Hi! Hier also jetzt das Finale!
Ich hätte mich gefreut, auch noch mal was von Liz zu hören, aber okay. Jetzt hoffe ich, euch gefällt das letzte gibts dann noch zur anderen Story ein neues chap, vielleicht auch noch heute, mal sehen.
Und...vergesst euer Review nicht.
Lg Dani
TERRA NOVA
Of Daughters
25. Veränderungen und ein Neuer Anfang II
~Alicia~
Es war dunkel als Nathaniel endlich vor ihr stand. Sie stand auf, legte seine entzückende kleine Enkelin, ihre Enkelin in eine der Wiegen und trat auf ihn zu. „Wie... sieht es aus? Elisabeth meinte, wir haben gewonnen?"
Er nickte, kam ebenfalls näher, bis sie voreinander standen. „Was nicht heißt, das sie uns nicht ein Ärgernis und einzelnen eine Gefahr werden könnten," sagte er und zog sie zu sich. Es war wieder dieser eine Blick. Bedingungslose Liebe war alles was sie in diesem Moment sah und für ihn empfand. Sie legte ihre Hände an seine Brust und schob sie weiter um seinen Hals. „Heißt das, wir holen jetzt die Kinder und gehen heim?" Er nickte, beugte sich dann jedoch vor und küsste sie leidenschaftlich.
Als sie wenig später gemeinsam mit den Shannons die Schule betraten, waren sie gleich Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Trotz der späten, nächtlichen Stunde, war kaum ein Kind am schlafen und die, die es gewesen waren als sie eintraten wurden nun wach durch den Tumult ihrer Kameraden, oder weil sie jemand direkt weckte. „Taylor! WASH!"
„Mom! DAD!"
Leah und Zoe standen fast sofort vor ihnen, um sie zu begrüßen. Jim Shannon fing seine Tochter auf und hob sie hoch. Leah lächelte Nathaniel entgegen, kam jedoch in ihre Arme, drückte sie und grüßte flüsternd, ihren Bauch. Alicia strich ihr zärtlich durchs Haar. „Wir haben dich auch lieb, Kleines."
In dem Moment kam auch Sam angelaufen, im Gegensatz zu den älteren Mädchen deutlich schlaftrunken, blieb er kurz vor ihnen stehen und Nathaniel beugte sich zu ihm herunter. Sam ging zu ihm und schloss die Arme um ihn, ehe Nathaniel seine um den Jungen legte und mit ihm im Arm aufstand. Alicia entging nicht, wie viele Augen ihnen beiden folgten, sie war sicher das auch ihr Mann es bemerkte.
Die ganze Zeit waren sie bedacht gewesen, die Verbindung zu den Kindern nach außen auf Distanz zu halten. Sie wusste genau, das sie von einigen Zivilisten schon als kalt und ungeeignet für die beiden gehalten worden waren, nicht zuletzt weil sie nie offensichtlich Zärtlichkeiten zwischen sich und den Kindern gezeigt hatten. Das die beiden dennoch so ganz offensichtlich an ihnen beiden hingen, schien jetzt bei so einigen Verwunderung auszulösen. Sie ließ ihre Hand nun bewusst auf Leahs Schulter ruhen, als sie gingen. Leah umfasste einen Moment später ihre Hand und drückte sie. Sie lehnte sich jetzt nah an sie und ging mit ihr hinaus. Alicia lächelte glücklich. Ja, so sollte es sich wohl anfühlen.
xXx
~Mira und Nathalia~
Unruhig beobachtete sie die Schwester, bis sie fertig war. Kaum war die Wunde zu rutschte sie trotz des Protestes eben dieser Person von der Liege, sie hatte eben jemanden entdeckt. „SKYE!"
Die Jugendliche drehte sich zu ihr herum und rief dann aber nach jemandem. Mira wollte ihr schon nach, als ihr jemand anderes in den Weg trat und ihr die Hand mit der Handfläche nach vorn, entgegenstreckte. „Mira, richtig?" Fragte das junge Mädchen und sie musterte es. Die Harre waren kürzer, die Farbe heller, viel heller, aber dennoch... „Taylors Tochter? Nathalia?"
Die jüngere vor ihr nickte. Nathalia schaute rasch an ihr vorbei und bedeutete der Schwester zurückzubleiben. „Vorschlag, ich behandle die Wunde zu Ende, damit die Naht nicht reißt und verabreiche noch das Antibiotika, dann bringe ich Sie zu ihrer Tochter."
„Warum solltest du? Wo ist dein Vater?" Mira setzte sich, nicht wegen der Aufforderung, als vielmehr wegen dem jungen Soldaten, der sich nervös näherte. Taylors Tochter folgte ihr und begann gleich mit der Behandlung fortzufahren. Mira beobachtete sie aufmerksam.
„Ich... vermute zu Hause, mit seiner Familie," antwortete das Mädchen, „Und, wenn ich raten sollte mit meiner Tochter."
„Deiner...Moment! Du hast ihn zum Großvater gemacht," sie grinste und schüttelte den Kopf. „Oh, ich gehe jede Wette ein, das hat ihm wahnsinnig gefallen."
Nathalia legte die Instrumente zur Seite. Sie verschränkte die Arme und sah die Amazone vor sich ernst an. Ehe sie antwortete jagte sie ihr dann noch eine Impfung in den Arm und grinste breit. „Genau genommen...ja. Es gefällt ihm." Sie legte die Injektion zur Seite und bedeutete Mira ihr zu folgen. Die schien verärgert über die letzte Injektion, ohne Vorwarnung und rieb sich den noch schmerzenden Arm. „Das hier, scheinst du nicht häufiger zu machen, also... was will dein Vater, dass du hier bist, oder du?"
„Ich arbeite hier," sagte Nathalia kühl und wandte sich der Frau zu. „Ich stehe nicht unter seinem Befehl, noch ist er stetig hinter mir."
„Stimmt, sonst hätte Daddy sein Töchterchen wohl kaum allein zu einem Außenposten gelassen," der sarkastische Ton der Amazone entging ihr nicht und so trat sie rasch einen Schritt auf die größere, durch trainierte Frau zu. Mira schaute an ihr vorbei und deutete hinter sie. „Klar, darum folgt uns auch sein Gorilla." Sie blickte sich um, entdeckte Jayce und schüttelte lachend den Kopf. „Nicht sein Gorilla, mein Mann," sagte sie und ließ die nun wirklich überrascht Frau einfach stehen. Es dauerte einen Moment, bis sie sie ihr wieder folgte.
„Hier," Taylors Tochter blieb stehen und deutete in den nächsten Raum. „Aber...Sie sollten vorher etwas wissen..."
„Fehlt ihr was?" Fragte Mira und wollte nur in diesen Raum hinein. Doch Taylors Tochter hielt sie mit einem festen Handgriff am Arm auf. Sie hatte Kraft. „Was stimmt nicht?" Fragte sie mahnend.
„Sie wurde bei der Zerstörung des ersten Portals, durch ihre Leute fast getötet, außerdem hatte sie starke Lungenflecken, sie blutete bereits. Sie lag bis kurz vor Ihrem Treffen mit Taylor im Koma."
„Was- fehlt ihr?" Mira hatte das Gefühl sie müsse gleich zerspringen, so voller Sorge und Furcht war sie, war alles um sonst gewesen, würde sie ihre Tochter hier nun doch verlieren, nach so kurzer Zeit der Hoffnung? Und Taylor hatte es gewusst, sie würde ihn... „Seit wann..." sie wollte die junge Frau packen, doch sie war gut, Nathalia hielt ein Messer in der Hand und trat zurück. „He! Sie lebt, sie wird leben. Dad wusste nicht alles. Sienna... hat Lähmungen."
„Was für Lähmungen?" Miras spürte wie alles in ihr wieder zusammen zu fallen drohte. Sie hatte sich und ihre quirlige Tochter schon zu Hause in den Bäumen gesehen, doch nun...
„Ihre rechte Seite, Dr. Shannon hat sie gestern noch mal operiert, teilweise scheint das Gefühl im Arm und Bein wieder zu kommen, aber... die Lähmung wird vermutlich bleiben. Es..."
„Ich will zu ihr! Gleich!" Rief sie und trat an der anderen vorbei. Nathalia öffnete die Tür und ließ sie ein. Im kleinen Raum stand nur ein Bett, es lag ein kleines schwarzhaariges Mädchen darinnen, die Haut nur Nuancen heller als die ihre. Daneben stand Skye, sie flüsterte der Kleinen etwas zu und das Kind drehte den Kopf. Ihre Blicke trafen sich und die Augen des Kindes begannen zu leuchten. „MAMA!"
„Sienna, Sienna..."
Sie lief auf das Bett zu und setzte sich, zog ihre nun fast achtjährige Tochter fest in die Arme und begann zu weinen. Ihr Kind, sie hatte ihre Tochter wieder, etwas woran sie vor Wochen aufgehört hatte zu glauben. Und Sienna hatte sie erkannt. Sienna wusste, wer sie war! Sie weiß es! Sie weiß es! In ihrem inneren jubelte es laut, glücklich und überwältigt drückte sie das Mädchen an sich.
Nathalia schloss die Tür, gleich nachdem Skye hinaus war. Sie lächelten sich zu und gingen dann beide zurück in den Hauptteil der Klinik, um bei der weiteren Behandlung der verletzten zu helfen.
Xxx
Einige Wochen später:
~Familie Shannon~
Maddy half ihrem Mann durch die Tür ihres Elternhauses und hinüber zum Tisch. Ein kurzer Blick genügte, um ihr zu sagen, das Zoe tatsächlich noch nicht da war. „Maddy! Mark, wie geht es dir? Solltest du nicht noch..."
„Mum, bitte," Maddy unterbrach ihre Mutter und bezog Position hinter ihrem Mann. „Wir müssen mit dir reden, mit dir und Dad, wo ist er?" Fragte sie. Im nächsten Moment kam ihr Vater bereits aus dem Schlafzimmer und stand einen Augenblick später auf der anderen Tischseite. Maddy seufzte. „Setz dich Dad."
„Ich soll mich setzten?" Ihr Vater hob sehr skeptisch eine Braue und musterte sie, „Warum? Wieso muss ich mich setzen?"
„Jim," ihre Mutter kam näher und ihr Vater der Bitte nach, er setzte sich. „Okay, also, was ist?"
Maddy atmete tief durch. „Ihr...werdet Großeltern, in etwa... 8 ½ Monaten."
„WAS?! Reynolds!"
„Er kann nichts dafür," Maddy starrte ihren Vater böse an und schüttelte den Kopf. „Ich habe damals meine nächste Spritze vergessen, in... dem ganzen Trubel. Ich... es ist eben passiert."
Elisabeth kam und nahm sie in die Arme. „Du bist dir sicher Schatz?"
Sie nickte. „Ja, ich war mit Nathalia in der Klinik."
„Genau und Taylors Tochter ist ja auch Ärztin..."
„Jim," Elisabeth warf ihrem Gatten einen vielsagenden Blick zu und schüttelte den Kopf. „Nathalia ist sehr wohl in der Lage Diagnosen dieser Art am Biobett durchzuführen und deine Tochter selber auch." Sie wandte sich ihrer Tochter zu und knuddelte sie nochmal. „Herzlichen Glückwunsch, euch beiden," sie grinste und klopfte ihrem Schwiegersohn auf die Schulter. „Ich erwarte das du auf die beiden acht gibst, junger Mann."
Reynolds nickte.
xXx
~Nathaniel und Alicia~
Sie kam aus der Dusche und wollte nach ihrem Handtuch greifen. Da kam Nathaniel von hinten und legte die Arme um sie, schob eine Hand auf ihren Bauch. Sie spürte seinen Atem in ihrem Nacken und dann seine Lippen auf ihrem Hals, sie seufzte tief. „Nathaniel."
„Man beginnt etwas zu sehen," flüsterte er und seine Finger strichen über ihren Bauch, er küsste sie wieder. Sie schloss die Augen und sah dann nach rechts, beschaute sie beide durch den Spiegel. „Ich werde dick, meine Hosen passen kaum noch." Er lächelte sie durch den Spiegel an und schüttelte den Kopf. „Du wirst wunderschön aussehen, wie jetzt auch. Unser Baby, sieht dir hoffentlich sehr ähnlich."
Sie drehte sich in seinen Armen herum und lächelte. „Wieso mir, und nicht dir?" Fragte sie leise und schüttelte den Kopf.
„Weil du viel hübscher bist."
Sie grinste und strich über seine nackte Brust, seine Wange. „So was von dir. Weißt du... vor einem Jahr, da... hätte ich niemals hier dran geglaubt. Nie... nicht... an eine Familie, nicht an uns und schon gar nicht unsere Familie und dann... als ich es hatte, glaubte ich es kurze Zeit schon wieder alles verloren. Versprich mir etwas."
„Was immer du willst," antwortete er und küsste sie kurz.
„Versprich mir, das wir niemals hinter deiner Pflicht stehen, außer... du schützt uns dadurch."
Er lächelte breit und zog sie an sich. „Niemals. Versprochen."
xXx
~Mira und Sienna~
Sie stellte ihre Tochter auf die Füße und sah sie fragend an. Sienna blickte unsicher von ihr, zu dem Wissenschaftler neben ihnen. Mira sah sie ernst an. „Du musst das nicht tuen."
„Ich will aber, ich will alleine mit Leah und Zoe zu den Tieren," so entschlossen, die Erwiderung ihrer Tochter auch gewesen war, so unentschlossen, stand die siebenjährige jetzt vor ihr auf ihren eigenen Beinen. Während ihre Hände die schmalen Kinderhüften fest umschlossen und das Kind damit aufrecht hielten, lagen die Kinderhände auf ihren Unterarmen. Ich sollte sie nicht so einfach aufrechthalten können, sie sollte für so was viel zu schwer sein. Bei Gott...was haben sie ihr nur angetan? Sie wollten für sie sorgen und gaben sie sterbend zurück, jagten das Portal hinter ihr und den anderen in die Luft...
„Mama?"
Mira zuckte zusammen und schaute ihre Tochter aufmerksam an. „Entschuldige, was ist? Willst du es versuchen?"
Das Kind nickte, krallte aber die Hände in ihren Arm. „Ich hab Angst."
„Ich halte dich, es wird dir nichts passieren," sie hielt einen Arm um die Kleine und schob sich hinter sie. „Fertig?"
Das Kind nickte und machte vorsichtig einen unsicheren Minischritt. Dann noch einen und einen dritten. Sienna drehte sich strahlend zu ihr um. „Mama! Ich kann es!" Die Kleine jubelte und wollte sich herumdrehen, doch sie geriet ins Schwanken und wäre ohne Hilfe gefallen. Trotzdem strahlte die Kleine sie überglücklich an, ehe sie hinüber sah zu dem Wissenschaftler. „Danke, Doktor Wallace."
„Gern doch, aber nicht vergessen, am Anfang nicht mehr als ein paar Stunden und jeden Tag Physiotherapie. Häh?"
Sienna nickte.
x
Sie hatte es geschafft, endlich. Ihre Mutter ging zusammen mit ihr raus. Sie hatte ihre Mum nun schon seit fast einem Monat wieder. Aber genau so lange ging ihre Mum mit ihr nur Abends, oder sehr früh morgens aus dem Haus. Sie wusste inzwischen, durch die Schule das ihre Mutter nicht immer in der Kolonie gelebt hatte. Und so wie Mira ihr von ihrem anderen zu Hause hier erzählte, in den Bäumen, war sie sich sicher, dass ihre Mutter nicht freiwillig hier war. Sie ist es wegen mir und sie macht sich Sorgen, das die anderen sie nicht hier haben wollen.
Sie wusste, dass sie Recht hatte, auch weil Leah und Zoe ihr einiges erzählt hatten. Sie drehte sich in ihrem Rollstuhl nach hinten und sah ihre Mutter an. „Danke Mum."
Ihre Mutter versuchte dem Getümmel auf dem Markt aus dem Weg zu gehen. Doch Sienna wollte zu ihren Freunden und schob die Bremsen vor. „Ich will da aber hin, bitte. Du warst soo lange weg und jetzt...mache ich doch noch alles alleine."
Ihre Mutter sah sie besorgt an, schaute sich ebenso besorgt um, als...
„Mira!"
Sienna sah auf, der Commander stand vor ihnen und ihre Mutter schien tatsächlich umdrehen zu wollen, der Rollstuhl war schon fast herumgedreht. Sienna schob die Bremse wieder vor. Sie streckte den Hals nach hinten um den grauhaarigen Mann noch anzusehen: „Wo ist Nathalia? Wo ist Leah?"
„Ähm...Leah ist irgendwo dort hinten, soll ich dich hinbringen?" Sie nickte heftig und sah zu ihrer Mutter. „Darf ich?"
Mira nickte und seufzte kaum das Taylor ihre Tochter aus dem Rollstuhl gehoben hatte und weg war. Jetzt stand sie inmitten von anderen, die sie musterten genau Wash gegenüber. Sie wollte weiter, doch die andere hielt sie zurück. „He, warte mal, ich muss dir was zeigen."
„Danke, aber... ich sehe lieber mal nach Sienna und..."
„Mira, hör auf dir dauernd Sorgen zu machen. Ja, viele hier trauen dir vielleicht nicht, aber keiner will dir etwas böses. Das wage sie nicht, sie wissen wem sie den Sieg verdanken."
„Taylor, aber nur seinem Wort wegen..."
„Das bist du nicht. Die Shannons haben euch schon eingeladen, wir auch." Fiel ihr Taylor ins Wort und trat neben seine Frau und sie. Mira fühlte sich plötzlich sehr eingeengt inmitten des Marktplatzes, umringt von so vielen aufmerksamen Blicken und direkt neben Wash und Taylor. Sie stöhnte leise auf: „Zwei von wie vielen? Es wäre leichter, wenn ich auch wieder in den Bäumen wäre. Du glaubst es vielleicht nicht, aber ich vermisse meine Freiheit tatsächlich."
„Doch ich glaube es und..."
„Commander Taylor!" Zoé Shannon und Leah winkten ihm eifrig zu und er warf ihr, wie seiner Frau nur einen kurzen entschuldigenden Blick zu, ehe er sich abwandte. „Entschuldigt, sieht aus als müsse ich mein Versprechen einlösen." Er zwinkerte seiner Frau zu. Mira schüttelte den Kopf und seufzte.
~Taylor und Wash~
Sie ahnte nur wie die andere sich fühlte. Sie war nicht in ihrer Situation, war es nicht gewesen. Dennoch war sie sich ziemlich sicher, dass es Mira schwer fiel hier in der Kolonie zu leben und sie wäre sicherlich nicht geblieben, wenn es hier nicht sicherer für ihre Tochter gewesen wäre. Die drei anderen Sixer Kinder lebten mit ihren Eltern in deren alten Baumhäuser, kamen nur für die Schule und zu Besuchen her. Ein Grund mehr, um Mira jetzt zu zeigen, was sie hier finden konnte, das sie durch aus auch Willkommen war.
„Komm mit," sagte sie und zog Mira einfach mit sich.
Am Rande des Marktplatzes blieben sie stehen und sie deutete hinüber zu Nathaniel und den Kindern. Nathaniel sah sie, schaute abwartend auf die Kinder. Dann ließ er Sienna einfach zwischen den beiden anderen Mädchen stehen, ihr Rollstuhl stand viele Meter entfernt. Mira preschte direkt vor, besorgt und ärgerlich, Alicia war nicht schnell genug, doch Nathaniel hielt die andere auf. „Nein, warte," mahnte er und hielt sie fest.
xXx
~Mira~
Taylor hielt sie mit Kraft fest, sie kam nicht frei von ihm und fluchte. Weiter vorne trat Leah einen Schritt zur Seite und dann vor die etwa gleichgroße Sienna. Mira schaffte es um ein Haar Nathaniel doch zu entkommen. Aber er hielt sie nur noch fester im Griff, Alicia kam zu ihnen. Inzwischen hatte auch Zoè ihr kleines Mädchen losgelassen und trat ein wenig zur Seite.
Sienna sah nur ganz kurz in ihre Richtung dann schaute sie nach vorne auf Leah, Taylors Ziehtochter.
Gerade als sie merkte, das er seinen Griff löste und sie los laufen wollte blieb sie verblüfft stehen und stieß laut die Luft aus. Vor ihr lief ihre Tochter alleine einen Schritt nach dem anderen auf Leah zu, die immer weiter rückwärts ging, während Shannons jüngste neben ihr lief. Beide Mädchen waren es schließlich auch, die Sienna auffingen, als sie strauchelte und dann die Richtung änderte, um zu ihr zu gehen. Sie schaute zu Taylor und Wash, auch die Shannons standen jetzt in der Nähe und ihr wurde klar, dass sie es alle geplant haben mussten. Doch in diesem Moment war es ihr plötzlich völlig gleich wer sie sehen konnte. Überglücklich sah sie ihrer Tochter entgegen, die vergangenen Wochen waren ganz vergessen.
Sie ging wortlos in die Knie und schaute ihrer Tochter entgegen. Gerührt, und stolz blickte sie zu ihrem Kind. Sienna strahlte und ihre beiden Freundinnen blieben auf den letzten Metern zurück. Als sie Sienna eine Minute später fest in die Arme schloss, standen die zwei anderen Kinder lachend und klatschend knapp dahinter. „Mama ist soo stolz auf dich Kleines. Warum...hast du nichts gesagt?"
„Weil es...eine Überraschung sein sollte. Bald kannst du dann wieder nach Hause."
„Nach Hause?" Mira sah ihre kleine Tochter verwundert an. Dabei fiel ihr zum ersten mal seit langem auf, wie gut das Mädchen zugenommen hatte und wie viel Farbe sie bekommen hatte. Sie lächelte. „Mama, ich weiß, das du nach da draußen willst, in den Wald. Du...magst es hier nicht."
Sie seufzte und schüttelte den Kopf, schloss für einen Moment die Augen, ehe sie ihre Kleine wieder ansah. „Sienna, gefällt es dir hier? Willst du hier bleiben?"
Ihre Tochter schaute sie unschlüssig an und schüttelte dann ganz langsam den Kopf. Mira seufzte und hob den Kopf des Kindes an, um es anzusehen. „Sienna, ich will wissen was du willst. Als ich dich verlassen habe, wollte ich nur, das es dir gut geht, dass du gesund bist, verstehst du? Aber ich habe dich nie gefragt, ob ich gehen kann. Was möchtest du? Wo möchtest du leben?"
„Hier... hier ist es schön und ich kann alleine zu meinen Freunden." Das Mädchen sah sie hoffnungsvoll an und Mira nickte, strich ihr durch das Haar. „In Ordnung, dann bleiben wir. Versprochen."
Sie stand auf und reichte ihrem Mädchen die Hand. „Willst du es ihnen sagen?"
„Was denn?"
„Lade deine Freunde und ihre Familien zum essen ein, morgen."
„COOL!"
xXx
~Nathalia und Maddy~
„Hey, habt ihr Lust auf grillen?"
Maddy blieb stehen und sah zurück zu ihr, sie nickte. „Klingt gut. Wann?"
„Heute Abend? Wenn die zwei zurück sind und gewaschen?"
Maddy grinste und wartete, das sie, sie eingeholt hatte. Lachend und miteinander sprechend gingen sie weiter in Richtung ihrer Häuser. Tatsächlich hatten es Maddy und Mark geschafft, das Haus ihnen gegenüber zu bekommen und so machten sie inzwischen sehr viel zusammen, zum Leidwesen ihrer Eltern waren sie selten bei ihnen. Als sie jetzt bei den Häusern ankamen hatten sie beide ein Déjà-vu. Maddys Vater und der ihre standen gemeinsam auf der Straße zwischen den Häusern und schauten ihnen ruhig entgegen. Sie wechselten einen leicht genervten Blick und gingen auf die beiden Väter zu. Das wurde sicherlich wieder lustig.
Eine halbe Stunde später hatte sie ihren Vater wie schon viele male zuvor mit dem Versprechen heimgeschickt, am Wochenende zum Essen zu kommen und ihm seine Enkelin die nächsten Tage zwischendurch vorbei zu bringen. Lächelnd verabschiedete sie sich von ihrem Vater, schickte danach die Tagesmutter heim und ging mit ihrer Kleinen zu Maddy.
Die Männer standen am Grill und sie beide beschäftigten sich mit der kleinen Ayani, die zwischen ihnen auf der Decke lag. Es war ein warmer, schöner Abend und sie sahen beide lächelnd auf, als die Männer kamen und sich hinter sie setzten. Maddy lehnte sich bei Mark an und legte den Kopf in den Nacken. „Schon wieder Sehnsucht nach uns?" Fragte sie leise. Er nickte und küsste sie. Nathalia hob ihre Tochter hoch und reichte sie weiter an Jayce. „Hier, Süße, geh zu deinem Daddy, Mama geht mal den Salat holen, Tante Maddy und Onkel Mark sind zu beschäftigt."
Sie grinste und stand auf, während Maddy kicherte und Mark die Augen verdrehte.
„Ihr zwei seit schlimmer als Dad und Alicia," setzte Nathalia noch einen drauf und kicherte als sie ins ins Haus eilte.
xXx
Einige Monate später
~Skye und Josh~
Sie drehte sich überrascht um und hielt vor der Tür zur WG inne. „Josh, was..."
„Weißt du, ich... ich denke... ich kann...ich will nicht nur dein Freund sein," sagte er und trat auf sie zu. Skye sah ihn verwirrt an. „Josh, alles klar? Was meinst du, wovon...redest du?"
„Es... es tat weh, als Kara... gestorben ist, aber... ich habe mir viel mehr Sorgen um dich gemacht, in...in Boylans Bar, als... das ich getrauert habe." Er sah sie ernst an. „Ich... ich will dein Freund sein, nicht... nicht einfach ein Freund."
Sie schaute ihn verblüfft an. „Josh ich bin nicht..."
„Schon gut, sag einfach, wenn... wenn du so weit bist." sagte er und drehte sich herum und ging davon.
„Josh! JOSH!" Rief sie und lief ihm nach, sie hatte es sich so lange gewünscht, gehofft. Dann alles verdrängt und jetzt wollte er? Sie war nicht sicher, ob er es wirklich wollte, oder ob er sich nur einsam fühlte. Oder ob sie es wirklich wollte, dennoch konnte sie ihn nicht einfach gehen lassen. „Josh," sie stand jetzt vor ihm sah ihn genau an und legte ihm eine Hand um den Hals. Dann küsste sie ihn und blieb ruhig vor ihm stehen. Er sah sie einen Moment lang an, dann lächelte er, beugte sich vor und sie küssten sich lange und innig.
„Das... fühlt sich gut an," sagte er leise. Skye lächelte breit und nickte. „Richtig, es...fühlt sich endlich richtig an, ja." Erneut versanken sie in einem langen Kuss, während die Sonne über ihnen langsam unterging.
X
~Taylor und Alicia~
Sie stand draußen, hinter ihrem Haus, die Kinder schliefen, er trat näher und sie zuckte leicht zusammen. Er kam ganz nah hinter sie und schlang die Arme um sie. „Na, was machen wir?"
„Die Sterne anschauen und darüber nachdenken wie viel Glück ich habe, wir."
Er küsste ihren Hals und zog sie zu sich herum, einen langen Moment lang schauten sie sich tief in die Augen. Dann beugte er sich vor um sie zu küssen... mitten im Kuss zuckte sie zusammen und er hielt inne sah sie besorgt an.
Sie rieb sich den Rücken, er hob fragend eine Braue. „Nathaniel, du hast mir verschwiegen, wie unangenehm das ist, dass sich alles zusammenzieht."
„Was... das Baby?" Fragte er. Sie nickte und schaute zurück in den Himmel. „Wenigstens ist es nicht mehr so heiß, wie heute Mittag."
Er lächelte und zog sein Komlink aus der Hose. „Du bist immer noch sicher, das du es hier machen willst?" Fragte er. Sie nickte und schaute ihn jetzt direkt an. „Ganz sicher, das gehört nur uns, ruf Elisabeth an, wenn sie nicht da ist, soll sie Maddy schicken." Er nickte, und ging mit ihr zurück ins Haus. „Irgendwie gefällt mir der Gedanke, das die junge Shannon, auch unseren kleinen Engel holt."
„Dann ruf sie direkt her." Grinste sie und setzte sich auf das Polstermöbel. Er lächelte und nickte. „Taylor hier..." sagte er einen Moment später, „...wir... hätten hier einen neuen Erdenbürger der heute Nacht kommen will."
Ende!
Puh verdammt, endlich, soooo lange habe ich schon lange nicht mehr gebraucht, bis mir das Ende gefiel.
*tief durchatmet*
Hoffe euch gefällt es auch. Bis dann!
