Kapitel 6
Kizami zu finden, war einfacher, als er gedacht hatte.
Und so wie er auf dem Tisch herumlungerte, hätte man fast meinen können, dass er auf ihn gewartet hatte.
Warum auch immer er sich das Rektorzimmer ausgesucht hatte. Der ganze Raum war ihm unheimlich und am liebsten wäre er sofort wieder rausgegangen...
„Wie ich sehe, hast du es dir doch anders überlegt."
Sein Blick hatte etwas von einem Jäger, der seiner Beute auflauerte und Izaya war drauf und dran umzukehren und sein Glück alleine zu versuchen.
„Also wie kann ich dir helfen?"
Er rutschte von dem Tisch herunter und kam auf ihn zu.
„Dort draußen ist ein Verrückter mit einem Vorschlaghammer, ich brauche jemanden, der mir hilft an ihm vorbeizukommen."
„Ein Verrückter mit einem Vorschlaghammer? Das wird ja immer besser!" lachte Kizami und stand plötzlich direkt vor ihm.
„Und was bekomme ich als Gegenleistung zurück?"
Izaya konnte seinen Atem auf seinem Gesicht spüren und wäre wohl unweigerlich zurückgewichen, wenn er nicht schon mit seinem Rücken gegen die Tür lehnte...
„Was willst du denn?"
Dieses Spiel konnten auch zwei spielen...
Izaya würde nicht einfach nachgeben, das lag einfach nicht in seiner Natur.
„Wie wäre es mit dir?"
„Hä...?"
Diese Antwort hatte ihn doch mehr aus dem Konzept gebracht als er erwartet hatte. Mit wirklich allem hatte er gerechnet, aber das...?
In einem Bruchteil einer Sekunde wurde er herumgewirbelt und gegen die Tür gedrückt.
„Ich fordere die Bezahlung meiner Leistung gerne im voraus, ich hoffe du hast damit kein Problem."
„Du verlierst auch keine Zeit, oder?"
Das war eine der Situationen, in der er eigentlich nicht geraten wollte. Auch wenn man es ihm vielleicht nicht glaubte, hatte er diesbezüglich noch keinen Kontakt zum anderen oder gleichen Geschlecht gehabt. Und eigentlich hatte er es in nächster Zeit auch nicht vorgehabt.
„Sag bloß, du hast Angst?"
Kizami fuhr mit seiner freien Hand über seinen Körper und stoppte erst, als er den Bund seiner Hose erreicht hatte.
„Weißt du, in dieser Welt macht es keinen Unterschied, ob du lebst oder stirbst, also sollten wir das hier genießen..."
