Kapitel 2 - Die Quidditch-Weltmeisterschaft

Am Morgen des Quidditch-Finales standen sie früh auf und gingen hinunter in den Salon. Doch anstatt eines Frühstücks, erwarteten sie nur Dobby und Micky. Bald darauf kamen Dracos Eltern hinzu und die Hauselfen holte mehrere Kleiderstapel hervor. Muggelkleidung.

Mr Malfoy hob sie mit spitzen Fingern hoch, als hätte er etwas wirklich Widerliches in der Hand.

„Ich fürchte, das müssen wir anziehen, Lucius", sagte Mrs Malfoy.

„Die Muggelabwehrvorschriften, du willst dir doch keinen Ärger einhandeln. Als Mitglied des Zaubergamots kannst du dir keinen Skandal leisten."

Mr Malfoy sah äußerst säuerlich aus, als er seinen Zauberumhang ablegte und sich einen Stapel Kleider schnappte. Mrs Malfoy verteilte auch an Draco und Amelia Kleiderstapel, bevor sie sie zum Anziehen in ihre Zimmer schickte.

Amelia zog sich um und musterte sich zweifelnd im Spiegel. Doch Draco lenkte sie ab, denn als sie ihm zusah, wie er sich mit seiner Fliege abmühte, musste sie einfach lachen.

„Was macht man damit?", fragte Draco säuerlich und warf einen Blick auf die Anleitung die bei seinen Sachen gelegen hatte. Amelia schüttelte sich mittlerweile vor Lachen.

„Lass das Ding, das brauchst du nicht und das Sakko kannst du auch gleich wieder ausziehen."

Amelia nahm ihm das Sakko ab und begann an ihm herum zu zupfen und Knöpfe zu öffnen. Danach betrachtete sie ihr Werk.

„Schaut gar nicht schlecht aus, in dem Aufzug hätten dich die Dursleys als Schwiegersohn gerne in Empfang genommen", sagte Amelia und Draco verzog das Gesicht. „Ich glaube, ich zieh gleich wieder meine richtigen Sachen an.

„Ach lass es doch", sagte Amelia und Draco begutachtete zweifelnd seine altmodischen Herrenschuhe, in denen er sich spiegeln konnte.

„Wenigstens siehst du auch nicht besser aus", antwortete er und Amelia begutachtete sich nochmals im Spiegel. In dem Aufzug konnte sie bestimmt in einer Bank arbeiten, aber doch nicht zu einem Quidditch-Spiel gehen.

„Zum Glück habe ich die Wahl."

Schnell zog sie die Sachen wieder aus und zog sich in eines ihrer Muggelkleider über. Darin fühlte sie sich wohler.

„Das ist nicht fair", beschwerte sich Draco. „Das sieht normaler aus."

„So was tragen Muggel eben auch", verteidigte sich Amelia und schlüpfte in ihre hohen Schuhe, die so verzaubert waren, dass sie bequem darin laufen konnte. Dann sah sie neben den Malfoys, die alle groß waren, wenigstens nicht ganz so winzig aus.

Als sie hinunter in den Salon gingen warteten Mr und Mrs Malfoy schon. Mr Malfoy trug ebenfalls Anzug und Fliege und Mrs Malfoy hatte sich in ein schwarzes Kostüm gequetscht.

„Hast du das Ding da geknotet bekommen?", fragte Draco überrascht und deutete auf die Fliege.

„Nein, er hat aufgegeben, die Anleitung war wohl zu schwer. Ich musste das machen", sagte Mrs Malfoy. „Wo ist deine?", erkundigte sie sich.

„Amelia meinte, die brauch ich nicht."

„Es sieht wirklich etwas, naja unpassend aus", sagte Amelia und musste kichern als Mr Malfoy genervt die Augen verdrehte.

„Ich habe es dir doch gesagt, Narzissa, das Ding ist unwichtig", beharrte er und versuchte die Fliege wieder los zu werden. Als es ihm nicht auf Anhieb gelang schnitt er sie mit einem Zauber einfach durch.

Amelia und Draco mussten lachen, während Mrs Malfoy ganz entsetzt dreinblickte.

„Aber Lucius!", tadelte sie, doch ihr Mann warf ihr nur einen bösen Blick zu und sie begann mit den anderen beiden zu lachen.

„Was ist mit dir, Amelia. Möchtest du deine Sachen nicht anziehen?", fragte Mrs Malfoy sie.

„Das was ich anhabe geht auch als Muggelkleidung durch. Ich bin bei Muggeln aufgewachsen", erinnerte Amelia sie.

Dobby unterbrach die Unterhaltung, indem er die ersten Gäste ankündigte.

Sie würden nicht allein mit dem Portschlüssel zur Quidditch-Weltmeisterschaft reisen, sondern mit noch ein paar anderen Zauberern aus der Umgebung. Mr Malfoy hatte nur durchgesetzt, dass der Portschlüssel hier im Manor starten würde. Die anderen wohnten nicht weit von hier.

Ameliacus Carrow war ein plumper, dicklicher Zauberer mit einem teigigen Gesicht. Seine Schwester sah genauso schmucklos aus wie er selbst. Sie trugen Tweed Anzüge und Amelia musste sich anstrengen, nicht darüber zu lachen, so altbacken sahen sie aus.

Die Geschwister warfen Amelia neugierige Blicke zu und tuschelten kurz miteinander, bevor sie sich von Dobby einen starken schwarzen Tee servieren ließen.

Als nächstes kam Travos Avery. Seine Frau hatte diesen Sommer Drillinge bekommen und war mit den Kindern zuhause geblieben. Amelia hatte sie letztes Jahr bereits kennengelernt. Damals waren sie frisch verheiratet gewesen.

„Crabbe, Goyle und Macnair sind schon seit einer Woche da", sagte Avery als er sich zu ihnen setzte.

„Wer fehlt dann noch?", erkundigte sich Mrs Malfoy.

„Die Yaxleys kommen noch", antwortete Mr Malfoy und rief Dobby herbei, um den Tisch abzuräumen.

Sie versammelten sich alle im Salon und kurz bevor es Zeit wurde aufzubrechen, tauchten auch die letzten auf.

Corban Yaxley war ein hoch gewachsener blonder Mann. Seine Frau reichte ihm gerade mal bis zur Brust. Sie war klein und zierlich und mit ihrem spitzen Kinn hatte sie etwas von einem Wichtel. Ihr Sohn Metis glich mehr seinem Vater. Er überragte ihn sogar noch um ein Stück. Er trug eine dicke Brille, die seine Augen sehr klein erschienen ließ doch sein Blick war aufmerksam. Die Yaxleys waren bei den Malfoys stets gern gesehene Gäste gewesen.

„Metis hat seine UTZ gemacht, als Draco gerade eingeschult wurde, hat vier Stück geschafft", erzählte sein Vater stolz und Metis grinste selbstzufrieden.

„Also solltet ihr beide Mal Nachhilfe brauchen, sagt nur Bescheid", fügte Metis hinzu und wandte sich an Amelia und Draco. Die beiden sahen sich an und unterdrückten ein Lachen.

Bald darauf ging es los. Zusammen verließen sie das Anwesen und Mr Malfoy zog eine halb verrostete Blechdose hervor.

„Die hätten sich aber echt was Besseres ausdenken können", mokierte sich Mr Yaxley und alle drängten sich um den Portschlüssel, um ihn zu berühren.

„Du kennst doch diese Schwachköpfe von der Muggelabwehr. Wer Leute wie Arthur Weasley beschäftigt, kann keinen Sinn für Geschmack haben", erwiderte Mr Malfoy und alle lachten.

Gerade als Amelia anfing, sich blöd dabei zu fühlen, hier zu stehen und eine alte Dose anzufassen, ging es los.

Etwas unsanft landeten sie auf einer Lichtung in einem nebligen Moor.

„Neunzehn nach vier von Malfoy Manor", sagte ein Zauberer, der mit einem Kilt und einem Poncho bekleidet war.

„Beeilung bitte, gleich kommt die nächste Gruppe", sagte der Zauberer und winkte sie zur Seite. Er zog eine große Pergamentliste zu Rate.

„Malfoy, erstes Feld. Vierhundert Meter den Weg hinunter. Der Aufseher heißt Mr Roberts.

Yaxley, sie gehen ebenfalls zum ersten Feld", sagte er und erkundigte sich bei den Carrows nach ihrem Namen.

Sie gingen einen kleinen Pfad entlang und nach einiger Zeit tauchte ein kleines einsames Haus aus dem Nebel heraus auf. Dahinter erstrecken sich, halb vom Nebel verschluckt, aberhunderte an Zelten, bis in weiter Entfernung ein Wald begann.

Sie gingen zu einem Tor neben der Hütte und ein Mann kam heraus. Er musterte sie irritiert. Amelia war sofort klar, dass das ein Muggel sein musste.

„Reservierung Malfoy und Yaxley", sagte Mr Malfoy und sah angeekelt zu dem Mann herüber. Dieser blinzelte und wandte sich einer Liste an seiner Tür zu.

„Wie lange bleiben sie?", fragte der Muggel.

„Eine Nacht", erwiderte Mr Yaxley. „Und jetzt Beeilung."

„Bitte nicht in dem Tonfall", erwiderte der Muggel. Mr Yaxley und Mr Malfoy hatten bereits ihre Zauberstäbe in der Hand, als ein Plopp zu hören war.

Amelia hatte das ungute Gefühl, das der Ministeriumszauberer in Knickerbockern, der nun eilig auf sie zukam, dem armen Muggel eine ziemliche Abreibung für seine Frechheit erspart hatte.

„Obliviate", sagte er und der Muggel begann zu schielen, bevor sich seine Stirn wieder glättete. Ihm war soeben das Gedächtnis verändert worden.

„Bezahlen Sie gleich?", fragte er in einem gelassenen Tonfall.

Amelia bemerkte, wie die beiden Zauberer Galleonen aus ihren Anzugtaschen holten und sie musste kichern. Der Muggel kratzte sich am Kopf.

„Was ist das?", fragte er irritiert und der Ministeriumszauberer schritt ein.

„Setzen sie es auf die große Rechnung. Das machen wir nachher alles zusammen."

Der Muggel sah den Zauberern in seinen Knickerbockern irritiert an. „Die gehören auch zu Ihnen?", fragte er verwirrt.

„Geben sie Ihnen einfach die Plätze und schreiben Sie es auf die Liste", sagte der Zauberer verzweifelt. Amelia fand, dass er ziemlich erschöpft aussah, seine Augen waren blutunterlaufen und eine Rasur konnte er auch mal wieder gut vertragen.

„Ein Horror mit dem", sagte der Ministeriumszauberer als sie weitergingen.

„Man hätte dafür auch einen Zauberer einstellen können", beschwerte sich Mr Malfoy und stolzierte gefolgt von den anderen auf den Zeltplatz. Amelia stimmte ihm zu.

Sie liefen über den Campingplatz und Amelia war überrascht zu sehen, dass es doch viele, relativ normale, Zelte gab.

In der Mitte des Zeltmeeres fanden sie einen freien Platz mit der Aufschrift Malfoy. Sie verabschiedeten sich von den Yaxleys, die weitergingen, um ihren Zeltplatz zu suchen.

„Wie kann man so was nur organisieren, alles nur Stümper", fluchte Mr Malfoy und kramte nach einem kleinen Seidenbeutel, den er auskippte. Heraus fielen Zeltstangen und ein gestreiftes Seidentuch. Amelia wurde erst beim Zweiten hinschauen klar, dass es eine Zeltplane sein musste.

„Reg dich nicht auf, Lucius", versuchte ihn seine Frau zu beruhigen, doch Mr Malfoy hatte sich in Rage geredet und das Hauselfenverbot schien ihn besonders zu ärgern, da er nun das Zelt selbst aufbauen musste.

Amelia glaubte einen Moment, dass Mr Malfoy wirklich anfangen würde, Pflöcke in den Boden zu treiben, doch der Zauberer zückte nur seinen Zauberstab und im Nu stand das Zelt aufrecht. Die Plane öffnete sich und heraus stolzierten zwei Pfauen, die sich vor dem Eingang niederließen.

Narzissa liebte Pfauen, deshalb liefen auch so viele auf dem Anwesen der Malfoys herum.

„Wie wäre es erst mal mit einem Tee?", fragte Mrs Malfoy und kroch ins Zelt.

Amelia und Draco folgten ihr.

Im ersten Moment war Amelia überrascht, als sie das innere des Zeltes kam. Schwere Seidenvorhänge trennten das Innere in mehrere große, überschaubare Räume. Es gab vier Schlafzimmer und eine große, schöne Küche. Das Badezimmer hatte sogar eine eigene Badewanne. Im Wohnzimmer stand ein großer, edler Holztisch und es gab einen Kamin.

„Für einen Tag wird es reichen", sagte Mrs Malfoy und rümpfte die Nase.

Sie begann in der Küche zu werkeln und Amelia ging ihr zur Hand, während die Männer draußen einen Tisch und Stühle aufstellten.

Danach machten sie es sich vor dem Zelt gemütlich und genossen ein ausgedehntes Frühstück. Immer wieder hielten Zauberer auf halbem Weg an, um auf Mr Malfoy zuzueilen und ihn zu begrüßen. Jedes Mal überschlugen sie sich fast vor Freundlichkeit als Amelia vorgestellt wurde.

Es dauerte nicht mehr lange und auch andere Schaulustige kamen vorbei. Das allgegenwärtige Getuschel war zu hören, wenn Zauberer ihre Hälse reckten, um einen Blick auf Amelias Narbe zu erhaschen.

Aber es waren auch unglaublich viele Hexen und Zauberer aus anderen Ländern unterwegs. Amelia entdeckte eine Gruppe Hexen, die von Kopf bis Fuß in bunte Tücher gewickelt waren und wild in einer fremden Sprache miteinander schwatzten. Sie selbst hatte England ihr Leben lang nicht verlassen und kaum eine andere Sprache außer Englisch gehört. Amelia gab Draco ein Zeichen, sich möglichst bald zu verziehen, um sich mal auf dem Gelände umsehen, als sie Ludo Bagman entdeckte, der sich zu einem Schwätzchen niederließ.

„Komm schon Lucius, nicht eine kleine Wette auf das Spiel?", fragte er und klirrte mit einem Beutel um seine Hüfte. Dracos Vater rieb sich geschäftig die Hände.

„Wie stehen denn die Quoten Ludo?", erkundigte er sich und Mrs Malfoy stemmte die Hände in die Seiten.

„Lucius!", warnte sie, doch der lachte nur.

„Ein kleines Spielchen muss sein, sonst bekommt so ein Turnier gar keinen Kick", sagte Ludo.

„Nein", beschloss Mrs Malfoy, doch ihr Mann setzte trotzdem fünfzig Galleonen auf den Sieg von Irland.

„Die Iren haben einfach die besten Jäger", pflichtete Draco seinem Vater bei.

„Aber die Bulgaren sind auch nicht schlecht. Viktor Krum, der Sucher, ist legendär", erwiderte Bagman, notierte aber die Wette in ein Büchlein, das er bei sich trug.

„Barty", rief Bagman und winkte einen streng aussehenden Zauberer zu ihnen. Er hatte graue Haare und einen perfekt gestutzten Oberlippenbart.

„Barty, Lucius kennst du ja schon. Darf ich dir seine entzückenden Frau Narzissa vorstellen und den jungen Draco", fuhr Bagman fort. „Nicht zu vergessen, Amelia Potter. Darf ich vorstellen, das ist Barty Crouch. Er ist unser Sprachgenie."

Mr Crouch schien alles andere als erfreut zu sein, Lucius Malfoy zu sehen und auch Amelia streifte er nur mit einem kurzen, mürrischen Blick. Amelia hätte die Nichtbeachtung ihrer Narbe gefallen, wenn es nicht so ungewöhnlich gewesen wäre, dass es sie alarmierte.

„Keine Zeit, Ludo. Hast du die Bulgaren gesehen?", fragte er und hatte nicht mal ein Begrüßungswort übrig.

„Ich glaube, sie waren bei den Umbridges", sagte Bagman und winkte ab. „Aber lass die Mal machen, die tauchen schon wieder auf, wenn die Schreckschraube sie verscheucht hat."

Amelia, die die Umbridges kannte, musste sich ein Kichern verkneifen. Keine angenehmen Leute.

Mr Crouch schnaubte abfällig und disapparierte. Auch Mr Bagman verabschiedete sich bald darauf und zog mit klimperndem Geldbeutel von dannen.

Immer gestresster aussehende Ministeriumsangestellte jagten jedem Funken Magie hinterher. Einer wagte es sogar die Malfoys darauf aufmerksam zu machen, dass ihr Zelt nicht der Norm entsprach, aber Mr Malfoy stauchte ihn zusammen und ein Funkenschauer auf der anderen Seite des Zeltplatzes lenkte den Ministeriumszauberer ab.

Als die Crabbes und die Goyles kamen, machten sich Draco und Amelia aus dem Staub, um sich umzusehen.

Amelia war fasziniert. Niemals hätte sie sich vorstellen können, dass es so viele verschiedene Hexen und Zauberer aus so vielen verschiedenen Ländern geben konnte. Hier trafen sich nun so viele Nationalitäten, dass ihr fast schwindelig wurde.

Unter einem großen Banner saßen ein paar amerikanische Hexen aus Salem. Zwei Hexenmeister mit weißen Roben lieferten sich ein kleines Zauberduell, das von Schaulustigen umringt wurde und eine Gruppe Schülerinnen stritt in einer fremden Sprache miteinander. Draco erzählte ihr, dass sie die gleiche Schuluniform wie seine Großcousine hatten, die aus Paris stammte. Wahrscheinlich waren sie aus der Beauxbatons-Akademie. Der französischen Schule für Magie.

Sie trafen auch viele Bekannte aus der Schule. Pansy und Millicent schlichen um die Zelte der Bulgaren herum, in der Hoffnung, einen Blick auf den bulgarischen Sucher Viktor Krum zu erhaschen.

Als sie sich allerdings dem irischen Lager näherten, machten sie eine eher unerfreuliche Begegnung. Seamus Finnigan, Ron Weasley und Dean Thomas waren ebenfalls auf Hogwarts. Aber in Gryffindor. Im ersten und zweiten Schuljahr hatten die Slytherins sich mehrmals mit ihnen in den Haaren gehabt, aber seit Draco und Amelia Ginny Weasley aus der Kammer des Schreckens gerettet hatten, gab es sowas wie einen unausgesprochenen Waffenstillstand. Amelia war das nur recht gewesen. Sie hatte einfach kein Interesse mehr daran ein paar Schuljungen zu verfluchen.

Allerdings gab es eine Sache, auf die reagierten die Gryffindors wie auf einen Iratus-Zauber und das waren Beleidigungen über die Reinheit des Blutes und darin war Draco nun mal Meister. Also kam es, wie es kommen musste.

„Aus dem Weg, Schlammblut", sagte Draco und stieß Thomas zur Seite, der ihnen den Weg versperrte. Der Junge stolperte zur Seite und fiel hin. Sofort waren Finnigan und Weasley neben ihm.

„Malfoy, das war klar", zischte Weasley wütend.

„Solltest du nicht bei Mami und Daddy sein, damit sie dir den Arsch abwischen können?", fauchte Finnigan und ballte seine Fäuste.

„Sucht ihr etwa Ärger?", fragte Draco arrogant und begann höhnisch bei dem Anblick der drei Jungen zu lachen. Amelia bemerkte, wie Draco neben ihr unmerklich das Gewicht verlagerte. Das bedeutete nichts Gutes. Nicht, dass er noch etwas tat, das er später bereuen würde.

Sie hatte nur ein einziges Mal versucht Draco mit physischer Gewalt zu besiegen und das war in einem Duell gewesen, als sie Doppelgänger erschaffen hatte. Sie hatte die Doppelgänger auf ihn gehetzt und er hatte ihnen einfach das Genick gebrochen. Ohne Zauberstab wollte sie Draco bestimmt nicht entgegen treten, dafür war das Erbe der Zwölf zu stark.

„Jetzt beruhigt euch mal", schritt Amelia ein und stellte sich zwischen die Jungen.

„Oh, jetzt muss ihn schon ein Mädchen beschützen", höhnte Weasley und Amelia schnaubte anfällig.

„Ich beschütze nicht ihn, ich beschütze euch."

Mittlerweile hatten sich einige Schaulustige um sie versammelt. Aber keiner schien eingreifen zu wollen.

„Ich brauche keinen Schutz von einer Slytherin-Schlampe. Geh lieber wieder zu Malfoy zurück und lutsch an seinem Schwanz, das kannst du schließlich am besten", höhnte Weasley.

Kalte Wut stieg in Amelia auf. Draco war einen Schritt vor getreten, doch sie hielt ihn mit einer Geste davon ab sich auf Weasley zu stürzen.

„Neid steht dir gar nicht, Weasley", sagte Amelia kalt. „Aber ich würde dich bitten, dir in nächster Zeit eine andere Wichsvorlage zu suchen. Ich stehe dir dafür ungern zur Verfügung."

Weasley lief purpurrot an. Doch Amelia fuhr fort. „Vielleicht solltest du deine Schwester in Betracht ziehen, andere Mädchen flüchten schließlich zu schnell."

Es war als würde ein Schalter in Weasleys Kopf klick machen. Mit einem wütenden Aufschrei wollte er sich auf Amelia stürzen. Doch Draco fing seine Faust ab und es war ein unangenehmes Knacken zu hören.

Amelia bekam gar nicht richtig mit, was geschah. Einen Augenblick später lag Weasley schreiend am Boden und Draco stieß ihn mit dem Fuß an.

„Leg dir bessere Manieren zu, Weasley", zischte er mit angewidertem Gesichtsausdruck.

„Was hast…", wollte Amelia mit eisiger Mine fragen, doch Draco legte den Arm um sie.

„Lass uns gehen", sagte er bestimmt und etwas in seinem Gesichtsausdruck sagte ihr, dass es jetzt besser war, zu gehorchen. Sie sah noch, wie Dean Thomas sich zu seinem Freund beugte.

Draco führte sie weg von der Ansammlung und ein paar Hexen wichen erschrocken zur Seite, als sie an ihnen vorbeigingen.

„Was hast du gemacht?", fragte Amelia leise, nachdem sie schon ein Stück gegangen waren.

„Ich habe mich beherrscht diesem Wiesel nicht den Hals umzudrehen", knurrte Draco bedrohlich. Amelia seufzte erleichtert aus.

„Was hast du ihm gebrochen?", fragte Amelia nach, unsicher, wie sie mit Draco umgehen sollte. Er war in ihrer Anwesenheit nie so wütend gewesen. Wenn sie ehrlich mit sich war, hatte sie etwas Angst vor ihm.

„Den Arm", knurrte Draco und Amelia seufzte. „Komm schon, Amelia. Er wird's überleben. Warum machst du dir Sorgen um diese Blutsverräter."

„Ich mag es einfach nicht, wenn du dich prügelst. Das sind die Gryffindors nicht wert", erwiderte Amelia missbilligend.

„Er hat dich beleidigt", sagte Draco und blieb stehen. Er hielt Amelias Hand in seiner.

„Was wenn du ihnen wirklich etwas tust, das sich nicht so einfach mit Magie richten lässt. Wir sind keine kleinen Kinder mehr", erwiderte Amelia und sah ihn eindringlich an.

Draco zog sie hinter ein Schloss von einem Zelt und drückte sie an die Steinwand. Er sah bedrohlich aus, als er sich zu ihr hinunter beugte. Wut blitzte in seinen Augen. „Wirst du etwa gerne als Schlampe bezeichnet?", fragte er sie.

Er verstärkte den Griff als sie versuchte, sich loszureißen und sie konnte sich nicht bewegen. Sie war ihm ausgeliefert und diese Situation ließ sie zittern.

In diesem Augenblick wirkte Draco mächtig und bedrohlich. Amelia hätte erwartet in Panik zu geraten, aber stattdessen reagierte ihr Körper auf ihn in einer ganz und gar unerwarteten Art.

Bevor sie wirklich wusste, was sie tat, hatte sie ihre Lippen gegen die seinen gedrückt. Draco erwiderte den Kuss heftig, dominant und Amelia seufzte wohlig auf, während sie ihren Körper an ihn schmiegte. Ihre Angst verwandelte sich in Lust.

„Nehmt euch ein Zimmer", hörten sie eine bekannte Stimme von der anderen Seite.

Draco ließ von ihr ab und schlug wütend die Faust gegen die die Wand hinter Amelia.

„Hat man denn nirgends Ruhe vor euch Weasleys?", knurrte er wütend und drehte sich zu den Störenfrieden um. Fred und George Weasley waren die älteren Brüder von Ron und die wahrscheinlich größten Störenfriede, die Hogwarts in den letzten Jahrzehnten gesehen hatte.

Sie blickten sich feixend an.

„Ihr solltet euch lieber um euren Bruder kümmern", sagte Amelia, bevor Draco noch etwas dummes tat und stemmte die Arme in die Hüften.

Die Zwillinge sahen sich verwirrt an.

„Um welchen?", fragte der eine Zwilling.

„Wir haben ganze fünf davon", fügte der Zweite hinzu.

Amelia blickte die Zwillinge überrascht an.

„Dann solltet ihr eurem jüngsten Bruder mal beibringen, wie man sich benimmt. Wenn er noch einmal so einen Mist zusammenlabert, breche ich ihm mehr als nur den Arm", knurrte Draco wütend und wandte sich um.

Die Weasley-Zwillinge sahen sich alarmiert an und drehten sich um, um ihren Bruder zu suchen.

„Draco", sagte Amelia sanft und nahm ihn an der Hand. „Lass uns zurückgehen." Er nickte zustimmend.

Sie hielten noch kurz an, um mit Marcus Flint zu sprechen, dem ehemaligen Kapitän der Quidditch-Mannschaft von Slytherin. Er hatte letztes Jahr die Schule beendet. Marcus wollte seinen Eltern unbedingt Amelia vorstellen.

Es kam noch Warrington aus der Quidditch-Mannschaft hinzu und zusammen verstrickten sich die Jungen in Spekulationen über das Spiel. Amelia sah sich gelangweilt um und entdeckte Percy Weasley, den ehemaligen Schulsprecher, wie er schnell den Weg entlang hastete.

„Entschuldigt mich mal kurz, Jungs. Ich glaube ich habe Daphne gesehen. Ich bin gleich wieder da", sagte Amelia und folgte ihm.

„Wir treffen uns am Zelt", rief Draco ihr noch hinterher und Amelia hob die Hand als Zeichen, dass sie verstanden hatte.

Unauffällig folgte sie dem Weasley zu einem einfachen Zelt. Es sah völlig unauffällig aus, als würde es Muggeln gehören.

„Wir müssen ihn zu den Heilerzelten bringen. Die sind auf der anderen Seite des Platzes", hörte Amelia den Weasley aus dem Inneren des Zeltes sagen.

„Oh toll Ron, da stehen wir sicher Stunden an und verpassen das Spiel", meckerte einer der Zwillinge.

„Als ob ich etwas dafür könnte", hörte sie Ron Weasleys schmerzverzerrte Stimme. „Das ist alles Malfoys schuld."

„Was hast du überhaupt gesagt, dass er so ausgetickt ist?", wollte einer der Zwillinge neugierig wissen.

„Er hat mich als Schlampe bezeichnet und noch ein paar andere Nettigkeiten", sagte Amelia vom Zelteingang aus. Die Weasleys sahen sich erschrocken zu ihr um. „Als ich mich dafür wortreich revanchiert hatte, dachte Ron, er kann mir eine reinhauen. Das fand Draco gar nicht so lustig."

Es waren acht Weasleys und Dean Thomas denen Amelia gegenüberstand. Zwei von ihnen kannte Amelia nicht, sie waren älter. Einer war ziemlich breit gebaut und der andere hatte lange Haare und einen Giftzahn als Ohrring. Das mussten die zwei anderen Brüder sein.

„Was machst du hier, Potter?", fragte Thomas und baute sich schützend vor Ron Weasley auf.

Amelia ließ einen Blick über die versammelte Gruppe schweifen und sah die unterschiedlichsten Gefühle. Die beiden unbekannten Weasleys, die sie neugierig musterten. Ginny Weasley, die überrascht wirkte, sowie die Zwillinge, die belustigt schienen. Percy Weasley schien empört über ihre Anwesenheit und Mr Weasley wirkte besorgt um seinen Sohn.

„Ich bin hier, um zu helfen", sagte Amelia freundlich und trat weiter ins Zelt hinein.

Sie wollte ihren Frieden in Hogwarts nicht gefährden und seit sie von den Weasley Zwillingen die Karte des Rumtreibers bekommen hatte, kamen sie mit den beiden eigentlich sehr gut aus. Das war nichts was sie riskieren wollte und sie schuldete ihnen noch einen Gefallen.

„Draco hat überreagiert. Er ist zu stolz und leicht reizbar. Ihr hättet es besser wissen müssen."

„Du hast es ernst gemeint, als du sagtest, du willst uns vor ihm beschützen, oder?", fragte Ginny leise.

„Draco hat mehr Kraft als er selbst einschätzen kann und nicht einmal ich würde es wagen, ihn zu reizen. Ich glaube, mit einem gebrochenen Arm bist du noch ziemlich glimpflich davon gekommen", sagte Amelia zustimmend und kniete sich neben Ron Weasley, der auf einem Sofa lag.

„Pha", knurrte dieser. „Wenn ich meinen Zauberstab gehabt hätte…", begann er, doch Amelia unterbrach ihn ungehalten. „Dann hätte Draco dir weit schlimmeres angetan. Magisch kannst du ihn schon mal gar nicht das Wasser reichen. Und jetzt zeig den Arm her."

„Kennst du dich damit aus?", fragte Mr Weasley und hockte sich neben Amelia.

„Ja", sagte Amelia nur und die Zwillinge nickten sich verstehend zu. „Deshalb hängst du die ganze Zeit auf der Krankenstation rum", sagte der eine von ihnen.

„Ich lass nicht an mir herumzaubern", sagte Ron Weasley erschrocken und versuchte seinen Arm in Sicherheit zu bringen.

„Oh, na gut", sagte Amelia gereizt. „dann verbring die Weltmeisterschaft eben in den Heilerzelten. Deine Brüder haben mir letztes Jahr sehr geholfen und ich dachte ich revanchiere mich dafür. Aber wenn du nicht magst, dann schau, wie du es selbst hinbekommst."

„Ron, jetzt hab dich nicht so. Du solltest dich freuen, wenn eine hübsche Hexe zu dir kommt, nur um deine Wunden zu versorgen", sagte der rothaarige Zauberer mit dem Ohrring und grinste Amelia an. Diese verzog nur eine Augenbraue.

„Autsch. Lass das Malfoy nicht hören, Bill. Der bringt dich um.", lachten die Zwillinge. Auch Amelia musste grinsen.

„Darf ich nun?", fragte Amelia versöhnlicher und Ron ließ sie seinen Arm begutachten. Amelia zog den Ärmel zurück und tippte mit ihrem Zauberstab gegen seine Haut. Ron Weasley beobachtete sie und wurde leicht rosa um die Nase herum.

„Es tut mir leid, dass ich dich beleidigt habe", sagte er verlegen und blickte auf den Boden.

„Da braucht es mehr, als mir vorzuwerfen ich würde mit Draco schlafen, um mich aus der Haut fahren zu lassen. Ich habe schon schlimmeres über mich gehört", sagte Amelia und klopfte nochmal mit dem Zauberstab gegen seinen Arm.

Ihr Patient war knallrot angelaufen und stotterte etwas. Alle begannen zu lachen und Amelia stand wieder auf. Das war den Kommentar wert gewesen.

„Beweg den Arm", forderte sie ihn auf und dieser streckte den Arm aus. „Klasse", sagte der Weasley begeistert und Amelia nickte zufrieden.

„Ihr dürft während der Ferien nicht Zaubern", sagte Percy Weasley plötzlich. „Das ist verboten, du wirst Ärger mit dem Ministerium bekommen."

Amelia sah ihn abschätzend an. „StGB Paragraph 3 Absatz 4 besagt, dass das Zaubern von Minderjährigen in Ausnahmefällen gestattet ist, wenn ein erwachsener Zauberer dazu sein Einverständnis gibt. Woher willst du wissen, dass ich von Lucius Malfoy nicht das Einverständnis bekommen habe, während der Ferien zu zaubern?"

„Dann müsste er anwesend sein, um das zu überwachen", antwortete der Weasley wie aus der Pistole geschossen.

„Dann geh doch und lass aus meiner Spur den Zauber heraus filtern und dann beweise mal, dass ich den Zauber gewirkt habe. Deine Chancen stehen unglaublich schlecht."

„Schluss", sagte Mr Weasley. „Sie hat uns den Abend gerettet. Niemand wird hier wegen ein bisschen Magie angezeigt."

Percy Weasley verzog unwillig das Gesicht und Amelia nickte dem erwachsenen Zauberer zu.

Dann wandte sie sich an Ron Weasley.

„Du solltest dich in Zukunft von Draco fernhalten. Solltest du ihn so reizen, dass er dir das Genick bricht, kann ich dich nicht mehr zusammenflicken", sagte Amelia und der Junge wurde blass.

Als Amelia zum Zelt der Malfoys zurückkam war Draco noch nicht zurück. Dafür saßen die Greengrasses mit den Malfoys am Tisch. Astoria und Daphne waren ebenfalls da.

Amelia stockte einen Moment als sie Daphnes Vater sah. Sie hatte Mr Greengrass noch nie getroffen. Er mied Feiern und Abendveranstaltungen, aber sie hatte ihn schon einmal gesehen. Daphnes Irrwicht im letzten Jahr hatte die Gestalt ihres Vaters angenommen.

Amelias Blick huschte einen Augenblick zwischen Daphne und ihrem Vater hin und her und sie hatte ein ungutes Gefühl bei der Sache. Doch bevor sie der Sache auf den Grund gehen konnte, kam Draco hinzu.

Gegen Abend schien das Ministerium den Kampf gegen die sich immer weiter ausbreitende Magie aufgegeben zu haben. Überall apparierten Verkäufer mit Karren voller Fanartikeln und Flaggen der Finalisten.

Amelia und Draco drückten sich durch die Menschenmenge und bestaunten die kleinen Figuren der Quidditch-Spieler, die herumstolzierten, wenn man sie auf die Hand nahm. Es gab farbige Rosetten, grün für Irland und rot für Bulgarien, die die Namen der Spieler ausriefen sowie Hüte mit grünen Kleeblättern und rote Schals, die wie Löwen brüllten.

„Das ist mein Cousin", sagte Draco. „Erkennst du ihn?" Amelia sah sich die kleine, grün gekleidete Figur an und erkannte ihn tatsächlich. Er hatte sie letzten Sommer auf Malfoy Manor besucht. Er spielte als Treiber für Irland.

Draco kaufte ihnen zwei Omnigläser, magische Ferngläser mit denen sich das Spielgeschehen verfolgen ließ und die magisch alle Spielzüge kommentierten. Außerdem grüne Rosetten für Irland.

Die Vorfreude auf das Spiel war fast greifbar und als es dunkel wurde machten sie sich auf den Weg zum Quidditch-Stadion.

Sie gingen einen laternenbeschienen Weg durch den Wald und Hunderte mussten mit ihnen auf dem Weg sein. Sprechgesänge drangen an ihre Ohren und überall wurde laut gegrölt.

Nach über zwanzig Minuten standen sie vor dem Stadion. Ein gewaltiger Komplex aus Gold, in den Hogwarts sicher mehrmals hineingepasst hätte.

„Ein Meisterwerk. Das Ministerium hat über ein Jahr daran gearbeitet", sagte Mr Malfoy stolz und als sie der Ministeriumshexe ihre Karten gaben, schickte sie sie hoch in die Ehrenloge.

Ein Fluss an Zauberern stieg mit ihnen die Treppe empor, doch bogen sie nach und nach in die benachbarten Logen ab. Amelia stieg mit den Malfoys bis zum Ende der Treppe und als sie in die Loge traten, war sie schon gut besetzt.

Amelia war überrascht, die Weasleys in der ersten Reihe sitzen zu sehen. Doch schnell nahm der Minister für Zauberei, Cornelius Fudge ihre Aufmerksamkeit in Beschlag und begrüßte sie überschwänglich.

„Darf ich ihnen Mr Oblansk vorstellen? Er ist der bulgarische Zaubereiminister. Mr Oblansk, das ist, nun gut eigentlich kann ich mir die Mühe sparen, er versteht sowieso kein Wort von dem, was ich sage.", sagte Fudge.

„Freut mich sie kennen zu lernen, ich bin Amelia Potter", ergriff Amelia die Initiative und deutete dem bulgarischen Zaubereiminister gegenüber einen kleinen Knicks an. Dieser gab ihr einen Handkuss und als er aufblickte fiel sein Blick auf ihre Narbe. Er deutete darauf und sagte etwas auf Bulgarisch zu seinen Begleitern.

„Ich wusste, wir schaffen es", sagte Fudge erleichtert.

„Wo bleibt nur Mr Crouch. Er ist hier das Sprachgenie. Ah, wie ich sehe belegt seine Hauselfe ihm einen Platz. Gut so, sonst würden die Bulgaren sich überall ausbreiten."

Amelia folgte Fudges Blick und sah eine Hauselfe in einem Geschirrtuch neben einem leeren Sitz sitzen. Sie hatte die Hände vor die Augen gepresst und versuchte nur, nicht nach unten zu blicken.

„Mr Weasley und seine Kinder kennen sie sicher schon, Lucius", sagte Mr Fudge der Mr Malfoys Blick in die erste Reihe gefolgt war.

Mr Malfoy und Mr Weasley warfen sich einen verächtlichen Blick zu. Amelia fing Mr Weasleys Blick ein und warf ihm einen warnenden Blick zu.

Die Zwillinge winkten ihr fröhlich zu, doch Ron Weasley und Dean Thomas starrten hasserfüllt zu Draco, der sie nur von oben herab mit angewidertem Gesichtsausdruck musterte.

Die Malfoys und Amelia setzten sich hinter die Weasleys und Amelia hörte Mr Malfoy flüstern. „Meine Güte, Arthur. Was mussten sie verkaufen, um Plätze in der Ehrenloge zu bekommen. Ihr Haus hätte sicher nicht gereicht."

Mr Weasley verzog zornig das Gesicht. Doch bevor er etwas sagen konnte, fuhr Mr Fudge fort: „Lucius hat soeben eine großzügige Spende für das St. Mungo-Hospital für magische Krankheiten und Verletzungen gegeben, Arthur. Er und seine Familie sind heute meine Gäste. Miss Potter natürlich ebenfalls, es ist mir eine Ehre."

„Danke Minister", flötete Amelia und lächelte ihn an.

Kaum, dass sie saßen, fiel Amelias Blick hinaus aufs Spielfeld. Das Stadion war gewaltig und hunderttausend Zauberer hatten unter ihnen ihre Plätze eingenommen. Das Geschehen wurde von einem geheimnisvollen goldenen Licht erleuchtet, das aus dem Station selbst zu kommen schien.

Amelia blickte sich um. Die Torringe waren rechts und links von ihnen angebracht und direkt vor ihnen auf Augenhöhe war eine schwarze Tafel, die noch Werbesprüche ausstrahlte.

Ludo Bagman platzte herein. „Alle fertig?", fragte er vergnügt.

„Von mir aus können sie loslegen", sagte Fudge.

Bagman richtete seinen Zauberstab gegen seine Kehle und sagte Sonorus.

Sofort war seine Stimme um ein vielfaches verstärkt und hallte durch das gesamte Stadion.

„Willkommen!", rief er. „Willkommen zum Endspiel der vierhundertzweiundzwanzigsten Quidditch-Weltmeisterschaft."

Die Mannschaftsmaskottchen wurden vorgestellt und die Bulgaren hatten, sehr zu Amelias Missfallen, Veela mitgebracht. Wunderschöne magische Frauenwesen, die Männern den Kopf verdrehen konnten. Als Amelia bemerkte, wie Draco sie mit offenem Mund anstarrte, stopfte sie ihm die Finger in die Ohren. Das Einzige, das gegen Veela half.

Als Draco Amelias missbilligenden Blick bemerkte, wurde er leicht rosa um die Nase, deutete dann aber feixend auf Thomas in der Reihe vor ihnen, der versuchte von der Brüstung zu springen, bevor Mr Weasley ihn auf seinen Platz zurückzerrte.

Als nächstes kamen die irischen Maskottchen. Leprechaun-Kobolde. Sie schütteten Berge an Leprechaun-Gold über ihnen aus und überall im Stadion krochen die Menschen unter die Sitze, um das Gold aufzusammeln.

Bagman rief die Spieler aus und das Spiel begann. Auch wenn Amelia nicht viel von Quidditch verstand, merkte man gleich, dass dieses Spiel in einer ganz anderen Liga spielte, als die Quidditch- Turniere in Hogwarts. Die Spieler waren so schnell, dass Amelia mehrmals das Omniglas benutzen musste um ihnen nur halbwegs folgen zu können.

„Die irischen Jäger sind fantastisch", sagte Draco neben ihr, als Irland seine Führung ausbaute.

Irland zog in rasender Geschwindigkeit davon und die Bulgaren konnten kaum mithalten.

Am Ende fing zwar Victor Krum der bulgarische Sucher den Schnatz, doch die Iren gewannen das Spiel.

Die Lichter wandten sich der Ehrenloge zu, wo der Pokal überreicht wurde, doch das Stadion schien sich nicht beruhigen zu wollen, so euphorisch war die Laune.

Die irischen Kobolde rasten umher und ließen Goldtaler auf alle herunterregnen, während die Spieler alle zu ihnen in die Loge kamen.

Draco diskutierte aufgeregt mit seinem Vater über das Spiel, als die Crabbes und Carrows dazu stießen. Während des Rückwegs wurde ihre Gruppe immer größer und letztendlich gingen sie noch im Zelt der Yaxleys zu einer kleinen Siegesfeier vorbei.

Alle redeten aufgeregt durcheinander und es wurde Alkohol gereicht. Mrs Malfoy nahm Draco ein Glas Feuerwhisky ab und wollte schon schimpfen, als Mr Malfoy es ihr abnahm und in einem Zug herunterstürzte. Er klopfte seinem Sohn väterlich auf die Schulter.

Draco ging zu Vincent und Gregory hinüber, die eine Flasche mit Spirituosen ergattert hatten. Amelia schüttelte lachend den Kopf und schlug die Beine übereinander, während sie sich in ihrem Sessel zurücklehnte. Sie hätte keine bessere Laune haben können.

„Die Auserwählte", hörte sie plötzlich eine dunkle Stimme hinter sich sagen. Sie drehte sich um und fand sich Mr Yaxley gegenüber.

„Die eine, mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, naht heran … jenen geboren, die ihm drei Mal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt …"

Amelia blicke ihn überrascht an. Sie verstand nicht.

„Ich habe gelacht als ich die Prophezeiung gehört habe", fuhr Mr Yaxley fort. „Doch sie sind eine beeindruckende Person, Amelia Potter. Beeindruckender als irgendjemand hätte ahnen können."

Amelia fing seinen Blick ein und ihre Legilimentik griff in ihn hinein, bevor sie auch nur darüber nachdenken konnte.

Sie sah eine Szene vor sich. Todesser und Voldemort und in ihrer Mitte kniete Severus Snape. Das Dunkle Mal brannte auf seinem Arm. Er sprach von einer Prophezeiung und von Dumbledore und Voldemort sprach von den Potters. Von ihr.

Amelias Kehle war trocken als ihr Geist wieder in die Realität zurückfand.

Mr Yaxley sah sie noch immer musternd an.

„Das haben mir schon viele gesagt", antwortete Amelia. Ihre Miene war starr wie Eis.

„Was wollen Sie, Mr Yaxley?", fragte sie direkt und beugte sich ein paar Zentimeter vor. Yaxley setzte sich neben sie.

„Sie haben ihnen Macht gegeben", antwortete er und nickte zu den Malfoys hinüber. „Lucius wurde in den Zauberergamot berufen und Draco… Lucius hat mir erzählt was Weihnachten geschehen ist. Ich will mir gar nicht ausmalen was für eine Macht er bekommen hat." Seine Augen leuchteten gierig.

Amelia spürte nach seinen Gedanken.

„Und Sie wollen auch Ihren Anteil. Sie sehnen sich nach Ansehen und Macht", sagte Amelia und blickte ihm in die Augen. „Warum sollte ich Ihnen welche geben?", fragte sie leise.

„Weil ich danach strebe", erwiderte Yaxley begierig.

Amelia lachte leise, kalt wie Eis. „Ich habe Draco Macht gegeben, aber Draco würde für mich in den Tod gehen. Was sind Sie bereit, zu geben?", fragte Amelia abweisend und hob ihre rechte Handfläche. Die Narben des Blutpaktes schimmerten im schummrigen Licht des Zeltes.

Mr Yaxley zog scharf die Luft ein und blickte von dem Blutmal zu Amelia und hinüber zu Draco, der gerade Gregory auf den Rücken klopfte, welcher sich verschluckt hatte.

In diesem Moment blickte Draco auf und sein Blick begegnete dem von Mr Yaxley. Er glitt hinüber zu Amelias eiskalter Mine.

Draco überließ Vincent und Gregory sich selbst und kam mit lauernder Miene auf sie zu.

„Ich werde etwas von Wert für Sie finden", sagte Yaxley langsam und beobachtete Draco.

„Das hoffe ich", sagte Amelia und ein räuberisches Lächeln trat auf ihre feinen Lippen.

Mr Yaxley hob eine Flasche und schenkte ihnen zwei Gläser mit Feuerwhisky ein.

„Auf unsere neue Dunkle Lady", sagte er mit schmieriger Stimme und prostete ihr zu. Amelia nahm das zweite Glas entgegen und kippte das Zeug hinunter. Sie verzog keine Miene, auch wenn es brannte. Das hatte sie bei Artemis gelernt.

Yaxley neigte den Kopf in ihre Richtung und ging. Im Vorbeigehen legte er Draco kurz die Hand auf die Schulter und nickte ihm zu.

„Was wollte er?", erkundigte sich Draco und beobachtete Yaxley aus zusammengekniffenen Augen.

„Das was sie alle wollen", erwiderte Amelia seufzend. „Lass uns raus gehen. Ich muss nachdenken."

Draco nickte und zusammen verließen sie das Zelt.

Überall aus den Zelten drang Lärm und über dem Platz der Iren prasselte ein fortwährendes Feuerwerk. Trotzdem kamen ihnen nur vereinzelt Betrunkene entgegen. Es war wohl schon recht spät.

Sie waren eine Weile gelaufen, als Amelia plötzlich das Wort ergriff.

„Wusstest du, dass es eine Prophezeiung über mich gibt?", fragte sie Draco unvermittelt.

Dieser schien einen Moment zu überlegen.

„Kann sein, das mein Vater mal so was erwähnt hat. Aber das ist schon lange her. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern."

Amelia wiederholte Yaxleys Worte. Jene Worte die einst Severus Snape an Voldemort verriet und damit die Potters in die Schusslinie brachte.

„Die Prophezeiung muss noch weitergehen, aber den Rest kennt wohl nur Dumbledore."

„Mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen", wiederholte Draco nachdenklich.

„Yaxley nannte mich die Auserwählte", sagte Amelia. „Er nannte mich die Dunkle Lady."

Draco blieb stehen und nahm ihre Hände in seine. „Es ist keine Neuigkeit, dass du eine ungemein mächtige Hexe bist, Amelia. Viele von uns sehnen sich nach einem neuen Anführer. Da ist es nur natürlich, dass sie zu dir Aufsehen."

Amelia blickte auf Dracos Hände und dachte über seine Worte nach. Dann wagte sie es hinauf in seine Augen zu blicken.

„Ist es auch das, was du in mir siehst?", fragte sie leise.

„Manchmal", gestand Draco. „Manchmal bist du mir beinah unheimlich, Amelia. Es ist ein bestimmter Blick. Wenn du den in den Augen hast, dann denke ich, du bist zu allem fähig. Dann wird mir immer wieder klar, wie tief du wirklich in den dunklen Künsten versunken bist. Aber es gibt auch diese andere Amelia. Dieses unsichere hübsche Mädchen, das ich so oft in den Armen gehalten habe. Aber beides bist du und ich liebe beide Seiten an dir."

Amelia lächelte und drückte seine Finger. Sie war kein guter Mensch, dafür hatte sie zu viel Blut an ihren Händen. Aber für Draco brauchte sie das nicht sein. Für ihn konnte sie einfach sie selbst sein. Draco zog sie näher an sich, sodass sich ihre Körper berührten. Sie standen lange so da. Ohne etwas zu sagen, ohne sich zu küssen. Es war ein Augenblick nur für sie beide.

Irgendwann kam eine Gruppe Betrunkener auf sie zu. Amelia musste über einen besonders betrunkenen Zauberer lachen, dem seine Kumpane schon den Zauberstab abgenommen hatten, der aber trotzdem ununterbrochen schiefe Lobeshymnen sang.

So beschlossen sie, lieber den Heimweg anzutreten.

Im Zelt der Malfoys war es noch dunkel, als sie ankamen.

„Glaubst du deine Eltern haben etwas dagegen, wenn ich in deinem Bett schlafe?", fragte Amelia lachend und streifte ihr Kleid ab. Draco saß auf seinem Bett und zog sich gerade die Schuhe aus.

„Ich glaube nicht, dass sie es mitbekommen", erwiderte er und zog seine Freundin an sich. „Die werden viel zu betrunken sein."

Amelia kicherte und setzte sich rittlings auf seinen Schoß.

„Dann werden sie das hier auch nicht mitbekommen", flüsterte sie gegen seine Lippen und küsste ihn stürmisch.

Draco stützte sich nach hinten mit den Armen ab, um nicht umzufallen, während Amelia sich über seine Lippen hermachte und begann seine Hemdknöpfe zu öffnen.

Draco stöhnte und ließ zu, dass sie sein Hemd aus der Hose zog und über seine Schultern streifte.

Amelia kniete sich vor ihn auf den Boden und begann die Knöpfe seiner Hose zu öffnen.

„Was ist denn heute mit dir los?", fragte Draco überrascht und sah ihr zu, wie sie den letzten Hosenknopf öffnete.

„Willst du dich etwa beschweren?", fragte Amelia neckisch und nahm seinen Schwanz in die Hand. Er war bereits leicht steif geworden und als sie sich begierig über die Lippen leckte, drückte er sich gegen ihre Finger. Bevor Draco antworten konnte, nahm sie ihn in den Mund und begann zu saugen. Doch Dracos lustvolles Keuchen war auch Antwort genug.

Sie liebkoste sein Glied, bis er sie zu sich hochzog und sie aufs Bett warf. Mit einem Mal war er über ihr und es war an Amelia sich lustvoll unter seinen Händen und Lippen zu winden, während er ihr die restliche Kleidung vom Körper zog.

Ihre Glieder schlangen sich umeinander und rieben sich aneinander, doch Amelia wollte mehr. Ihr Körper schien vor Begierde zu brennen. Mit einem Mal lag Draco wieder auf dem Rücken und Amelia presste sich an ihn.

„Schlaf mit mir", hauchte sie und presste ihren Unterleib gegen seinen. Sein Glied presste sich steif gegen sie. Draco stöhnte auf und griff nach ihr, doch Amelia setzte sich auf. Sie tastete nach seinem Glied, doch Draco hielt sie auf.

„Warte", sagte er und Amelia bemerkte, wie schwer es ihm fiel.

„Willst du nicht?", fragte sie und sah etwas unsicher aus.

„Natürlich will ich", erwiderte er heftig. „Aber ich will dir nicht wehtun."

Amelia zuckte die Schultern „Ich bin feucht und du bist hart, was soll da schief gehen?"

Draco sah sie einen Moment fassungslos an, dann musste er lachen.

„Du bist unglaublich, weißt du das?"

Er setzte sich auf, um sie zu küssen und schob sie dann von sich runter.

Bevor Amelia protestieren konnte, warf er sie um.

„Aber ich liege oben", sagte Draco und Amelia schlang die Arme um ihn und zog ihn zu sich runter.

„Okay", hauchte sie gegen seine Lippen und winkelte die Beine an. Draco positionierte sein Glied und Amelia spürte seine Eichel gegen ihre feuchte Scheide stoßen. Langsam drang er in sie ein. Es war ein unerwartet drängendes Gefühl ihn in sich zu spüren. Es kurz zog in ihr, als er schließlich ganz in ihr war. Es tat nicht wirklich weh, sondern war allenfalls etwas unangenehm im ersten Moment. Doch das Gefühl hielt nicht lange an und ein Schauer der Erregung huschte durch ihren Körper als sie sich bewusst wurde, das er ganz in ihr war. Draco keuchte auf und Amelia küsste ihn. Ein Stöhnen entkam ihr, als ihr Kuss gierig erwidert wurde.

Einen kurzen Augenblick überkam sie Unsicherheit, doch sie schob sie zur Seite. Das hier hätte schon lange zwischen ihnen passieren sollen und es fühlte sich verdammt richtig an.

Draco begann sich in ihr zu bewegen. Im ersten Moment war es unangenehm, doch sie war so feucht, dass es bald egal war. Amelia schloss die Augen und gab sich diesem immer besser werdenden Gefühl hin. Es fühlte sich wahnsinnig gut an und wurde mit jedem Stoß nur besser. Sie schlang die Beine um Draco und musste stöhnen, als er tiefer, fester in sie stieß.

Leider dauerte es nicht so lange, wie Amelia es sich gewünscht hätte.

Draco presste sich mit einem Stöhnen an sie und ergoss sich tief in ihr. Amelia spürte sein Glied in sich pulsieren und es hinterließ einen Schauer freudiger Erregung.

Als sein Körper über ihr erschlaffte und er sich neben ihr abstützte, war es, als würde auch die Anspannung von ihr abfallen. Sie war nicht zum Orgasmus gekommen, aber sie war glücklich und fühlte sich voll und ganz als Frau. Liebevoll umschlang sie ihn mit den Armen und hauchte einen zarten Kuss auf seine Lippen.

Draco rollte sich von ihr herunter und blieb schwer atmend liegen. Er lächelte sie an.

Nach einer Weile stand Amelia auf und ging zu ihren Sachen. Sie holte eine kleine Phiole mit dunkelblauer Flüssigkeit heraus und stürzte sie herunter.

„Was ist das?", fragte Draco, der sich aufgesetzt hatte.

„Verhütungstrank", antwortete Amelia und verkorkte die Phiole wieder, bevor sie sie wegräumte.

„Hattest du das geplant?", fragte Draco überrascht, doch Amelia schüttelte den Kopf.

„Nein, ich habe den mal für Pansy gebraut und wenn wir uns zu nah gekommen sind auch schon Mal genommen. Wenn wir wieder zuhause sind, muss ich neuen brauen."

Draco nickte verstehend und stand auf. Er trat vor sie, um ihr einen sanften Kuss zu geben.

„Danke, Amelia", sagte er sanft.

Amelia schmunzelte leise gegen seine Lippen.

„Da gibt es nichts zu danken, Draco. Ich wollte es genauso." Sie küssten sich noch einmal dann löste sich Amelia von ihm.

„Ich sollte mir angewöhnen, nach dem Sex nicht so viel rumzulaufen", sagte sie und verzog das Gesicht.

„Habe ich dir wehgetan?", fragte Draco besorgt doch Amelia winkte nur ab. „Nein, aber mir läuft dein Sperma die Beine runter", erwiderte sie und ging ins Badezimmer. Draco musste schallend lachen als er ihr folgte.

„Ich finde, das sieht eigentlich ganz erregend aus."

„Na, Danke", sagte Amelia, musste aber auch lachen.

Amelia duschte sich gerade ab, als ein ohrenbetäubender Knall ertönte. Schreie waren zu hören. Die Hexe und der Zauberer blickten sich alarmiert an. Hastig zogen sie sich etwas über und rannten aus dem Zelt.

Nachwort:

Falls ihr euch wundert, ich habe die Beschreibung des Quidditch Spiels absichtlich weggelassen, da es erstens, Amelia nicht so brennend interessiert und zweitens das Spiel in den HP-Büchern zur Genüge beschrieben wird.

Deshalb weiter im Text. Warum ist sie zu den Weasleys gegangen, das ist die Frage, oder? Es gibt zwei Möglichkeiten entweder die, die sie vorgebracht hat oder die andere, die weniger nette. Sie spürt, wie der Dunkle Lord stärker wird und weiß, dass sie sich andere Freunde suchen muss als die Malfoys. Überall Freunde und Kontakte zu haben kann ihre Position nur stärken und die Weasleys sind das pure Gegenteil der Malfoys.

Warum Amelia gegangen ist? Wie ihr wahrer Charakter aussieht? Wer zwischen den Zeilen liest, wird sie verstehen.

Ich habe lange mit mir gerungen, wie sie vor der Prophezeiung erfährt. Ich habe sogar überlegt, ob Snape es ihr selbst sagt, aber das erschien mir zu unwahrscheinlich. Eines war nur von Anfang an klar. Dass sie es nicht von Dumbledore erfährt, sondern früher, bevor sie Voldemort das erste Mal begegnet.

Ich muss euch aber leider sagen, dass das Gespräch mit Snape noch etwas auf sich warten lassen wird. Aber habe ich erwähnt, dass Amelias Unterhaltungen mit Snape meine Lieblingsstellen sind?

So… Was gibt's noch zu sagen. Etwas zu der Prügelei zwischen Draco und Ron? Nicht wirklich. Ron war schon immer leicht aus der Fassung zu bringen, also nichts Neues. Und Draco war schon immer ein überheblicher arroganter Sack also auch nichts Neues. Nur, dass er jetzt nicht mehr nur leere Drohungen ausstößt, ist neu und liegt eher daran, dass er es kann, im Gegensatz zu den Büchern.

Ach ja PS:

Als ich die Beschreibung des Zeltes das ich hier für die Malfoys genutzt habe in den Harry Potter Büchern gelesen habe, dachte ich das mit den Pfauen kann nur den Malfoys gehören. Also habe ich es ihnen verpasst.