Kapitel 2
Eine Tür! Er konnte es gar nicht glauben!
So schnell er konnte, rannte er darauf zu und drückte sie auf. Und sie ging wirklich auf!
Hastig schloss er sie von der anderen Seite und hechtete unter einen der Tische, die hier aufgestellt waren.
Es war stockfinster hier drinnen, also würde sein Angreifer ihn hoffentlich nicht sehen. Mit seinem Ärmel wischte er sich das Blut aus seinem Gesicht. Es war mehr, als er gedacht hatte, aber die Wunde würde noch eine Weile warten müssen, bis er sie ordentlich behandeln konnte.
Immer wieder landete sein Blick zur Tür, aber sein Angreifer schien keine Anstalten zu machen, hier hereinkommen zu wollen. Es könnte natürlich auch sein, dass er darauf wartete, dass er wieder einen Fuß aus diesem Gebäude setzte, wenn ja, konnte er darauf lange warten.
Solange Izaya keine vernünftige Verteidigungsmöglichkeit gefunden hatte, wollte er keinen Fuß mehr hinaussetzen!
„Naja, wenn ich sowieso hier festsitze, kann ich mich an gleich ein wenig umsehen..."
Vielleicht waren seine Chance hier einen Ausgang zu finden, etwas höher...
Mit etwas Mühe kam er wieder auf die Beine. In nächster Zeit musste er sich ein wenig zurückhalten, wollte er nicht vollends zusammenbrechen.
Zu seiner Überraschung war dieses Gebäude nicht ganz so labyrinthartig aufgebaut wie das vorherige, was es um einiges einfacher machte, sich in diesem zu orientieren. Doch bis jetzt hatte außer einiger Leichen noch nichts brauchbares Finden können.
Auch aus diesem Gebäude schien es keinen Ausweg zu geben und nachdem er einige Notizen gefunden hatte, in den stand, dass auch der Wald eine unüberwindliche Todesfalle war, verwarf er auch seinen Plan, noch einmal dorthin zurückzukehren.
Er musste seinen Fluchtplan noch einmal vollkommen überdenken. Er schallt sich selbst einen Narr, dass er vorhin so kopflos gehandelt hatte, schließlich war das normalerweise überhaupt nicht seine Art. Verdammt! Er war Izaya Orihara, der beste zukünftige Informant den es geben würde!
Er sollte wirklich endlich beginnen, seinen Kopf zu benutzen!
Er zog sich in das Musikzimmer zurück, aus dem immer die geisterhafte Pianomusik zu hören war. Wie er schnell herausgefunden hatte, verstummte diese immer, wenn er dem Instrument zu nahe kam. Und nachdem er wieder einmal für Ruhe gesorgt hatte setzte er sich auf den Fußboden und versuchte alle Informationen, die er bis dato gesammelt hatte in eine logische Reihenfolge zu bringen. Jetzt hätte er sein Notebook gut gebrauchen können, aber momentan musste es auch so gehen.
Als erstes wäre da dieser seltsame Zauber, den Shinra aus dem Internet gezogen hatte. Es war offensichtlich, dass es sich dabei um eine Falle handelte, um Unwissende hierher zu locken. Um dann auf irgendeine Weise zu töten...
Bei der schieren Anzahl an Leichen, über die er hier gestolpert war, schien diese Sache sehr erfolgreich zu verlaufen. Und ihn hatte es auch fast erwischt...
„Aaaaagh...!"
Ruckartig schreckte er hoch. Der Schrei schien vom Flur zu kommen!
Bis dato hatte er sonst noch keine Menschenseele in diesem Gebäude getroffen und so war die Entscheidung schnell getroffen, wer auch immer dort geschrieen hatte zu helfen, auch wenn es nur für seine eigenen Interessen war.
