Kapitel 2

Bajor und Cardassia: Die bajoranische Bevölkerung litt über fünf Jahrzehnte an der Besatzung des Cardassianischen Militärs, bevor sie durch Verhandlungen zwischen der Föderation und der Cardassianische Union befreit werden konnten. Bajoraner haben eine Art Nasenkamm, der durch fünf bis neun horizontale Kerben auf der Nase gebildet wird, teilweise sind Herausbildungen zwischen den Augenbrauen verbreitet. Bajoraner sind ein sehr religiöses Volk und glauben größtenteils an die Propheten (Aliens), die im Himmelstempel (Wurmloch) leben. Bajor wurde 2376 in die Föderation aufgenommen. Bei den Bajoranern steht der Familienname an erster Stelle und der Nachname an zweiter Stelle. Somit wäre Kira Nerys die Offizierin Kira und nicht Offizierin Nerys.

Die Cardassianische Union umschließt mehrere Sonnensysteme, die sie erobert haben. Das Militär ist der ausgeprägteste Zweig ihrer Institutionen. Cardassianer besitzen einen langen, ausgeprägten Hals mit seitlichen Knochen, die sich von unter ihrem Hals auf ihre Schultern spannen. Desweiteren haben sie diese Knochenausbildungen an ihren Wangenknochen und über und seitlich ihrer Augen. Ihre Haut ist grau und sie lieben warme, humide und dunkle Terrains.

PADD: Ein tragbares Gerät zur Informationsspeicherung. PADDs gibt es in verschiedenen Größen und sehen je nach Herkunft unterschiedlich aus. Vergleichbar mit der noch nicht sehr weit entwickelten Technologie des 21. Jahrhunderts wären es iPads oder USB-Sticks. Datenübertragung findet u. a. dadurch statt, dass man das PADD auf eine Konsole legt und die Daten drahtlos übertragen kann. Außerdem existieren fast nur noch automatische Türen und die Klappkommuninkatoren wurden durch Kommunikatoren in einer Combadge, ein metallenes Sternenflottenzeichen, ersetzt, die an die Uniform geheftet werden, sodass man nicht extra die Kommunikatoren mitnehmen muss. (Star Trek: Successfully predicting the future since 1966)

Grazerit: Grazeriten sind Mitglieder der Föderation. Sie haben eine dicke Haut und im späten 24. Jahrhundert werden ihre hörnerartigen Ausprägungen auf dem Kopf oft durch Tücher verdeckt. Zwischen diesen beiden „Hörnern" haben sie schwachen Haarwuchs und außerdem sind Mund- und Nasepartien dicker und flacher als bei Menschen.

Tallara Shran war gerade erst in New Sydney angekommen und mochte bereits jetzt weder den Planeten noch diese verruchte Stadt. Die Hochhäuser verdunkelten den Himmel und wiesen die letzten Sonnenstrahlen ab. Hier trauten sich kaum noch Sternenflottenoffziere hin und sie war froh, dass sie nicht mehr ihre Uniform trug, mit der sie aufgefallen wäre, wie ein dunkler, klingonischer Targ zwischen Bajoranischen Regenbogenfischen. Hier sammelte sich nur der letzte Abschaum der Galaxis, Händler, kleiner Verkäufer, Schmuggler, Diebe und was sonst in keiner Gesellschaft erwünscht war.

Tallara schob sich ihre Kapuze weiter ins Gesicht und mischte sich unter die Menschen. Warum wollte er sie hier treffen? Warum war er überhaupt hier? Kurz vor ihrer Ankunft in New Sydney hatte sie von einem neuen Red John Mord auf der Erde gehört…aber wie konnte er dann schon seit einer Woche hier sein? Sie schüttelte ihren Kopf. Bestimmt nichts, was er ihr erzählen würde. Sie betrat die kleine Kneipe und der Geruch der verschiedensten Räucherstäbchen schlug ihr entgegen. Alle Rassen waren hier vertreten, von Tellariten über Gorn bis hin zu Jem'Hadar und Cardassianer. Obwohl der Planet noch im Föderationsterritorium lag, waren einige der Rassen keine Mitglieder und bestimmt nicht gerade legal erwünscht.

Sie blickte sich kurz um, aber erkannte ihre Kontaktperson nirgendwo, und setzte sich an einen kleinen Tisch weit weg vom Eingang, aber mit dem Blick darauf. Sie wollte fast schon wieder gehen, als eine zweite Gestalt mit tiefer Kapuze die Kneipe betrat und geradewegs auf sie zulief. Die Person setzte sich ihr gegenüber und schlug die Kapuze zurück.

Allein beim Anblick der Frau ihr gegenüber konnte Tallara schon ihre ganze Lebensgeschichte erzählen. Sie schien Anfang zwanzig zu sein, aber ihre Augen wirkten viel älter und müde. Sie war Bajoranerin und jeder wusste, was die Bajoraner in ihrer Vergangenheit ertragen mussten. Bajor war über 50 Jahre lang besetzt gewesen vom Cardassianische Militär und während dieser Zeit wurden die Bajoraner zur Arbeit versklavt, die meisten in Erzaufbereitungsanlagen oder auf den Feldern. Erst ab 2368 konnte die Föderation einschreiten und den Bajoranern helfen. Doch viele Waisen blieben aus den Kriegen und der Besetzung zurück. Viele Bajoranische Frauen waren als Komfortdamen an die Cardassianer gegeben worden und die vielen Kinder aus beiden Rassen fanden selbst nach Ende der Kriege keine Heimat auf den Planeten. Frauen und Kinder traten den Widerstandsbewegungen bei und versuchten, sich gegen die Cardassianischen Soldaten zu wehren. Die Frau gegenüber muss während der Widerstandszeit aufgewachsen worden sein, hat vermutlich die Besetzung und den Dominionkrieg in vorderste Linie erlebt. Ein junges Mädchen wie sie es war, konnte so etwas nicht verkraften. Vermutlich hatte Red John ihr die notwendige Zuwendung gegeben, ihr zugehört, ihr Hoffnung gegeben und eine Aussicht auf Rache, für das, was die Cardassianer ihrem Volk angetan haben. Das alles konnte Tallara Shran bloß an ihrer Herkunft und ihren Augen erkennen. Jetzt war die Frau nur ein emotionales Wrack, getrieben von Hinterlist und Schwäche.

„Wer sind sie?", fragte Tallara argwöhnisch. Hatte Red John schon wieder eine Vertraute oder waren seine Opfer ihm nicht mehr genug, sodass er seine eigenen Schüler nutzte.

„Mein Name ist Martins Lorelei. ER schickt mich."

„Sie arbeiten noch nicht lange für ihn."

„Er hat mich vor einem Monat gefunden."

Das dachte sie sich. Er hat sie gerettet, befreit, ihr Hoffnung gegeben. Das tat er mit allen. Loyalität war sicherer als Treue, er ließ sie alle in seiner Schuld stehen. „Was ist deine Geschichte?"

Sie lächelte nur kurz. „Er schickt mich, um dir einen neuen Auftrag zu geben."

„Ich hoffe, er weiß, dass ich auch andere Verpflichtungen habe. Und allein die Tatsache, dass ich während meines Urlaubs nach New Sydney reise, ist schon schwierig zu erklären. Wieso hätte er mir nicht eine seiner Nutten nach Risa schicken können?", fragte sie ein wenig genervt.

„Er vertraut ihnen anscheinend…", murmelte sie und ließ sie merken, dass sie es nicht tat. „Sie haben ein Angebot bekommen, auf die Erde versetzt zu werden. Nehmen sie es an."

„Hat es etwas mit dem Mord im Norden von Sacramento zu tun?"

„Was sagt ihnen der Name Patrick Jane?"

„Einiges, warum?"

„Behalten sie ihn ein wenig im Auge."

„Ist Red John auf der Erde?"

„Das war er nicht in Sacramento. Das war ein Trittbrettfahrer."

„Er hasst Trittbrettfahrer. Die Sicherheitsleute werden ihn bald bekommen."

„Und dann wird er nach Sacramento gebracht…wo sie hinziehen werden."

„Ich soll den Mörder töten?"

„Wie gesagt, Red John hasst Trittbrettfahrer", antwortete die Lorelei und stand auf. „Sie werden einige Zeit nichts von mir hören, aber Red John wird nicht auf ihre Dienste verzichten können. Er mag sie und es sollte auch so bleiben", zischte sie und zog die Kapuze wieder in ihr Gesicht. Tallara zuckte mit ihren Schultern und blickte der Bajoranischen Frau hinterher. Sie hatte schon viel über Patrick Jane gehört und Red John schien sein Netz nun allmählich enger zu spannen…

*TM*=/\=*TM*

Es war später am Tag, als das Team gerade ihre Sachen aufbauten, um sich in diesem Büro auszubreiten. Van Pelt packte ihr PADD aus, während Cho und Lisbon sich bereits das Video vom Tatort ansahen. Rigsby setzte sich dazu ohne ein Wort, er wusste bereits aus Erfahrung, dass weder Romulaner noch Vulkanier sehr gesprächig waren.

„Na gut. Das passt wirklich nicht ins Profil", meinte Lisbon schließlich.

„Also hatte Jane Recht. Es handelt sich um einen Trittbrettfahrer", bemerkte Cho und sah zum Boss hinauf.

„Oder es handelt sich um Red John, der neue Sachen ausprobiert oder der einen Fehler macht…wir wissen es nicht. Wir beschäftigen uns mit den Beweisen, bis wir es wissen", sagte sie und lief nervös durch den Raum. Auch wenn Jane ihr sympathisch war, sie hasste es, wenn er arrogant tat und dann auch noch Recht behielt.

Sie seufzte und schickte ihre Agenten zum Ehemann des Opfers, um dort mit den Ermittlungen beginnen zu können. Jane hatte sich seit dem Tatort nicht mehr blicken lassen, was typisch für ihn war. Sie störte es nicht, der Berater des Teams stieß meistens nur dazu, wenn es ihm gerade passte. Auch typisch für einen Mensch, dachte sie, erinnerte sich aber daran, dass Rigsby einer war, und kam zu der Auffassung, dass es Ausnahmen geben musste.

Sie setzte sich an ihren Schreibtisch und machte den Computer an, dessen Bildschirm aus dem grauen Schreibtisch hochfuhr. Sie tippte ihren Autorisierungscode ein und wartete, bis das Bild von Jane auf dem Monitor erschien. Sie konnte kaum etwas im Hintergrund erkennen, aber er musste wohl sein PADD dabei gehabt haben.

„Hi…sie haben vielleicht Recht, wegen diesem Fall. Eventuell…nein, das habe ich nicht gesagt…ich ziehe nur die Möglichkeit in Betracht, dass sie richtig liegen könnten, das ist alles…das heißt, wenn sie zurückkommen wollen, werde ich sie nicht daran hindern…na gut, schön. Ich frage sie, ob sie zurückkommen wollen…weil…weil sie dem Team nützlich sein könnten."

Sie merkte, wie er es ausnutzte, aber sie wollte ihre Schwäche nicht preisgeben…noch nicht. „Nein…nein, das werde ich nicht. Seien sie verdammt in die Minen der Breen!", fluchte sie und beendete die Verbindung. Beim unvergesslichen Kahless (=OMG), warum musste er es ihr so schwer machen? „Was für ein Idiort", murmelte sie und knallte das PADD auf den Tisch. Es dauerte keine zwei Sekunden, bis sie bemerkte, wie der Berater durch die Tür hereinkam. Sie verdrehte die Augen und schaute beiseite, um ihn gekonnt zu ignorieren.

„Wenn du mich ignorieren willst, verschließ deine Gefühle", teilte er ihr telepathisch mit.

Sie konnte bereits das Grinsen in seinem Gesicht spüren. Warum mussten seine Fähigkeiten auch so gut ausgebildet sein? Sie waren zwar beide betazoidisch, doch ihre romulanische Hälfte verschloss sich oft gegen die Empfindung der Gefühle anderer, doch durch seine menschlichen Charakterzüge konnte er gut die Emotionen in seiner Umgebung wahrnehmen.

„Morgen", grüßte Jane Van Pelt, die gerade vorbei kam.

„Kann ich ihnen helfen?", fragte die junge Orion Frau.

„Sie müssen Van Pelt sein", sagte Jane und drehte sich zu ihr um. Er lächelte und sie schaute ihn nur verblüfft, und leicht ängstlich an. Sie hatte gerade erst ihren Abschluss an der San Francisco Sternenflottenakademie gemacht und war neu im Team und dadurch oft verunsichert. Außerdem war sie auf Orion groß geworden und jetzt fühlte sie sich oft einsam, als eine der wenigen ihrer Rasse auf dem Planeten Erde. Und die meisten Rassen der Föderation hatte rosa bis dunkelbraune Haut und durch ihre grüne Haut fiel sie sehr auf.

„Nett sie kennenzulernen. Ich bin Patrick Jane", erklärte er und schüttelte ihre Hand.

„Oh, hallo. Die Freude ist meinerseits. Agent Cho meinte, sie hätten bereits die Stadt verlassen."

„Nein, ich hatte keinen Ort, wo ich hätte hingehen können", antwortete Jane.

„Ähm okay…möchten sie denn diesen Schreibtisch hier oder den dort drüben?", fragte sie und zeigte zu zwei noch leeren, grauen Schreibtischen, die nach Dekoration nur so schrien. „Also bei dem hier fällt mehr Licht durch die Fenster."

„Dann den…mehr Licht, auf jeden Fall", sagte er und sie verschwand wieder lächelnd bei ihrer Arbeit, während Jane zu Lisbon hinüber ging. Sie schien nicht gerade so, als wolle sie eine Konversation starten, also betrachtete Jane erst einmal das Büro. Die Wände waren im typischen Sternenflotten-grau und er war froh, dass die großen Fenster genug Sonnenlicht hereinbrachten. Die Türen waren alle automatisch, mittlerweile ein Standard. Die Schreibtische waren noch mehr oder weniger kreuz und quer angeordnet und es gab noch kaum irgendeine Dekoration. Das Büro verlieh einen tristen Eindruck und er wusste, dass man sich hier erst einleben musste.

*TM*=/\=*TM*

Lisbon und Jane gingen als nächsten Hinweis das städtische Wellness-Center besuchen. Jane hörte nur mit halbem Ohr zu, wie ihnen erzählt wurde, dass das Opfer eine sehr gesunde, junge Frau gewesen war. Jane war eher interessiert an den Büchern und der Inneneinrichtung des Raumes, und empfing nur schwache Emotionen des Doktors. Er war ein etwas älterer Grazerit, dessen graue Uniform schon abgetragen wirkte und sein blaues Shirt darunter, welches zeigte, dass er Wissenschaftler war, war bereits durch die Sonneneinstrahlung der Erde leicht verfärbt.

„Hat sie ein Tagebuch geführt?", fragte Jane plötzlich und drehte sich zu ihm um. „Wir haben den letzten Fall gelöst, weil das Opfer ein Tagebuch geführt hatte", log er.

„Ein Tagebuch…ich glaube nicht", sagte der Arzt nach kurzem Nachdenken.

„Zurück zu Alison", wechselte Lisbon das Thema. Sie spürte schon, worauf Jane hinaus wollte. „Wie würden sie sie beschreiben? Glücklich? Unglücklich?"

Jane drehte sich wieder zu den Raumdekorationen um. Jemand hatte sich äußerste Mühe gemacht, zu verschleiern, dass es sich um ein Standardbüro eines Föderationsoffzieres handelte. Überall lagen Sammelstücke aus entfernten Galaxien der Milchstraße und Jane erkannte sogar sonderbar geformte Steine, die laut Beschriftung aus den Beta- und Gamma-Quadranten stammten. Er selbst war nur selten aus dem Alpha-Quadranten herausgekommen, da hier sowohl seine Heimat, als auch der Schwerpunkt des von der Föderation erschlossenen Raumes lag.

An der Wand erkannte er ein Miniatur-Batleth und die hölzerne Nachstellung eines metleths. Beides waren klingonische Waffen und verrieten ihm, dass der Arzt zwar seiner Tätigkeit des Heilens nachging, aber dennoch ein Interesse an den glorreichen Kriegen und Kämpfen nicht nur des klingonischen Reiches hatte, sondern auch anderer Kulturen. Dort lag ein kleiner andorianischer Speer und hinter dem Schreibtisch hing ein stumpfes Messer eines Nausikaaners.

Was verriet ihm das jetzt? Eine Faszination an Gewalt? Das wäre zu drastisch. Eine Verherrlichung von Brutalität? Konnte er allein durch die Dekoration dieses Raumes darauf schließen, ob der Arzt einen Mord aus materialistischen Gründen begangen haben könnte.

„Vor ungefähr sechs Monaten kam Alison zu mir und bat mich um Rat. Sie wollte die Anti-Babypille…ohne eine offzielle Notiz in ihrer Akte. Ich habe zugestimmt."

„Warum diese Geheimniskrämerei?", fragte Lisbon…

Es dauerte noch eine Weile bis das Gespräch beendet war und beim Hinausgehen war Lisbon fast bereits außer Hörweite, als Jane den Arzt noch einmal kurz beiseite zog. Sie konnte nur erahnen, worum es ging, dennoch hörte sie auch halb die Gedanken Janes. Es war offensichtlich, dass er ihm nicht traute und erprobte ihn ein zweites Mal, ob er ihm ohne Rezept einen Schlafmittel-Hypospray mitgeben würde. Zum Glück verneinte er, dennoch erst nach einigem Zögern.

„Ich verstehe, kein Problem", sagte Jane schließlich und folgte Jane aus dem Krankenhaus heraus.

*TM*=/\=*TM*

Um kurz nach zwei versammelte sich das Team erneut und sie überlegten, wo sie gemeinsam zu Mittag essen sollten. Schließlich entschieden sie sich für das neue interplanetare Restaurant, das vor kurzem in der Stadt eröffnet hatte. Das Gute daran war, dass alle ihre Lieblingsspeisen fanden und man sich nicht auf sein Glück verlassen musste, in der Speisekarte etwas essbares zu finden.

So entschied sich Lisbon für Romulanischen mollusk, eine Art Auflauf mit Romulanischen, unidentifizierbaren Lebensmitteln und Muscheln, während sich Van Pelt ihr Lieblingssteak einer Kuh von Orion gönnte. Cho blieb natürlich bei vulkanischen Speisen, die für die meisten anderen Rassen einfach nach nichts schmeckten. Van Pelt fand, dass Jane ziemlich mutig war, als er sich scharf gewürztes gagh bestellte, das wohl bekannteste Klingonische Gericht, welches nicht gerade für jeden Magen verträglich war. Rigsby, der auf der Erde aufgewachsen war und nur ein Jahr in einer Deep Space Kolonie auf Delta IV gewesen war, versuchte sich diesmal etwas abenteuerlustiger, vielleicht auch um das jüngste Teammitglied Van Pelt zu beeindrucken und bestellte sich Caitan Steak mit Cardassianischer yamok Soße, eine Kombination, die er bestimmt am Ende des Abends bereuen würde…

Es dauerte auch nicht lange, bis das Essen da war und Cho und Jane sich zunächst in das letzte Parrises squares Match vertieft hatten, bevor das Gesprächsthema zum aktuellen Mordfall überschwenkte. Irgendwann fing Cho wieder mit Parrises square an und fragte Rigsby, zu welchem Team er denn halte.

„Parrises squares ist nicht so meins", antwortete der Terraner. „Ich mag Bajoranisches Springball oder Baseball."

„Was ist Baseball?", wollte Van Pelt wissen, die noch nie davon gehört hatte.

„Ein altes Spiel von der Erde. Kaum noch verbreitet", murmelte Cho und zeigte, dass er nicht viel davon hielt.

„Die Boom-Zeit erlebte das Spiel Ende des 20. Jahrhunderts bis hinein ins 22.", erklärte Jane und wickelte seine noch teilweise lebendigen gagh Würmer um die Gabel.

„Wie wird es gespielt?", fragte Van Pelt, jetzt interessiert.

„Die Regeln wurden auf den Khitomer-Vertrag geschrieben und sind mit ihm verschollen", machte sich Jane über die Sportart lustig.

„Eigentlich war es die Unabhängigkeitserklärung des Staates Amerika", konterte Rigsby, wandte sich dann aber an Van Pelt, um die erste Chance zu nutzen, bei der Neuen Eindruck zu machen. „Baseball wird unter Bedingungen der natürlichen Landschaft des Erde gespielt. Es gibt ein Feld, was wie ein Parallelogramm aussieht und in einer Ecke stehen zwei Spieler, der Rest ist über das Feld verteilt. Die Regeln sind ziemlich komplex, aber generell geht es um zwei Mannschaften, die mit Schlägern einen Ball schlagen."

„Damit meint Rigsby, dass er ihnen irgendwann abends die gesamten Regeln beim Abendessen zu zweit erklären will", sagte Jane und stocherte in seinem gagh herum. Vielleicht war klingonisches Mittagessen doch keine so gute Idee gewesen.

„Jane!"

„Was denn? Hätte ich „romantisches Abendessen zu zweit" sagen sollen?"

„Gotte…Jane", stöhnte Lisbon und schüttelte ihren Kopf.

Van Pelt lächelte verlegen und konzentrierte sich wieder auf ihr Steak.

Ich würde mich auch über Reviews sehr freuen! :)