Felicity stand fertig gestylt im Badezimmer als Oliver den Raum betrat. Er schlang seine Arme um ihren Bauch und gab ihr einen Kuss auf die Wange, „Warum bist du schon fertig angezogen?" Felicity legte ihre Haend auf seine, „Weil ich zur Arbeit gehen moechte?" Oliver blickte sie durch den Spiegel an, „Felicity Dr. Walker hat gesagt du sollst dich schonen, du warst gestern den ganzen Tag im Verdant, da wirst du heute zu Hause bleiben und nicht ins Buero gehen."
Felicity drehte sich um, „ Oliver ich bin schwanger und nicht krank. Ich geb zu Buero, Verdant und Undercover das war etwas viel fuer mich, aber es geht mir wieder gut wirklich. Ich verspreche dir bei dem kleinsten Gefuehl von Unwohlsein werde ich mich in dein Buero schleichen und auf deiner Couch schlafen."
Sie schaute ihn mit großen Augen an, „Felicity, nicht diesen Blick bitte."
„Bitte Oliver."
Der Billionaer verzog das Gesicht, er konnte diesem Blick nie widerstehen. Mit Schrecken dachte er daran, wie es werden sollte wenn sein Sohn oder seine Tochter diesen Blick von ihrer Mutter bekommen sollte. Er wuerde seinem Kind nichts verbieten koennen. „Ok, aber sobald etwas ist gehst du nach Hause und nicht auf die Couch."
„Ehrenwort und wenn wir schon dabei sind, dass Treffen mit Amanda heute Mittag", Felicity behielt den Blick bei.
Olivers Mimik wurde hart, „Nein."
„Oliver wenn ich nicht hingehe fliegt die ganze Sache doch auf, dann war die ganze Arbeit umsonst und mehr Frauen werden sterben."
„Felicity ich sagte nein und ehrlich gesagt ist es mir wichtiger das meine Frau und mein Kind in Sicherheit sind als andere Frauen. Ich hab dich zu dem Treffen mit Harries gehen lassen, da hatte ich schon kein gutes Gefuehl und ich wusste nicht das du mit unserem Baby schwanger bist. Jetzt weiß ich es und ich werde mich nicht umstimmen lassen. Nein."
Felicity ueberlegte einen Moment, sie wuerde Oliver nicht umstimmen koennen, „Ok du hast recht."
Oliver schaute sie verwundert an, hatte Felicity gerade ohne weitere Argumente nachgegeben? Wow vielleicht war diese Hormonsache in der Schwangerschaft doch fuer einiges gut.
Bei QC standen heute viele Meetings an, Oliver versuchte sie so gut es ging alleine zu bewaeltigen damit Felicity sich ausruhen konnte. Isabel Rochev beobachtete das Ganze mit Argusaugen, sagte aber nichts.
Felicity schaute auf die Uhr 13:15 Olivers naechstes Meeting begann um 13:30 Uhr und endete um 15 Uhr. Um 16 Uhr stand das letzte an. Es war also genug Zeit um ins Café Palleé zu fahren die Sache mit Amanda zu klaeren und wieder puenktlich am Schreibtisch zu sitzen. Sie wusste Oliver wuerde wuetend sein, wenn er es rausfinden wuerde, aber sie mussten in diesem Fall endlich weiter kommen und ihn beenden.
Die Investoren trafen ein, Felicity begleitete sie in den Konferenzraum und sagte Oliver Bescheid. „Oliver die Investoren fuer das 13:30Uhr Meeting sind da. Ist es ok wenn ich in die Mittagspause gehe?"
„Danke Felicity, ja natuerlich geh ruhig. Soll Diggle dich begleiten?"
Felicity schenkte ihm ein Laecheln, „Nein das ist nicht noetig, heute geht es mir wirklich gut. Soll ich dir was mitbringen, du hast heute noch nicht viel gegessen?"
„Das waere lieb, danke." Oliver erwiderte ihr Laecheln.
„Ok wird gemacht, ich bin puenktlich zurueck dann kannst du dich zwischen den zwei Meetings entspannen und was essen." Felicity wollte gerade gehen, doch Oliver rief sie zurueck. Felicity geriet in eine kurze Schockstarre, hatte er was gemerkt?
„Ich liebe euch."
„Wir lieben dich", hauchte sie zurueck und verschwand.
Oliver blieb noch einen kurzen Moment sitzen und schaute auf die Uhr, das 13:30 Uhr. Moment, Felicity ging immer um 13 Uhr in die Pause, damit sie um 14 Uhr wieder an ihrem Schreibtisch sitzen konnte um die Post zu bearbeiten. Oliver nahm sein Handy und waehlte Diggles Nummer.
„Oliver was gibt es?"
„Dig fahr ins Café Palleé. Ich glaube Felicity trifft sich doch mit Amanda Pierce." In Olivers Stimme schwang Panik, er musste in das Meeting und konnte die Sache nicht selber regeln.
„Wie kommst du darauf? Hast du ihr nicht gesagt das sie aus dem Einsatz raus ist?" hakte der Bodyguard nach.
„Natuerlich hab ich das gesagt und ich hab mich noch gewundert, dass sie damit einverstanden war ohne Diskussion. Aber vor 5 Minuten hat sie QC verlassen um essen zu gehen. Sie geht immer um 13Uhr, weil sie um 14 Uhr die Post bearbeitet. Heute ist sie um 13:30 gegangen und will erst um 15Uhr zurueck sein. Es ist nur eine Vermutung, schau bitte nach. Ich kann hier nicht weg ich hab ein Meeting", Oliver schaute auf seinen Terminplan und schuettelte den Kopf, „das Felicity rein zufaellig gestern rein genommen hat. Dieses kleine Biest."
Dig musste grinsen, das war typisch Felicity, sie fand immer eine Moeglichkeit Oliver die Stirn zu bieten, „Oliver mach dir keine Sorgen ich pass auf sie auf."
„Danke Dig."
John legte das Telefon auf den Beifahrersitz und lenkte das Auto Richtung Café Palleé. So sehr er auch ueber Felicitys Cleverness lachen musste, so sehr verfluchte er sie auch. Oliver war in Sorge und das zu recht. Vor zwei Tagen war Felicity nur knapp einer Fehlgeburt entgangen und nun brachte sie sich wieder in Gefahr. Diggle hoffte das Oliver falsch lag und Felicity wirklich nur in irgendeinem Restaurant saß und ihre Schwangerschaftsgelueste stillte.
Felicity setzte ihre Brille an, oeffnete ihre Haare und betrat das Café. Amanda Pierce war noch nicht da. Das IT-Girl setzte sich an einen Tisch der in der Mitte des Raumes stand, es gab ihr einfach mehr Sicherheit. Ihr Blick ging zur Tuer und wurde blass, Diggle betrat das Café, schaute sie an und setzte sich an einen Tisch in unmittelbarer Naehe der Blondine. Ein schlechtes Gewissen ueberkam sie, Oliver wusste dass sie hier war. Sie schaute auf ihr Handy, eine neue Nachricht Oliver.
Ich wusste dass das heute Morgen zu leicht war, wir reden spaeter darueber. Pass auf EUCH auf! Oliver
Sie verzog das Gesicht und steckte das Handy zurueck in ihre Handtasche.
„Megan es tut mir leid das sie warten mussten", ertoente eine Stimme vor ihr. Felicity Kopf fuhr hoch und sie erblickte Amanda Pierce.
„Amanda, das… das… ist doch kein Problem", antwortete Felicity.
Amanda deutete auf die Handtasche des IT-Girls, „Eine wichtige Nachricht?"
„Ja von meiner Mutter, bzw von meinem Bruder, wegen meiner Mutter sie ist auf der Intensivstation es geht ihr sehr schlecht", log die Blondine gekonnt.
Amanda schaute sie an, „Megan das mit deiner Mutter tut mir wirklich leid, aber wenn ich bei dir eine Ausnahme mache, wollen andere Maedchen auch eine Ausnahme, das verstehst du doch oder?"
Felicity nickte, „Das verstehe ich Amanda, aber ich muss wirklich zu ihr. Wir hatten nicht das beste Verhaeltnis als ich nach L. A. gegangen bin zum Studieren. Sie war begeistert von meinen Nebenjobs in den Stripclubs. Ich muss sie wirklich nochmal sehen und die Sache klaeren."
Die Chefin des Nightshift nahm ihre Hand, „ Ich versteh das vollkommen, aber es gibt nun mal Regeln an die man sich halten muss. Megan du bist ein cleveres kleines Ding und ich schaetze dich sehr….,", sie hielt fuer einen Moment inne, „solltest du dich nicht an die Regeln halten und gegen den Vertrag verstoßen, wird das nicht gut fuer dich ausgehen."
Felicity zog ihre Hand weg und funkelte Pierce an, „So wie Maria? Hat sie sich auch nicht an den Vertrag gehalten?"
Amanda stutzte innerlich, gab sich aber nach außen hin cool, „Maria war ein dummes kleines Ding das die Finger nicht von Drogen lassen konnte. Ich rate dir dich an die Regeln zu halten Megan, sonst wird deine Mutter vielleicht auf deine Beerdigung gehen bevor du auf ihrer auftauchst. Haben wir uns verstanden?"
„Klar und deutlich Amanda."
„Gut Megan und weil ich glaube das du mir nicht weiter aerger machen wirst, darfst du dich bis auf weiteres nur mit Oliver Queen treffen. Sorg dafuer das er keinen Grund mehr hat sich zu beschweren, in dem du all seine Wuensche erfuellst."
„Das werde ich Amanda, keine Sorge", sagte Felicity.
„Sehr gut Megan, dann hat unser Treffen ja ein gutes Ende genommen. Am Samstag steigt eine Firmenparty mit Anwesenheitspflicht, Oliver Queen wird bestimmt auch da sein."
Die Blondine rang sich ein grinsen ab, „Ich freue mich."
Pierce stand auf verabschiedete sich und verließ das Café.
Felicity blieb sitzen und wartete einige Minuten, erhob sie sich ebenfalls zahlte ihren Cappuccino und nahm an der Theke noch Sandwichs fuer Oliver mit.
Dig tat es ihr gleich und die beiden trafen sich an Olivers Bentley.
„Felicity diese Aktion war Wahnsinn, vor zwei Tagen haben wir dich wegen deiner Sturheit ins Krankenhaus gebracht und jetzt…"
Felicity hob die Hand um Diggle zu stoppen, „Glaub mir ich dachte ich komm aus der Sache raus, aber das ist eben alles anders gelaufen als gedacht."
Dig oeffnete ihr die Tuer, „Steig ein und erzaehl mir was passiert ist."
„Amanda entlaesst mich nicht aus dem Vertrag und hat mir zu verstehen gegeben, dass wenn ich mich nicht an die Regeln halte es schlimme Folgen fuer mich hat. Ich soll mich weiterhin um Oliver kuemmern damit er keinen aerger macht. Ich hab sie gefragt ob Maria sich auch nicht an den Vertrag gehalten hat, Amanda meinte Maria waere ein Drogenjunkie gewesen, aber Dig das war sie niemals."
Der Bodyguard schaute sie durch den Rueckspiegel an, „Das wird Oliver nicht gefallen, er wird dich da nicht weiter arbeiten lassen und das zu recht."
„Er war wohl nicht erfreut, darueber das ich mich mit Amanda treffe."
John musste grinsen, „Nicht erfreut ist stark untertrieben, da wirst du dir gleich einiges anhoeren duerfen. Er hat mich im Minutentakt mit sms bombardiert."
„Verdammt", entfuhr es Felicity, das wuerde keine einfache Diskussion werden.
