Kapitel 8 – Fenster in die Vergangenheit

Der Samstag mit Professor Clog, war ein absolut einzigartiger Tag. Die Professorin erzählte ihr nicht nur von ihrer Schulzeit mit Lily und zeigte ihr unendlich viele Bilder, sie erzählte auch, was sie alles so getrieben hatten. Einmal hatten sie sich Ausnüchterungstrank von Madam Pomfrey gestohlen, weil James und seine Freunde sich nach ihren UTZ so betrunken hatten, dass sie sie fast in die Krankenstation hätten tragen müssen.

Amelia lachte viel und es tat erfrischend gut mal etwas positives über ihre Mutter zu hören. In den Ferien, das versprach ihr Clog, würden sie nach Godrics Hollow fahren und das Grab ihrer Eltern besuchen.

„Ich war damals da bei der Trauerfeier. So viele waren da… Damals wollte ich rausfinden was mit dir ist, aber Dumbledore meinte du seist in Sicherheit", sagte Clog wehmütig.

„Es gab viele die dagegen waren, dass du bei Muggeln aufwächst, aber dann sind die Longbottoms angegriffen worden und keiner hat sich mehr gegen Dumbledore gestellt. Es war wichtig das du in Sicherheit warst."

„Was ist damals passiert?", hakte Amelia nach.

„Ach, das war Wochen nach Voldemorts Fall. Ein paar seiner Anhänger haben einen Auroren und seine Frau gefoltert, um herauszufinden wo sich ihr Herr befindet. Es war ein Schock für alle. Wir dachten alle, es sei vorbei, aber nun war die Gefahr wieder allgegenwärtig."

Amelia konnte den Horror auf Clogs Gesicht erkennen und die Hexe kramte aus einem Regal eine noch gut gefüllte Flasche mit Feuerwhisky heraus.

Sie schenkte sich ein kleines Glas voll und stürzte es runter. Etwas gefasster sprach sie weiter.

„Wir haben sie geschnappt, diese Lestrange Hure und ihren Mann."

Clog nahm noch einen Schluck von dem Feuerwhisky. Dann sah sie Amelia an und ihre Gesichtszüge wurden wieder weich. „Tschuldigung Kleines, das sollte ich eigentlich nicht vor dir sagen."

„Ich war nicht dabei, bzw. ich kann mich nicht erinnern. Ich kenne nur das Ergebnis. Voldemort hat mir alles genommen, außer meinem Leben", sagte Amelia bitter und dachte an die verschwendeten Jahre bei den Dursleys.
„Er hat dir wenigstens den größten Teil deines Gesichts gelassen", erwiderte Clog und deutete auf ihre entstellte Gesichtshälfte.

„Kann man das nicht magisch verdecken?"

Clog lachte nur und schenkte sich noch ein Glas Feuerwhisky ein. Dann schenkte sie noch ein zweites ein und schob es Amelia rüber.

„Das kann ich machen", sagte sie und lehnte sich auf dem Sofa zurück. „Aber ich will mich nicht selbst belügen, so wie die ganze Zauberwelt sich selbst belügt."

„Wie meinen sie das?"

„Hast du dich nie gefragt, warum das Ministerium nichts unternimmt? Warum sie Voldemort nicht suchen, obwohl alle wissen, dass er nicht wirklich tot ist? Oh, sie tun so als wäre er tot, aber sie wollen sich nur nicht der Wirklichkeit stellen. Sie rennen davon und machen alle mundtot, die etwas anderes sagen."

„Warum tun sie sowas?"

„Weil sie Angst haben, Amelia. Die feinen Pinkel da oben haben furchtbare Angst. Angst, dass er zurückkommt. Alle die im Widerstand waren, alle die gegen Voldemort gekämpft haben, haben sie mundtot gemacht und die die einmal auf der Seite Voldemorts gestanden haben, die Feinde, ziehen im Hintergrund die Fäden. Sie sind reich und mächtig geworden. Fette Maden im Speck des Verrats."

„Also ist Voldemort verschwunden, aber sein Gedankengut hat überlebt", schlussfolgerte Amelia und drehte den Feuerwhisky in der Hand.

„Oh, sein Gedankengut", lachte Clog höhnisch. „Es ist nicht sein Gedankengut. Das Gedankengut ist so alt wie die Zaubergesellschaft selbst. Du wirst nicht in Slytherin sein können, ohne davon gehört zu haben."

Ihre Stimme klang zornig und laut rief sie aus „Auf das reine Blut!" Doch anstatt ihren Feuerwhisky zu trinken, warf sie ihn in den brennenden Kamin. Eine Stichflamme schoss empor und Amelia schrak zurück.

In ihrem Magen bildete sich ein Klumpen. All dieses Gerede von reinem Blut, sie hatte nicht gewusst, dass Voldemort dort mit drinnen steckte. Nur zu gut konnte sie sich daran erinnern, wie Draco ihr erklärt hatte was das bedeutete und sie konnte sich an die Zustimmung der anderen erinnern. Daran was ihre Freunde glaubten. Daran, was auch sie zu glauben dachte.

Sie hatte gewusst das Voldemort Muggel gehasst hatte und sie verfolgt worden waren, aber sie hatte es nie so wirklich in Zusammenhang gesetzt mit dem was in Slytherin erzählt wurde. Wie naiv war sie gewesen.

Amelia wurde schlecht und sie stürzte ihr Glas Feuerwhisky in einem runter. Es brannte ihr in der Kehle und trieb ihr Tränen in die Augen.

„Warum ist die Welt so unfair?" fragte sie bitter.

„Weil es die Welt ist", antwortete Clog und holte die Flasche Feuerwhisky wieder hervor.

Amelia wachte am nächsten Morgen mit fürchterlichen Kopfschmerzen auf. Sie lag bei Clog auf dem Sofa und dachte ihr Schädel würde gleich platzen.

Müde sah sie auf die Uhr.

„Oh Scheiße!", schnell sprang sie auf. In einer halben Stunde begann ihr Unterricht bei Professor Snape.

„Wasnlos?", fragte Artemis Clog, als sie Amelia rumoren hörte.

„Ich hab Unterricht!"

„Leg dich wieder hin, es ist Sonntag."

„Snape bringt mich um", fluchte Amelia und sackte zurück als ein fürchterliches Stechen ihren Kopf durchfuhr.

„Ach, der Schleimbeutel!", nuschelte sie aber deutete auf einen Schrank.

„Da Katertrank. Da Tür, lass mich schlafen."

Amelia musste kichern. Wenn ihr nur der Kopf nicht so wehgetan hätte.

Professor Clog, schaffte es immer wieder Amelia irgendwo abzufangen und sie in endlose Unterhaltungen zu verwickeln. Mal rätselten sie gemeinsam über die Kammer des Schreckens, dann zeigte sie ihr den einen oder anderen Geheimgang, den sie als Schülerin benutzt hatte. Alles in allem konnte Amelia sie nicht wirklich als Lehrerin sehen und Artemis sah sich wohl ebenfalls nicht als solche. Sie war eher wie eine große Schwester, die sie nie haben würde. Trotzdem gab es Dinge, die Amelia besser vor Artemis verbarg.

Eines davon war die Tatsache, dass sich die Slytherins noch immer einen Spaß daraus machten, die Schlammblüter daran zu erinnern, wo ihr Platz war. Es vertrieb ihnen die Langeweile vor den Klassensälen und Amelia war nur allzu oft mittendrin.

„Weißt du, Amelia", sagte Draco laut als sie vor dem Verteidigung gegen die dunklen Künste Klassensaal darauf warteten, dass der Unterricht begann. „Vielleicht sollten wir dem Erben Slytherins ein bisschen helfen."

„Mit welchem Schlammblut würdest du denn anfangen?", fragte Amelia milde interessiert. Sie saß auf einem Fensterbrett und wirbelte ihren Zauberstab zwischen ihren Fingern lässig im Kreis.

„Ich würde ja mit Granger anfangen…", begann Draco, doch Vincent unterbrach ihn.

„Schaut mal da kommen Weasley und Thomas."

„Steht Thomas nicht auch auf der Schlammblutliste?", fragte Gregory böse grinsend.

„Ja, eindeutig", sagte Amelia schadenfroh.

„Ein Schlammblut und ein Blutsverräter", begrüßte Draco sie. Er lehnte an der Wand neben dem Fenster. Neben ihnen standen Vincent und Gregory, beide groß und breit, wirkten sie fast wie ihre Leibwächter. Doch Amelia wusste es besser. Denn im Zweifelsfall wäre es sie, die den Jungen den Rücken freihielt. So war es meistens.

„Wag es Jahr nicht so über Dean zu reden", brauste Weasley auf. Er war entzückend leicht ihn aufzuregen.

„Oder was?", feixte Draco. Vincent knackte bedrohlich mit den Knöcheln.

„Wir könnten das Schlammblut an der Wand aufhängen. So wie die Katze von diesem Squilb", sagte er boshaft und Dean Thomas wurde blass.

„Hervorragende Idee", sagte Amelia und hüpfte von der Fensterbank. Sie schnipste mit ihrem Zauberstab und einen grünen Lichtblitz später hing Thomas in der Luft. Professor Snape hatte ihr den Zauber gezeigt und sie hatte ihn die ganze Zeit schonmal testen wollen. Das war die ideale Gelegenheit.

Thomas schrie erschrocken auf.

„Lass ihn runter", schrie Weasley und zog seinen Zauberstab. Doch Draco war schneller.

Expelliarmus", rief er und fing Weasleys Zauberstab geschickt auf. Das Duelltraining in den letzten Wochen hatte sich durchaus gelohnt.

„Was haltet ihr davon, wenn wir ihn ein paar Purzelbäume schlagen lassen", erkundigte sich Amelia gelassen und schon wirbelte Thomas durch die Luft. Alle johlten.

„Was tut ihr da!", hörte Amelia Artemis wütende stimme und einen roten Lichtblitz später stand Thomas wieder auf dem Boden. Er wankte bedrohlich und Weasley stürzte zu ihm hin, um ihn festzuhalten.

Artemis blickte Amelia geschockt an. „In mein Büro, Potter. Sofort!", donnerte sie und Amelia presste mittbilligend die Lippen zusammen. Artemis war viel zu früh sie hätte das nicht sehen sollen. Amelia war stets darauf bedacht, dass kein Lehrer mitbekam, wenn sie die Schlammblüter ärgerten. Sie hatte wenig Lust auf Strafarbeiten.

„Ja, Professor", sagte sie zerknirscht.

„Malfoy hat meinen Zauberstab, Professor", sagte Weasley sofort.

Amelia machte eine unwirsche Geste zu Draco und dieser warf Weasley missmutig seinen Zauberstab zurück.

„Solltest besser auf deine Sachen aufpassen, Weasley."

Artemis bedachte sie alle mit einem grimmigen Blick und Amelia folgte ihr in ihr Büro. Es sah viel weniger Einladend aus als sonst.

„Deine Mutter würde ausflippen, wenn sie das gesehen hätte!", sagte Artemis vorwurfsvoll, sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatte. Amelia sagte nichts und sah nur auf den Boden. Egal was Artemis sagte, ihre Mutter war ein Schlammblut gewesen.

„Das hast du eindeutig von James, der ist auch durch die Schule spaziert und hatte dauernd Ärger und Nachsitzen! Er hat es nur zum Schulsprecher geschafft, weil er großartige Noten und eine reiche Familie hatte! Lily würde ausrasten, wenn sie wüsste das du so nach deinem Vater schlägst!"

Sprachlos sah Amelia auf. Sie hatte nicht gewusst, dass ihr Vater Schulsprecher gewesen war und schon gar nicht, dass er Ärger mit den Schulregeln gehabt hatte. Alles was sie über ihren Vater gewusst hatte war, dass er reinblütig war.

„Du meinst, mein Vater hätte das verstanden?", fragte Amelia und Artemis merkte, dass sie wohl gerade einen Fehler gemacht hatte.

„Sieh mal Amelia, dein Dad war auch nicht immer so. Er war genauso begabt wie du. Vielleicht seid ihr beide einfach ein bisschen zu begabt. Das hat ihn natürlich dazu verleitet, seine Macht zu Missbrauchen. Irgendwann hat er das dann auch verstanden und aufgehört alle zu verhexen."

Amelia nickte. Sie war zwar nicht Artemis Meinung, aber zustimmen war jetzt die beste Strategie wenn sie ohne Strafarbeiten davonkommen wollte.

„Du solltest deine Begabung nicht ausnutzen", fügte Artemis milde hinzu.

„Ich werde daran denken", versprach Amelia.

„Na dann sollten wir zurück zum Unterricht. Die anderen warten schon."

Glücklich ohne Strafarbeit entkommen zu sein und dazu noch etwas wichtiges über ihren Vater erfahren zu haben, verließ sie das Büro.

Die Zeit verging und noch immer tat sich nichts in der Kammer des Schreckens. Es war März und die ersten schienen wohl schon zu glauben sie sei wieder geschlossen. Aber Artemis war fest entschlossen noch irgendwas herauszufinden. Da war sie ziemlich stur und Sturheit zahlte sich aus, wie sie ihr in vielen Geschichten aus ihrem Leben erzählt hatte. Einst war sie Aurorin gewesen, doch nachdem sie das Vertrauen ins Ministerium verloren hatte, hatte sie beschlossen sich selbstständig zu machen und arbeitete als Kopfgeldjägerin.

Amelia saß in Artemis Büro und nippte an ihrem Butterbier, während diese versuchte ihr Angst einzujagen, indem sie ihr von einer Sabberhexe erzählte, die schönen Frauen die Haut abzog. Wenn sie dabei nicht dauernd hätte grinsen müssen, wäre es sicher gruseliger gewesen.

„Hast du dir dabei deine Narbe zugezogen?", fragte Amelia lachend und plötzlich wurde Artemis ernst. Es gab immer wieder diese ernsten Momente, in denen meistens einer von ihnen das Thema wechselte, aber diesmal sagte Artemis.

„Das war auf der Hochzeit deiner Eltern", sie starrte mit leerem Blick an die Wand und Amelia hielt den Atem an. Es waren seltene Momente in denen Artemis vom ersten Krieg gegen Voldemort berichtete.

„Weißt du, alle waren damals da. Es war schon spät geworden, als Todesser aufgetaucht sind. Wir waren natürlich viele vom Widerstand. Aber auch andere.

Sie haben Lilys Eltern getötet, Harry und Amelia. Es war schrecklich. Ich wäre damals auch fast gestorben."

„Ich heiße nach meiner Großmutter?", fragte Amelia und Artemis nickte.

„Ja, nachdem ihre Eltern tot waren, war Lily das wichtig. Sie hat sich die Schuld dafür gegeben. Was für ein Unsinn. Wir wussten alle um die Gefahr. Aber wir waren alle noch so jung und der Tag erschien so perfekt, dass wir nachlässig wurden."

Die Hexe stützte beide Hände vor das Gesicht und schloss die Augen. Der Horror der Vergangenheit lag spürbar in der Luft.

„Es ist vorbei", sagte Amelia und legte Artemis tröstend eine Hand um die Schulter.

„Lily wurde damals auch schwer verletzt, sie hatte solche Angst, dass sie eine Fehlgeburt erleiden könnte. Aber du hast es geschafft, du hast überlebt. Dabei warst du noch nicht mal geboren und schon eine Überlebenskünstlerin."

„Meine Mutter war schon schwanger als sie geheiratet haben?", fragte Amelia überrascht.

Artemis rückte ein Stückchen von ihr ab und zog Amelia neben sich.

„Naja, wir waren damals erst neunzehn. Der Krieg hat getobt und alle hatten Angst, dass es kein Morgen gibt. Deine Mum kam dann irgendwann total fertig bei mir an und hat gesagt, dass sie schwanger ist. Und ich unsensibler Hippogreif habe natürlich erst mal gefragt von wem."

Amelia musste grinsen, das konnte sie sich bei Artemis gut vorstellen.

„Sie wusste damals nicht, was sie machen soll und dann habe ich sie so in den Arm genommen wie dich jetzt und hab sie gefragt was sie denn eigentlich will und dann meinte sie nur, dass du doch ihr kleines Baby bist, ihr Kind. Auch wenn das jetzt keine Absicht war, warst du doch das wundervollste was ihr jemals passiert ist. Zumindest hat sie das immer gesagt, wenn sie ganz stolz mit dir herumgelaufen ist."

Amelia traten Tränen in die Augen.

„Deine Mutter hat dich sehr geliebt Amelia, das darfst du niemals vergessen."

Amelia nickte und sagte dann.

„Eigentlich hat meine Mutter Voldemort vernichtet und nicht ich…" Alle Sprachen nur gut von Ihrer Mutter. Umso länger sie mit Artemis sprach umso schlechter kam sie sich dabei vor, Ihre Mutter als ein wertloses Schlammblut zu sehen.

„Du bist die die überlebt hat", widersprach Artemis doch Amelia schüttelte den Kopf.

„Sie hat sich für mich geopfert und ihre Liebe hat Voldemort davon abgehalten mich zu töten. Eigentlich hat das alles meine Mutter gemacht. Weil sie mich geliebt hat."

Die beiden Hexen hielten sich in den Armen und betrauerten gemeinsam einen verlorenen geliebten Menschen. Irgendwann stand Amelia auf und rieb sich die Tränen aus den Augen.

Ich sollte gehen, morgen früh habe ich wieder Unterricht bei Professor Snape.

Artemis sah sie nachdenklich an. „Gibt dir Severus jeden Sonntag Nachhilfe?", fragte sie.

Amelia nickte. „Ich mag seinen Unterricht, er ist ein guter Lehrer."

„Hat er jemals etwas mit dir gemacht, was du nicht wolltest?", fragte Artemis weiter und musterte sie scharf. Amelia schüttelte nur verwirrt den Kopf.

„Was soll er denn gemacht haben?"

Artemis stand auf und kam auf sie zu.

„Du weißt, dass du unserer Lily wie aus dem Gesicht geschnitten aussiehst? Manchmal erinnert nur dein Haar daran das du nicht sie bist. Naja, vielleicht war Lily etwas emotionaler, aber das liegt an dem schlechten Slytherinumgang."

Amelia verzog missbilligend das Gesicht. Artemis mochte ihre Freunde nicht.

„Das worauf ich jedenfalls hinaus möchte ist... Severus Snape war auch mit Lily und mir auf Hogwarts. Er war in unserem Jahrgang, nur eben in Slytherin und nicht Gryffindor." Amelia nickte, wusste aber noch immer nicht, worauf Artemis hinauswollte.

„Severus Snape hat Lily geliebt. Das wusste kaum einer, Lily hat es mir erzählt. Aber sie haben sich zerstritten und es ist nie etwas zwischen ihnen gewesen. Trotzdem…"

Artemis packte Amelia eindringlich an den Schultern. „Lass nicht zu, dass er etwas mit dir tut, was du nicht möchtest. Vertrau ihm nicht zu sehr, sonst könnte das ziemlich schief gehen, hast du mich verstanden."

Amelia verstand und schluckte. Ein Klumpen bildete sich in ihrem Magen.

„Ich passe auf mich auf", versprach sie und machte sich auf den Weg.

Nachwort:

Ich muss gestehen ich mag Artemis.

Sie ist alles andere als eine gute Lehrerin und ein ziemlich schlechtes Vorbild. Sie ist auch keine wirkliche Respektsperson. Aber Dumbledore hat wohl nicht die größte Auswahl und ich denke, dass er hofft das Artemis einen guten Einfluss auf Amelia hat. Er sieht schließlich von der Ferne ebenfalls, wie sie ihm entgleitet und versucht Gegenmaßnahmen bei ihrer Erziehung zu treffen.

Artemis ist so eine Art Sirius. Amelias Sirius. Da Sirius zu Amelia anders sein muss als zu Harry. Er war schließlich James bester Freund. Und Harry war James Abbild und Amelia ist Lilys Abbild.

Außerdem gibt es mir die Möglichkeit etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern was ich mir so über James und Lily zusammengesponnen habe. Ich muss nämlich sagen, dass ich es ziemlich früh finde, dass Harrys Eltern bereits mit gerade mal 20 Eltern wurden.