Kapitel 3 - Dementoren

Die Ferien waren viel zu schnell vorüber. Bald schon packten sie ihre Sachen und machten sich auf den Weg zum Hogwarts Express. Das Ministerium hatte extra einen Portschlüssel bereitgestellt.

Es herrschte schon geschäftiges Treiben auf dem Gleis. Überall schrien Eulen und Eltern verabschiedeten sich von ihren Kindern.

Amelia war sich nie sicher gewesen, ob sie diese Momente mochte. Sie riefen ihr schmerzhaft in Erinnerung, dass sie keine Eltern hatte. Sie fragte sich, wie es wohl wäre, wenn ihre Eltern jetzt hier wären.

Wahrscheinlich, dachte Amelia, würden sie sie nicht sonderlich mögen. Sie würden ihren Umgang mit den Malfoys kritisieren, sie würden missbilligen, das sie eine Slytherin war und wenn sie wüssten, was sie alles getan hatte, würden sie sie sicher ablehnen.

Vielleicht, war es besser, dass sie jetzt nicht hier waren.

Amelia blickte in ihr Spiegelbild, das sich verzerrt in den Fenstern der Lock spiegelte.

Sie war klein und zierlich, selbst für ihr Alter. Ihre langen schwarzen Haare waren hochgesteckt, doch ein paar Strähnen hatten sich gelöst und fielen ihr widerspenstig ins Gesicht. Ihre Haut war blass und die Augen von leichten Ringen umschattet, von all den Büchern, die sie im schlechten Licht nächtelang gelesen hatte. Auf ihrer Stirn hob sich ihre blitzförmige Narbe ab. Sie war keine Schönheit wie Daphne, doch durchaus hübsch anzusehen.

Auf all den Bildern, die sie von ihrer Mutter in dem Alter gesehen hatte, hatte sie lebendiger, glücklicher gewirkt. Auch wenn die Ähnlichkeit unverkennbar war.

Der größte Unterschied zwischen ihr und ihrer Mutter waren wohl weniger die Haare gewesen, die sie von ihrem Vater geerbt hatte, sondern die Ausstrahlung. Amelias Gesicht war emotionslos und ihre Augen waren kalt. Das Ergebnis starker Okklumentik und der Konzentration der Legilimentik. Ihre Selbstkontrolle war perfekt.

Sie blickte zu den Malfoys, die neben ihr den Bahnsteig entlang gingen. Ihre Gesichter waren ebenso verschlossen, undurchsichtig und kalt.

Dobby brachte ihre Koffer in den Zug und Draco verabschiedete sich von seinen Eltern. Als Amelia und Draco schon in den Zug steigen wollten, hielt Mrs Malfoy sie auf.

„Gebt auf euch Acht und macht dieses Jahr bitte nichts gefährliches", sagte sie und legte jedem von ihnen eine Hand auf die Schulter. Sie lächelte. Amelia lächelte zurück. Sie waren ihre Familie, wenn schon nicht auf Papier, dann jedoch in ihrem Herzen.

Amelia und Draco setzten sich in ihr Abteil und bald darauf kam Pansy Parkinson zu ihnen.

„Hallo, Draco wie waren deine Ferien?", strahlte sie und ließ sich direkt neben Draco fallen.

Noch bevor Draco etwas antworten konnte, kamen Theodor Nott und Daphne Greengrass herein. Dicht gefolgt von noch einer dritten kleineren Gestalt.

„Hallo alle zusammen", sagte Daphne gut gelaunt und setzte sich neben Amelia. Etwas schüchtern setzte sich Daphnes jüngeres Ebenbild neben sie.

„Deine Schwester?", fragte Draco.

Daphne nickte. „Das ist Astoria. Sie kommt dieses Jahr nach Hogwarts."

Vincent Crabbe und Gregory Goyle kamen als der Zug gerade anfuhr, aber als sie bemerkten, das das Abteil voll war, zogen sie wieder ab um den Imbisswagen zu suchen.

Pansy begann Draco auszuquetschen wie es denn in Paris gewesen war. Er warf Amelia einen genervten Blick zu und diese musste kichern.

Pansy war an sich ganz in Ordnung, aber sie konnte fürchterlich nerven. Am Anfang ihrer Hogwartszeit hatten sie sich nicht gut verstanden, aber nachdem im letzten Schuljahr alle gedacht hatten Amelia wäre die Erbin Slytherins, hatte Pansy stehts auf ihrer Seite gestanden.

„Hast du die letzte Hexenwoche gelesen?", fragte Daphne und kramte das Magazin heraus. Es war ein Magazin für Hexen, in dem man alles finden konnte, von Schminktipps über die neusten Kochrezepte, bis hin zu den bestaussehendsten und reichsten Zauberern der Gesellschaft. Pansy, Millicent und Daphne, die wegen ihres Koch-Clubs auf Hogwarts das Magazin abonniert hatten, diskutierten oft über berühmte schöne Hexen und all den magischen Klatsch und Tratsch. Amelia interessierte sich nicht wirklich dafür. Sie hatte andere Interessen.

„Glaubst du das wirklich?", fragte Amelia und verzog eine Augenbraue. Daphne musste lachen.

„Ich weiß dieses Zeug interessiert dich nicht, aber sie haben einen Artikel über dich gebracht."

„Wirklich?", fragte Amelia jetzt doch interessiert.

„Von Rita Kimmkorn. Schau mal."

Daphne reichte ihr die Hexenwoche und von seiner Titelseite blickte ihr ihr eigenes Gesicht entgegen.

Das Foto musste im Adlerkopf aufgenommen worden sein. Amelia hatte das gleiche dunkelblaue Kleid an und im Hintergrund konnte sie die Feuerblüten erkennen.

Sie lächelte geheimnisvoll und nahm einen Schluck aus einem der feinen Adlerkopfgläser.

Amelie blätterte weiter bis zu dem Artikel und las die Überschrift:

Amelia Potters Leihfamilie

Wir alle waren gespannt auf diesen Moment, an dem sich Amelia Potter das erste Mal in der magischen Öffentlichkeit präsentiert. Ich selbst hatte das Vergnügen sie im Adlerkopf begrüßen zu dürfen, an ihrer Seite niemand anderes als die Familie Malfoy.

Unsere junge Heldin verbindet eine tiefe Freundschaft zu Malfoy jr. Mit dem sie gemeinsam die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei besucht.

„Sie sind in der Schule unzertrennlich", bemerkte Morag McDougal, eine Mitschülerin der jungen Hexe.

Auch Narzissa Malfoy betonte ihre Blutsverwandtschaft zu Amelia Potter, deren Vater Narzissa Malfoys Großonkel war.

So scheint es, als hätte die magische Familie die junge Hexe ganz und gar für sich vereinnahmt.

Für die Familie Malfoy hat sich die Freundschaft zu Amelia Potter allerdings schon ausgezahlt. Vor nicht mal einem Monat sicherte sich Lucius Malfoy einen Sitz im Zaubergamot.

Rita Kimmkorn

Amelia schnaubte.

„Wer ist diese Kimmkorn?", fragte sie Daphne.

„Sie schreibt tolle Artikel, auch für den Tagespropheten, eines Tages will ich auch Reporterin werden, sie ist mein großes Vorbild."

„Zerreißt du dir dann auch das Maul über mich?", gluckste Amelia.

Daphne ignorierte die Frage und entgegnete: „Stimmt es, dass du mit den Malfoys im Adlerkopf warst? Ich meine, das ist die erste Adresse in der Zauberwelt. Jeder der Rang und Namen hat geht dorthin. Vater meinte mal, das sich dort entscheidet, wer der nächste Zaubereiminister wird."

„Ja, wir waren gemeinsam dort", bestätige Amelia.

„Ich bin richtig neidisch. Meine Eltern waren auch schon dort, aber sie haben mich nie mitgenommen. Sie meinten immer ich sei zu jung." Daphne verzog das Gesicht und Amelia musste lachen.

„Keine Sorge, du füllst noch früh genug die Titelbilder der Hexenwoche, als schönste Hexe unserer Generation", zog Amelia sie auf. Daphne verzog missbilligend die Lippen und warf ihre goldene Haarpracht nach hinten.

Langsam wurde der Himmel draußen dunkler und sie zogen sich ihre Hogwarts Umhänge an.

„Wir müssten bald da sein", stellte Theodor fest und sah aus dem Fenster. Es war mittlerweile stockdunkel geworden.

„Ich bin schon richtig gespannt auf Hogsmeade", sagte Daphne. „Sie haben dort Cafés und Geschäfte und es ist endlich mal ein Ort, an dem keine Muggel sind. Meine Tante Doreen arbeitet dort einer magischen Schneiderei, Besenknechts Sonntagsstaat."

„Meine Eltern haben mir extra viel Taschengeld mitgegeben, damit ich mir in Hogsmeade was kaufen kann", sagte Pansy.

„Wir gehen doch zusammen hin, oder Draco?", fügte sie hinzu.

„Werden wir sehen", sagte dieser langsam sichtlich genervt.

„Wollen wir mal nach Blaise suchen, Amelia?", fragte Draco und stand auf. „Ich hab ihn noch gar nicht gesehen."

Amelia nickte und stand auf. Aber auch Pansy sprang auf.

„Ich komme mit", sagte sie sofort.

„Nein danke, das schaffen wir schon", erwiderte Draco und zog Amelia aus dem Abteil, bevor Pansy etwas sagen konnte.

„Schnell weg hier", wisperte er und machte sich fluchtartig auf den Weg. Amelia rannte hinter ihm her. Keuchend schlossen sie die Tür zum nächsten Wagon hinter sich.

„Warum sagst du ihr nicht einfach, dass sie die Klappe halten soll", sagte Amelia glucksend.

„Sie ist so nervig…", brummte Draco. Gemächlich gingen sie weiter auf der Suche nach Blaise, aber er war nirgends zu finden. Millicent fanden sie zusammen mit Hannah Abbot, einem Hufflepuff Mädchen aus dem Koch-Club, im Abteil sitzen, aber auch sie hatten Blaise noch nicht gesehen.

Weiter vorne entdeckten sie zwei rote Schöpfe, die sich über eine längliche Kiste beugten, bevor sie sie in die Herrentoilette stopften. Als Amelia und Draco näher kamen, drehten sie sich erschrocken um.

Es waren Fred und George Weasley. In den Jahren zuvor hatte es mit den beiden Weasleys immer nur Ärger gegeben. Im letzten Jahr hatte sich Amelia auf der Hinfahrt nach Hogwarts ein Duell mit den Zwilligen geliefert das den beiden Weasleys die erste Strafarbeit des neuen Schuljahres beschert hatte.

Die vier Schüler blickten sich einen Moment an, dann nickten die Weasleys den Slytherins zu, welche die Geste erwiderten. Irgendwie war es zwischen ihnen zu einem stillen Waffenstillstand gekommen. Was wohl daran lag, dass Amelia und Draco Ginny Weasley, ihre kleine Schwester, aus der Kammer des Schreckens gerettet hatten. Amelia traute ihnen zwar trotzdem nicht über den Weg, aber sie gingen ohne Scherereien weiter.

Sie kamen zwei Abteile weit, bis der Hogwarts Express mit quietschenden Bremsen anhielt. Amelia musste sich an der Wagonwand festhalten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

Überall steckten neugierige Schüler ihre Köpfe aus den Abteilen und begannen miteinander zu tuscheln.

„Sind wir schon in Hogwarts?", fragte Draco.

„Kann nicht sein", erwiderte Amelia und versuchte aus einem der Fenster zu schauen.

Sie öffnete eine der Abteiltüren und war überrascht nicht Schülern gegenüber zu stehen, sondern einem zerlumpt wirkenden Zauberer. Er schien nicht sonderlich alt zu sein, trotzdem hatte er schon graue Strähnen in den Haaren und sein Umhang war an mehreren Stellen geflickt.

Es dauerte keinen Sekundenbruchteil und Amelia und Draco hatten ihre Zauberstäbe in der Hand.

„Wer sind sie?", fragte Draco scharf.

„Nur keine Panik, ich bin Professor Lupin", sagte er beschwichtigend und trat einen Schritt zurück.

Amelias Legilimentik streckte sich wie von selbst zu ihm aus und streifte ihn. Es schien keine Gefahr von ihm auszugehen. Sie senkte ihren Zauberstab und nickte Draco zu, der seinen ebenfalls sinken ließ.

„Was ist hier los?", fragte Amelia. „Warum hat der Zug angehalten?"

„Ich habe…", begann Professor Lupin doch in dem Moment ging das Licht aus.

„Glaubst du Black ist hier?", fragte Draco, seine Stimme klang besorgt.

Amelia streckte ihre Sinne aus. Es war unglaublich anstrengend und wann immer sie es tat erschöpfte es sie. Sie fühlte all die aufgeregten Schüler, die Gefühle zwischen Angst und Neugierde. Bis sie plötzlich auf eine Wand aus Kälte stieß. Schnell zog sie sich zurück. In diesem Moment beschwor Professor Lupin eine Hand voll Flammen, die das Abteil erhellten.

Amelia war leichenblass geworden.

„Alles okay?", erkundigte sich Draco und Amelia brachte nur ein halbes Nicken zustande.

„Nicht Black", sagte sie und ihre Stimme klang tonlos. Draco und Professor Lupin sahen sie überrascht im Feuerschein an. In dem Moment ging die Abteiltür wieder auf und eine große Gestalt stand in dem Eingang. Sie war vollkommen in einen langen Kapuzenmantel gekleidet nur eine aufgedunsene Hand lugte unter einem Ärmel hervor. Wie bei einer Wasserleiche.

Amelia schluckte. Sie hatte eine ungute Vermutung was dieses Wesen sein konnte.

Es holte rasselnd Atem und es war als ob plötzliche Kälte sie überfiel. Amelia fiel es schwer zu atmen, es war als ob ihr Innerstes zu Eis erstarren würde und von weit her hörte sie ein Schreien, ein Flehen. Die Welt um sie herum wurde schwarz, als ihr die Beine nachgaben und sie zusammensackte. Ein grausames Lachen begleitete sie in die Bewusstlosigkeit.

Als sie wieder zu sich kam, war das Rattern des Zuges zu hören und die Lichter brannten wieder.

Amelia lag auf dem Boden und Draco hatte seinen Arm um sie gelegt, damit sie nicht mit dem Kopf auf dem Boden lag.

„Amelia, bei Merlin du bist aufgewacht", sagte er erschrocken. Draco half ihr sich auf einen der Sitze zu setzen.

„Was war das für eine Kreatur?", fragte Draco entsetzt, auch er sah blass aus.

„Ein Dementor, eine Wache von Askaban", sagte Professor Lupin.

„Hier, esst das." Professor Lupin reichte ihnen ein Stück Schokolade.

„Ich gehe kurz vor zum Schaffner und erkundige mich, wann wir da sind."

Amelia nickte schwach.

„Iss", sagte Professor Lupin nochmals ermunternd bevor er das Abteil verließ.

Amelia biss ein Stück Schokolade ab und es fühlte sich so an, als würde Wärme in jede Faser ihres Körpers strömen. Auch Draco aß sein Stück Schokolade und sah gleich etwas lebendiger aus.

„Alles in Ordnung Amelia?", fragte er besorgt als Professor Lupin das Abteil verlassen hatte. Amelia nickte schwach. „Was ist passiert?"

„Du bist plötzlich umgekippt und Professor Lupin hat den Dementor mit einem Zauber vertrieben. Es war schrecklich."

„Aber du bist nicht bewusstlos geworden oder?", fragte sie. Ein Klumpen bildete sich in ihrem Magen als Draco den Kopf schüttelte.

„Ich hatte das Gefühl ich werde in meinem Leben nicht mehr glücklich. Mir sind jede Menge schrecklicher Dinge eingefallen."

„Askaban muss schrecklich sein", sagte Amelia und knabberte noch etwas an ihrer Schokolade. „Ich habe bis jetzt nur von Dementoren gelesen, so schlimm hatte ich sie mir nicht vorgestellt."

Draco sah sie noch immer besorgt an. „Wirklich alles okay mit dir, Amelia?"

„Ja, kein Sorge", sagte Amelia jetzt leicht genervt. Sie war nicht aus Zucker. Draco wollte etwas erwidern, doch in diesem Moment kam Professor Lupin herein.

„Wir werden bald in Hogwarts sein. Geht es Ihnen schon wieder besser, Miss Potter?", fragte der Professor freundlich.

„Ja", sagte Amelia und stand auf. Sie fühlte sich noch etwas schwach, aber das würde sie sich sicher nicht anmerken lassen. „Was wollten die Dementoren überhaupt hier?", fragte Amelia.

„Sie suchen noch immer nach Sirius Black", entgegnete Professor Lupin und musterte Amelia sorgenvoll.

„Wir sollten in unser Abteil zurückgehen", bestimmte Draco. „Danke für die Schokolade Professor."

Amelia ließ sich von Draco durch den Zug führen. Sie fühlte sich schlecht und desorientiert, doch ihre Gedanken rasten. Okklumentik schien gegen Dementoren nichts zu bringen, damit waren sie weitaus mächtiger als Amelia erwartet hatte.

„Da seid ihr ja, habt ihr diese Wesen bemerkt?", sagte Pansy als Draco und Amelia zurück ins Abteil kamen. Daphne sah schlecht aus und zitterte. Amelia bemerkte wie sie ein schwarzes Amulett ablegte und in ihren Koffer schob. Astoria hatte die Knie an die Brust gezogen und sah ängstlich drein. Auch Theodor war ziemlich blass.

„Hat noch jemand Schokolade?", fragte Amelia und kramte eilig in ihrem Koffer. Pansy sah sie verdutzt an und holte ein paar Schokofrösche hervor.

„Schokoladenanfall?", fragte sie, doch Amelia schnappte sich die Frösche und warf Daphne und Astoria jeweils einen hin.

„Esst", befahl sie und die Mädchen blickten sie verdutzt an.

Theodor reichte sie ebenfalls einen, bevor sie den Rest Pansy zurückgab.

Die Schokolade vertrieb die Kälte und auch Amelia nahm sich noch ein Schokofroschbeinchen.

„Danke", sagte Daphne und atmete durch. Bald darauf hielt der Hogwarts Express und die Schüler drängten raus auf den Bahnsteig. In der Ferne hörte Amelia Hagrid nach den Erstklässlern rufen und sie beeilte sich in eine der Kutschen zu steigen, die von den Knochenpferden gezogen wurden.

Sie setzten sich langsam in Bewegung und Amelia blickte aus dem Fenster. Als sie sich einem eisernen Tor näherten, das von zwei Steinsäulen flankiert war, entdeckte Amelia noch zwei Dementoren, die Wache hielten. Sie spürte wie die Kälte zurück in ihre Glieder kroch und keine Okklumentik konnte sie davor bewahren, so sehr sie sich auch darauf konzentrierte. Ihre Hände begannen unkontrolliert zu Zittern und es schien, als hörte sie ganz weit entfernt ihren Cousin Dudley sagen: Gordon ist tot.

Ihre Sicht verschwamm erneut und sie spürte nur ganz undeutlich wie Draco neben ihr nach ihrer Hand fasste und sie ansprach. Sie schüttelte den Kopf, als wolle sie alle bösen Gedanken vertreiben und ihre Sicht wurde wieder klarer.

Theodor und Pansy, die mit ihnen in der Kutsche saßen, sahen Amelia verwirrt an.

„Schon gut", sagte sie sobald sie ihre Stimme wiedergefunden hatte. Das Tor mit den Dementoren war in der Dunkelheit verschwunden.

Sie gingen die steinernen Stufen empor und Amelia bemerkte irritiert wie Hermine Granger und Professor McGonagall die Große Halle verließen.

Sie wollte sich schon setzen, als Professor Snape sie aufhielt.

Professor Snape war der Hauslehrer von Slytherin und Amelia hatte ein gutes Verhältnis zu ihm. Seit sie in Hogwarts war, gab er ihr regelmäßig Unterricht. Er hatte sie sowohl in Legilimentik, als auch in Okklumentik unterrichtet. Zudem war er ein guter Duellant und er brachte ihr Dinge bei, die wirklich interessant waren, auch wenn das Ministerium da teilweise anderer Meinung war.

„Was ist denn Professor?", fragte Amelia, als sie ihm aus der großen Halle folgte. Draco und die anderen Slytherins blieben zurück.

„Ich habe eine Eule bekommen, dass Sie im Zug zusammengebrochen sind", sagte er und musterte sie von oben bis unten.

Amelia seufzte. „Mir geht es wieder gut, ich scheine die Dementoren nicht gut zu vertragen."

Professor Snape nickte. „Es sollte mich nicht überraschen. Trotzdem wird Madam Pomfrey sie kurz untersuchen. Danach können sie zurück in die Große Halle."

Sie erreichten die Krankenstation und die Krankenschwester Madam Pomfrey kam auf sie zu gewuselt.

„Was hast du jetzt nur wieder angestellt", sagte die Krankenschwester und verfrachtete Amelia auf einen Stuhl. „Ohnmachtsanfälle sind deine Spezialität oder?"

„Es waren Dementoren", sagte Professor Snape schlecht gelaunt.

Die Krankenschwester schnaubte abfällig. „Da wird sie nicht die Einzige bleiben."

Sie legte Amelia die Hand auf die Stirn und spähte in ihre Augen. „Ganz unterkühlt. Hier, iss das." Sie reichte Amelia einen riesigen Schokoladenriegel.

„Ich hatte schon Schokolade, Danke."

„Tatsächlich? Du wirkst dennoch recht angeschlagen."

„Muss sie etwas beachten?", fragte Professor Snape.

„Ich fühle mich wieder einigermaßen in Ordnung", sagte Amelia.

„Viel Schokolade und halte dich um Himmels willen von den Dementoren fern. Sie sind nichts für zart besaitete Menschen. Du kannst jetzt zurück in die Große Halle."

Amelia schnaubte verächtlich und folgte Professor Snape hinunter. „Setzen wir den Unterricht fort Professor?", fragte Amelia kurz bevor sie die Halle erreichten.

„Natürlich, Amelia. Ich erwarte Sie wie immer Sonntag nach dem Mittagessen. Einmal pro Woche wird allerdings reichen müssen, sonst geht mir bald der Unterrichtsstoff aus." Er ließ sich zu einem schmalen Lächeln herab. Amelia musste lachen.

„Danke, Professor."

Amelia ging in die Halle und setzte sich zwischen Draco und Pansy. Die Auswahlzeremonie war schon vorbei und auf der Bank gegenüber, saß strahlend Astoria Greengrass, die ebenso wie ihre Schwester nach Slytherin gekommen war. Amelia gratulierte ihr herzlich und das Mädchen nickte schüchtern.

„Was wollte Snape von dir?", fragte Draco leise, doch in dem Moment setzte Professor Dumbledore zu einer Rede an.

„Willkommen!", sagte Dumbledore „Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Ich habe euch allen einige Dinge mitzuteilen, und da etwas sehr Ernstes darunter ist, halte ich es für das Beste, wenn ich gleich damit herausrücke, denn nach unserem herrlichen Festmahl werdet ihr sicher ein wenig bedröppelt sein ..."

Obwohl Dumbledore noch immer die gleiche Ausstrahlung hatte, hatte Amelia das Gefühl, das er sich nicht sonderlich wohl fühlte. Sie konnte es nicht wirklich greifen, es war mehr ein unterbewusstes Gefühl.

„Wie ihr sicher mitbekommen habt, ist der Hogwarts-Express durchsucht worden, und ihr wisst inzwischen, dass unsere Schule gegenwärtig einige der Dementoren von Askaban beherbergt, die im Auftrag des Zaubereiministeriums hier sind. Sie sind an allen Eingängen zum Gelände postiert und ich muss euch sagen, dass niemand ohne Erlaubnis die Schule verlassen darf, während sie hier sind. Dementoren dürfen nicht mit Tricks oder Verkleidungen zum Narren gehalten werden. Es liegt nicht in der Natur eines Dementors, Bitten oder Ausreden zu verstehen. Ich mahne daher jeden Einzelnen von euch: Gebt ihnen keinen Grund, euch Leid zuzufügen. Ich erwarte von unseren Vertrauensschülern und von unserem neuen Schulsprecherpaar, dass sie dafür sorgen, dass kein Schüler und keine Schülerin den Dementoren in die Quere kommt."

Amelia schluckte. Sie würde bestimmt nicht freiwillig den Dementoren gegenübertreten. Dumbledore sah durch die Halle. Sein Blick wanderte über die Weasley Zwillinge, bis hinüber zu Amelia, die sich noch immer unbehaglich fühlte nach der Begegnung mit den Dementoren. Irgendwo am Rand ihrer Wahrnehmung konnte sie diese eisige Wand aus Kälte noch immer spüren.

„Und nun zu etwas Angenehmeren", fuhr Dumbledore fort. „Ich freue mich, dieses Jahr zwei neue Lehrer in unseren Reihen begrüßen zu können.

Zunächst Professor Lupin, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste zu übernehmen."

Professor Lupin stand auf und mit seinen schäbigen Kleidern sah er neben den anderen Lehrern in ihren Festumhängen noch erbärmlicher aus. Von seinem ersten gehalt sollte er sich dringend neue Umhänge kaufen.

Es gab nur geringen Beifall und Amelias Blick fiel zufällig auf Professor Snape und sie erschrak. In Snapes Gesicht stand ein solcher Hass geschrieben, wie Amelia ihn bis jetzt noch nicht gesehen hatte. Es musste mehr sein, als die Enttäuschung, dass Professor Snape den Posten für Verteidigung gegen die Dunklen Künste nicht bekommen hatte.

Amelia musterte die beiden Zauberer. Sie war so in Gedanken versunken, dass sie kaum mitbekam wie Dumbledore Hagrid als Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe vorstellte.

Viele in der Halle klatschten, vor allem am Gryffindor Tisch. Amelia seufzte. Hagrid verstand zwar viel von magischen Geschöpfen, aber als Lehrer konnte sie sich den Wildhüter nicht vorstellen. Außerdem hatte er Riesenblut, war also keinesfalls ungefährlich.

Die goldenen Teller vor ihnen füllten sich und schon war die Große Halle von Geschnatter und klirrendem Besteck gefüllt. Daphne strahlte über das ganze Gesicht und lud ihrer Schwester den Teller voll, diese zeterte weil sie sich nicht bevormunden lassen wollte. Amelias Laune besserte sich, doch nichts konnte den kalten Schleier vertreiben, der sich über sie gelegt hatte, seit sie den Dementoren begegnet war. Draco warf ihr den ganzen Abend über besorgte Blicke zu.

Sie war froh, als sie sich endlich auf den Weg hinunter in die Kerker machten, um schlafen zu gehen.

Mitten in der Nacht schreckte Amelia hoch. Gordon hatte blutüberströmt vor ihr gestanden und Amelia hatte ihn in einem grünen Lichtblitz in viele Teile gehext und dabei grausig kalt gelacht.

Kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn, als sie sich wieder ins Bett zurückfallen ließ, doch an Schlaf war nicht zu denken. Amelia leerte ihren Geist, doch die Okklumentikübung, die ihr sonst immer Frieden brachte, beruhigte sie kein bisschen. Sie stand auf und zog sich dick an, da sie erbärmlich fror.

Es durfte fast Morgen sein, sie saß vor einem Kaminfeuer im Gemeinschaftsraum und las in ihrem Buch über Alte Runen, während Eristik es sich auf ihrem Schoß bequem gemacht hatte.

Die Wand vom Gemeinschaftsraum öffnete sich und Blaise kam herein. Erst jetzt viel Amelia auf, dass sie Blaise selbst beim Essen in der Großen Halle nicht gesehen hatte.

„Hi", sagte sie und Blaise drehte sich überrascht zu ihr um.

„Morgen", grummelte er. „Schläfst du eigentlich nie?"

Amelia zuckte die Schultern. „Woher kommst du?"

„Meine Mutter hat gestern wieder geheiratet. Da konnte ich nicht mit dem Zug kommen."

Amelia nickte. „Wieder so einen reichen alten Sack?"

Blaise verzog angewidert das Gesicht. „Echt schlimm mit ihr. Besonders weil sie nur auf das Geld scharf ist. Dabei hat sie doch mittlerweile genug."

„Wie viele Jahre gibst du ihm?", fragte Amelia amüsiert und jetzt musste auch Blaise lachen. Es war allgemein bekannt, das Blaise Mutter, eine bezaubernd schöne Hexe, einen Ehemann nach dem anderen verschliss und diese hinterließen ihr in der Regel immer ein großes Vermögen.

Amelia wusste, dass dahinter mehr steckte als nur bloßer Zufall, aber sie hielt sich aus der Angelegenheit besser heraus. Sie hatte Mrs Zabini nur am Rand kennengelernt und konnte sie wenig einschätzen.

„Er wird wahrscheinlich meinen Schulabschluss nicht mehr erleben", mutmaßte Blaise und setzte sich neben sie.

„Hast du die Dementoren bemerkt?", fragte Amelia und Blaise nickte.

„Ich wurde zwar vorgewarnt, aber die sind echt gruselig. Ich geh mal ins Bett. Vielleicht bekomme ich noch ein paar Stunden Schlaf."

Amelia war müde und ihr war noch immer kalt, als sie am nächsten Morgen in die Große Halle zum Frühstück ging. Selbst die Sonne, die von der Decke schien konnte sie nicht wärmen.

Sie musste sich konzentrieren, dass ihre Hand nicht zitterte, als sie ihren Stundenplan begutachtete. Erste Stunde Alte Runen bei Bathsheda Babbling, stand dort und sie hätte sich eigentlich freuen sollen, aber irgendwie kam das Gefühl nur schwer zustande.

Sie fühlte sich elend, aber als sie die anderen Schüler beobachtete, schien keiner die Anwesenheit der Dementoren dermaßen zu spüren wie sie. Vielleicht war es eine Nachwirkung von ihrer Begegnung im Zug. Amelia nahm sich ein Stück Schokolade und sie erfüllte sie ein bisschen mit Wärme. Seit diesem Schuljahr gehörte wohl auch Schokolade zum Frühstück dazu.

Als Amelia zu Alte Runen ging, fiel ihr auf, dass nur Daphne und sie dieses Fach gewählt hatten. Zumindest von den Slytherins. Als wäre ihre Laune nicht schon schlecht genug, entdeckte sie Hermine Granger in der ersten Reihe sitzen.

Daphne und Amelia suchten sich einen Platz ein bisschen weiter hinten.

Professor Babbling war eine runde, gemütlich wirkende Hexe. Sie hatte eine kleine runde Brille auf der Nase und kam gleich mit einem packen Büchern unterm Arm herein.

„Hallo, meine Lieben", begann sie. „Ich bin froh über jeden neuen Schüler, der sich entschließt, die Sprache unserer Vorväter zu lernen.

Alte Runen, sind mehr als nur antike Gedichte und die Geschichten unserer Vorfahren. Vor nicht mal allzu langer Zeit, wurden noch alle magischen Texte in Runen verfasst, um die Muggel daran zu hindern in unseren Geheimnissen zu stöbern.

Die Verwendung magischer Runen, wird heutzutage immer seltener gebraucht. In Antiobskuranten oder Denkarien finden sie allerdings noch immer Verwendung, um der Magie in Wort und Schrift Macht zu verschaffen.

In meinem Unterrichtsfach wenden wir uns vor allem der Übersetzung alter Runen zu. Wir werden uns aber auch die Verwendung magischer Runen als Katalysatoren ansehen."

Alles in allem war Alte Runen ganz interessant, auch wenn sie als Erstes einen Haufen Vokabeln lernen mussten. Stumpfes Auswendiglernen war nie Amelias Ding gewesen, aber sie fand Alte Runen sinnvoll also biss sie sich durch.

Danach hatten sie Verwandlung bei Professor McGonagall. Es war Amelias Lieblingsfach und als Professor McGonagall ihnen von Animagi erzählte, verdrängte Amelia fast dieses bohrende kalte Gefühl. Danach gingen sie zum Mittagessen und Pansy schwärmte ihnen von ihrer ersten Stunde Wahrsagen vor.

„Professor Trelawney hat gesagt, dass sich mein größter Wunsch nach Weihnachten erfüllen wird"

Nach dem Mittagessen machte sie sich mit Draco, Vincent, Gregory und Pansy auf den Weg zu Pflege Magischer Geschöpfe.

Hagrid winkte ihnen schon von weitem entgegen.

„Das kann ja nur eine Katastrophe werden mit dem", sagte Pansy und rümpfte die Nase.

Amelia sah unbehaglich zu Hagrid hinüber. Sie hatte nicht mehr mit ihm gesprochen seit sie erfahren hatte, dass er ein Halbriese war. Wenn sie jetzt genau darüber nachdachte, gab es durchaus genug Anzeichen, dass er nicht einfach nur von einem falschen Zauber erwischt wurde. Amelia fühlte sich mulmig in seiner Gegenwart. Riesen konnte man nicht trauen.

Hagrid führte die Schülergruppe zu einer großen Koppel und darauf waren riesige pferdeartige Wesen zu sehen, die ihre Adlerköpfe Stolz gen Himmel reckten, als sie die Schüler näher kommen sahen.

Amelia vergaß Hagrid für einen Moment und war verzückt. Diese Wesen hatten wunderschönes dichtes Gefieder, das in unterschiedlichen Braun- bis Grautönen glänzte.

„Das sind Hippogreife", sagte Hagrid stolz, als alle Schüler vor ihm versammelt standen.

Amelia war begeistert. Sie liebte magische Tiere. Sie waren meistens ziemlich schlau.

„Schlagt mal alle eure Bücher auf", forderte Hagrid sie mit donnernder Stimme auf.

Pansy schnarrte: „Und wie bitte?"

Amelia bemerkte, das die anderen Schüler ihre Bücher ebenfalls zugeschnürt oder in enge Taschen gequetscht hatten. Amelias und Dracos Bücher waren mit dickem Seil zugebunden. Dobby hatte sich dabei mehrere gequetschte Finger geholt.

Hagrid sah seine Schüler fassungslos an. „Ihr müsst sie doch nur streicheln!", sagte er und nahm Pansy ihr Buch ab. Er entfernte den Glitzergürtel, den sie darum gebunden hatte und streichelte einmal über den Rücken. Das Buch zitterte noch ein letztes Mal, dann ließ es sich problemlos aufschlagen.

Auf die Idee muss mal einer kommen dachte Amelia zynisch und streichelte ihr Buch.

„So wenn das jetzt alle haben, kommt mal was näher. Hippogreife müsst ihr wissen, sind ganz stolze Tiere. Deshalb ist es das wichtigste höflich zu sein. Ihr müsst euch vor ihnen verbeugen und dann warten bis sie den ersten Schritt machen. Wer möchte gerne?" Amelia bemerkte, das die Anderen, die Tiere eher zögerlich musterten.

„Ich versuch es gerne", sagte sie und trat vor. Allerdings nicht allzu nah an Hagrid heran.

„Sehr schön", sagte Hagrid und führte einen schönen grauen Hippogreifen zu Amelia.

Hippogreife waren faszinierende Geschöpfe fand Amelia. Sie verbeugte sich geschmeidig und keinen Moment später senkte auch der Hippogreif seinen Kopf.

„Sehr schön, braver Seidenschnabel", sagte Hagrid. „Magst du ihn streicheln?"

„Hallo Seidenschnabel", sagte Amelia und streichelte dem Hippogreif über sein samtweiches Gefieder. Die anderen Schüler hinter dem Gatter klatschten Beifall und Amelia machte eine Geste, dass sie näherkommen sollten. Amelia konnte ihre Scheu gar nicht verstehen. Magische Tiere waren schlau. Wenn man sie gut behandelte, taten sie einem auch nichts. Meistens auf jeden Fall.

Die anderen kamen näher und von dem Interesse angefeuert, teilte Hagrid kleine Gruppen ein, die sich vor ihren Hippogreifen verbeugten. Bei den Meisten lief es jedoch nicht ganz so glatt wie bei Amelia. Longbottom aus Gryffindor landete vor Angst im Schlamm, weil sein Hippogreif sich einfach nicht verbeugen wollte und Pansy musste fast eine Minute in demütiger Haltung verbringen, bis sich ihr kastanienbrauner Hippogreif verneigte.

Amelia sah sich glücklich um und plötzlich breitete sich in ihrem Inneren wieder dieses Gefühl der Kälte aus. Sie taumelte einen Moment, doch blieb stehen. Draco warf ihr einen fragenden Blick zu, doch Amelia blieb das beruhigende Lächeln im Hals stecken.

Nachwort:

Es fiel mir schwer zu entscheiden was für Amelia schlimmer ist. Die Nacht in der ihre Eltern gestorben sind oder die Nacht in der sie Gordon getötet hat. Außerdem kam dieses Jahr Astoria nach Hogwarts. Ich muss gestehen ich weiß noch nicht was ich mit ihr anfangen soll. Aber bei Merlin ich habe genug Ideen wie ich die Kleine benutzen kann. Sie wird noch eine Rolle spielen, früher oder später bevor sich die Kapitel dem Ende neigen. ;)