Und weiter geht's!

Nochmal Lucas gibt es hier und keine neue Trauer. Versprochen.

Lg Dani


TERRA NOVA

Of Daughters

18. Showdown

Lucas und Taylor irgendwo im Dschungel:

~Lucas~

LUCAS!"

Verdammt! Warum jetzt!? Langsam und voller Zorn drehte er sich herum. „Mein Vater," sagte er kalt und schüttelte den Kopf. „Und wieder mit einem Timing, mich aufzuhalten? Ich habe Neuigkeiten für dich! Dein Balg habe ich... getötet und dann... ganz langsam..." Er grinste vergnügt, er wusste er würde Erfolg haben, schon jetzt musste der Ältere große Anstrengung walten lassen, um sich zu beherrschen. Er wusste, dieses mal hatte er gewonnen und lächelte breit.

„...wie hieß sie doch gleich?... Wash? Washington, richtig?"

Halt- den- Mund! Lucas!"

Er sah genau, wie der andere rasend wurde und lachte nur vergüngt, nein, diesen Moment würde er auskosten. „Als sie begriff... hat sie geweint, sie hatte Angst... erbärmlich, wie sie..."

Sein Vater machte einen Satz und stürzte vor, Lucas ließ sich von ihm zu Boden reißen und stieß seinem Vater dabei das Messer in den Unterleib. Er Lachte, entwaffnete seinen Vater und befreite sich. Er zog den alten Mann grob hoch. Er stellte sein Plex auf den nächsten Baumstumpf. Im sterben, darfst du nun zusehen, wie sie es taten! Ich würde ja bleiben, doch ich habe zu tun, meine Schwester finden!"

„Sie ist... in...Sicherheit..."

„Diese Welt hat nur einen Kontinent und wenn ich warten muss, bis wir ihn am Ende zerbomben, ich gewinne." Er ging vor seinem Vater in die Hocke und grinste ihn an, beugte sich vor.

X

~Taylor~

Er fluchte innerlich, das er seinem Sohn auf den Leim gegangen war. Doch er wusste auch, das Lucas es genießen würde, seine Chance. Dieses mal durfte er nicht zögern. Dies hier, war schon lange nicht mehr sein Sohn... Er ließ Lucas gewähren, was ihm größte Anstrengung abverlangte und starrte verbissen auf den Boden, schloss die Augen. Alicia, es tut mir so unendlich Leid, das ich nicht bei euch war. Ich hätte euch vor diesem Irren, der mein Sohn war, beschützen müssen.

Lucas stellte den Plex ab, eine Fernbedienung in der Hand. Lucas kniete sich neben ihn und lächelte ihn siegesgewiss an. Dann beugte er sich vor. „Ich verspreche dir, ich werde sie... ganz...gaanz langsam töten, ich will Rach..."

Taylor riss die Hände hoch und stieß dem jüngeren sein Messer tief in die Seite. Lucas röchelte und schaute ihn geschockt an, im nächsten Moment aber, ehe er sein Messer nach unten reißen konnte, stieß Lucas ihm ein weiteres Messer in den Muskel des Oberarms. Er schrie auf und Lucas war frei. Bösartig starrte Lucas ihn an. „Du... würdest mich töten? Deinen Sohn? Endlich... verstehst du!" Lucas riss eine Waffe hoch. Er verfluchte sich dafür, das er Lucas nicht schon vor Monaten in der Klinik getötet hatte und schloss die Augen. Er wusste, er konnte nicht entkommen.

PENG!

Hasserfüllt begann er sich zu fragen, wie oft sein Sohn daneben schießen würde. Wie sehr musste er hassen?

PENG!

Bring es endlich zu Ende!

PENG!

Taylor!"

Er öffnete die Augen und sah hinauf die die braunen Augen von Skye. Sie half ihm hoch und zog etwas aus ihrer Tasche, drückte es auf seinen Bauch und wickelte eilig einen Verband um seinen Torso. „Das reicht erst mal. Zeigen Sie den Arm?"

„Hast du... Antibiotika in deiner Zaubertasche?" Fragte er. Sie grinste, reichte ihm die Injektion und zerschnitt seinen Ärmel um auch seinen Arm zu verbinden. „Das muss beides mindestens genäht werden."

„Ich weiß. Helf mir auf. Lucas?"

„Es... es tut mir Leid, ich habe genau gezielt."

Er klopfte ihr auf den Rücken und nickte. „Richtig so." Skye musterte ihn kurz unsicher, nickte ihm zu und bugsierte ihn zu der Stelle, wo er eben noch die Schuhe seines Sohnes gesehen hatte. Erschrocken blickte er von dem leeren, blutverschmierten Platz zu Skye. Sie schien noch entsetzter wie er. „Ich...ich habe sicher dreimal getroffen. In Brust und Bauch, wie..."

„Später, wir müssen sehen, was die anderen machen."

Sie nickte und half ihm zurück zum Lager.

xXx

Lager von Taylors Soldaten

~Elisabeth~

„Was machst du da?"

JIM!" Sie sprang von dem Baumstamm auf, ließ den Plex liegen und umarmte ihren Mann hastig, wobei sie jeden Teil seines Körpers, den sie erreichte abtastete. „Uhh."

„Deine Rippen!"

„Halb so wild," ihr Mann sah sich aufmerksam um, „Wo ist Taylor?"

„Noch nicht zurück."

„Was heißt das, er ist noch nicht..."

Sie erzählte ihm von Skyes Funkspruch, und wie er aufgebrochen war. Jim hob direkt wieder die Waffe auf, die er eben erst abgelegt hatte und winkte zwei Soldaten herbei. „Sucht noch zwei Männer, wir müssen..."

„Dr. Shannon! Dr. Shannon!"

„Skye! Taylor!"

Jim folgte ihr auf dem Fuße und nahm es Skye den Rest des Weges ab, Taylor zu stützen. Im Behelfslazarett schickte sie die beiden Helfer wieder fort und rief nach Nani, bis ihr einfiel, das sie nicht kommen würde. Also streckte sie den Kopf erneut hinaus. „Maddy! Ich brauche dich hier!"

Etwas zögernd kam ihre Tochter herein, begrüßte Taylor und blickte sie fragend an. „Ich brauche jemanden der mir assistiert, schaffst du das?"

Maddy zögerte, als der Commander ihre Hand nahm. „Natürlich tut sie das. Sie ist wie ihre Mutter, nicht wahr, Miss Shannon?" Elisabeth sah wie ihre Tochter errötete, doch sie nickte und so reichte schickte sie ihre zweitälteste an den Tisch um sich zu waschen. „Commander? Narkose, oder nur betäuben?"

„Ich kann später schlafen. Ich muss zu den Kindern."

„Gegenvorschlag: Sie schlafen jetzt. Und Jim holt die Kinder?"

„So schlimm?" Fragte er und sah sie skeptisch an, sie seufzte und schüttelte den Kopf. „Nein, aber ich weiß das sie in der Nacht vor der Umsiedlung das letzte mal in einem Bett waren, richtig?"

„Zum schlafen?" Fragte er und schüttelte den Kopf. Er aber nickte. „In Ordnung."

~Maddy~

Sie lauschte aufmerksam dem Gespräch zwischen ihrer Mutter und dem Commander und doch konnte sie es erst glauben, als er sich tatsächlich die Injektion geben ließ und ihre Mum ihm die Atemmaske reichte, die er sich selbst noch aufsetzte, ehe er einschlief. Langsam trat sie neben ihre Mum. „Er... ist wirklich fertig, nicht?"

„Sein Sohn hat seine Frau und sein Baby getötet. Lucas ist irgendwo dort draußen und will seine Tochter, will ihn. Was glaubst du, wird er machen, wenn er von Ayani erfährt?"

Sie schüttelte schaudernd den Kopf und zog sich ihre Handschuhe an. „Daran will ich lieber gar nicht denken." Sie nickte und sah ihre Tochter ernst an. „Er sicher auch nicht, fangen wir an."

„Solltest du nicht Dad anfunken und..."

„Sobald lasse ich ihn nicht aufwachen."

Sie musterte ihre Mutter ernst und schaute hinunter auf den weißhaarigen Mann vor sich. „Das wird ihm nicht gefallen."

„Ich bin Ärztin und Männern wie ihm, oder deinem Vater gefallen einige meiner Anordnungen nicht. Können wir?"

„Was soll ich machen?"

„Hier nehme diese Zange und ziehe die Haut an der Wunde auseinander. Es wird wieder bluten, aber keine Sorge, nicht mehr als gestern und dann sauge mit dem Schlauch ab, wenn ich es sage!"

„Okay."

Maddy sah zu wie ihre Mutter die Wunde spülte, sauber schabte und den Hautrand wegschnitt, ehe sie alles mit Betasid- Lösung behandelte und einen Verband anlegte. „Mum, warum nimmst du keinen Hautregenerator?"

„Weil ich nicht weiß, was alles in die Wunde gelangt ist. Erst wenn ich eine Entzündung ausschließen kann. In zwei bis drei Tagen, das... wird also eine weitere Narbe für Commander Taylor."

Maddy schwieg und musterte den freien Oberkörper des Mannes vor sich. Irgendwie bezweifelte sie, das es ihm übermäßig viel ausmachen würde eine Narbe mehr oder weniger zu haben. Dennoch war sie sicher, das er auf diese nur zu gern verzichtet hätte. Sie stellte sich ans Kopfende des Bettes und schaute zu, wie ihre Mutter nun seinen Oberarm behandelte. Dieses mal musste sie nur Dinge anreichen und sie ahnte bald wieso. Es begann sofort wieder zu bluten, kaum das ihre Mutter Hand anlegte und wie es blutete. Sie verzog das Gesicht und zwang sich an etwas anderes zu denken, als an Übelkeit. Sie atmete tief ein, nahm den Geruch des Blutes wahr und schüttelte sich. Bescheuert! Wer atmet tief ein, wenn er vor sich hat, was er nicht mag? Klar, ICH!

„Maddy, alles klar? Setz dich, geh raus, ich schaff das schon."

„Nein," sie schüttelte den Kopf und legte dem bewusstlosen eine Hand auf die Schulter. „Ich kann das, ich bleibe." Sie sah wie ihre Mum schmunzelte und auch, wie die sie immer wieder beobachtete. Doch sie war jetzt fest entschlossen, sie hatte es gestern geschafft, anschließend sogar den Wagen mit sauber gemacht, ihre Kleidung gewaschen. Jetzt hatte sie eben mitgeholfen die erste Wunde versorgen, den Rest schaffte sie auch noch. Sie nahm den Sauger in die Hand und begann entschlossen wieder zu assistieren.

X

~Jayce~

„Sir, die Kinder sind jetzt wieder hier. Nathalia fragt nach ihrem Vater."

„Wo ist sie?"

„Hier," kam es von der Seite und Nathalia schob sich samt Baby an seine Seite. „Wo ist er, Mr. Shannon?"

„Im Zelt, meine Frau versorgt die Wunden und hat ihn schlafen gelegt, ich war eben nachsehen, er schläft wirklich."

„Wo ist Maddy?" Fragte Nathalia. Der Polizist sah sie beide zweifelnd an und deutete wieder auf das Zelt. „Maddy hilft ihrer Mutter."

„Ist nicht wahr! Maddy ist dort drinnen, während Mum blutende Wunden versorgt? Unsere Maddy?" Josh Shannon trat zu ihnen, ließ seine kleine Schwester vom Arm, die sofort die Hand ihres Vaters nahm und der nickte nur. „Ja, unsere Maddy."

Jayce lächelte und zog Nathalia mit sich zu den bereitgelegten Baumstämmen. „Komm, du sollst dich noch ausruhen." Sie nickte und setzte sich neben ihn, lehnte sich bei ihm an und begann damit ganz leicht ihre kleine Tochter zu streicheln. Jayce beugte sich über ihre Schulter und betrachtete die Kleine. „Sie sieht aus, wie ihre Mum."

„Charmeur," sie lächelte und streckt sich so nach hinten das sie ihn ansehen konnte. „Ich denke, ich lege mich doch was hin."

Er lächelte breit, küsste ihre Wange und stand auf. „Komm her!" Er half ihr hoch und brachte sie zu dem Fahrzeug, in dem noch ihre Schlafsäcke lagen. Er blieb bei ihr, bis sie schlief. Als er sich um wandte, stand er Reynolds gegenüber. „Mark."

„Seit gestern frage ich mich, ob Maddy immer noch so vernarrt darauf ist, auch eines zu bekommen."

Jayce grinste und klopfte ihm die Schulter. „Vielleicht nicht jetzt, aber... in ein, oder zwei Monaten?"

„Ja, das denke ich auch," Mark grinste und schüttelte den Kopf, schaute zurück zu den anderen. „Allerdings, wird mir ihr Vater noch über Jahre nicht erlauben, an so was zu denken. Als sie ihm mitgeteilt hat, ausziehen zu wollen, da..."

Boylan an Taylor. Terra Nova an Taylor!

Sie sahen sich fragend an und auch Shannon und die anderen starrten auf ihre Koms.

~Jim Shannon~

Er starrte auf sein Kom, wie alle anderen, mit suchendem Blick stand er auf. Reynolds stand mit Valine bei den Fahrzeugen und sah ebenfalls hinüber. Der Soldat bedeutete ihm das Kom zu nehmen, also ging er ran. „Boylan, sind sie verrückt?! Wenn die uns hören, die werden uns..."

Keine Gefahr mehr, sie sind alle weg. Die ganze Phönixmeute und Miras Leute, alle fort, die sind mit der Morgensonne aufgebrochen.

„Aber... wohin sollten sie..."

Die Badlands, sie sind hinaus in die Badlands. Wir haben Späher draußen, die Zivilisten räumen schon auf und wir warten auf Sie. Aber... wo ist Taylor? Er ist doch nicht...

„Ist er nicht, aber... sagen wir einfach er ist unpässlich. Wir melden uns gleich wieder, Stoßtrupp Ende."

Er schaute in die Runde. „Wollen wir heim?"

Ein lautes zustimmendes Rufen ertönte. „EINPACKEN!" Gab er den Befehl und sofort kamen alle auf die Füße. Er schaute hinunter auf die Kinder. „Leah, Zoe, Sam, ihr werdet laufen, helft den anderen mit. Der Platz in den Fahrzeugen gehört den Verletzten! Los, los!"

Er sah wie Reynolds sich mit den anderen an die Arbeit machte und auch wie Jayce begann die ihm gebrachten Taschen, Kisten und Vorräte zu verladen. Jim lächelte. Überall gratulierten sich die Kameraden, sie scherzten und lachten. Reynolds aber trat mit ernstem Blick neben ihn. Jim schaute den jungen Mann ruhig an. „Lassen wir sie, sie brauchen dass, auch sie wissen, das die Phönixgruppe noch hier ist und umkehren könnte. Wir stehen früh genug wieder im Kampf."

„Ich weiß, daran... daran habe ich gar nicht gedacht," er sah zu den Kindern und Jim begann zu verstehen. „Wash."

Er nickte. „Ich kann es schon kaum fassen und weiß, dass sie fehlen wird. Wir muss es ihnen gehen und Taylor?"

„Wir werden für sie da sein."

Der jüngere nickte und wollte gehen, doch Jim hielt ihn zurück. „Ich werde mit meiner Frau reden, aber... ich sollte Maddy wohl mehr Freiheiten geben, wer weiß...wer weiß schon, was die Zukunft bringt. Aber... verletzten sie mein Mädchen nicht."

„Das... das werde ich nicht."