Huhu!Jap ich wollte nicht schreiben, bis mind. zwei ein Review gepostet haben, jedoch will, oder besser kann ich nicht länger warten, ich bin nämlich zu ungeduldig, daher:

Viel Spaß jetzt mit diesem vorletzten Kapitel!

Und bitte schreibt ein Review!

Danke und bis dann!

Lg Dani


TERRA NOVA

Of Daughters

24. Veränderungen und ein Neuer Anfang I

Sie erreichten den Treffpunkt und er war wirklich ein wenig überrascht Mira bereits mitten im Wasser stehen zu sehen und allein. Taylor bedeutete Shannon zu warten und ging die letzten Meter alleine weiter. „Ich war nicht sicher, das du kommen würdest."

„Ich war nicht sicher, ob ich gehen soll, oder es eine Falle wird."

Sie nickte und setzte sich grazil auf einen der großen Felsen. „Du kennst die Gründe, wie sie mich gekauft haben, Taylor." Er nickte, ihre Verbitterung entging ihm nicht. „Und ich hätte gewettet, das du mit ihnen in den Badlands weiter suchst, bis ihr einen Weg gefunden habt und mein Sohn euch zurück bringt."

„Dein Sohn?" Sie hob eine Braue und musterte ihn. „Den habe ich das letzte mal gesehen, als er Wash getötet hat und zum Portal wollte. Dann...habt ihr es zerstört."

Taylor nickte. Er war im Moment nicht bereit darüber nachzudenken, was das alles bedeuten mochte und konnte. In keine der beiden Richtungen, jetzt ging es um einen möglichen Pakt und diesen einen Versuch war er ihr schuldig. Sie hatte seine Leute beschützt, sicher nach Hause gebracht und er schuldete es dem unschuldigen Kind, das in seiner Kolonie auf die Mutter wartete, also schob er alles andere beiseite. „Gut, wir sind jetzt hier. Wir beide. Also, was willst du?"

„Ich will für mich und meine Leute Freiheit. Wir gehen zurück in unsere Baumhäuser und hoffen auf... Handel mit Euch."

„Nein."

„Nein?" Fragte sie und stand auf. „Hör zu, ich verstehe das du mir nicht traust und..."

„Das ist es nicht." Antwortete er entschieden und stand auf. Er breitete seine Hände aus und zeigte ihr seine leeren Handflächen. „Wenn wir das hier wirklich wollen, dann müssen wir vorher die Phönixe besiegen."

Rache? Klingt gut. Sie haben zwei meiner Leute niedergemetzelt nur so zum Spaß. Bin dabei."

„Gut, du kennst das Terrain, du führst unsere Leute an," sagte er und beobachtete sie genau. „ Keine Gefangenen, kein Mitleid. Nur der Tot, danach... seit ihr frei. Aber eines sei dir sicher, ich werde jeden bekämpfen der aus der Zukunft kommt, um diese Sache fortzuführen. Und jeden, der meiner Kolonie schaden sollte!"

„Was ist mit dir, du kämpfst nicht mit uns? Was ist los?"

Er schüttelte den Kopf und grinste, es war ihr also nicht entgangen, das er nicht das wir benutzt hatte. „Ich kann nicht. Ich habe Verpflichtungen."

Sie kam lauernd näher bis sie dicht vor ihm stand und ihn abschätzend betrachtete. „Der große Nathaniel Taylor, Führer der Kolonie, der große Krieger und... du kommst nicht mit? Das glaube ich einfach nicht, du planst doch was."

„Nein. Ich kann nicht und ich werde nicht, mein Platz ist in der Kolonie und an der Seite meiner Frau."

„Deiner... wer...Wash? Sie lebt?" Er schwieg, sie aber trat langsam zurück und nickte. „Verstehe. Wann geht es los und... wo treffen wir uns?"

Er griff in seine Tasche und holte einen Plex hervor. „Mira, deine Tochter, wie alt ist sie?"

„Was hat Sienna damit zu tuen?! Ich...werde sie nie wieder sehen, also..."

„Antworte mir bitte," bat er ruhig und aktivierte den Plex, „wie alt ist sie genau?"

Mira starrte ihn finster an. „Inzwischen sieben," antwortete sie zischend.

Er nickte und rief ein Bild auf, zeigte es ihr.

Mira schlug die Hand vors Gesicht, all ihre Mauern fielen zusammen. Plötzlich stand nicht mehr die amazonenhafte Kämpferin vor ihm, sondern die verzweifelte Mutter, der er die Gefühle im Gesicht ablesen konnte. Ein stummes Lächeln huschte über seine Züge, sie war fassungslos, bemerkte es gar nicht, sah auf das Bild. Tja, so hat jeder von uns seinen weichen Kern, auch wir zwei, Mira.

„Wo...wo hast du..." Kopfschüttelnd brach sie ab.

„Sie ist hier, Mira. Sie ist in Terra Nova. Sie lag seit der Explosion durch den Attentäter im Koma, sie kam als eine der ersten und wurde schwer verletzt, wir wusste nicht wer sie ist. Erst seit sie jetzt aufgewacht ist."

Dafür... werden sie sterben."

„Also...Deal?"

„Wenn ich sie danach holen kann."

Er reichte ihr die Hand und sie nahm sie.

xXx

~Taylor~

Er stand gegenüber seiner Frau und warf ihr einen tadelnden Blick zu. Es gefiel ihm nicht das sie hier oben bei ihm war. Jetzt noch weniger, denn vor ein paar Tagen. Sie wussten nicht,...sie konnten nicht sicher sein, dass ihre Leute und Mira gewannen. Sie wussten nicht, ob die Feinde nicht gleich vor ihrer Tür standen, weil sie ihnen eine Falle gestellt, oder die Oberhand gewonnen hatten. In jedem Fall aber, war das Kommandocenter dann sicher eines ihrer ersten Ziele. Sie sollte einfach nicht hier sein. Doch als er hinter sich und zu ihr sah, wusste er, sie würde nicht gehen. So wie er es nicht übers Herz brachte sie im Ungewissen allein zu lassen, so wollte sie wissen, was mit ihm war. Er seufzte, schüttelte den Kopf und ging zu ihr, er öffnete den Mund...

„Nathaniel, es... tut mir Leid. Ich... will es nicht, aber ich werde gehen, zu Elisabeth. Die Klinik werden sie nicht angreifen, sie brauchen sie und du... du hast deinen Kopf frei." Liebevoll schaute sie ihn an, während er traurig den Kopf schief legte, ehe er sie küsste. Sie nickte und nahm seine Hand. „Ich warte dort auf dich. Ich weiß du kommst zurück."

„Ich werde gar nicht erst gehen."

„Ich weiß," sie nickte und lächelte ihm zu. „Ich weiß."

Er beugte sich vor, küsste sie erneut einen langen Moment lang, zog sie an sich. Sie war alles für ihn, er durfte sie nicht verlieren, sie nicht, das Kind nicht, nicht ein weiteres mal. Dieses mal nicht. „Ich liebe dich, euch," sagte er und legte ihr eine Hand auf den Bauch, „...bitte, geh jetzt."

Sie nickte. „Wir lieben dich auch," sagte sie leise und wandte sich genau in dem Moment ab, als die Tür öffnete und Guzman hereinkam.

Sie verschwand aus seinem Blick und die Tür schloss sich. Guzman blickte Wash verwundert nach. „Wo geht sie hin?"

„Da hin, wo sie in jedem Fall sicher ist. Die Klinik." Der Soldat sah ihn irritiert an und deutete ungläubig auf die verschlossene Tür. „Wash, die sich verkriecht? Nein, nie und nimmer. Was ist dort, was beschützt sein soll?"

„Ich gedenke sie zu schützen."

„Sie geht niemals freiwillig, nicht wenn sie diese Kerle büßen lassen kann."

„Dinge... ändern sich, Guz," sagte er und wandte dem jüngeren entschieden den Rücken zu. Der jüngere Mann schwieg, dann aber stieß er die Luft aus. „Natürlich! Sie... sie ist schwanger! Sie beide... seit wann wissen Sie es?"

„Nicht lange genug, ich befehle Ihnen darüber kein Wort zu verlieren, zu niemanden," verärgert und mit durchdringenden Blick schaute er seinen Soldaten an. Guz nickte, doch er kam näher und reichte ihm die Hand. „Glückwunsch, Commander." Wortlos nickte Nathaniel und bedeutete dem anderen ihm zum taktischen Bildschirm zu folgen. Sie tauschten letzte Worte und dann verschwand Guz, er musste zu seinem Posten, in der Nähe der Schlucht.

xXx

~Nathalia~

Sie war gerade dabei zusammen mit Maddy einige Notfallkörbe mit Verbandsmaterial und Kompressen zu befüllen, als jemand neben sie beide trat. Noch unerwarteter, als diese Tatsache, war jedoch die Person die dort stand. Sie sah sich genau der Frau ihres Vaters gegenüber. „Alicia? geht's dir gut? Fehlt dir, oder..."

„Nicht hier, ja mir geht's gut. Aber dein Vater ist besser, wenn er sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentriert, nicht auf unsere Sicherheit. Ich gab ihm mein Wort, das wir vier hierbleiben."

„Ihr vier?" Maddy blickte fragend von einem zum anderen. Nathalia dachte kurz nach und entschied, dann doch nicht still zu bleiben. „Maddy, Alicia ihr habt das gleiche Geheimnis vor allen anderen." Sie grinste, stellte das letzte Tablett auf den nun vollen Wagen und brachte ihn weg, um einen neuen zu holen.

Als sie wieder kam, flüsterten die beiden ungleichen Frauen leise miteinander. Nathalia lächelte. „Pass auf, oder soll deine Mum, es hier erfahren?" Maddys Kopf fuhr erschrocken und suchend herum, ehe sie den Kopf schüttelte und Alicia starrte sie beide perplex an. „Moment...du hast es noch keinem..."

„Nein, Mark weiß es und Nathalia. Es... war ja wirklich nicht...ich habe einfach die Spritze vergessen, bei der ganzen Aufregung und...ich glaube nur nicht, das mein Dad das glauben wird."

Sie seufzte und schüttelte den Kopf. „Ich hab Angst das er es an Mark auslässt."

Alicia legte ihr eine Hand auf die Schulter und schüttelte lächelnd den Kopf. „Weißt du Maddy, es ist sicherlich nicht, was er sich wünscht, aber... er hat fast damit gerechnet, er hat es gesagt. Und Nathaniel gefragt was er mit Nathalia anstellen würde."

Nathalia musste grinsen und schüttelte den Kopf, während sie schon wieder weiter machte. „Irgendwie glaube ich nicht, das ich ihn damit wirklich hätte schockieren können, oder?"

„Nein, aber ich denke er wäre dennoch froh, wenn du dir ein wenig Zeit ließest." Antwortete Alicia, Maddy hingegen schien um einiges beruhigter und Nathalia schüttelte gelassen den Kopf. „Ich denke, so eilig habe ich es nicht. Vielleicht... denke ich wieder darüber nach, wenn sie alt genug ist, zum laufen." Sie grinste und blickte die beiden an. „Na, was ist, helft ihr mir nun? Oder muss ich alleine weitermachen?"

xXx

~Mira und Jim Shannon~

Sie hockte neben Taylors Schoßhund im Gebüsch und musste fast gegen ihren Willen zugeben das dieser Shannon nicht minder gefährlich, oder entschlossen war als Taylor. Sie wusste zwar sie würde ihn im Zweikampf jederzeit besiegen können und Taylor ebenso. Doch Shannon war ein anderes Kaliber, er sah Dinge, die sie nicht wahrnahm und hatte ein Gespür für die Beweggründe, das Verhalten seiner Feinde, was sie inzwischen in seiner Gegenwart vorsichtiger werden ließ. Sie fühlte sich plötzlich durchschaubar und ahnte, warum ihr Taylor und seine Leute im letzten Jahr so sehr zu schaffen gemacht hatten und wie Taylor es geschafft hatte Leah so rasch zu überführen.

Jetzt tippte der Cop sie an und machte sie auf eine Bewegung unter ihnen und schräg gegenüber aufmerksam. Sie beobachtete die einzelne Person genauer. „Späher."

Er nickte. „Wann kommt der Vortrupp?"

Sie grinste und schüttelte den Kopf. „Sie sind sich ihrer Feuerkraft sehr bewusst, Selbstüberschätzung. Aber sie lernen, in der ersten Nacht im Norden, verloren sie einen Transporter und insgesamt zehn Männer."

„Großer Verlust, für eine Lehrstunde," sagte er leise. Sie nickte und grinste gefährlich. „Sie wollten nicht hören und als Strafe starben die ersten zwei meiner Leute."

„Was weiß Taylor nicht?" Fragte er wachsam. Sie schloss die Augen. „Die zwei, von denen ich am Wasserfall erzählte, sie tötete er aus, keine Ahnung, Spaß? Wut? Frust? Suchen Sie sich etwas aus," sagte sie kalt und schüttelte den Kopf. „Er hat nicht einmal eingegriffen, als seine Leute ihr Fleisch wollten. Wir haben sie mit Harzpfeilen in Brand gesetzt, dann sind wir geflohen, mit nichts als unseren Waffen und was wir am Leib hatten." Sie drehte sich auf den Rücken und drehte den Kopf, in Shannons Richtung. „Schockiert?"

„Von denen? Nicht wirklich. Das ihr gut seit im Dschungel? Nein, das wusste ich bereits. Nur leider verspricht uns das allein keinen Sieg, Mira."

„Nein, aber Entschlossenheit, die Toten zu rächen, sie für den Betrug an uns bezahlen zu lassen, die Verzweiflung nie mehr heim zu können und der Kampfgeist und der Willen, unsere Heimat, unsere letzte Chance auf... ein Leben, die können zum Sieg führen."

„Verzweiflung," nachdenklich nickte er, „ ein starker Verbündeter und Ansporn im Kampf, Kampfgeist und Entschlossenheit halten die Moral und Durchhaltekraft, aber danach? Danach kann sie viel zerstören, Mira. Was wenn deine Leute nichts mehr haben, für das es sich lohnt zu leben und deine Abmachungen einzuhalten?"

„Sie werden," sie sah ihm fest entgegen, drehte sich dann lautlos wieder auf den Bauch und beobachtete den Weg unter ihnen. „Sie werden, weil sie mir die Treue gaben und wissen, das es die einzige Chance ist in Frieden zu leben und eine kleine Chance zu haben, ihre Familie zu sehen."

Nachdenklich und ein wenig besorgt blickte er in den Wald hinter ihnen. „Was hast du ihnen gesagt?"

„Die Wahrheit, das es sein könnte, dass Lucas's Geldgeber, aber auch und darauf sollten wir hoffen, Hope Plaza eine Weg hier her zurück finden. Die Badlands zeigen uns, das es...zumindest viele Wege gab, wenn nicht sogar noch immer gibt."

„Du weißt, das diese Chance...sehr..."

„...sehr gering ist?" Fragte sie und nickte. Sie atmete tief durch. „Es ist alles was ich ihnen geben kann und ich hoffe einfach, dass... bis dieses nicht mehr ausreicht, Taylor und ich, einen Weg finden, wie wir gleichberechtigt miteinander leben können."

Er nickte und öffnete den Mund, um etwas zu sagen, als Mira die Hand hob. „Sie kommen, das Signal." Er lauschte und jetzt hörte er ebenfalls den Vogelruf, der für diese Gegend nicht unüblich, des Nachts jedoch eher unpassend erschien. Er nickte und klickte gegen sein Komlink, zweimal. Die Antwort kam sofort, ein einfaches Klopfen, dann noch eines. Eines von Reynolds, neben dem vermutlich Valine hockte und eines von Gorren, Miras Mann. Er konnte nur hoffen, das die beiden jungen Soldaten, beide heil mit hier raus kamen. Das eine würde ihm Taylor übel nehmen, und dessen Tochter, für das zweite, würde ihn seine Tochter hassen. Beides hielt er für sehr inakzeptabel.

Dann war es soweit, die Phönixsoldaten waren alle in der Talsenke und Mira sprang nach einem letzten Blickwechsel auf. „Jetzt!" Rief sie im nächsten Moment explodierten die Felsen hinter den Soldaten in der Senke, Miras Finger zählten von fünf runter.

Drei...

Er griff nach seinem Kom.

...Zwei...

Er aktivierte sein Kom, mit einem Fingertipp und stand in den Schatten der Bäume auf.

...Eins...Null!

PFEILE!" Rief Mira. „SPRENGUNG!" Befahl er.

Ein Hagel aus zwei Dutzend Armbrüsten und Bogen stürzte mit Feuer und Ölbeuteln auf die mit hochtechnisierten Waffen ausgerüsteten Phönix- Saldaten nieder. Nur eine Sekunde später zerriss eine weitere Explosion die Dämmerung, als die Felsen auf der anderen Seite der engen Senke unter Sprengladungen zerbarsten. Mira wechselte einen raschen Blick mit Shannon. „Viel Erfolg!"

„Viel Glück," sagte er und sie liefen in entgegengesetzte Richtungen davon.

Die Senke würden Miras Leute übernehmen. Und noch ehe er die Anhöhe über dem Ausgang der Senke erreichte hatte, hörte er einen dumpfen Knall und wusste, das eines von Miras erbeuteten Fahrzeugen, bepackt mit Öl und Brandbeschleuniger so eben in die Senke gestürzt und dort in Flammen aufgegangen war. Er hieß diese Art von Krieg und rücksichtsloser Tötung nicht gut, er war der Meinung das jeder eine zweite, manchmal womöglich auch dritte Chance verdiente. Doch dies war anders, er war hierher gekommen, nach Terra Nova hatte alles riskiert und alles hinter sich gelassen, um neu anzufangen, und diese Soldaten hier hatten versucht alles zu zerstören, für das sie standen.

ANGRIFF!" Rief er und folgte den Soldaten hinunter in den Kampf.

Schreie, Schüsse, kleinere Explosionen wurden zu einem Durcheinander aus Geräuschen und Stimmen. Es wurde immer schwerer Freund von Feind zu unterscheiden, als Rauch und Staub begann die Sicht zu rauben. Er schob seine Atemmaske über den Kopf. „ABC starten!" Rief er und duckte sich unter einem angreifenden Phönix weg, um diesem anschließend ein Loch in die Brust zu schießen. Im nächsten Moment wurde er nass und wusste die Drohne der Kolonie hatte ihre Fracht abgelassen, ein Nervengift. Plötzlich wurde alles ruhiger und eine Vielzahl der feindlichen Soldaten ging innerhalb der nächsten Minute zu Boden. Nun war es ein Gemetzel und er wusste es, er hasste es.

SHANNON!"

Er drehte sich zu Mira herum, im gleichen Augenblick aber riss ihn etwas zu Boden und über ihm fegten Schüsse durch die Luft. Doch das war nicht sein eigentliches Problem, seine Maske war gerissen, fluchend riss er sich das Ding vom Gesicht, sofort brannte seine Lunge und er spürte wie seine Nerven zu brennen begannen. Mit zitternder Hand griff er nach seiner Injektion, sie war zerbrochen. Er fluchte. Vor ihm hockte Valine, die Waffe im Anschlag.

Jim stöhnte und lehnte sich zurück, das würden harte vier Stunden werden. Er schloss verärgert die Augen. Als ihm plötzlich jemand eine Nadel in den Hals stieß sah er auf. Mira grinste ihm zu und verschwand. Er brauchte noch einen Moment, dann griff er seine Waffe und klopfte Valine auf die Schulter. „Weiter," keuchte er und stand auf. Du hast mir verschwiegen, wie scheußlich das Zeug ist, Elisabeth.

Er verschaffte sich einen Überblick und zog sich zurück auf die Anhöhe, ob er wollte oder nicht. Sein Körper schmerzte und laut Schwester Ogawa die sie alle eingewiesen hatte, würde das noch eine Weile so bleiben. Er begann damit das ganze zu koordinieren und wollte eben den ersten Bericht an die Kolonie geben, als er sah, wie Mira in der Klemme steckte. Er lief los, jetzt schuldete er ihr etwas.

Er erreichte sie, als ein zweiter Soldat plötzlich hinter ihr stand und ihr ein Messer in die Rippen jagte. „Scheiße!" Er fluchte, riss seine Waffe hoch und tötet zwei weitere Soldaten. „MEDTEAM! Zu mir!" Brüllte er dann und kniete sich neben Mira. Sie atmete schwer und blutete stark, zu stark.

„Ver-versprechen...was..."

„Sie gehen selber zu ihrer Tochter Mira. Verstanden?!"

Sie schüttelte den Kopf. „Gebt...auf sie...acht."

„Okay, ich verspreche, wir geben auf sie acht, bis Sie gesund sind, in ein paar Tagen," er hob drohend die Hand und drückte mit der zweiten hart auf ihre Wunde, kaum das einer von ihren Leuten und einer von seinen sie beide absicherten. „Wehe Sie geben auf!" Sie schaffte es tatsächlich zu einem Lächeln, ehe sich ihre Augen flatternd schlossen. „Verdammt! MED... helfen Sie ihr!" Befahl er und mischte sich wieder unter die kämpfenden.

xXx

~Elisabeth~

Mit besorgten Blick musterte sie ihre kleine Patientin. Sie war nicht sicher, wem Mira die Schuld geben würde, wenn sie sah, wie es ihrer kleinen Tochter ging. Sie seufzte.

„Sie machen sich Sorgen, um ihren Mann?" Sie schaute neben sich zu Skye und schüttelte den Kopf. „Auch, aber daran dachte ich nicht." Skye nickte und folgte ihrem Blick in das schmale Behandlungszimmer, in dem die inzwischen nun drei wachen Kinder lagen und schliefen. „Sienna."

Sie nickte. „Es...wird Mira nicht gefallen."

Skye zuckte die Achseln und schüttelte den Kopf. „Wird es nicht, nein, aber... sie ist nicht dumm. Und Sienna kann über uns nichts schlechtes sagen."

„Wir wissen nicht was sie über die Zukunft sagen wird," warf Elisabeth mit Bedenken ein. Skye schaute zurück zu dem Mädchen. „Sie hatte Lungenflecken, als sie herkam und Blutungen, irgendwie bezweifle ich, das sie ihrer Mum viel gutes zu erzählen hätte."

„Der Junge hat allerdings auch gesagt, das er zurück in das Spielzimmer will."

„Ja, aber Sienna hat auch gemeint, sie will nicht wieder dorthin, weil... ihre Mutter nicht da ist und die Leute böse." Skye blickte sie nachdenklich an. „Sienna ist die älteste der drei, viel mehr, der vier hier. Sie... hat vielleicht auch mehr mitbekommen, als..."

Ihr Kom piepte, sie meldete sich, Skye stand aufmerksam neben ihr.

Shannon, halten Sie sich bereit! Unsere Leute schicken ihnen einige dutzend Verletzte, einige haben nur von dem Toxin etwas abbekommen. Ankunft circa 50 Minuten.

„Ich gebe vorne Bescheid," erklärte Skye und lief auch schon los. Dankbar schaute Elisabeth ihr nach. „Taylor, was ist mit Jim und den Jungen?"

Ihr Mann gab die Meldung, Reynolds Truppe begleitet die Verletzten, also nehme ich an, ihm fehlt nichts und Jayce... er hat nichts gesagt.

„Taylor fragen Sie Jim."

Nein, nicht über eine offene Leitung und nicht weil es mich betrifft. Sagen sie meiner Frau, wir haben gewonnen, nur eine Handvoll Phönixe sind entkommen, mit wenig Waffen.

„Ich werde es ihr sagen, Shannon Ende."