Kapitel 9

Nachdem Izaya endlich wieder auf die Beine gekommen war, hatten sie sich auf den Weg zurück in das andere Gebäude gemacht.

Für den Moment konnte er auf Kizami´s Hilfe zählen, aber er wusste, dass er ihm bei der nächsten Gelegenheit in den Rücken fallen würde. Aber diesmal würde er sich nicht noch einmal so demütigen lassen.

Normalerweise war das zwar nicht seine Art, aber diesmal gab es keine andere Möglichkeit. Er würde Kizami töten müssen. Dieser Kerl war unberechenbar und wenn er es nicht tat, würde er wohl selbst getötet werden…

Er müsste nur auf einen günstigen Moment warten.

„Er ist nicht hier…" war Kizami´s erster Kommentar, als sie wieder nach draußen traten.

Trotzdem traute Izaya dieser vermeintlichen Sicherheit nicht über den Weg. Dieser Typ würde sicherlich noch hier irgendwo in er Nähe sein…

Und dann wurde plötzlich die Tür hinter ihnen geöffnet.

„Das ist doch vollkommen unmöglich!"

Dieses Monster mit dem Vorschlaghammer war mit ihnen im selben Gebäude gewesen?!

„Wir müssen hier verschwinden!"

Ach Kizami schien in diesem Moment der letzte Rest Mut verlassen zu haben. Wenigstens war der Weg zu der anderen Tür frei, so dass sie ungehindert ihren Weg fortsetzen konnten.

Izaya fluchte leise, als sie hinter sich die Tür verbarrikadiert hatten.

Hätte er das von Anfang an gewusst, hätte er sich niemals auf diesen Deal mit Kizami eingelassen.

Aber jetzt war es zu spät, sich darüber Gedanken zu machen. Wer wusste schon, was ihnen hier noch über den Weg lief. Und vielleicht würde er seine Hilfe doch noch einmal benötigen.

Jedenfalls so lange sich die Sache von vorhin nicht wiederholte…

Mit dem nötigen Abstand setzte er sich wieder in Bewegung.

Da sie in dem anderen Gebäude nicht fündig geworden waren, lag die Vermutung nahe, dass Izaya hier irgendwas übersehen haben musste.

Und so sehr ihm diese Anschuldigung auch wurmte, lag Kizami in dieser Sache wohl richtig.

Irgendeinen Anhaltspunkt musste es geben! Und vielleicht würden sie zu zweit diesen auch finden.

„Ich würde vorschlagen," begann Kizami, als sie den Eingangsbereich der Schule erreicht hatten, „ dass wir uns aufteilen. Jeder übernimmt einen Teil und sobald jemand etwas gefunden hat, meldet er sich bei dem anderen."

Izaya stimmte dem zu.

Zwar wäre es bestimmt sicherer gewesen, wenn sie sich nicht trennten, aber er wagte es nicht, diesem Kerl den Rücken zuzukehren.

„Dann übernehme ich den Westteil und du schaust dich im Ostteil um."

Mit diesen Worte ging er los.

Izaya wandte sie sich in andere Richtung. Hoffentlich würde er jetzt bei nochmaligem Suchen etwas finden. Und eins wusste er ganz genau:

Kizami würde er darüber nicht in Kenntnis setzen!