Kapitel 13

„Glaubst du, dass sie für das da hinten verantwortlich ist?" fragte Kizami.

„Ich glaube nicht, dass ich das herausfinden will…" murmelte Izaya. Sie mussten schnellstmöglich von hier verschwinden.

Es blieb nur der Weg zurück…

Langsam traten sie den Rückzug an, doch plötzlich war auch dieser versperrt. Ein anderer Geist versperrte ihnen den Weg. Dieser bot noch eine groteskere Erscheinung als das Mädchen, denn oberhalb des Unterkiefers gab es nichts mehr.

„Was machen wir jetzt? Irgendwie müssen wir an den zweien vorbeikommen!"

Der Flur vor ihnen war auf alle Fälle breit genug, dass sie an ihr vorbeilaufen konnten. Sie mussten halt nur schnell genug sein…

Izaya teilte Kizami seine Idee mit, denn der Geist konnte sich nur auf einen konzentrieren und so waren ihre Chancen höher, dass sie lebendig aus dieser Sache hervorgingen.

„Und…los!"

Sie rannten los. Izaya links und Kizami rechts und es sah wirklich so aus, als ob sie es schaffen konnten, als…

„Aaaaugh….!"

Izaya hatte nicht damit gerechnet, dass sie so schnell sein würde, denn plötzlich ergriff sie sein Fußgelenk und riss ihn zu Boden.

Gib mir meine Zunge…" zischte sie, die Klinge der Schere auf ihn gerichtet.

„Izaya!" rief Kizami, aber es war bereits zu spät. Die Schere sauste herab und bohrte sich ein paar Zentimeter tief in seinen Rücken.

„Aaaaaaaaaaahhhhhhhh!"

Der Schmerz war unbeschreiblich und es wurde noch schlimmer…

Sie zog die Schere heraus und ließ sie ein weiteres Mal herabsausen.

Es war vollkommen unmöglich, dass er es lange durchhielt. Mit letzter Kraft versuchte er wieder aufzustehen. Er nutzte den Moment, als die Schere wieder herausgezogen wurde, um sich abzustoßen und einen gewissen Abstand zu sich und den Geistern zu bringen.

Doch er hatte unglaubliche Probleme, sich vor Schmerzen auf den Beinen zu halten. Und dann wurde er plötzlich an den Armen gepackt.

„Wir müssen hier verschwinden!" hörte er noch eine Stimme, die ihm entfernt bekannt vorkam.

War das Kizami? War er wirklich zurückgekommen?

Das wäre schließlich die Gelegenheit gewesen, um sich aus dem Staub zu machen und doch war es in diesem Moment genau dieser Kizami, der ihn jetzt in den Armen hielt und verzweifelt versuchte mit ihm zusammen zu fliehen.

Was für ein Idiot, dachte Izaya, als die Ohnmacht ihn übermannte.