment an, als sie sich begegneten. Beides war ihm sehr bewusst. Und beides wollte er nicht länger einfach nur verstecken. Früher, oder später käme es ja doch raus. Er sah ihr kurz nach, wie sie langsam auf sein neues Quartier zu lief und beschleunigte dann die eigenen Schritte, um so rascher, er den Müll aus dem alten Haus bekam, um so rascher konnten die wartenden zwei jungen Pärchen einziehen. Nämlich schon morgen. Und viel wichtiger, um so rascher war er wieder zurück.
Er stellte den Müll aus der Küche auf die Bank und sammelte die Beutel aus dem Flur und Bad noch ein. In dem kleinen Bad aber zögerte er. Auf dem Beckenrand lag ein Tablettenblister. Sein erster Gedanke galt Nathalia und der Frage, was sie ihm verheimlichte. Dann aber drehte er das silberne Blister um.
EllaOne
Ulipristalacetat
Er kannte das Präparat, er hatte es im Winter, vor Jahren selber aus dem MedLab geholt und einer seiner jungen Soldatinnen gegeben, die sich gefürchtet hatte, das ihr herrschsüchtiger Bruder etwas herausbekam. Er warf ein Blick in den Spiegel und plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Alicia! Bei Gott, wir haben nie darüber nachgedacht, Maßnahmen zu ergreifen, wie leichtsinnig. Ich weiß nicht mal, ob sie es sich irgendwann... Zuerst wollte er direkt zu ihr, mit ihr reden, doch schon mitten im Gedanken hielt er inne. Offensichtlich sollte er es nicht wissen, vielleicht war die Tablette ja auch zur Vorsicht gedacht gewesen. Nein, er vertraute ihr, er liebte sie. Geduld, ich warte. Er warf das Blister fort und brachte den Müll hinaus.
xXx
~Dr. Shannon~
Dies mal war es der Commander, der sie beim Schreiben der Berichte unterbrach. Und wie ihr letzter Besuch, strahlte auch dieser Militär deutliches Unbehagen aus. Sie stand auf und beobachtete ihn genau. „Commander Taylor, was kann ich für sie tuen?"
„Ich...ähm... benötige Präservative."
„Natürlich," sagte sie schlicht, ging zu der entsprechenden Schublade, öffnete sie und kehrte zu ihrem Tisch zurück. „Bitte, sehr. Bedienen Sie sich und schließen Sie die Lade."
Taylor griff rasch hinein, schloss die Tür, murmelte etwas von einer guten Nacht und ging. Sie grinste breit und schüttelte den Kopf, als er hinaus war. Maddy scheint ja Recht zu haben, Washington und Taylor, also... interessant... „Allerdings... reden sollten sie noch miteinander," murmelte sie und vertiefte sich wieder in ihre Unterlagen.
xXx
Fünf Wochen später
~Nathalia~
Sie folgte Washington bis zu den Obstwiesen und wartete dann, das sie Gärtner den Bereich verlassen hatten, ehe sie sich der Älteren näherte. „Alicia?"
Wash schien sie wirklich nicht bemerkt zu haben, sie zuckte doch tatsächlich zusammen. Nathalia machte einige schnellere Schritte bis sie die Freundin, als welche sie die rechte Hand ihres Vaters längst sah einholte. Sie lächelte der Militär entgegen und vertrat ihr dann den Weg. „Alicia, können wir reden?"
„Ja, aber ich... bin nicht so gesprächig, im Moment."
Sie nickte und musterte die andere nochmal, ehe sie ihrem Verdacht, bei dem sie sich doch sehr sicher war, Worte verlieh. „Du... du bist schwanger, nicht?"
„Was?!" Die Stimme hätte ihr schon genügt, doch Alicias erschrockene Augen und die Tatsache das sie sich versteift hatte sprach für sich. „Ich habe Recht, nicht?"
~Wash~
„Woher..." Sie starrte die jüngere an, woher konnte sie...
„Deine Tampons, du hast sie, seit du sie damals bei uns gelassen hast nie angerührt und... du isst kaum mit uns, die letzten Tage. Dann... die Tatsache, dass du... deine Hand..."
Erschrocken fuhr sie zu der jüngeren herum, blieb stehen. „So auffällig?!"
„Ich glaube nicht, das es noch andere bemerkt haben, wenn du das fürchtest." Sagte Nathalia und sah sie beruhigend an. Wash atmete tief durch und nickte erleichtert. Ich muss mich zusammenreißen!
„Dad, weiß es nicht, nicht wahr?"
„Sag es ihm noch nicht."
„Das werde ich nicht, doch... sag es ihm bald, du solltest nicht auf Patrouille, nicht mehr. Oder euer Training."
Sie hat Recht, ich habe nie... Moment! Ich... weiß es ja noch nicht mal, ich...ich hätte es längst nochmal prüfen lassen sollen und...Wie leichtsinnig. Anderseits, vielleicht...nein kein vielleicht fast 5 Wochen sind um, ich habe nicht geblutet.
„...Wash!?..."
Sie fuhr zusammen, starrte die jüngere an und nickte hastig. „Ja?"
„Alles...klar?"
„Ich... kommst du mit in die Klinik?"
Nathalia nickte. „Gern, aber willst du nicht lieber Dad..."
„Erst mal nicht."
„Moment, du warst noch gar nicht?"
„Nein."
„Oh..."
xXx
~Taylor~
„Okay, du wolltest reden? Da bin ich." Aufmerksam studierte er ihre Gesichtszüge. Er hatte sich oft die letzten Wochen gefragt, ober er sie doch hätte ansprechen sollen, auf diese eine Tablette. Aber er hatte es nicht getan, jedoch hatte er ab diesem Abend darauf geachtet das die Gefühle nicht einfach mit ihnen durchgingen und genutzt was er aus dem Medlab besorgt hatte. Sie kam auf ihn zu und blieb in einigen Metern Entfernung stehen, schaute durch den Zaun hinaus.
Ihr seitliches Profil war ihm zugewandt. Nun ertappte er sich einmal mehr dabei, wie er ihren Bauch musterte, ihre Brust. Auch das, etwas, dass er in der letzten Zeit häufiger getan hatte. Vor allem aber, seit ihm vor zwei Wochen aufgefallen war, das sie keine der Survivalgruppen mehr vors Tor führte, keine Patrouillen mehr außerhalb dieses Zaunes übernahm und auch sonst allen größeren Körperlichkeiten auswich. Abgesehen davon war er sich sicher eindeutigere Anzeichen gefunden zu haben, lag er also richtig? Konnte es sein, dass...
„Wir... wir haben nie über bestimmte Dinge gesprochen Nathaniel. Ich meine... es... hat sich einfach so entwickelt und... fühlte sich richtig an," sie seufzte und sah zu Boden. Er trat langsam neben sie, legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Jetzt nicht mehr?" Fragte er leise. Sie schüttelte den Kopf und blickte hinauf zu den aufgehenden Sternen. „Nein, es ist nur... über... einige Sachen... da... hätten wir reden sollen, uns... mehr Gedanken... machen sollen, einfach..." Sie schloss die Augen, seufzte und senkte den Kopf.
„Nathaniel, wie... wie denkst du über..." Sie schwieg gequält. Dafür aber war er sich jetzt sicher. Er lächelte und legte seine Hände um sie. Er zog sie zu sich, legte seinen Kopf auf ihre Schulter, so das sich ihre Wangen berührten. Ganz langsam, wie zufällig wanderte seine rechte Hand auf ihren Bauch. „Wie ich... über eigene Kinder denke? Unsere Kinder? Wie... das in deinem Bauch?"
„Du... Nathalia..." Sie drehte sich erschrocken in seinen Armen herum, er schüttelte den Kopf und legte seine Hand an ihre Wange. Langsam strichen seine Finger über ihre Haut und schoben eine lose Strähne hinter ihr Ohr. „Nein." Sagte er und küsste sanft ihren Hals. „Ich habe schon eine
Weile, eine Ahnung. Es...mag lange her sein, aber... ich erkenne doch einige Dinge wieder."
Sie seufzte tief, lehnte sich bei ihm an, die Hände an seiner Brust, die Stirn, an seiner Schulter. Er nahm ihr Kinn und hob es an. „Dachtest du wirklich, ich könnte etwas dagegen haben?"
„Ich...ich weiß nicht," stotterte sie und legte ihre Hände auf seine, sie zitterte. „Ist dir kalt?"
Sie schüttelte den Kopf und atmete tief durch. „Nein, ich... ich war nicht sicher..." Er nickte, er verstand sie zu gut. Auch nachdem sie sich endlich gefunden hatten, hatte er nie wirklich an diese Möglichkeit gedacht, bis... „Weißt du, ich... habe diese Möglichkeit nie in Betracht gezogen, bis ich diese eine Tablette im alten Haus fand und... um so mehr ich dann darüber nachgedacht hatte... der Gedanke gefällt mir."
„Sicher? Du wirst Großvater?" Musternd schaute sie ihn an, er merkte genau, dass sie es war, die unsicher war. Er nickte und küsste sie. „Sicher," er grinste breit, „Welches Kind kann schon mit seinem Onkel spielen? Oder der Tante?" Er nahm ihr Gesicht in seine Hände. „Unser Kind, ja, der Gedanke gefällt mir."
Sie seufzte leise und nickte. Er küsste sie erneut, länger, dann sah er sie ernst an. „Hab nicht soviel Angst, bei Shannon bist du gut aufgehoben und in der Siedlung."
„Aber... Mira? Lucas?"
Er schüttelte den Kopf. „Die ganze Kolonie wird zwischen ihnen und euch stehen und ich. Komm, lass uns heim gehen."
„Heim? Das klingt gut." sagte sie leise und nickte.
Er nahm ihre Hand und nahm sie mit sich, das sie gleich von einer Vielzahl von Augen beobachtet werden würden, interessierte ihn nicht im mindesten. „Und morgen... da holen wir deine letzten Sachen," flüsterte er, als er sie über die erste Straße führte. Sie blieb stehen und sah ihn fragend an. Er nickte und strich ihr lächelnd durchs Haar. „Dachtest du, ich habe nicht bemerkt, das du deinen Spind noch nutzt?" Sie schwieg und schien zu bemerken, dass sie neugierige Zuschauer hatten. Er fasste ihren Arm und zog sie entschieden zu sich. „Ich lass dich nicht mehr gehen, sollen sie es nur wissen," flüsterte er und ….
~Wash~
„Und morgen... da holen wir deine letzten Sachen," flüsterte er, während sie weitergingen. Sie blieb stehen, sah ihn fragend an. Er nickte, strich ihr lächelnd eine Strähne aus dem Haar. „Dachtest du, ich habe nicht bemerkt, das du deinen Spind noch nutzt?" Mit Unbehagen, wurde sie sich einiger Zuschauer bewusst, er schien aber nicht vorzuhaben, einfach zu gehen. Taylor fasste ihren Arm und zog sie entschieden zu sich. „Ich lass dich nicht mehr gehen, sollen sie es nur wissen," flüsterte er und schon lagen seine Lippen auf ihren. Ganz gegen ihren Willen entspannte sie sich bei seiner sanften Berührung. Als er sich von ihr löste, schaute sie ihn unverwandt an. „Ich will ja gar nicht gehen."
„Gut so," sagte er, nahm wieder ihre Hand und zog sie leicht mit sich. Ein unbeschreiblich gutes Gefühl der Wärme und der Geborgenheit machte sich in ihr breit. Jetzt waren ihr die Blicke auch egal.
Hand in Hand betraten sie das gemeinsame Haus, denn jetzt sah sie es zum ersten mal genau so. Leah und Nathalia saßen beide am Tisch und sahen ihnen mit einem breiten Lächeln entgegen, ehe sie sich gemeinsam in Leahs Zimmer zurückzogen. Es war offensichtlich, das die Kinder es längst begriffen hatten, was sie selbst immer noch dabei war zu verstehen. Sie waren längst eine feste Einheit. Ist es ihm auch klar? Ein Blick in sein Gesicht, bestätigte es ihr und einen Moment später lagen sie sich erneut in den Armen, in einem innigen Kuss versunken.
