Kapitel 5

Erschrocken riss er die Augen auf.

Der Schmerz war verschwunden, doch der Geist stand immer noch über ihm. Vorsichtig wagte er einen Blick an sich herab, doch da war nichts mehr von dem Angriff zu sehen. Fast so, als ob es niemals stattgefunden hatte.

„Du bist ein Idiot..." sprach sie, „Du kannst froh sein, dass ich ein guter Geist bin, sonst wärst du jetzt wirklich tot...Wieso bist du nicht weggerannt?"

Er wusste es selbst nicht...

Sein Körper hatte sich einfach geweigert, einen weiteren Schritt zu tun.

„Ist auch egal..." sprach sie weiter, „Weißt du, du bist der erste, der mich spielen gelassen hat. Es war richtig schön, mal wieder jemanden hier zu haben, der meiner Musik lauscht. Als Dank möchte ich dir gerne helfen."

Erst bringt sie ihn fast um und dann will sie ihm helfen?! Izaya wusste nicht so richtig was er davon halten sollte, aber ihm blieb wohl nichts anderes übrig...

„Du willst mir helfen?" fragte er.

Sie nickte energisch mit dem Kopf: „Unter normalen Umständen ist es nicht möglich diese Welt wieder zu verlassen, aber ich bin inzwischen schon so lange hier, dass ich einiges an Informationen zusammentragen konnte. Diese Welt wird von einer einzigen Person kontrolliert und solange diese nicht besänftigt oder vernichtet wurde, gibt keine Möglichkeit von hier zu verschwinden. Auch ist diese Welt in viele verschiedene Ebenen unterteilt. Das heißt, wenn du in einer Gruppe hierher gekommen bist, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich diese auf einer der anderen Ebenen befindet. Ein Treffen ist somit unmöglich, außer man schafft es irgendwie die Barrieren zu schwächen..."

„Und du hast keine Ahnung wie ich das bewerkstelligen kann, oder?"

„Leider nicht. Am besten versuchst du erst einmal noch mehr Informationen zu sammeln. Irgendwo muss es sicherlich einen Hinweis darauf geben, was hier passiert ist."

Izaya wusste, was das bedeutete...

Er würde wieder in das andere Gebäude zurückkehren müssen, denn hier hatte er nichts brauchbares finden können...

„Ist alles in Ordnung? Du wirkst irgendwie so blass..." erkundigte sie sich.

„Nein...es ist nichts. Ich schätze dann mache ich mich wieder auf den Weg..."

„Gut. Wenn du mich brauchst, weißt du ja, wo du mich findest."

Sie löste sich vor seinen Augen auf und das Piano fing kurz darauf wieder an zu spielen.

Wiederwillig verließ Izaya den Raum.

Er hatte gehofft, dass ihm dieser Weg erspart bliebe, aber scheinbar war nichts so einfach, wie er gehofft hatte.

„So sehr es mir auch wiederstrebt, mir bleibt wohl nichts anderes übrig...ich muss diesen Kerl um Hilfe bitten..."

Kizami Yuuya.

Selbst Izaya musste sich eingestehen, dass er für dieses Unterfangen Hilfe benötigte, selbst wenn es von einem Kerl war, der ihn höchstwahrscheinlich ohne zu zögern umbringen würde...