Kapitel 1

Es war hoffnungslos...

Er hatte das Gebäude so weit möglich durchsucht, aber hatte nichts gefunden, durch dass er hier raus kommen könnte. Was an sich schon vollkommen verrückt war.

„Wenn ich Shinra erwische, wird er sich wünschen nie geboren worden zu sein..." knurrte Izaya. Inzwischen war er wieder im Erdgeschoss angelangt. Er wollte es wenigstens noch auf einen Versuch ankommen lassen, es konnte schließlich sein, dass er etwas übersehen hatte.

Auch wenn er sich so etwas niemals eingestehen würde...

Ein seltsames Knarren ließ ihn herumfahren.

Er konnte sich nicht erklären, wo dieses Geräusch hergekommen war, aber als er den Flur vor sich so betrachtete, fiel ihm doch etwas seltsames auf:

Vorhin war dieser noch nicht hier gewesen...

Neugierig betrat er diesen.

So richtig traute er dieser ganzen Sache nicht, aber wenn es ihm einen Weg ermöglichte, hier endlich rauszukommen, würde er es ausprobieren.

Doch eine böse Überraschung erwartete ihn nicht, stattdessen fand er eine weitere Tür.

„Na ja, besser als Nichts..."

Vorsichtig drückte er die Klinke hinunter und schob die Tür auf. Regen peitschte ihm fast augenblicklich ins Gesicht und er musste zweimal hinschauen, bis er begriffen hatte, dass diese Tür nach draußen führte.

Was führ ein Glück, jetzt konnte er endlich von hier verschwinden!

Überglücklich rannte er den Weg entlang, bis er eine Stelle erreicht hatte, an der die Balustrade niedrig genug war, dass er ohne Probleme darüber klettern konnte. Normalerweise wäre das zwar kein Problem gewesen, aber der Waldboden war sosehr zugewachsen, dass er mit allem rechnen musste, wenn er dort reinsprang.

Da wollte er lieber auf Nummer sicher gehen.

Er war schon mit einem Bein darüber, als etwas die Luft durchschnitt.

Schnell zog er den Kopf zur Seite, wenn auch nicht weit genug...

Etwas schweres traf ihn und er wurde zurückgescheudert.

Bevor er überhaupt richtig registrieren konnte, was geschehen war, musste er auch schon wieder zur Seite rollen, denn sein Angreifer hatte noch nicht aufgegeben.

Erst jetzt hatte er eine Möglichkeit diesem Typen in die Augen zu sehen und er erschrak fast augenblicklich.

Was auch immer dieser Kerl war, ein Mensch war er ganz sicher nicht!

Er hatte eine kalkweiße Haut mit rotglühenden Augen, aus denen eine seltsame schwarze Flüssigkeit, vielleicht Blut, floss. Und die Tatsache, dass er wie ein Irrer einen Vorschlaghammer in seine Richtung wirbelte, machte es auch nicht viel besser.

Er musste hier schnellstmöglich weg!

Durch seine Kopfwunde würde er zwar nicht weit kommen, aber vielleicht schaffte er es trotzdem ihn abzuschütteln!

Über die Balustrade war jedoch keine Lösung, also rannte er einfach den Weg weiter, in der Hoffnung, dass es sich dabei nicht um eine Sackgasse handelte...