Kapitel 12

Der Eingangsbereich war immer noch verlassen, was ihm kurzzeitig ermöglichte, sich etwas umzusehen. Er hatte keine Ahnung, wo dieses Herz versteckt sein konnte, aber sicherheitshalber drehte er jeden Stein einzeln um.

Doch es schien nicht hier versteckt zu sein…

Er wusste, dass der nächste Ort, den er zu durchsuchen hatte, der war, an dem sich Kizami gerade aufhielt. Erwischt werden wollte er zwar nicht, aber er musste einfach schauen, wie weit er kam…

Im Notfall konnte er immer noch behaupten, dass er nach ihm gesucht hatte.

Bevor er jedoch anfangen konnte zu suchen, kam ihm Kizami bereits entgegen. Wie es schien hatte auch nichts finden können.

„Hier gibt es überhaupt nichts…Am besten versuchen wir es woanders…"

Er wirkte wirklich bedrückt, aber Izaya wusste, dass er gut daran tat, ihm kein Wort zu glauben, dass aus seinem Mund kam.

Es gab in diesem Stockwerk noch einen weiteren Bereich und genau dort wollten sie hin. Izaya erinnerte sich, dass er auch schon dort gewesen war, allerdings war er nicht sonderlich weit gekommen, da der Fußboden ab einem bestimmten Punkt einfach aufgehört hatte. Und da er nicht vorhatte, in irgendein bodenloses Lock zu stürzen, war er wieder ungekehrt.

Doch diesmal war es anders. Der Boden war wieder da und sie konnten endlich den Flur entlag.

Es musste etwas mit den Geistern zu tun haben, vermutete Izaya, als er sich umsah.

Eins wusste er jedoch. Das Krankenzimmer würde er diesmal nicht ignorieren, denn seine Kopfschmerzen waren inzwischen so stark, dass er unbedingt etwas dagegen unternehmen musste. Hoffentlich fand er dort etwas…

Aber vorher…

„Was ist das für ein widerlicher Gestank?"

Beide hielten sich unweigerlich die Nase zu.

„Riecht als würde irgendwas verwesen…" meinte Kizami darauf nur und wie sie kurz darauf feststellen mussten, lag er damit gar nicht so falsch…

„Was zur Hölle…?!"

Ungläubig blickte Izaya auf die zermatschten Fleischklumpen zu ihren Füßen und danach auf das Bild, dass die Wand bot.

„Ich habe das ungute Gefühl, dass ich nicht wissen will, was hier passiert ist…" murmelte Kizami, dem zum ersten Mal wirklicher Schock im Gesicht stand.

„Am besten gehen wir weiter," schlug Izaya vor, der keine große Lust hatte hier länger zu verweilen.

„Das ist das beste…"

Sie wandten sich zum gehen, doch weit kamen sie nicht.

Hi hi hi

Ein kleines Mädchen stand vor ihnen. Von ihrem linkem Auge war nicht mehr sehr viel zu sehen und die blutige Schere, die sie in der Hand hielt, machte die Sache auch nicht sehr viel besser…