Kapitel 14

Bin ich tot?

Izaya bezweifelte es, denn die Schmerzen, die er momentan spürte, waren viel zu stark, als das er sie sich einbilden konnte…

Langsam öffnete er die Augen und blickte auf weiße Laken.

Ein Bett? Wie ist er hierher gekommen?

„Wie geht es dir?"

Dort an der Bettkante saß Kizami und wirkte recht erleichtert.

Ungläubig blickte Izaya ihn an. Er konnte es nicht glauben, erst hatte ihm bei der Flucht geholfen und nun hatte er sich auch noch um seine Wunden gekümmert?!

„Warum?"

Er verstand die Welt nicht mehr. Dieser Kerl war doch sein Feind, oder etwa nicht…?

„Heh, ich soll dir doch helfen oder nicht? Oder erinnerst du dich nicht mehr an unsere Abmachung?"

War das wirklich der einzigste Grund? Und außerdem ging es dabei doch nur um den Hausmeistersohn. Eigentlich hatte das nichts damit zu tun…

„Doch, ich erinnere mich…" antwortete er trotzdem. Er wusste nicht, was für Spiel Kizami jetzt spielte, aber es war äußerst verdächtig.

„Gut. Weißt du, du hast wirklich verdammtes Glück gehabt. Soweit ich das einschätzen kann, hat dieser Geist deine lebenswichtigen Organe verfehlt, auch wenn wir trotzdem vorsichtig sein müssen, da sie sich immer noch entzünden können.

Außerdem wirst du mit dem Fuß auch nicht weit kommen. Ich habe es zwar gekühlt, aber die Schwellung ist nur merklich zurückgegangen.

Inzaya setzte sich vorsichtig mit Kizami´s Hilfe auf und blicke an sich hinab.

Das Fußgelenk war geschwollen und einige Blutergüsse zierten ihn genau an der Stelle, wo ihre Hand ihn berührt hatte.

Das hatte ihm gerade noch gefehlt. Denn jetzt war er vollkommen auf Kizami angewiesen, ob er es nun wollte oder nicht. Außerdem war es vollkommen unmöglich nun nach dem Herzen zu suchen, außer er weihte seinen Gegenüber darin ein.

Aber er hatte es diesem Geist versprochen…

Er saß in einer Zwickmühle und er hatte keine Ahnung, wie er da wieder rauskommen sollte.

So etwas konnte auch nur ihm passieren…

„Am besten ruhst du dich noch ein wenig aus," sagte Kizami dann, „Ich schaue mich in der Zeit noch ein wenig um. Vielleicht finde ich was."

Und damit war Izaya wieder allein.

Er hoffte, dass dieses Krankenzimmer wenigstens sicher war, denn so langsam hatte er wirklich genug von all diesen Geistern!