Ihr Lieben! Danke an alle, die meine Geschichte lesen.

Und für alle die, die mich für das letzte Kapitel am liebsten gesteinigt hätten:

Heute ein extra-langes Chappi nur für Euch! Nur manchmal brachten mich die 2 Hauptdarsteller so zur Weißglut, dass ich mit ihnen reden musste - verzeiht mir! *g*


Kapitel 17

Mitten in der Aktion hielt er plötzlich einen Moment inne, unterbrach den Kuss und zog ihren Rock wieder zurecht. Dann sahen sich das erste mal in die Augen.

Nur ein „Nein!", brachte er kaum hörbar über seine Lippen.

„Nicht?! Aber...", keuchte sie ein wenig außer Atem.

Er schüttelte völlig verzweifelt den Kopf.

„Nein, du hast wohl recht, Fremder, es funktioniert nicht, oder?"

„Nein", antwortete er und wandte seinen Blick ab.

„Ich kenn' dich zwar nicht, aber ich sehe es. Da gibt es jemand anderen, oder?"

„Nein."

„Nicht?!"

„Nein, doch, ich weiß es nicht. Es darf nicht sein. Es kann nicht. Es...ist kompliziert."

„Ich merk' schon, du kannst nicht drüber reden, oder? Aber eines sag' ich dir: Geh nach Hause, oder wohin auch immer, Hauptsache sie ist da. Ok? Mach' was draus – es scheint dir wichtig zu sein, das kannst du nicht abstreiten...! Sonst...wäre es gerade wohl anders gelaufen.", sagte sie mit einem leisen Seufzen.

„Kann ich nicht heute Nacht hier irgendwo...?"

„Nein! Geh nach Haus', geh schon! Viel Glück!"

Er nickte nur knapp und nahm ihre Hand. Sie wusste intuitiv, dass es seine Art war, sich zu entschuldigen. Dann drehte er sich ohne ein weiteres Wort um und ging hinaus in die Nacht.

„Hey", rief sie, doch nur noch halblaut und halbherzig, „sonst kommst du wieder, ok?"


*Def Leppard: „Miss You In A Heartbeat"*


Montag

Dieses mal war er nicht wiederkommen.

Stundenlang hatte Hermione wachgelegen und war gegen Morgen erst eingeschlafen. Wieder einmal. Zur Mittagszeit schreckte sie hoch und lief nach nebenan ins Gästezimmer, ohne Anzuklopfen. Sie fand das Bett leer und unberührt.

Nicht einmal wütend konnte sie mehr sein, sondern rannte wieder in ihr Zimmer, zog die Bettdecke über sich und weinte sich die Augen aus.

Nach langer Zeit setzte sie sich auf und trocknete das tränennasse Gesicht mit der Decke ab. Was sollte das alles? Es war doch sein gutes Recht, nach Hogwarts zurückzukehren. Aber was war das gestern Abend gewesen? War das nichts? Sie hatte deutlich gespürt, dass da mehr zwischen ihnen war als zu Beginn der Woche. Und sie hatte irgendwie gespürt, dass es echt war.

Die Situation war schwierig, vor allem für ihn, das wusste sie. Doch sie hätte sich wenigstens eine Chance gewünscht und hätte keiner Menschenseele etwas davon erzählt. Es hätte klappen können, auch in Hogwarts, oder?

Wenn nicht, dann doch wenigstens ein paar Worte und eine Verabschiedung.

Nur, dass Männer so etwas ja nie einsahen – hatte sie gehört – und scheinbar zu recht.

Nichts konnte sie dazu bewegen, aufzustehen, und so ließ sie sich wieder in die Kissen fallen. Als sie sich vorstellte, was gestern hätte sein können, kullerten die nächsten Tränen ihre Wangen hinunter. Es hatte sich einfach nur gut angefühlt in seinen Armen, und seine Küsse... Dass sie ihm – zumindest seinem Körper – nicht egal war, hatte sie allzu deutlich gespürt. Gleich mehrmals in einer Woche in so eine Situation zu kommen, schaffte nicht jeder. Und diese ganzen zermürbenden Gedanken waren auch die gleichen wie zuvor. Wer konnte so etwas bloß aushalten? Das Schlimme war, dass sie mit keinem darüber reden konnte. Schützend verkroch sie sich unter ihre Decke. JETZT wäre der Obliviate mehr als angebracht, dachte sie.


*Alice Cooper: „Might As Well Be On Mars"*


Die halbe Nacht war er umhergelaufen – durch die Straßen, den Park und wer weiß wo sonst überall. Was in seinem Kopf vorging, war viel zu wirr, um es in Worten auszudrücken. Erst die Katastrophe mit Hermione und dann auch noch das Debakel im Café mit der Kellnerin. Das hätte ganz leicht diesmal wirklich eine Nummer zu groß werden können – nicht nur in Hogwarts mit ihm als Lehrer, sondern am Ende noch mit der Londoner Polizei. Es wurde ihm erst jetzt so richtig bewusst. Sonst hatte er immer seinen Zauberstab dabei, aber ohne hätte er sich nicht einmal passiv wehren können mit einem Obliviate oder etwas Ähnlichem. Bei Merlin – ein Todesser, Spion, Betrüger und Mörder – von allem freigesprochen und dann am Ende verhaftet wegen eines Beinahe-Verbrechens in Muggel-London? Er musste sich unbedingt zusammenreißen – wie tief könnte er denn noch sinken? Hätte er es gekonnt, hätte er sich selbst verflucht, aber so richtig.

Es hatte nicht aufgehört zu regnen und es pfiff ein unangenehm kalter Wind. Snape war nass bis auf die Haut, ohne Jacke, ohne Schal. Er merkte, dass der Husten zurückkam und er fühlte sich fiebrig. Kein Wunder, denn gesund war er noch lange nicht. Das könnte böse enden.

In seinem Kopf hörte er die Stimme der Kellnerin, von der er noch nicht einmal den Namen wusste. „Geh nach Haus" hatte sie gesagt. Nach Hause? Er lachte spöttisch. Er hatte keines, nicht wirklich. Nicht mehr. Er konnte von Glück sprechen, dass sie ihn irgendwie zu mögen schien und ihn nicht gleich angezeigt hatte. Und Hermione? Er würde ihr nicht mehr gegenüber treten können. Was sollte bloß werden, wenn sie wieder in Hogwarts in seinem Unterricht säße?

Die Nacht war schon fortgeschritten, als er immer weiter lief. Heftiger Schüttelfrost überfiel ihn, während sein Kopf vor Hitze glühte. Nach einer Ewigkeit stieß er mit dem Fuß gegen ein Gartentor.

Er war zu Ha... – er war angekommen!?

Unbewusst hatten ihn seine Füße zu Hermiones Haus geführt und er fluchte, dass es ihm so schlecht ging. Vielleicht wäre es besser, er würde einfach draußen bleiben und sehen, was mit ihm geschieht. Nein, das wäre auch keine Lösung. Sie würden ihn, wenn er Pech hätte, einfach irgendwohin mitnehmen und keiner wüsste um seine Identität. Wenn er Glück hätte, würde ihm die Kälte und der Regen den Rest geben. Ein Teil von ihm dachte ernsthaft darüber nach, doch der andere, ein weitaus größerer, ignorierte das alles und ließ ihn die Stufen zum Haus hinauf gehen.

Leise schleppte er sich nach drinnen. Die Treppe hoch zum Gästezimmer schaffte er nicht mehr, sondern schob sich den Hocker vor den großen Sessel in der Bibliothek, schnappte sich eine Wolldecke und rollte sich ein. Kaum ein paar Minuten später schlief er unruhig und zitternd ein.

Von irgendeinem Geräusch wachte Snape auf. Etwas desorientiert blickte er sich um. Langsam kam die Erinnerung zurück von letztem Abend und er hätte alles dafür gegeben, sie gleich wieder zu vergessen.

„Hermione?", rief er leise, um sie nicht zu erschrecken. Keine Antwort.

„Hermione, sind sie da...?". Wieder keine Antwort.

Ob sie nicht da war? Glück für ihn, wenn es so wäre – nur hatte er selten Glück gehabt im Leben. Es schien schon Mittag zu sein, denn draußen hörte er ein paar Glocken läuten.

Mühsam rappelte er sich hoch. Alle Knochen taten weh von der ungewohnten Schlafposition und dem Leichtsinn, durch die kalte, nasse Nacht gelaufen zu sein. In der Küche fand er endlich seine Medikamente und nahm zusätzlich noch zwei Tabletten gegen Schmerzen und Fieber. Dann schleppte er sich die Treppe hoch.

Nachdem er aus dem Bad kam, schaute er, ohne irgendein Geräusch zu machen, in Hermiones Schlafzimmer. Irgendetwas hatte ihn dazu veranlasst. Severus keuchte auf – sie war ja doch da. Sie schlief unruhig und an ihren roten und wunden Augenrändern sah er, dass sie geweint hatte.

Dieser Anblick traf ihn wie ein Schlag. Wie ein Crucio. Wieder meldete sich eine Stimme in ihm, diesmal die böse. ‚Du liebst es doch, deine Schüler zum Weinen zu bringen, du bist der Böse, die Fledermaus, der hässliche Kerkerbewohner. Glaub bloß nicht, sie hat wegen dir geweint...' Die Stimme wurde ignoriert von einer anderen Seite in sich, die er nicht kannte, nicht mehr, nicht seit damals.

„Nein, nicht...nicht weinen", flüsterte er.

Mit einer Hand strich er vorsichtig über ihre Wangen. Dann schloss er leise die Tür und ging wieder hinunter, um sich irgendwie wieder mit dem Sessel zu arrangieren und zu warten, dass die Medikamente endlich ihre Wirkung entfalteten. Oben konnte er einfach nicht bleiben.


Später am Nachmittag wachte sie auf und fühlte sich noch mieser als zuvor. Ihr war übel vor Traurigkeit, Ärger und Sorge. Ach was, sollte er doch gehen, er hatte nie jemanden gebraucht, der sich um ihn kümmerte. Sie zwang sich aufzustehen und sich unter die Dusche zu stellen. Erneut kamen ihr die Tränen vor lauter Wut auf ihn und weil sie vergessen hatte, den Hebel auf warm zu stellen. Nach dieser eiskalten Dusche – gerade und gestern Abend – ging es ihr etwas besser. Schnell zog sie sich an und stürmte aus dem Haus.

Sie hastete zu dem Haus ihrer Großmutter. Dringend brauchte sie jemanden, bei dem sie sich aussprechen konnte, der ihr zuhören würde, der sie trösten könnte und in der Lage war, sie aufzumuntern. Nicht einmal ihre Eltern hatten sich gemeldet. Doch aus früheren Jahren war sie es gewohnt. Bei solchen Veranstaltungen waren die Zeitpläne eng gestrickt und wenn sie spät am Abend in ihrem Hotelzimmer ankamen, waren sie meist zu müde zu irgendetwas.

Hermione klingelte an der Haustüre und konnte kaum ein paar Worte herausbringen. Selten war sie so kurz angebunden gewesen und irgendwie tat es ihr leid. Es ging aber nicht anders, nicht jetzt.

„Oma, ich brauche Emma, bitte!", sagte sie verzweifelt.

„Aber Liebes, was ist denn mit dir los? Willst du nicht erst mal reinkommen?"

„Bitte, Oma..."

Der Hund kam schwanzwedelnd aus der Haustür gelaufen und ließ sich sofort zu Hermiones Füßen nieder. Heute war er nicht stürmisch und lief auch nicht ungeduldig um sie herum – als wenn er ahnte, was das Richtige wäre.

Ihre Großmutter reichte ihr die Leine und sah ihre Enkelin traurig an.

„Bitte rede mit mir, Liebes"

„Ich...ich kann nicht. Komm, Emma."

„Hermione...!", rief Mrs. Tenerhale noch hinterher, doch da waren sie längst um die Ecke gebogen.


Hunde waren manchmal die besseren Menschen. Hermione ging mit ihm in den Park und redete sich alles von der Seele. Und Emma hörte zu, passte sich dem Tempo an und schaute immer wieder zu ihr hoch. Ab und zu lief sie dem alten, kleinen Handfeger hinterher, ihrem liebsten Spielzeug, doch sie kam immer wieder schnell zu Hermione zurück, die auf einer Bank saß, und kuschelte sich an ihre Beine. Und als ihr ein paar Tränen die Wange herunterliefen, legte Emma ihre Pfote auf ihr Knie und winselte. Hunde wissen eben alles.

Später fing Emma an, ein kleines Loch in der Wiese zu buddeln und vergrub den Handfeger halbwegs darin. Endlich konnte Hermione wieder lachen. „Was willst du mir damit sagen, Emma? Dass man das Liebste was man hat, in der Erde vergraben soll? Hm, wäre eine Möglichkeit, nur kaum durchführbar, wie ich fürchte. Wollen wir wieder nach Hause?" Wuff machte Emma und Hermione schaute sie verwundert an. Ein Bellen war äußerst selten bei einem Retriever. Der Hund ging ein paar Schritte zurück und blieb vor dem Häufchen Erde stehen, aus dem das Spielzeug hervorragte. „Na, und das heißt jetzt wohl, man soll das Liebste, was man hat, nicht vergessen, oder?"

Sie machten sich auf den Weg und bogen vom Park auf die Straße ab. „Du hast recht, Emma, deine Lösungen sind einfach und einleuchtend." Während sie langsam weiterliefen, zog Emma immer stärker an der Leine und Hermione wunderte sich, denn das tat der Hund sonst äußerst selten, genauso selten wie bellen. „Emma, du kennst doch die Richtung, wo es zu dir nach Hause geht. Was soll das? Was willst du bei mir zu Hause? Wir gehen nach dem Park nie zu mir." Nur mit viel Kraft und gutem Zureden konnte Hermione den sonst so gehorsamen Retriever wieder dazu bewegen, in Richtung seines Zuhauses zu gehen und nicht in die, wo Hermione wohnte. Als sie am Gartentor angekommen waren, bückte sich Hermione zu ihr herunter und drückte sie liebevoll. „Danke, du hast mich heute aus meinem Loch wieder herausgeholt. Und ja, vergessen kann ich ihn sowieso nicht, niemals."

Mrs. Tenerhale hatte auf die beiden sehnsüchtig am Fenster gewartet, doch auch jetzt hatte sie keine Chance, aus Hermione etwas herauszubekommen. „Liebes, wenn nicht jetzt, dann aber noch in deinen Ferien, ja? Bitte!"

„Ich verspreche es...", rief sie ihrer Großmutter von draußen zu, „und – es tut mir leid. Ach so, noch was: Emma wollte mit mir mitkommen, ich kann's mir nicht erklären."

Auf dem Rückweg nach Hause ging sie noch kurz in das Café, das sich in der Nähe befand, und holte sich ein Stück Kuchen zum Mitnehmen. Ihr Frustkuchen war längst alle und sie brauchte dringend etwas Süßes.

„Was ist bloß los in letzter Zeit?...", murmelte die Kellnerin, nachdem Hermione etwas geistesabwesend und mit traurigem Blick ihren Wunsch geäußert hatte, den sie dreimal geändert hatte. Wortlos verließ sie das Café.

„...Unentschlossen, depressiv, stumm...die Leute haben echt ein Problem hier...muss am Frühling liegen."


In Gedanken versunken war Hermione zu Hause angekommen, ohne es zu merken. Automatisch schloss sie die Tür auf, zog sich die Schuhe aus, stellte den Kuchen auf dem Küchentisch ab und übersah die Medikamentenschachteln, die vorher nicht da gelegen hatten. Als das Wasser heiß war, goss sie sich eine Tasse Tee auf, nahm ein Stück Kuchen und die Tasse und ging zur Bibliothek, um sich dort in ihren Sessel zu kuscheln und um sich in die Welt der Bücher zu verkriechen, wie sie es schon früher getan hatte, wenn sie traurig war.

Ihre Sachen stellte sie erst mal auf der Klavierbank ab, um sich ein Buch zu suchen. Dann drehte sie sich um und ihre Augen erfassten den schlafenden Mann im Sessel. Vor lauter Schreck entwich ihr ein spitzer Schrei und Snape war sofort auf den Beinen – alte Gewohnheit. Er rieb sich die Schläfen und die Augen, schaute sie an und wollte zu einer Erklärung ansetzen.

„Sie sind da!", sagte sie nur und nahm ihn in den Arm, bevor sie schnell wieder von ihm abließ und eine Entschuldigung murmelte.

Das hatte er nicht erwartet. Ganz steif hatte er dagestanden, aber es hatte so gut getan. So viele Jahre hatte sich keiner gefreut, ihn zu sehen oder selten hatte er so eine Erleichterung in einem anderen Gesicht gesehen.

„Hermione..."

„Nein", unterbrach sie ihn sofort. „Nicht schon wieder, ich will nichts hören, außer wie es ihnen geht."

„Besser als...heute Nacht. Es ist ok."

Sie schaute ihn nur fragend an aber dann freute sie sich sichtlich. Sie wollte nicht weiter bohren, nicht jetzt.

„Muggelmedizin", schob er noch hinterher und ein Mundwinkel zog sich ganz leicht nach oben.

„Kommen sie", sagte sie lachend, „ich mache ihnen auch noch einen Tee und dann sehen wir weiter."


*TNT: „Learn To Love"*


Er folgte ihr in die Küche, setzte sich und beobachtete sie, wie schon Tage zuvor. Es war wirklich beinahe wie ein zu Hause und er wusste tief im Inneren, dass er letzte Nacht die richtige Entscheidung getroffen hatte. Zwei richtige, wenn man es genau nahm.

Der Tee tat gut und sie teilte auch noch den Kuchen mit ihm. Was für ein Glück, dass er nicht ahnte, wo der herkam.

„Ist irgendwas mit dem Bett nicht in Ordnung gewesen? Wäre doch viel bequemer gewesen, vor allem, wenn es einem nicht gut geht."

„Es war in Ordnung Hermione, ich..."

Während sie fragte, lief sie schon nach oben und betrat das Gästezimmer. Es war doch wirklich in Ordnung gewesen, trotzdem wollte sie sich vergewissern. Weil sie das eigentlich wusste, machte sie erst gar kein Licht an, der Schein der Flurlampe reichte völlig aus. Staubgesaut hatte sie auch erst kürzlich. Die Matratze wurde noch einem Test unterzogen, indem sie sich setzte und die Beine hochlegte.

Obwohl ihr prüfender Blick durch das Zimmer ging und die Tür auf war, kamen ihr Bilder des vergangenen Abends in den Sinn. Sie spürte wieder seine Küsse und...

„Was machen sie da oben?" ‚Warum müssen Frauen sich immer so viele unsinnige Gedanken machen?', grübelte er gleichzeitig.

„Es ist wirklich in Ordnung, mir ging es nur nicht gut, wie ich bereits erklärt habe.", versicherte er ihr noch mal, als er oben angekommen war.

Sie saß immer noch auf dem Bett und grübelte vor sich hin.

„Ja, mein Zimmer – also ihres am Anfang – ist anders als dieses hier. Aber ich finde, die Dachschräge macht es ganz gemütlich. Klein aber fein." Nur die neutral gehaltenen Wände gefielen ihr nicht so. Das bedurfte einer Änderung, beschloss sie plötzlich. Sie zückte ihren Zauberstab und begann, ihn zu verwandeln. Ein paar Sprüche später war sie fertig und betrachtete ihr Werk. Snape stand immer noch in der Tür und schüttelte mit dem Kopf.

„Was ist?"

„Es war gut so, wie es vorher war."

„Wieso? Gefällt es ihnen nicht mehr?"

„Kommt es ihnen nicht ein klein wenig bekannt vor? Dunkelrote Vorhänge, schwarzer Pannesamt, rosa Wände?", schmunzelte er. „Aber da es nicht mein Zimmer ist, können sie es ruhig dabei belassen. Wenn ich nachher wieder in meinen Räumen bin..."

„Jetzt gehen sie wirklich, oder? Ich weiß – woher das rosa an den Wänden kommt ist mir auch nicht so ganz klar." Und schon war es ein blasses vanille-creme.

„Es geht mir wieder besser, Hermione, also besteht kein Grund mehr, noch länger ihre...Fürsorge zu genießen. Seien sie sich meines besten Dankes gewiss." Snape zögerte. „Und...es fällt mir nicht leicht...ich möchte sie nochmals um Entschuldigung bitten. Gestern,...es war..."

Hermione fiel ihm ins Wort. Sie wollte es nicht mehr hören. Mit Sicherheit kannte er ihre Sicht der Dinge – sie waren ja nicht übersehbar gewesen – und er wusste, dass zwei Seiten beteiligt gewesen waren, nicht nur seine. Vor allem aber wusste er, dass sie es nicht herumerzählen würde. Meine Güte, war das anstrengend. Gestern Abend waren sie einfach nur eine Frau und ein Mann zusammen in einem Raum gewesen. Nicht Schülerin und Lehrer.

„Hier, mein Zauberstab. Für diese Zaubereien funktioniert er doch bei jedem...sie brauchen ja nicht unbedingt einen Unverzeihlichen zu werfen.", versuchte sie ihn zum Lachen zu bringen. Daraufhin zog er eine Augenbraue hoch, legte den Kopf schief und blickte sie nur stumm an.

„Das Zimmer. Tun sie es. Machen sie es zu ihrem, Severus. Ich möchte es sehen."

„Hermione..."

„Das eine mal können sie doch etwas für mich tun, oder? Bitte, danke!" Sie hoffte, sie könnte ihn noch ein klein wenig vom Gehen abhalten.

Er holte tief Luft und nahm ihren Zauberstab. Mit einem Schwenk hatte sich das ganze Zimmer verdunkelt. Wäre nicht die Türe ein klein wenig offen gewesen, hätte man denken können, in ein Schwarzes Loch in den Tiefen des Universums gefallen zu sein. Die Rollos hatte sie am Morgen erst gar nicht hochgezogen.

„Also hatte ich doch recht! Dunkelschwarz! Ich wusste es!", bemerkte Hermione. Snape konnte nicht heraushören, ob es enttäuscht oder triumphierend gemeint war.

„Wenn sie meinen..."

„Na, sie haben es gerade bewiesen."

„Alle scheinen eine feste Meinung von mir zu haben, dann sollte ich sie auch erfüllen, meinen sie nicht?"

„Dann ist eigentlich nicht so?"

„Das habe ich nicht gesagt." Seine Miene war so unergründlich wie eh und je.

„Bitte, zeigen sie es mir. Ich möchte es wirklich sehen."

Er machte einen Schritt auf sie zu und nahm ihr den Zauberstab wieder ab, den er ihr gerade zurückgegeben hatte. Ein weiterer Schlenker unterstützte den Spruch, den er ausgesucht hatte.

Hermione blickte sich fragend um. „Sie haben nichts verändert."

Severus setzte sich neben sie aufs Bett – er wusste selbst nicht, warum. „Schauen sie genauer hin."

Schweigen.

„Ich kann nichts sehen."

„Sie sitzen darauf."

Daraufhin rutschte Hermione ein wenig höher zum Kopfende des Bettes und kniff die Augen zusammen. „Grün? Was auch sonst, sie Slytherin."

Die Bettwäsche war dunkelgrün geworden, sonst hatte er nichts weiter verändert. Hätte er es anders gemacht oder echt, hätte sie am Ende noch diskutiert, doch er fühlte sich zunehmend...nein, unwohl wäre wirklich das gänzlich falsche Wort...eingeengt? Nein, eher fühlte er sich zu nah – zu nah bei ihr und er wusste nur zu gut, wo das gestern hingeführt hatte. Warum er gerade zu ihr hochgegangen war, war ihm schleierhaft. (A/N: Warum wohl, Sev? Tust du nur so oder...Männer! Meine Güte.)

In Hermiones Kopf schlichen sich Gedanken ein, die sie gar nicht beabsichtigt hatte. Ob es bei ihm wirklich so aussah? Es würde passen, aber sicher war sie sich nicht. Dann ließ sie sich in die Kissen fallen, verschränkte die Arme hinter ihrem Kopf, schloss die Augen und versuchte, es sich vorzustellen.

Snape räusperte sich und sie war wieder zurück, zurück in ihrem Haus, zurück im...Jetzt.

„Nicht zu unangenehm, wie ich dachte, und der Stoff ist so schön..."

Sie erntete eine hochgezogene Augenbraue.

„Die Farbe – es lässt sich aushalten.", grinste sie. „Versuchen sie es auch mal, legen sie sich hin."

Die Augenbraue stieg weiter und Hermione merkte, dass ihre Wangen glühten. So hatte sie das doch gar nicht gemeint. Gut, dass es im Zimmer ein wenig abgedunkelt war.

Zu ihrer Verwunderung hatte er sich wirklich ausgestreckt. Als sie ihn irritiert ansah, erklärte er, dass sie ihn doch immerzu genötigt hatte, sich auszuruhen, also wolle er es jetzt auch tun.

‚Ausruhen? Ausruhen! Ok, besser als weggehen.', dachte sie, ohne zu wissen, wie ihr Gehirn nun das schon wieder meinte. (A/N: Brauchst du es zum Nachlesen? DU hast ihn gerade aufs Bett eingeladen!)

Ein paar Sekunden später setzte er sich schon wieder auf. Zu bleiben wäre nicht gut. Oder einer von ihnen müsste raus, egal wer. Nur, dass sie sich gleichzeitig erhoben hatte, so dass sie durch die Bewegung nun Schulter an Schulter da saßen.

„Entschuldigen sie..."

„Wofür, Severus? Nicht schon wieder, es war nur eine Berührung, die..."

Hermione hörte mitten im Satz auf zu sprechen. Es ging wieder los – wie den Abend zuvor, und wie davor.

„...die? Eine zuviel!" Ein Bein hatte er schon wieder auf den Boden gesetzt und das andere lag noch angewinkelt auf dem Bett.

„Nein, keine zuviel.", widersprach sie ihm und rutsche gleichzeitig ein wenig näher an ihn heran, dass sie sich richtig anlehnen konnte.

Wäre er jetzt aufgestanden, wäre sie etwas unsanft zurückgefallen. Deshalb packte er sie am Arm, um sie zu stützen. In dem Moment drehte sie ihr Gesicht zu ihm und sie waren sich wieder so nah...so nah, dass es keinen anderen Weg mehr gab als aufeinander zu. Severus schrie innerlich nein während sich ihre Lippen bereits gefunden hatten – wie verselbstständigt. Die Leidenschaft, mit der sie die Küsse tauschten, hatte seit dem vorherigen Abend nicht abgenommen – im Gegenteil. Ihr Mund hatte sich bereitwillig geöffnet und er hatte die Einladung angenommen, ohne die geringste Chance auf Gegenwehr.

So schräg wie sie saß, konnte sie sich nicht mehr halten. Sie ließ sich einfach nach hinten fallen und zog ihn dadurch mit sich.

Die Küsse hatten sie nicht unterbrochen und es war so, als wäre es immer so gewesen. Alle Erinnerungen an den vorangegangenen Abend und die katastrophale Nacht verloren sich in der Dunkelheit. Severus fing an, seine Hand an ihrem Körper entlang wandern zu lassen...


Nicht erst seit gerade dachte sie daran, dass sie es ihm sagen müsste, doch sie würde es nicht über ihre Lippen bringen. Sie würde es ihm nicht sagen können, niemals. Und sie wusste schon gar nicht, wie. Peinlich war es. Nicht nur das Reden darüber, sondern die Tatsache an sich – meinte sie irgendwie, und irgendwie auch nicht. Dass sie es mit fast 20 noch nicht erlebt hatte, kam ihr ein wenig...sie fand nicht das richtige Wort. Vorher hatte es einfach nicht gepasst, weder mit Viktor, noch mit Jaron, noch mit Ron. Andererseits war sie nicht die einzigste. Manche der Mädchen in Hogwarts konnten über solche Themen ganz offen reden, doch sie hatte meistens nur zugehört.

Mit soviel Grübelei machten sich Frauen meistens das Gefühl kaputt, vor allem in so einem Moment, doch sie konnte es einfach nicht abstellen. Würde sie es ihm sagen, wäre es vielleicht zu Ende, bevor es angefangen hatte. Würde sie es ihm nicht sagen, würde er höchstwahrscheinlich selbst drauf kommen. Oder nicht? Sie hatte da ganz unterschiedliche Versionen gehört. Aber er? Wenn ja, würde er entweder schreien und stinkwütend sein oder schweigen und stinkwütend sein. Vermutlich.

‚Was auch immer, Hermione, vergiss es. Es ist Jetzt und du willst kein Zurück.' Der Moment war gekommen und es war richtig – mit ihm und mit keinem anderen, egal, ob Professor oder nicht, im Moment war er ihr Mann.


Mittlerweile hatte er ihr Shirt hochgeschoben, ebenso wie den BH und sie verfluchte sich innerlich, dass sie heute keine schönere Unterwäsche angezogen hatte. Aber wer konnte das denn ahnen? Vorsichtig fuhr er mit seinen Fingern über ihre Brüste und liebkoste sie abwechselnd mit seinem Mund. Zwischendurch schaute er sie an, aber er konnte keine Abneigung in ihren Augen erkennen.

‚Wieso stößt sie mich nicht weg, wieso?', dachte er ungläubig.

Hermione strich mit ihren Händen durch sein Haar und über seinen Hals und er atmete tief aus. Zuvor hatte er sich nur mit dem Kopf über sie gebeugt, doch jetzt stützte er sich mit beiden Armen zu beiden Seiten ihres Körpers ab und schob vorsichtig ein Bein zwischen ihre. So konnte er sie noch besser küssen. Er tat es und sie erwiderte seine Aufforderung nur zu gerne. Dabei schlang sie die Arme um ihn und wollte ihn gar nicht mehr loslassen. Längst hatte sie gemerkt, dass er wieder so weit war wie gestern und das Gefühl, ihn so zu spüren, brachte die Schmetterlinge in ihr zum Flattern.

Plötzlich ließ er von ihr ab. „Hermione..."

„Nein, alles, aber geh nicht, diesmal nicht, das ist nicht fair..."

„Du weißt, was ich alles sagen will...muss...", presste er atemlos hervor.

„Ich habe es nun oft genug gehört...ich will es nicht mehr. Wir sind nicht in Hogwarts, und...du bist jetzt kein Professor...du bist...du bist mir wichtig, Severus."

„Wenn...du mich jetzt nicht...rausschmeißt, gibt es kein Zurück mehr...ich kann nicht noch mal die Kraft aufbringen, zu gehen."

„Bleib!", sagte sie schlicht und zog ihn wieder auf sich.

In dem Moment glaubte er ihr jedes Wort und er war verloren. Endgültig.

Diesmal war der Kuss noch leidenschaftlicher und danach machte er sich wieder daran, ihre Brüste zu verwöhnen. Sanft sog er an ihren Spitzen, die sich vor Erregung aufgerichtet hatten. Immer noch wunderte er sich, dass sie so auf ihn reagierte – auf ihn! Ermutigt arbeitete er sich weiter nach unten vor, verteilte tausend Küsse auf ihrem Bauch, auf den Seiten und merkte sich die Stellen, bei denen sie ein Kichern zu unterdrücken versuchte. Hermione wollte ihn auch so gerne so berühren, wie er es tat, doch sie erreichte ihn nicht und er hatte die volle Kontrolle. Andererseits war sie erleichtert darüber und konnte es genießen, zumindest solange, wie sie ihre Nervosität vergessen konnte.

Severus öffnete ihre Jeans und zog sie ihr aus, den Slip hatte er gleich mitgepackt. Weitere Küsse folgten – auf ihren Beinen, auf den Innenseiten ihrer Schenkel und dann...drückte er sie leicht auseinander und begann, mit seinen Fingern ganz leicht ihre Mitte zu verwöhnen. Sanft strich er ihre Spalte entlang, fand ihren empfindlichsten Punkt und beobachtete sie dabei genau. Sie hatte einen Arm über ihr Gesicht gelegt und stöhnte ab und zu ganz leise. Ihr fiel es unglaublich schwer, sich darauf einzulassen und so vor ihm zu liegen. Doch es war unglaublich schön und er verstand es, Gefühle in ihr zu wecken, wie es noch keiner zuvor geschafft hatte. Auf einmal spürte sie seine Zunge zwischen ihren Falten und das war zu viel. Hermione setzte sich ein klein wenig auf, dass sie seine Schultern zu fassen bekam und zog ihn zu sich hoch. Ihrerseits küsste sie ihn nun sanft und leidenschaftlich und schmeckte sich zum erstenmal selbst. Es war ein komisches und gleichzeitig sehr sinnliches Erlebnis.


Einerseits war ihr Severus wirklich dankbar, denn ihn kostete es alle Kraft, sich so lange zurückzuhalten. Andererseits wusste er, dass das, was als nächstes kam, noch viel schwieriger zurückzuhalten war als gerade – nicht nach den letzten langen Tagen. Jetzt fing sie auch noch von selbst an, sich an seiner Hose zu schaffen zu machen. Das unterband er, indem er aufstand und sich selbst der Hose und der Shorts entledigte. Wenn sie am Ende noch Hand anlegen würde, wäre es schneller zu Ende, als es angefangen hatte. Das traute er ihr und sich zu.

Natürlich hatte er sich auch so seine Gedanken über sie gemacht. Er konnte sie in der Hinsicht nicht wirklich einschätzen und er hoffte inständig, dass er mit seiner Vermutung recht hatte – dass es schon jemand anderes vor ihm gegeben hatte. Sie war ja schon seit Ewigkeiten mit den beiden Jungs befreundet und zwischendurch mit zwei anderen, das wusste er – immerhin musste man ja als Lehrer auf dem Laufenden sein. Außerdem waren sie fast ein ganzes Jahr lang unterwegs gewesen – allein und in einem Zelt.


Hermione zog ihn auf sich und spürte sein Gewicht auf sich ruhen...das gab ihr ein unglaubliches Gefühl der Geborgenheit. Sie nahm seinen Kopf in beide Hände und küsste ihn überschwänglich. Seine Zunge spielte mit der ihren und die Reize, die Impulse, die davon ausgingen, fühlte sie am ganzen Körper – an ihren Brüsten und in ihrer Mitte. Seine harte Männlichkeit drückte sich an ihr Bein und sie wollte es jetzt endlich wissen – sie wollte wissen wie es sich anfühlte – wie er sich anfühlte. Sie winkelte ein Bein an und machte ihm so Platz, sich zwischen ihr zu positionieren. Er bemerkte ihre stummen Zeichen und kam der Bitte nach. Kein Zurück mehr. Nicht mehr. Seine Spitze fühlte sie jetzt an ihrem Eingang, wo er sie immer wieder leicht neckte, während er weiterhin Küsse auf ihr verteilte.

Dann hielt er kurz inne und schaute ihr in die Augen.

„Hermione, wo ist dein Zauberstab, wir müssen...", begann er mit zittriger Stimme zu fragen.

Sie brachte kaum ein Wort hervor, so nervös war sie – wollte es aber keinesfalls zeigen, klappte aber nicht. „Nein, es ist ok...ähm, ich meine ich nehme..."

...‚Muggelmedizin', dachten beide unabhängig voneinander, sie nervös lachend und er leicht verzweifelt. Irgendwie verstanden sie sich ohne noch mehr Worte. Hermione streichelte seinen Rücken entlang, immer weiter, bis ihre Hände auf seinem Po ankamen. Sanft deutete sie ihm die Richtung und er konnte nicht mehr anders, als ihr zu folgen. Unglaublich behutsam schob er sich in sie und konnte sein Keuchen nicht unterdrücken. Bei Merlin, sie war so eng wie er es nicht erwartet hatte. Es würde ihn eine Menge Kraft kosten, nicht sofort zu kommen. Das ahnte er und fragte sich, wie alt er eigentlich war.

Hermione stöhnte leise, als er sich in ihr bewegte. Sie hatte sich wer-weiß-was vorgestellt, aber es hatte nicht im Geringsten weh getan. Wohl ein kleines Ziehen, aber nicht mehr. Dass er so gefühlvoll und zärtlich sein konnte, hatte sie sich insgeheim gewünscht, doch nicht wirklich dran geglaubt. Immer wieder hielt er in seinen Bewegungen inne und sie wusste nicht so recht, warum. Machte sie etwas falsch? Eigentlich nicht, denn außer seinen Rücken rauf und runter zu streifen konnte sie nicht viel tun. Zwischendurch schien er zu versuchen, sein Stöhnen unter Kontrolle zu bekommen und so wusste sie, dass es für ihn ebenso gut wie anstrengend war.

Die unendliche Langsamkeit, die er sich aufzwang, brachte ihn fast um den Verstand. Lange würde er es nicht mehr aushalten. Als sie ihn immer wieder mit soviel Leidenschaft küsste und ihre Hände auf seinen Po wandern ließ, war es um ihn geschehen. Mit einem unterdrückten Keuchen in ihre Halsbeuge ergoss er sich in ihr.

Bei allen Göttern, das war nicht seine Art, aber es war unmöglich gewesen, noch länger durchzuhalten. Mit einer fast unhörbaren Entschuldigung rollte er sich neben sie und zog sie zu sich hin.

Sie schien ganz und gar nicht enttäuscht. Ein seliges Lächeln war auf ihrem Gesicht, als sie seinen Arm nahm und ihn um sich legte. Er konnte ja nicht wissen, was in ihr vorging. Dass sie beim ersten Mal ihre Erfüllung finden würde, hätte sie gar nicht erwartet. Dazu war sie viel zu abgelenkt und aufgeregt – wie wohl jede Frau auf der Welt.

Doch es dauerte nicht lang, da fühlte sie an ihrem Po, dass er wieder zum Leben erwacht war. Ein wohliges Kribbeln breitete sich in ihr aus und sie drehte sich auf den Rücken.

„Entschuldige...", flüsterte er ihr zu, „aber ich muss noch mal."

Hatte er wirklich gegrinst gerade? Ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht und sie zog ihn auf sich.

Diesmal dauerte es sehr viel länger und sie liebten sich mit noch mehr Leidenschaft als zuvor, wenn das überhaupt möglich war. Beide wagten es, sich ein klein wenig mehr gehen zu lassen und unterdrückten nicht mehr jeden Laut. Auch traute er sich, etwas härter in sie zu stoßen und sie genoss es, dass sie ihm scheinbar so sehr gefiel. Ein gewaltiger Orgasmus ließ ihn erschaudern, doch das bedeutete nicht, dass es zu Ende war. Er hatte wohl gemerkt, dass Hermione noch nicht erlöst war. Deshalb schenkte er ihr nun alle erdenkliche Aufmerksamkeit und verwöhnte sie so sehr mit seinem Mund, seinen Lippen und seiner Zunge, dass sie sich endgültig fallen lassen konnte und ihre Nervosität immer mehr abnahm. Wie er das anstellte, dass sie so sehr erregt war wie noch nie in ihrem Leben, war ihr nicht ganz klar, aber sie genoss es mit jeder Faser ihres Körpers.

Wieder beobachtete er sie genau, um herauszufinden, was ihr gefiel. Ihre Mimik sprach Bände und sie verlor sich in seinen dunklen, unergründlichen Augen. Endgültig. Und während sie sich ansahen, fühlte sie ihren Höhepunkt kommen und ihr ganzes Selbst erzitterte unter seinen Händen. (A/N: Halleluja!)

Lange lagen sie noch beieinander, bevor er sie noch mal küsste, aufstand, seine Sachen nahm und aus dem Zimmer ging.

tbc


A/N: So, ihr Lieben, das war mein erstes Mal...als Autorin, dass ich so eine Szene geschrieben habe.

Ich hoffe ihr habt mich wieder lieb!? Würde mich ja unglaublich freuen, wenn Ihr mir mal sagt, ob es euch gefallen hat oder nicht oder...überhaupt irgendwas ;o) DANKE!

P.S.: Ich weiß - Hermione war etwas...passiv und nervös. Aber ich bezweifle, dass man in so einer Situation gleich in den höchsten Sphären schwebt, alles kann, alles weiß und alles macht... deshalb lieber etwas realistischer. Doch wir wissen ja...wir haben da 2 Intelligenzbestien - die eine lernt schnell und viel, der andere ist ein verdammt guter Lehrer *g*