So, hier nun noch ein Kapi, für meine Urlaubszeit und ich hoffe es gefällt euch!
Im übrigen: Wie sagt man noch? Totgeglaubte leben länger.
Jap, und hier stimmts auch, in diesem Sinne viel Spaß beim lesen! Frisch gepostet, vom Flughafen. Tja wozu 30 Min free surfen doch gut sein können. *g*
Habe auch eben noch ein Kapi einer Favourite story runtergeladen, für meine lektüre. *g*
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Lg Dani
TERRA NOVA
Of Daughters
19. Kurze Atempause
Lager von Taylors Leuten
~Reynolds~
Sie verließ neben ihrer Mutter das Zelt und fand sich schon im nächsten Moment in Marks Armen wieder, der sie hochhob und um herdrehte. Er lachte und sie lächelte ihm überrascht entgegen. „Ähm... du, mir... fehlt nichts, ehrlich."
Er stellte sie ab und strich ihr durchs Haar, ehe er ihr Gesicht zwischen seine Hände nahm. Es war ihm gleich, ob ihr Vater ihn anschließend lynchen würde. Er hätte das jetzt getan, auch ohne, das er eben davon gesprochen hätte, seiner Tochter mehr Freiheit zu geben. Verliebt wie eh und je, sah er seine hübsche Freundin an. „Ich liebe dich..." er küsste sie stürmisch und blickte sie dann ernst an: „Maddy Shannon,... ich weiß, das passt nicht zu deiner Liebe nach Romantik und... und... dies ist sicherlich nicht der passendste Ort, aber... nach allem, was... passiert ist, ich... ich will dich nicht nochmal einfach stehen lassen und darum..."
~Elisabeth~
Mit einem breiten amüsierten Lächeln, nahm sie die stürmische Begrüßung zur Kenntnis, die der junge Soldat ihrer Tochter angedeihen ließ. Sie war auch schon fast an ihnen vorbei, als sie mitbekam, was er ihrem Mädchen erzählte. Sie blieb stehen und drehte sich wieder den beiden jungen Leuten zu. Offenbar, bekam ihre Tochter da eben eine recht süße Liebeserklärung und nach dem Blick ihrer Tochter, war sie ebenso überrascht wie glücklich darüber. Im nächsten Moment war der Kuss beendet und Reynolds fuhr fort: „Maddy Shannon,... ich weiß, das passt nicht zu deiner Liebe nach Romantik und... und... dies ist sicherlich nicht der passendste Ort,..."
Elisabeth riss die Augen erstaunt auf, als sie noch einige Zeit, vor ihrer Tochter verstand, was ihr Freund da gerade im Begriff zu tuen war. Sie spürte die Tränen in ihren Augen und lächelte, sie hatte ohnehin nicht geglaubt, das die beiden jungen Leute sich auch nur halb solange an die Verbote von Jim halten würden wie sie es getan hatten.
„...aber... nach allem, was... passiert ist, ich... ich will dich nicht nochmal einfach stehen lassen und darum..."
Sie stieß einen leisen entzückten Seuftzer aus, Reynolds ging tatsächlich vor ihrer Tochter in die Knie. Sie hörte wie sich Schritte näherten und drehte sich herum. Jim kam, sie hielt ihn auf, nein, dieser Moment gehörte den beiden.
~Maddy~
Ein wenig verwirrt über die stürmische Erklärung nickte sie ihm zu. Sonst war er vor ihren Eltern nicht so. Sie lächelte, fühlte sich plötzlich wie ein Kind, das alle beobachteten und ahnte das es vermutlich so war. Sie zwang sich dazu nur ihn anzusehen und nickte. Sie wollte es ihm gerade erwidern, als...
„Maddy Shannon,... ich weiß, das passt nicht zu deiner Liebe nach Romantik und... und... dies ist sicherlich nicht der passendste Ort, aber... nach allem, was... passiert ist, ich... ich will dich nicht nochmal einfach stehen lassen und..."
Gebannt starrte sie ihn an, in ihrem Kopf begannen sich ihre Gedanken und Gefühle zu überschlagen. Liebe, Romantik, passende Ort... OH MEIN GOTT! Macht er jetzt wirklich, was ich...denke?! Sie starrte ihn an und irgendwie schafften es ihre freie Hand bis zu ihrem Mund. Sie wusste genau, sie musste knallrot sein, ihr wurde so heiß... Plötzlich kniete er vor ihr. Er tut es! Er tut es jetzt! HIER! HIER!
„...und darum... darum erlaube mir die Frage: Wirst du..."
Sie spürte wie ihre Augen feucht wurden.
„….Maddy Shannon, wirst du mich heiraten?"
Sie hatte plötzlich beide Hände vor ihrem Mund, sie nickte und rang nach Atem. Er stand auf und fasste sie an der Hüfte. „Ja?" Fragte er.
Sie lächelte und legte ihre Hände auf seine Unterarme. „Ja. Ja, natürlich."
Er strahlte sie an, wie sie ihn anstrahlte und dann zog er sie fest an sich, küsste sie liebevoll und lange. Als sie sich lösten sah sie zur Seite und entdeckte ihre Eltern, ihre Mutter war gerührt und lächelte, ihr Vater irgendwo zwischen Verärgerung und Aufgabe und Josh, ein Stück weiter grinste breit. Zoe aber schien verwirrt, bis Josh ihr etwas zu flüsterte. Sie sah zurück zu Mark. Der nickte und sah zu den Soldaten an den Wagen zurück, ihnen rief Mark laut zu: „Ich heirate!"
Die Männer und Frauen klatschten, lächelten und hoben die Daumen. Maddy lehnte sich bei ihm an, in der Gewissheit, das ihre Eltern keine Einwände erheben würden. Zumindest keine absoluten. Reynolds nahm sie an die Hand und ging mit ihr an ihren Eltern vorbei zu den Fahrzeugen. „Zelt abbauen! Feuer löschen! Wachen zurück!" Er küsste sie. „Ich muss wieder an die Arbeit." Sie nickte und ließ ihn los, nach einem letzten Blick ging er.
~Nathalia~
„Maddy, komm her!"
Ihre Freundin kam, sie strahlte noch immer übers ganze Gesicht und Nathalia freute sich sehr für sie. „Gratuliere."
„Danke, wie geht es euch?"
„Gut. Danke dir."
„Dafür doch nicht..."
„Nein, für gestern. Vielleicht... solltest du es doch noch mal in der Klinik probieren. Gestern ich, heute Dad?"
„Ja, da habe ich auch schon drüber nachgedacht, mal sehen."
Maddy sah sie auf einmal sehr ernst an und atmete tief durch. „Es... es tut mir sehr Leid, für euch, ich... ich mochte Wash."
„Danke. Ich... habe etwas Angst jetzt zurück zu kommen," gab Nathalia zu und schaute hinunter zu den Soldaten, die inzwischen das Zelt einrollten. Zwei trugen Taylor auf einer Trage in einen der anderen Rover. Sie seufzte, „Er... es hat ihn schrecklich getroffen, zum zweiten mal und...dann auch noch..."
„Er bekommt euch nicht. Ihn auch nicht."
Nathalia nickte und schaute die andere fest an, reichte ihr die Hand. „Du bist eine bessere Freundin, als jede die ich früher hatte, Maddy."
Die andere grinste. „Ich hatte nicht wirklich Freunde, nur die Bücher, ich... ich hatte immer Angst, das... das sie zu uns wollen oder ich mich verspreche und mit Zoe...es ist schön das ich jetzt dich habe."
Sie sahen sich einen langen Moment lang an, bis Jayce kam und erklärte, sie würde gleich losgehen. Nathalia rückte tiefer in das Fahrzeug, bis eine Kissen und Decken wie eine Lehne für sie waren. Maddy verabschiedete sich und ging an dem Wagen vorbei zu ihrer Familie. Als das Fahrzeug losfuhr und einige Fußgänger überholte sah sie in einer Kurve Maddy und Reynolds Händchenhaltend nur wenige Meter vor ihren Eltern. Sie lächelte, ehe sie sich ihrer Tochter zu wandte.
xXx
Ankunft bei der Kolonie:
~Skye~
Sie schaute sich mit einem Anflug von Sorge um, als sie die Rauchschwaden über der Kolonie entdeckte, kaum das sie mit dem Track die Hügel hinunter kamen. Auch der Zaun war nicht intakt. Sie hatten viel zu tuen und würden viele Wachtleute, für die Nacht brauchen. Doch als sie näher kamen bemerkte sie, das überall am Zaun bereits gearbeitet wurde. Erst als sie schon fast in Rufweite waren, wurden die Arbeiten eingestellt und die Kolonisten versammelten sich am Tor, um ihre Soldaten und die Handvoll Zivilisten willkommen zu heißen. Wie viele andere sah auch sie sich suchend um...
„Skye!"
Sie schaute nach rechts, entdeckte ihre Mutter und lief eilig auf sie zu. „Mum!"
„Mum," wiederholte sie, als sie ihre Mutter in den Arm nahm und auch die sie drückte. „Kübelchen, was ist mit Lucas, wo ist Taylor?"
„Später, können... können die Kleinen zu uns? Taylor... sollte noch in die Klinik."
„Klar, hol sie her, es wird bald dunkel."
Skye nickte, besprach sich noch kurz mit den Shannons, sagte dann zusammen mit Doctor Shannon, seiner Tochter Bescheid und ging zu den zwei jüngeren Geschwistern. „Leah. Sam? Kommt ihr her?"
„Wo sind Nathalia und Taylor?" Fragte das Mädchen ohne sich von der Seite, der beiden ältesten Shannon Kinder weg zu bewegen. „Sie müssen über Nacht in die Klinik und... die Shannons müssen auch noch arbeiten. Ihr kommt heute mit zu mir und Mum. Kommt!"
Unschlüssig sahen die Geschwister sich an. Maddy ging schließlich vor ihnen in die Knie. „Na, kommt schon, ihr kennt doch Skye, euch passiert schon nichts."
„Na gut, aber... morgen früh komm ich zu euch, wir."
Maddy und Josh nickten. „Wir sind da."
Leah nahm ihren Bruder an die Hand, drückte Zoe und sah sie abwartend an. „Wohin?"
Skye lächelte und deutete auf ihre Mutter, die einige Meter weiter wartete.
xXx
~Nathalia~
Mit tadelnden Blick bedachte sie ihren Vater, während sie ihre Tochter ins mitgenommene Säuglingsbett, der Klinik legte. Das er noch ans Bett gefesselt sein sollte, das passte ihm gar nicht. Es war auch nicht so, dass er es nicht etwa versucht hatte aufzustehen. Im Gegenteil, war sein erster Versuch noch von den Shannons vereitelt worden, war sein zweiter vor einer knappen halben Stunde fast auf dem Boden geendet. Als er sich jetzt schon wieder aufsetzte, sah sie ihn tadelnd an. „Dad...bitte."
„Ich halte das nicht aus. Ich... ich muss wissen..."
„Das will ich auch," sagte sie leise, ging zu ihm und legte ihm eine Hand an die Wange. „Ehrlich. Ich will, das sie bekommt, was sie verdient, aber...sie sind noch dabei die geschmolzene Tür dort zum Auge zu öffnen."
Er nickte, schaute verbittert zur Seite, schloss die Augen. „Wenn... wenn ich dir nur helfen könnte, weinen... hilft manchmal," sagte sie leise. Er blickte zu ihr auf und schüttelte den Kopf. „Ich hab dich lieb, Nathalia."
Sie lächelte traurig und nickte. „Ich werde Dr. Shannon bitten, das wir heim können. Liegen kannst du auch dort und... da sieht dich keiner, ich weiß, das du das eigentlich gar nicht willst. Die Leute die hier anhalten." Sie küsste seine Stirn und ging hinaus.
Als sie Minuten später mit Dr. Shannon und einem Rollstuhl wieder kam, saß ihr Vater neben dem Bett, auf einem Stuhl. Er hatte sich das Kinderbett herangeholt und wiegte seine kleine Enkelin im Arm. Dr. Shannon deutete hinaus und ging zurück hinter den Vorhang. Nathalia aber ging wieder zu ihm. „Sie mag dich."
Er schaute ihr entgegen. „Sie war am weinen, sieh sieht aus, wie du auf den Fotos, die ich damals bei euch gesehen haben."
Nathalia musste bei der Erinnerung an den damaligen Besuch lächeln. „Damals hast du mir irgendwie Angst gemacht." Als sie von ihrer Tochter wieder zu ihm sah, entdeckte sie Tränen in seinen Augen. Sie hielt die Luft an und unterdrückte erfolglos die eigenen Tränen. „So... hätte ich dich im Arm halten sollen, und... deine... Schwestern."
„Du warst da, als ich dich wirklich gebraucht habe, du wirst für sie da sein und... sie noch oft halten." Sie schluckte und schluchzte auf, als sie an Wash dachte. Sie beugte sich vor und legte die Arme um ihn. „Sie fehlt mir, Alicia."
Er nickte nur und strich ihr über den Arm. Nun weinten sie beide, während Ayani friedlich in seinen Armen schlummerte.
xXx
~Maddy~
Josh und Skye hatten die drei Kinder gut im Griff und es im Gegensatz zu ihr, gut im Haus ausgehalten, so dass sie nun in der K linik stand und ihre Mutter suchte. Doch scheinbar wusste keiner hier, wo sich denn der eigene Boss aufhielt. Sie seufzte und drehte sich herum, als sie ihrer Mutter gegenüberstand. Erleichtert sah sie ihr entgegen. Ihre Mutter aber sah sie gleich besorgt an. „Maddy! Stimmt etwas nicht?"
„Nein, nein, alles in Ordnung. Ich... Mum, ich will helfen."
„Hier?" Erstaunt betrachtete ihre Mutter sie. Maddy nickte ungerührt. „Bitte... lass es mich nochmal versuchen. Ich... muss ja nicht Chirurgin werden, oder?"
Ihre Mutter lächelte, winkte eine Schwester zu ihnen und wies diese an, ihr Kleidung und einen Spind zu besorgen.
Eine Stunde später war Maddy mit Ogawa draußen im Feldlazarett, das sie unter der Kommandozentrale errichtete hatten, für die nicht Schwerverletzten Soldaten, um Platz in der Klinik zu haben. Hier traf sie auch auf Reynolds, wimmelte ihn jedoch kühl ab, als er sie umarmen wollte, sie hatte sich gerade erst umgezogen und desinfiziert, sie hatte keine Lust es nochmal zu wiederholen. Während er sie verwundert musterte, kniete sie sich vor das Feldbett eines der Soldaten und begann damit seinen Verband zu wechseln und die Wunde zu reinigen. Das war in der letzten halben Stunde nun schon ihr dritter Patient und der zweite den sie alleine übernahm. Stolz schwellte in ihr auf, bis sie seine Wunde sah und roch. Das altbekannte Übelkeitsgefühl kam in ihr auf und sie stand rasch auf. „Ogawa!"
Die Schwester kam und verzog das Gesicht. „Mist! Reynolds! Baxter muss in die Klinik, infizierte Wunde! Maddy, geh raus, hol Luft und mach eine Pause, dann komm wieder."
Sie nickte und nahm das Angebot gerne an. Während sie draußen an einem der Stützbalken des Kommandostandes lehnte, dachte sie mit Schrecken daran, wie die Wunde ausgesehen hatte.
„Ja, ich habe damals auch nie gedacht, wie widerlich, eine eitrige, Wunde riechen kann. Kleiner Tipp, durch den Mund riecht es nicht so sehr."
Sie sah neben sich, die Frau kannte sie nicht, doch der Kleidung nach kam sie auch aus der Klinik. Ihr musste Maddys fragender Blick aufgefallen sein, den sie streckte ihr die Hand entgegen. „Loana. Ich bin eigentlich Hebamme, und Ernährungswissenschaftlerin, aber... hier eben auch Schwester. Hi, du bist eine Shannon nicht?"
Sie nickte.
„Kommst du wieder mit rein? Oder gibst du auf, das wäre keine Schande."
„Ne, ich mache weiter."
„Na, dann willkommen im Team."
„Ähm...danke."
Sie schaute Loana einen Moment lang nach und fragte sich stumm, ob ihre Mum sie mit Absicht hergeschickt hatte, dann stand Ogawa vor ihr und reichte ihr eine Akte und eine Kiste. „Bring die bitte zu deiner Mum, sie gibt dir Medikamente mit runter."
„Okay, mache ich."
„Und beeile dich!"
„Klar," sie lief los.
xXx
~Taylor~
Nathalia reichte ihrem Vater eine dritte Suppentasse und setzte sich selbst mit einem Glas Wasser auf die Lehne zu seinen Füßen. „Es ist... zu leer hier, ich... hole nachher die Kleinen ab."
„Bist du sicher? Ich werde dir keine große Hilfe sein, solange..." Er ließ den Satz unvollendet und deutet auf seine Arm. Jetzt wo die Wirkung der Tabletten und des Sedativa fort waren, spielte zwar sein Kreislauf mit, nun aber schmerzte der Arm ihn mehr als er bereit war zuzugeben und es ihm lieb war. Nathalia sah ihn ernst an und nickte. „Aylici, schläft und ist brav, wenn sie nicht gerade Hunger hat. Leah und Sam machen kaum Arbeit und ab morgen hat die Schule wieder auf. Sie wollen mit den Kindern beim aufräumen helfen, auf dem Markt, hat Maddy mir heute Morgen gesagt."
„Aylici?" Fragte er und schaute hinüber zu der Wiege, die er vor einiger Zeit gebaut hatte und eines der wenigen Babysachen war, die der Zerstörungswut der Besetzter nicht zum Opfer gefallen war, er hatte eine ziemlich genau Vorstellung davon wieso. Lucas hatte ihn verletzten gewollt, sollte er hierher zurück kommen. Er schluckte und schloss die Augen. „Dad?"
„Also... Aylici?"
„Ja, Leah fing damit an, gestern auf dem Rückweg in die Kolonie und irgendwie... gefällt es mir."
Er nickte und öffnete den Mund, als sein Kom piepte. Er starrte das kleine Gerät auf dem Tisch an. Dann Nathalia, beide hatten sie Furcht es zu nehmen. Aber am Ende nahm sie es, aktivierte es und reichte es ihm hoch. „Taylor hier?"
Sir, wir öffnen jetzt gleich das Auge, im Gang davor, wo die Sicherheitstür geschmolzen ist... da... haben wir Handers gefunden, tot.
„Danke, Taylor Ende." Brachte er mühsam hervor und schaute Nathalia an. „Ich will nicht, das sie dort alleine ist," murmelte er, stand auf und ging ein paar Schritte, doch dann kam der Schwindel wieder und er setzte sich wütend auf den nächsten Hocker, beugte sich über seine Knie vor.
~Nathalia~
Sie legte eine Hand auf seine Schulter. Sie wusste das es ihn jetzt noch mehr verärgerte, das ihn diese eigentlich leichte Infektion so sehr mitnahm. Sie selbst hatte den Grund schon gestern geahnt, und später von Dr. Shannon bestätigt bekommen, es war die Tatsache, das er mental an der Grenze war, die er jedoch sehr gut verdeckte.
Sie seufzte, zusammen gesunken, mit geballter Faust saß er da. Seine Haut war bleich. „Ich gehe, ich bitte Josh mit den Kleinen herzu kommen und du legst dich hin. Versprich es mir, du legst dich hin!"
Er sah sie dankbar an und nickte. Sie rief nach Josh und wartete auf ihn. Als er ihrem Vater dann ins Schlafzimmer half, lief sie schon hinaus.
xXx
Sie war der Freundin unglaublich dankbar das sie mitkam. Sie hatte Maddy auf dem kurzen Weg hier her erzählt, was sie wusste und wie sie zwei Tage zuvor, war auch Maddy schockiert. Dennoch warteten sie jetzt hinter den Soldaten darauf hinein zu können, in den am besten gesicherten Raum von Terra Nova. Das Auge.
Malcolm Wallace stellte sich einmal mehr in ihren Weg und musterte sie beide überaus skeptisch. Nathalia seufzte genervt und beachtete ihn gar nicht weiter. Sie wollte er nicht hinein lassen, aus Sorge, wie sie ihre Stiefmutter vorfinden könnte und Maddy nicht, aus Angst das sie ihr schlecht würde. Wäre er nicht selber viel zu nervös gewesen, wäre es auf gewisse Weise richtig süß gewesen. Daher war sie überaus erfreut, als Dr. Shannon ihn Momente später ins Labor rief. Mark und auch Jayce kamen vom inneren Eingang zurück und nickten. „Bereit? Wir sprengen jetzt."
„Bereit." Sie nickte.
Der Knall war außerhalb der kleinen unterirdischen Höhle recht leise. Mit dem verfliegenden Qualm wuchs Augenblicke später ihr Unbehagen. Sie wollte nur zu gerne einfach gehen. Doch sie verstand ihren Vater auch, sie wollte ebenfalls nicht, das jeder sehen und erahnen konnte, was geschehen war. Ein Grund mehr, warum sie um Maddys Hilfe dankbar war, die ihren Freund gebeten hatte, dieses hier selbst zu übernehmen. Mark und Jayce gingen vor, bis zur Tür, dann riefen sie nach ihnen und nach einem letzten Blick, den sie sich zu warfen folgten sie den beiden hinunter.
Nathalia betrat den kleinen höhlenartigen Raum als erste und sah sich um. Es roch muffig. Sie schaute sich rasch um, hinter dem breiten Sessel lag jemand. Sie lief los und blieb fünf Schritte später, direkt vor ihr stehen. „Gott! Alicia," hauchte sie und Tränen rannen ihr über das Gesicht. Jayce kam und legte ihr die Arme um. Sie drückte kurz seine Hand, ehe sie sich von ihm löste und vor der reglosen Frau in die Knie ging.
„Was hat er getan?" Fragte sie leise und streckte zitternd ihre Hand aus. Das hellgrüne Klinikhemd war schmutzig, sandig und blutig, wie ihr Haar. An ihrer Stirn klebte getrocknetes Blut und Schmutz, ihre Wange und ihr rechtes Auge, waren geschwollen und an ihrer nur halb bedeckten rechten Schulter prangte ein großer blau-lilaner Fleck, der schon leicht ins grüne ging. Ihre Haltung war beinahe eine zusammengerollte, ihr Gesicht sprach von Schmerz. Sie war dankbar und froh, das ihr Vater sie so nicht sah und fragte sich, unwillkürlich, ob sie dieses Bild je wieder los werden würde. Sie berührte Alicias Schulter und strich ihr dann über die geschwollene Wange. „Es... es tut mir so Leid." Flüsterte sie und beugte sich vor, sie wollte Alicias andere Schulter packen und sie herumdrehen, da sie vor der Wand lag. Doch sie hielt inne und sah hinter sich. „Eine Decke, holt...eine Decke..." Sie wusste selber nicht, wieso sie das wollte, aber irgendwie schien es ihr wichtig.
xXx
~Taylor~
Ganz gegen seinen Willen spürte er, wie der Schlaf schnell näher kam. Er ahnte, das er wieder durchzogen sein würde von Alpträume und dachte an die Kinder im Hauptraum. Er setzte sich widerwillig auf, öffnete den Nachtschrank und nahm die Injektion heraus. Mit den Zähnen zog er sie auf, dann stach er sich die Nadel in den Oberschenkel, dankbar, das der älteste des Shannon Nachwuchses vorhin darauf bestanden hatten ihm die Hose zumindest auszuziehen. Er ließ die Injektion einfach liegen und legte sich zurück unter die Decke. Er lag kaum, als das Medikament das übrige tat und er fiel in einen ruhigen, traumlosen Schlaf.
