Kapitel 2 – Draco Malfoy

Amelia schaffte den Weg bis zum Herrenhaus der Malfoys gerademal bis zur Hälfte, als Draco auf seinem Besen auf sie zugeschossen kam.

„Da bist du ja endlich! Happy Birthday!", sagte er mit breitem Grinsen und sprang ab. „Darf ich dich zum Haus eskortieren?"

Amelia musste lachen. Erst jetzt wurde ihr klar, wie sehr sie ihn vermisst hatte. In der Schule war er immer um sie und sie mochte seine Gesellschaft. Seine beißenden Kommentare konnten sie immer zum Lachen bringen.

„Natürlich, Mr Malfoy", alberte Amelia mit und knickste.

Draco packte sie am Handgelenk und zog sie hinter sich auf den Besen. Kaum das Amelia etwas halt fand, sausten sie schon durch die Luft. Draco lachte ausgelassen während Amelia erschrocken aufschrie und sich an ihn klammerte.

Sie flogen einmal um das Anwesen, und nachdem Amelia sich vom ersten Schreck erholt hatte musste sie lachen. Draco landete auf der Veranda.

Mrs Malfoy entdeckte sie sofort und kam auf Amelia zu, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Dobby war gerade dabei Tee zu servieren, als Mr Malfoy sich zu ihnen setzte.

„Wir haben heute Abend einen Tisch im Adlerkopf reserviert. Ein ausgezeichnetes Restaurant. Es liegt direkt über Gringotts und hat einen fabelhaften Blick über die Winkelgasse", verkündete er gönnerisch.

„Wir dachten, das sei eine schöne Geburtstagsüberraschung, wo du doch dieses Jahr keine Geburtstagsfeier bekommst", sagte Mrs Malfoy und lächelte vornehm.

„Versuch dich besser an deinen Etiketteunterricht zu erinnern. Das wird schrecklich. Da sitzt jeder rum, der in der Zauberwelt Rang und Namen hat." Draco verzog mürrisch das Gesicht und nahm sich ein Scone.

„Draco! Benimm dich", ermahnte ihn Mrs Malfoy. Amelia musste lächeln. Hier gehörte sie hin, hier fühlte sie sich wohl.

Am Abend versammelten sie sich im Salon. Mrs Malfoy hatte ein wundervolles schwarzes Abendkleid an und Amelia beneidete sie um ihren geschmeidigen Gang in den hohen Schuhen. Sie selbst fühlte sich etwas unsicher und hatte deshalb die Absätze schrumpfen lassen. Früher oder später würde sie sich jedoch an solche Schuhe gewöhnen müssen. Sie war viel zu klein für ihren Geschmack. So ein paar Zentimeter mehr würden ihr sicherlich gut tun.

Zusammen verließen sie das Haus und traten durch das schmiedeeiserne Tor.

Mr Malfoy holte den Portschlüssel hervor. Einen langen goldenen Stab, der an beiden Enden einen Adlerkopf hatte. Die Malfoys und Amelia legten jeder eine Hand darauf und einen Augenblick später signalisierte das Reißen unter ihrem Bauchnabel, dass der Portschlüssel seine Arbeit tat und einen Moment später standen sie unter freiem Himmel auf einem samtroten Teppich.

Hätte Amelia nicht so viel Selbstkontrolle gehabt hätte sie sich wild starrend umgeschaut.

Sie waren in einem abgetrennten Bereich eines riesigen Flachdaches angekommen.

Der Teppich führte an zwei großen Adlerstatuen vorbei in einen Bereich der eher nach einem adrett arrangierten Garten aussah, als nach einem Restaurant.

Die einzelnen Tische waren durch niedrige Hecken abgetrennt, an denen kleine Blüten brannten, die von vielen größeren Blütenblättern umrahmt waren. Die Feuerblumen waren faszinierend schön.

Die meisten Tische des Restaurants waren besetzt und Amelia erblickte viele Gesichter die sie von ihrer letzten Geburtstagsfeier kannte.

An der gegenüberliegenden Seite war vor einer großen Tanzfläche eine Bühne aufgebaut, auf der eine wunderschöne Hexe mit blondem Haar saß und eine Harfe zupfte.

„Es ist uns eine Ehre Sie bei uns bewirten zu dürfen", säuselte ein Zauberer mittleren Alters. Er trug einen weißen Zauberumhang und verbeugte sich tief vor ihnen.

„Sie sehen heute bezaubernd aus, Mrs Malfoy", verteilte er Komplimente, dann erblickte er Amelia, die sich von den blonden Malfoys deutlich abhob.

„Miss Potter, welch eine Ehre." Er starrte sie neugierig an und versuchte einen Blick auf ihre Narbe zu erhaschen. Doch als Mr Malfoy sich hörbar räusperte, blinzelte er verlegen und geleitete sie zu ihrem Tisch. Amelia erkannte die McLaggens und Mockridges, die gleich neben der Tanzfläche saßen und ein Mann mit grauem Schnäuzer nickte Mr Malfoy zu, als sie vorbei gingen.

Überall wo sie vorbeikamen, begannen die Leute zu tuscheln und ein paar deuteten mit dem Finger auf Amelia, die dies schrecklich unhöflich fand.

Am liebsten hätte sie die Augen verdreht, doch sie setzte ein sanftes Lächeln auf und ließ sich nichts anmerken, während sie neben Draco durch das Labyrinth an Tischen ging.

Ihr Tisch stand an einem perfekt gestutzten Baum, dessen brennende Blüten ein angenehmes Licht auf sie warfen.

Sie bekamen Getränke in schlanken hauchdünnen Gläsern serviert, auf denen weder Lippenstiftreste noch Fingerabdrücke zurückblieben.

Die Speisekarte stellte eine kleine Herausforderung dar, denn anstatt Fisch oder Wild gab es Diricawl Filet in Mango Creme oder Graphornlende mit gesalzener Springknolle.

Amelia entschied sich für Mondkalb. Sie hoffte damit auf der sicheren Seite zu sein.

Während des Hauptganges erzählte Mrs Malfoy ihnen von der letzten Vernissage, die sie besucht hatte. Sie war ganz begeistert von dem jungen Künstler, der sich auf moderne magische Gebäude spezialisiert hatte.

Sie schafften es bis zur Nachspeise, einer violetten Creme die vorzüglich schmeckte, bis Mrs Malfoy auf den Ausbruch von Sirius Black zu sprechen kam.

„Ich mache mir wirklich Sorgen um deine Sicherheit, Amelia", sagte sie und nippte an ihrem Weinglas.

„Glauben Sie mir, Mrs Malfoy. Ich mache mir auch Gedanken. Vor allem warum bricht er erst jetzt aus. Er hatte zwölf Jahre Zeit zu entkommen und je mehr Zeit er in Askaban verbrachte umso schwächer hätte er werden müssen. Ich frage mich ob er Hilfe gehabt hat", sagte Amelia und beobachtete die Reaktionen.

„Wie kommen Sie darauf?", fragte Mr Malfoy interessiert.

„Liegt es nicht auf der Hand? Wenn er magische Kräfte hätte, von denen keiner etwas weiß, hätten die Jahre mit den Dementoren ihn eher geschwächt und ihm keine Möglichkeit gegeben seine magischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln."

„Das ist eine interessante These, aber es ist nicht so einfach in Askaban einzubrechen. Ich glaube nicht, dass sich jemand freiwillig dorthin begeben würde", erwiderte Mr Malfoy und Amelia glaubte ihn erschaudern zu sehen.

„Sie waren schon in Askaban, oder?", fragte Amelia neugierig. „Es muss ein schrecklicher Ort sein."

„Wie kommen Sie darauf?", fragte Mr Malfoy abweisend, doch Amelia sah ihn ungeduldig an. Sie blickten sich einige Zeit an und Amelia bemerkte, wie Draco neben ihr unruhig wurde.

Mr Malfoy wandte sich ab.

„Es ist ein schrecklicher Ort. Ich glaube nicht, dass jemand dort hingehen würde nur um Black zu befreien. Wenn, dann hätte es einen größeren Ausbruch gegeben", sagte er letztendlich und nahm noch einen Schluck von seinem Wein. Er schien sich unwohl in seiner Haut zu fühlen.

„Du musst wissen, Amelia. Das Sirius Black in jungen Jahren von zuhause fortgerannt ist. Seine Familie hat ihn aus dem Stammbaum der Familie Black gelöscht. Das ist das schlimmste was einem reinblütigen Zauberer passieren kann. Er ist damit als Blutsverräter gebrandmarkt", sagte Mrs Malfoy.

„Meine Großmutter war eine Black", sagte Amelia nachdenklich.

„Ich bin eine Black", erwiderte Mrs Malfoy.

„Wirklich?", fragte Amelia und sah überrascht auf.

„Das war mein Mädchenname bevor ich Lucius geheiratet habe. Sirius Black ist mein Cousin und du bist meine Cousine zweiten Grades, meine Großcousine. Wir sind fast alle miteinander verwandt."

Amelia sah entsprechend geschockt drein, was die Malfoys zum Lachen brachte.

„Ich dachte du hast deinen Stammbaum letztes Jahr zurückverfolgt", sagte Draco und grinste sie an.

„Schon", sagte Amelia noch immer leicht überrumpelt. „Aber ich habe die Ahnenlinie Väterlicherseits verfolgt, da ich der Hauptlinie folgen wollte. Meine Großmutter hat mich da nicht wirklich interessiert, besonders da sie drei Jahre vor meiner Geburt starb."

Amelia dachte erst jetzt wirklich darüber nach. Ihr Todesjahr musste das Jahr gewesen sein, in dem ihre Eltern Hogwarts verlassen hatten. Ob es etwas mit der Entscheidung ihres Vaters zu tun gehabt hatte sich dem Wiederstand anzuschließen? Amelia schüttelte den Kopf um die Gedanken zu vertreiben.

„Ich glaube das wird mir alles zu viel."

„Ich blick da auch nicht immer durch, aber zumindest meine nähere Verwandtschaft habe ich auswendig lernen müssen", sagte Draco.

„Das ist alles ganz einfach", flötete Mrs Malfoy und begann zu erklären.

Sie war gerade dabei zu erläutern, wie der Name der Familie Black entstanden war, als ein exzentrisch wirkender Mann an ihren Tisch trat.

Er hatte ein langes kantiges Gesicht und einen übergroßen Mund. Auf seiner höckerigen Nase saß eine große quadratische Brille. Amelia fand ihn nicht besonders ansehnlich, nur die Lachfalten um Mund und Auge ließen ihn sympathisch erscheinen.

„Was verschafft uns die Ehre Mr Cuffe?", fragte Mr Malfoy, als er den Zauberer bemerkte.

„Sie haben doch nicht wirklich erwartet, Amelia Potter in die magische Gesellschaft einzuführen zu können, ohne meine Wenigkeit auf den Plan zu rufen", sagte der Mann gewichtig und wandte sich Amelia zu. Sein Blick huschte zu ihrer Narbe.

Amelia kannte diesen Mann nicht und wer immer er war, er war wichtig, dass spürte sie sofort.

Sie fixierte kurz Lucius Malfoy und sein Geist schrie ihr alles entgegen was sie wissen musste. Manchmal war es herrlich diese Macht zu haben.

„Es ist mir eine Ehre Sie kennen zu lernen, Miss Potter. Wenn ich mich vorstellen dürfte.", sagte er und deutete eine Verbeugung in ihre Richtung an.

„Es ist mir ebenfalls eine Ehre, aber ein Mann von Ihrem Format muss sich nicht vorstellen. Als Chefredakteur des Tagespropheten sollten Sie allseits bekannt sein, Mr Cuffe", sagte Amelia mit einem einnehmenden Lächeln.

Der Zauberer schien erfreut. „Welch eine aufmerksame junge Dame", sagte er sichtlich geschmeichelt.

„Da denkt man sich, man kommt mal schnell vorbei um sich bei Lucius Malfoy ein kleines Interview über seinen neuen Posten im Zaubergamot abzuholen und schon begegnet man einem solch bezaubernden Geschöpf. Sagen Sie mir Amelia. Wie kommt es, das Sie heute hier sind."

Amelia schmunzelte „Glauben Sie jetzt von mir ein Interview bekommen zu können?", fragte sie.

„Es wäre mir natürlich eine außerordentliche Ehre. Sie haben, seit Sie unsere magische Gemeinschaft betreten haben schon für außergewöhnlich viel Wirbel gesorgt." Er verbeugte sich wieder und fixierte sie, wie ein Wild das es zu erlegen galt.

Amelia schenkte ihm ein unverbindliches Lächeln.

„Vielleicht werde ich einmal die Ehre haben, doch heute bin ich der Gast der Familie Malfoy, also wäre es nicht schicklich, meinen Sie nicht auch?"

„Das ist äußerst umsichtig von Ihnen, darf ich Ihnen meine Karte geben?" Barnabas Cuffe zückte seinen Zauberstab und eine Visitenkarte schoss daraus hervor.

„Ich empfehle mich. Die ehrenwerte Familie Malfoy, Miss Amelia Potter. Wenn Sie mich entschuldigen."

Er entfernte sich von ihnen und setzte sich drei Tische weiter zu einer blondgelockten Hexe, mit einer scheußlichen Krokodillederhandtasche.

Sobald Mr Cuffe außer Reichweite war flüsterte Mr Malfoy ganz leise: „Gib mir die Karte."

Im ersten Moment war Amelia überrascht. Das war ganz und gar untypisch für Dracos Vater. Vor allem das Flüstern war eher nicht seine Art. Also reichte sie ihm die Karte und Lucius Malfoy tippte sachte mit seinem Zauberstab dagegen. „Finite"

„Welche Zauber lagen darauf, Vater?", fragte Draco neugierig.

„Abhörzauber. Ich bin schon einmal auf diesen Trick hereingefallen. Du solltest dich vor dem in Acht nehmen. Er tut zwar sehr freundlich, aber er ist ein gewitzter Hund", sagte Mr Malfoy grimmig und gab Amelia die Karte zurück.

„Danke, Mr Malfoy. Ich werde es mir zu Herzen nehmen."

Draco sah Amelia ganz komisch an, sagte aber nichts weiter. Amelia nahm sich vor ihn danach zu fragen.

Es dauerte auch nichtmehr lange, bis sie zurück zum Anwesen der Malfoys reisten. Amelia war froh, als sie sich endlich in ihr weiches Bett sinken ließ.

Ihre Träume waren wirr, von riesigen Mündern die sie fressen wollten, während sie in einem Irrgarten herumrannte. Plötzlich verhedderte sie sich in einem Dornengestrüpp und fuhr hoch.

Neben ihrem Bett saß Draco und rüttelte sie am Arm.

„Hast du mich erschreckt", sagte sie und atmete erleichtert aus.

„Psst", sagte Draco und bedeutete ihr ihm nachzukommen.

Er trug einen Morgenmantel und seine Hausschuhe machten kaum Geräusche auf dem Boden als er zur Tür ging.

Amelia zog sich ebenfalls einen Morgenmantel über und schnappte sich ihren Zauberstab bevor sie ihm folgte.

Wortlos führte Draco sie durch einen endlosen Korridor mit Porträts seiner Vorfahren, eine kleine Seitentreppe hoch und durch eine Dachluke, die sich zum Dach öffnete. Draco kletterte einfach hinaus, Amelia folgte ihm ohne zu zögern.

Sie waren auf dem Dach. Amelia blieb stehen und bewunderte die Umgebung. Das gesamte Anwesen der Malfoys war penibel gepflegt, dahinter erstreckte sich dichter Wald, bis sie in weiter Entfernung Felder erkennen konnte. Der Vollmond stand über ihnen und erhellte das Land. Es war wundervoll. Sie blickte in den Himmel und entdeckte die Lichter eines Flugzeugs. Seufzend wandte sie sich ab und setzte sich neben Draco auf eine Dachhaube.

Eine Weile saßen sie so schweigend da, bis Amelia das Wort ergriff.

„Warum hast du mich hierher gebracht?", fragte sie.

Draco sah sie an. Er hatte Sorgenfalten auf der Stirn.

„Ich habe Angst um dich, Amelia."

Amelia wusste nicht, wie sie nun reagieren sollte. Draco war selten besorgt, meistens war er nur besorgt, wenn sie sich selbst in Schwierigkeiten brachte. Doch jetzt wirkte er richtig niedergeschlagen.

„Ich weiß nicht ob du hier sicher bist", gestand er.

„Glaubst du Black kommt hier her?", fragte sie nach.

„Nein, ich mache mir mehr Sorgen wegen meines Vaters."

Draco biss sich auf die Lippe und vergrub das Gesicht in den Händen. Er rang mit sich.

„Wir waren gerade aus Paris zurückgekommen, da sind alte Freunde zu Besuch gekommen, Crabbe, Goyle, Nott, Macnair, Carrow und noch ein paar andere. Manche kannte ich nicht mal. Ich konnte nicht anders als zu lauschen." Ein ironisches Lächeln huschte über seine Züge, doch er wurde schnell wieder ernst. „Sie haben über Sirius Black gesprochen und Peter Pettigrew."

Draco blickte wenn möglich noch besorgter drein.

„Und über dich."

„Was genau haben sie besprochen?", fragte Amelia mit einem flauen Gefühl im Magen.

„Ich habe nicht viel mitbekommen. Aber sie haben davon gesprochen, dass du eine Nachfolge antreten würdest und Nott hat von Pettigrew und Sirius Black erzählt.

Draco schüttelte den Kopf und sah wirklich verzweifelt aus. „Ich habe nicht alles mitbekommen. Ich habe Angst um dich, Amelia. Mein Vater war…",

Amelia unterbrach ihn, indem sie ihm den Finger auf die Lippen legte.

„Es gibt Dinge, die man besser nicht aussprechen sollte", sagte sie und Draco sah sie geschockt an.

„Du weißt es?", fragte er erschrocken.

Amelia nickte nur bedrückt.

„Seit wann?"

„Seit ein paar Monaten, seit dem Tagebuch." Sie saßen eine Weile schweigend nebeneinander.

„Warum bist du gekommen, wenn du es wusstest. Warum bist du dann hier?", fragte Draco verzweifelt.

Amelia versucht sich an einem zaghaften Lächeln. „Wegen dir. Ich meine, dies hier ist meine Welt, ich gehöre hier hin. Aber hier auf diesem Anwesen bin ich, weil ich gerne bei dir bin. Ihr seid für mich wie eine Familie."

„Ich bin nicht so gut wie du denkst. Ich war nicht immer ehrlich…", sagte Draco zerknirscht und konnte sie nicht ansehen.

„Warum sagst du das?"

„Ich habe mich nur mit dir angefreundet, weil mein Vater es wollte. Sobald er dich gesehen hat, hat er gesagt ich soll in deiner Nähe bleiben. Als du dann auch noch nach Slytherin kamst, sollte ich unbedingt deine Freunschaft suchen. Ich glaube nicht, dass ich dich am Anfang wirklich mochte."

Er sah sie an und das schlechte Gewissen stand ihm ins Gesicht geschrieben.

„Und jetzt?", fragte Amelia zarghaft.

„Jetzt?" Draco lächelte unsicher. „Ich meine, wie kann man dich nicht mögen. Du bist klug, schön, mutig und manchmal so unglaublich… unglaublich zerbrechlich. Ich glaube es gibt keinen Zauberer, der dich nicht mögen könnte."

Amelia hatte das Gefühl, dass ihre Wangen vor Verlegenheit glühen mussten und sie biss sich auf die Lippen.

„Du machst aus mir einen besseren Menschen, Amelia. Erst die Sache mit dem Quidditch und als du gesagt hast, dass du in die Kammer des Schreckens gehst, da hatte ich solche Angst um dich, dass ich gar keine Angst mehr vor der Kammer hatte. Wenn du dabei bist, habe ich plötzlich den Mut Dinge zu tun, die ich mich sonst niemals trauen würde. Dinge, von denen ich niemals dachte, dass ich dazu in der Lage bin."

„Das ist alles in dir", sagte Amelia verlegen.

„Ich schäme mich dafür, dass ich dich am Anfang hintergangen habe", sagte Draco verzweifelt.

„Danke", erwiderte Amelia noch immer verlegen.

„Wofür?"

„Das du es mir sagst. Das du ehrlich zu mir bist. Das du den Mut dazu hast."

Sie lächelten sich einen Moment unsicher an und in Amelia breitete sich ein warmes Gefühl aus.

„Aber es ändert nichts, dass du hier in Gefahr sein könntest. Ich weiß nicht, was sie mit dir vorhaben. Was wenn sie mit Black zusammenarbeiten?", sagte Draco, doch Amelia schüttelte den Kopf.

„Das glaube ich nicht. Sie glauben, dass ich dem dunklen Lord nachfolgen werde, um das zu beenden was er angefangen hat."

Draco sah sie perplex an. „Bist du dir sicher?"

„Dein Vater hat es mir indirekt gesagt", erwiderte Amelia nur.

Draco schien einen Moment darüber nachzudenken dann sagte er: „Er hat sich vor dir verbeugt. Er hat, weil du es gefordert hast, den Orden des Merlin für Clog beantragt."

„Dein Vater wünscht sich Macht", bestätigte Amelia.

„Und du hast ihm Macht gegeben. Diese Position im Zaubergamot hätte er ohne die Geschehnisse in der Kammer des Schreckens nie bekommen. Alle haben darüber berichtet, dass er hinter Clog stand, dass er die Schule gerettet hat."

Amelia nickte bestätigend. Draco lachte tonlos auf.

„Wie machst du das?", wollte er wissen.

Amelia zuckte mit den Schultern. „Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Es geschieht und ich versuche das Beste daraus zu machen."

„Wirst du ihm nachfolgen?", fragte Draco vorsichtig und Amelia musste nicht fragen wer gemeint war. Sie zögerte einen Moment.

„Ich musste durch die Geschehnisse in der Kammer des Schreckens lernen, dass diese Macht die ich habe, auch eine Verantwortung mit sich bringt", versucht Amelia zu erklären. Sie rang nach Worten.

„Meine Handlungen haben Konsequenzen. Menschen sterben durch das, was ich entscheide. Ich darf nicht so leichtfertig damit umgehen, wie ich es bis jetzt getan habe. Ich darf nie die Konsequenzen meines Handelns vergessen, sonst ist Artemis umsonst gestorben", sagte Amelia und blickte zu Draco hinüber. Sie spürte nur zu gut das Gewicht der Leben, die sie verschuldet hatte. Artemis, die sie in den Tod geschickt hatte und Gordon, den sie eigenhändig in einem Moment des Hasses getötet hatte. Der Tod folgte ihr, wohin sie auch ging.

„Ich werde nicht umherziehen und Menschen töten, Draco. Aber ich kann auch nicht so tun, als wäre ich nicht… Als wäre ich normal", sagte sie zögernd.

„Ist es das, was du mit Dumbledore besprochen has? Das etwas von der Macht des Dunklen Lords auf dich übergegangen ist, als er versucht hat dich zu töten?", fragte Draco. Es schien, als hätte ihm das schon lange auf der Seele gelegen.

Amelia sah ihn nachdenklich an. Sie wusste es nicht. Es wäre zu leicht zu sagen, dass Voldemorts Rückstände in ihr zu Gordons Tod geführt hatten. Nein, es wäre unehrlich gewesen. Es war ihr Hass gewesen. Es waren ihre eigenen Gefühle. Ihre eigene Magie.

„Ich weiß nicht, was uns verbindet, aber es gibt eine Verbindung und ich werde sie nutzen, wenn es sein muss. Doch ich weiß, dass was auch immer der Dunkle Lord von sich in mir zurücklies. Es beherrscht mich nicht. Mein Handeln, meine Entscheidungen sind noch immer die meinen."

Draco und Amelia sahen sich einen Moment schweigend an.

„Du bist stärker als er", sagte Draco irgendwann. „Du hast ihn besiegt. Als er versucht hat den Stein der Weisen zu stehlen und auch in der Kammer des Schreckens."

„Du hast ihn in der Kammer des Schreckens besiegt, Draco. Du hast das Tagebuch zerstört", erinnerte ihn Amelia.

Doch Draco verneinte. „Du hast uns dort hinuntergeführt. Du hast die Puzzelteile zusammengesetzt und seine Geheimnisse gelüftet. Ich war nur die ausführende Hand."

„Bereust du es, dass du gegen den Dunklen Lord gehandelt hast", fragte Amelia und versuchte Draco einzuschätzen. Kurz war sie versucht mit Legilimentik in seinen Geist einzudringen, doch in dem Moment, in dem sie sich entschieden hatte, wandte Draco den Blick von ihr ab und blickte auf den Wald vor Ihnen.

„Ich bereue nicht, dich gerettet zu haben. Niemals hätte ich zugelassen, dass du dort stirbst", sagte er und Amelia war überrascht, wie sicher er dabei klang.

Seine Worte rührten etwas in Amelia und sie war sich nicht sicher, was das für Gefühle waren. Was sie damit anfangen sollte…

„Danke", sagte sie nur und war einen Moment versucht nach seiner Hand zu greifen, doch sie rührte sich nicht.

„Glaubst du, dass mein Vater dir deshalb nichts antun würde? Weil er glaubt, dass du sein Werk fortführen wirst", fragte Draco irgendwann und der Moment war vorbei.

„Nein." Amelia schüttelte den Kopf. „Er würde keinen Nutzen aus meinem Tod ziehen. Im Gegenteil. Es wäre politischer Selbstmord mir zu Schaden, solange ich in seiner Obhut bin. Wie würde es für die Zauberwelt aussehen, wenn Amelia Potter von Sirius Black dem Todesser auf dem Anwesen des einmal als Todesser angeklagten Lucius Malfoy entführt wird. Selbst wenn es keine gerichtlichen Konsequenzen hätte, dein Vater könnte einpacken."

Draco schien einen Moment darüber nachzudenken, dann grinste er schief, schüttelte den Kopf und musste lachen. „Das hast du dir alles schon überlegt, bevor du hergekommen bist, oder?"

„Ja", bestätigte Amelia unsicher wie sie Dracos Reaktion deuten sollte.

„Ich konnte nächtelang nicht schlafen. Ich habe mir schon überlegt, wie ich dir beibringe das du wieder gehen musst."

Amelia kicherte. „Soll ich mich jetzt entschuldigen?", fragte sie.

„Ja bitte. Nur wegen dir habe ich mich umsonst so geplagt", sagte Draco gespielt beleidigt.

Amelia musste lachen und einen Moment später stimmte Draco mit ein. Sie lachten, bis Amelia fast das Gleichgewicht verlor und vom Dach fiel. Draco schaffte es gerade noch sie oben zu halten.

„Aufpassen"

„Warum sitzen wir eigentlich auf dem Dach?", fragte Amelia noch immer kichernd.

„Hier ist es sicherer. Ich weiß nicht, ob Vater uns sonst belauscht."

„Abhörzauber?", fragte Amelia überrascht.

„Ja, unter Anderem. Außerdem geben die Spiegel und Porträts ihm Bericht."

Amelia nickte nachdenklich. Daran hatte sie gar nicht gedacht. Sie musste umsichtiger werden.

„Wir sollten schlafen gehen. Morgen kommt Mr Jakins", sagte Draco und verzog das Gesicht.

„Oh nein, haben wir etwa noch nicht alle Etikette Regeln durch?", stöhnte Amelia.

Draco lachte und stand auf. „Darf ich bitten Miss Potter?", fragte er sie förmlich und reichte ihr die Hand, um ihr beim Aufstehen zu helfen.

„Sehr gerne, Mr Malfoy", erwiderte Amelia und ließ sich aufhelfen.

Amelia liebte die Ferien bei den Malfoys. Dracos Cousin, Finbar Quigley, war drei Tage zu Besuch. Er war Treiber in der Nationalmannschaft der Iren. Finbar hatte auch seinen Besen mitgebracht. Eine ganz neue Entwicklung wie er erzählte. Der Feuerblitz. In diesen Tagen bekam man Draco kaum von seiner Seite und noch weniger von seinem Besen, so begeistert war er. Für Amelia war Quidditch einfach nur Quidditch. Sie fand ihr Buch über Beschwörungszauber viel interessanter und setzte sich dementsprechend auch auf die Veranda während Draco mit seinem Cousin über das Anwesen fegte.

Draco hatte seinen Klavierunterricht nun komplett hingeschmissen, sehr zum Unmut seiner Mutter, dafür wurde der freie Tag mit Fechttraining gefüllt und Amelia fragte sich, warum das den Malfoys so wichtig war. Einmal sah sie Draco und Mr Malfoy dabei zu und musste zugeben, dass es sehr geschmeidig aussah, wie sie die Klingen kreuzten. Aber sie konnte Zaubern, warum sich also so abmühen?

Wenn Amelia erwartet hatte, dass es langweilige Ferien werden würden, hatte sie die Rechnung ohne die ganzen Gäste gemacht, die auf dem Manor der Malfoys vorbeikamen. Es kam garnicht so selten vor, dass sie Gäste zum Tee hatten oder Bekannte zum Abendessen vorbeikamen. Amelia war bei diesen Anlässen durchaus froh, über den Etiketteunterricht. Auch wenn sie es Draco gegenüber niemals zugegeben hätte.

Der Etiketteunterricht hatte noch einen anderen Vorteil. Eines Abends nach dem Abendessen hatten sie alle im Salon zusammengesessen, nach einigem hin und her hatte sich Draco überreden lassen, Klavier zu spielen. Seine Mutter stimmte mit der Violine mit ein. Amelia hatte nur verzückt zugehört, bis Mr Malfoy sie zum Tanzen aufforderte.

Natürlich hatte sie bei Mr Jakins tanzen gelernt, aber Lucius Malfoy war ein ganz anderes Kaliber als das was sie in den Übungsstunden mit Draco zustandebrachte. Er führte sie durch den Salon und Amelia hatte das Gefühl zu schweben. Am Anfang musste sie sich noch jeden Schritt ins Gedächtnis rufen doch dann kam alles von selbst.

Amelia strahlte über das ganze Gesicht als die letzten Akkorde gespielt wurden. Lange hatte sie keinen solchen Spaß mehr gehabt.

„Fantastisch", strahlte sie.

„Lucius war schon immer ein guter Tänzer", sagte Mrs Malfoy vergnügt, während die Violine in ihren Kasten schwebte. „Draco müsste sich nur mehr anstrengen, dann könnte er es auch", fügte Mrs Malfoy mit einem Blick auf ihren Sohn hinzu.

Amelia grinste zu Draco hinüber.

„Was hast du angerichtet, Vater", stöhnte Draco und lehnte sich mit seinem Ellenbogen auf die Tasten. Schräge Töne erklangen.

Amelia musste lachen.

Kurz bevor sie nach Hogwarts zurückkehrten, gingen Mrs Malfoy und Draco in die Winkelgasse um ihre Schulbücher zu besorgen. Amelia blieb aus Sicherheitsgründen auf dem Manor zurück. Von Black fehlte weiterhin jede Spur.

Draco sollte ihr nicht nur ihre Schulbücher mitbringen, sondern auch noch einiges anderes unter anderem ein paar seltene Trankzutaten wie Baumschlangenhaut. Amelia hatte ihm eine lange Liste mitgegeben für alles, was sie brauchte, solange sie in ihrem Käfig saß. Draco hatte sie nur ausgelacht aber er würde es trotzdem besorgen, das wusste sie.

Kaum waren Mrs Malfoy und Draco weg, als Dracos Vater Amelias Ruhe auf der Veranda störte.

„Was kann ich für Sie tun, Mr Malfoy?", fragte Amelia und legte ihr Buch zur Seite.

„Ich dachte es wird Zeit, dass Sie sich etwas ansehen", sagte er und bedeutete ihr ins Haus zu kommen.

Amelia fühlte sich etwas unwohl. Nicht das sie Lucius Malfoy unterschätzt hatte und es doch eine Falle war? Sie tastete nach ihrem Zauberstab, er gab ihr eine gewisse Sicherheit.

Lucius Malfoy führte sie in den Salon und von dort aus in die Unterirdische Kammer in dem er all seine Raritäten und schwarzmagischen Artefakte aufbewahrte.

„Was wollen wir hier unten?", fragte Amelia unsicher.

„Sagen wir es so. Ich möchte etwas loswerden und wollte wissen, ob Sie mir vielleicht dabei behilflich sein können."

„Warum sollte ich das können?", fragte Amelia skeptisch.

„Sie sind kein normales Mädchen. Sie sind nicht mal eine normale Hexe", sagte er und drehte sich zu ihr um. Er musterte sie scharf.

Amelie blieb ihm eine Erwiderung schuldig.

Sie kamen in der Kammer an. Amelia warf verstohlene Blicke auf all die Amulette und Flacons die hier noch immer versteckt lagen. Doch Mr Malfoy nahm nichts aus den Regalen. Er führte Amelia zu einer hinteren Wand und tippte mit dem Zauberstab dagegen.

Die Regalbretter verschwanden in der Wand und gaben eine torförmige Öffnung frei.

Doch der Durchgang war nicht einfach frei, es schien als liege eine dünne Schicht, wie ein Lichtschimmer, der sich auf Glas bricht, darüber.

Mr Malfoy sah sie erwartungsvoll an.

Amelia trat fasziniert an das Tor heran. Sie zückte ihren Zauberstab dachte: Magus revelio.

„Eine Tür, lässt sie sich öffnen?", fragte sie und wandte sich an Lucius Malfoy.

„Nicht von mir und auch sonst von keinem, dem ich sie gezeigt habe."

Amelia nickte nachdenklich. „Der dunkle Lord hat diesen Zauber geschaffen, oder?"

Lucius Malfoy nickte steif. „Ich würde ihn gerne loswerden."

Amelia wandte sich wieder der Tür zu. Sie konzentrierte sich einen Moment, dann sagte sie auf Parsel: „Gib den Weg frei", doch nichts geschah.

Amelia überlegte krampfhaft. Magie war im Normalfall recht simpel aufgebaut. Fast alle Zauber ließen sich auflösen, indem ihre magische Struktur entwirrt wurde. Doch das hatte Mr Malfoy sicher schon versucht. Amelia hatte im letzten Jahr viel mit Professor Snape über magische und schwarzmagische Zauber gesprochen und ihren Aufbau studiert. Doch diesen Aufbau kannte Amelia nicht. Er hatte eine eigentümliche Note. Eine persönliche Note.

Amelia biss sich auf die Unterlippe. Etwas, ein Teil Voldemorts war in ihr. Wenn sie nun…

„Wohin führt der Gang hinter der Tür?", fragte Amelia.

„In die Duellräume. Aus der Familie Malfoy stammen viele begnadete Duellanten. Deshalb liegen unter dem Manor riesige Katakomben verborgen, um ihre Geheimnisse zu wahren."

Amelia nickte und deutete mit dem Zauberstab auf das Tor. „Abiunga"

Der Zauber folgte ihrem Befehl und die Tür verschwand.

Lucius Malfoy sah sie perplex an. „Wie ist das möglich?"

„Versuchen sie es nicht, Mr Malfoy. Es würde ihnen nicht gelingen", sagte Amelia und blickte zu ihm hinüber.

„Die Tür wird bald wieder erscheinen. Nur der Dunkle Lord selbst vermag es für immer zu deaktivieren. Ich kann seine Magie lediglich vorrübergehend außer Kraft setzten."

Lucius Malfoy blickte versonnen auf den freigewordenen Eingang.

„Warum genieße ich Ihre Unterstützung?" fragte er nach einiger Zeit. Sein Blick war nicht zu deuten.

„Liegt das nicht auf der Hand?", erwiderte Amelia.

„Nein keineswegs. Sie sind mir ein Rätsel. Dabei sind Sie gerademal dreizehn Jahre alt."

Amelia schnaube verächtlich.

„Haben Sie so wenig Vertrauen zu Ihrem Sohn? Ich bin nicht der Dunkle Lord, ich empfinde so etwas wie Loyalität. Diese Loyalität erstreckt sich natürlich auch auf Dracos Familie."

Lucius Malfoy nickte. „Ich wusste immer, dass Draco das Beste ist, was ich in meinem Leben zustande gebracht habe."

Amelia war einen Moment überrascht. Eine solche Aussage hatte sie von Lucius Malfoy nicht erwartet. Schon gar nicht die Ehrlichkeit, die sie in seinem Geist dabei spürte.

Knisternd bildete sich die Tür von neuem.

„Lassen Sie uns wieder nach oben gehen. Ich könnte ein gutes Stück Kuchen gebrauchen."

„Lassen Sie sich bloß nicht von Mrs Malfoy dabei erwischen", grinste Amelia und Mr Malfoy musste lachen.

Als Draco und Mrs Malfoy aus der Winkelgasse zurückkamen, saßen Amelia und Mr Malfoy auf der Veranda. Mr Malfoy erzählt vom Ministerium, was es für Abteilungen gab und Amelia hatte ihn auch nach Scrimgeour gefragt. Vor ihnen standen die Reste eines wundervollen Erdbeerkuchens den Dobby gebacken hatte.

„Ich will nicht wirklich wissen, wen wir in Pflege magischer Geschöpfe bekommen", sagte Draco frustriert.

„Warum das?", fragte Amelia.

Draco antwortete nicht und warf ihr eine Tüte zu. Darin machte es undefinierbare Schnappgeräusche.

„Was ist das?"

„Unsere neuen Schulbücher", erwiderte Draco.

Amelia lugte in die Tüte, aus der es herausknurrte und schon sprang sie aus seinem Inneren ein schnappendes Buch an. Sie warf die Tüte weg und sprang auf, bevor das Buch ihr in die Nase beißen konnte.

Draco begann zu lachen.

„Das ist nicht dein Ernst oder?", fragte Amelia entsetzt.

„Das wird bestimmt lustig", erwiderte Draco grinsend.

Nachwort:

Da ist es endlich, das lag ersehnte Gespräch mit Draco. Ihr glaubt gar nicht wie sehr es mir in den Fingern gebrannt hat. Ich glaube es erklärt vieles über Draco, den Auftrag seines Vaters zu kennen. Wenn ihr euch fragt, wann er ihn bekam, ich habe es sogar beschrieben. Es war kurz bevor Draco hinter Amelia in den Hogwarts Express zu ihrem ersten Schuljahr stieg.

Dann natürlich der Stammbaum. Das Charlus Potter und Dorea Black James Eltern waren, war mal eine Fantheorie die lange widerlegt ist. Mittlerweile 7 Jahre nachdem ich's geschrieben habe, mag ich es aber nichtmehr ändern. James Eltern heißen Fleamond und Euphemia und sind kurz nach der Hochzeit von James und Lily noch vor Harry's Geburt an Drachenpocken gestorben. (Ob die sich bei Dracos Großeltern angesteckt haben? xD Die sind auch daran gestorben.)

Das sind Informationen die ich einfach ignoriere, da ich sonst zu viele Handlungsstänge umschreiben muss. Aber irgendwo sind alle Reinblüter verwandt. Deshalb übergehe ich das hier einfach mal