Nachdem Sophie der blutheulenden Link-Kopie einen Eimer gefüllt mit eiskaltem Wasser und Eiswürfeln über den Kopf schüttete verschwand dieser wieder durch ihren DS und trocknete sich irgendwie ab. Was lernen wir daraus: Ärgert Sophie nicht mit einem Mob im Gesicht.

Es vergingen weitere 3 Stunden, die meine Nachbarin mit Zocken verbrachte. Dass Clara aber auch immer ihre Kopfhörer beim Schlafen tragen muss, die Glückliche. Als die Sonne aufging war Sophie müde genug, endlich mal eine Pause zu machen. Ich wollte gerade meinen Schlaf nachholen, als Günther mit einer lautstarken Trompete das ganze Camp zusammentrommelte. Seems legit…
Clara wachte erholt auf, streckte sich und sah überrascht zu mir und Sophie. Ich schaute nur unruhig und aufgekratzt zurück, während Sophie bei einer Dose Monster meinte: „Schlaf ist überbewertet." Naja, für alle lebensmüden Leute schon, zumindest die in meinem Bekannten-Kreis.

Meine beiden Freundinnen standen auf und gingen aus dem Zelt. Ich blieb zurück und zog mich um, als mir die 6 leeren Dosen rechts von mir auffielen. Ich zog mich fertig an und holte die zwei auf. Etwas aus der Puste fragte ich Sophie, ob sie den Sechser getrunken hätte. Zitternd meinte sie: „Hab ich." Als ich sie besorgt ansah blieb sie stehen und flüsterte: „Leute, ich kann Farben schmecken!"
Auch Clara meldete sich zu Wort: „Alles gut bei euch beiden? Habt ihr überhaupt geschlafen?" Eine genervte Antwort meinerseits folgte: „Geht schlecht, wenn du sowohl von Pokemon-Musik als auch von klatschnassen Sachen wachgehalten wirst", nebenbei summte Sophie das erste Opening des Anime.

Bevor wir beim Frühstückstisch ankamen fragte die Möchtegern-Diva durch die Runde, ob nicht jemand fehle. „Das bildest du dir sicher ein, du hast zu viele Energys getrunken", meinte Clara. /Hätte sie mir nur welche abgegeben/ war mein geistreicher Einfall.
Wir setzten uns nebeneinander auf eine der Bänke und fingen an zu essen, während unser Campleiter besagtes Frühstück vor einem Greifen beschützte. Diesen vertrieb aber schlussendlich Sophie, welche immer die verschiedensten Fleischarten essen wollte. So lief sie ihm im Camp hinterher, während ich halb einschlief und die Timelady neben mir weiter aß.
Nachdem sich jeder gestärkt hatte machte Herr Günther eine wichtige Ansage: „Kinder, wir gehen ANGELN!" Es wurde zuerst ein wenig getuschelt, danach ging jeder sein Angel-Zeug holen, überraschenderweise hatte auch ich welches dabei. Wir fuhren mit einem alten Bus zum „Lake Gravity Falls".

Dort angekommen sollten sich 2-3 Personen jeweils ein Boot nehmen und ausrudern. Natürlich hatten wir schnell das unversehrteste Ruderboot ergattert und schwammen damit ein paar Meter weiter als der Rest. Während also Clara und ich die Angeln bereitmachten schmiss Sophie eine Dynamitstange in den See.

[3. Person] Nessie, welches in Amerika seine Verwandten besuchte, sah einen merkwürdig-aussehenden Fisch langsam zu Boden sinken. Trotz dessen Erscheinung schwamm es näher heran und verschlang das Grätentier mit einem Biss. Es explodierte 30 Sekunden später…

[Zurück zu mir] Clara und ich kamen nicht aus dem Staunen raus als einzelne Teile eines Elasmosaurus an die Oberfläche auftauchten. Wir schauten geschockt zu Sophie, welche triumphierend ein Netz auswarf und damit die Körperteile einholte: „Ich hab nen Fisch gefangen. MEIN MITTAGESSEN! Und Sushi zum Spottpreis von 10$ pro Rolle!" Sie schaute uns misstrauisch an, trotzdem einigten wir uns auf einen Anteil von 2$ einer verkauften Rolle für mich und Clara.

Wir gingen an Land und machten einen Sushistand auf. Ein brünetter Mann kam vorbei und sagte: „ Hallo. Ich bin Tha-de-us, Thadeus, Thadeus, deus, deus. Ich hab gehört hier gibt's Sushi. Da ich aber kein Geld hab: Kann ich mit der Kraft der Freundschaft bezahlen?" Unsere Heldinnenenen antworteten mit einem „Ja" und bekamen den riesigen Regenbogen über Thadeus Kopf.
Als nächstes kam ein persisch-aussehender Schwarzhaariger vorbei und fragte: „Kann man das Zeug überhaupt essen?" „ Mit ganz viel Fantasie sicher." „Zu Risiken & Nebenwirkungen essen sie NICHT die Packungsbeilage, sondern ihren Arzt oder Apotheker." „Kurzum: Frag Siri!", kam von Clara, Sophie und mir.
„Dann nehme ich bitte fünf Rollen." Kaum in seinen Händen, hatte er bereits die Reis-Stangen verdrückt. Zu seinem Unglück rutschte er auf einem BakaBitch-Haufen aus und landete mit seinem prallen Bauch auf einem relativ spitzen Stein. Er schrie laut:" Oh nein. Mein Picosohn!" und rannte heulend davon.