Kapitel 15
Irgendetwas stimmte nicht mit diesem Krankenzimmer…
Er konnte nicht genau sagen woran es lag, aber empfand es als vollkommen unmöglich, hier auch nur eine Minute Ruhe zu finden.
Es war wie eine unsichtbare Gefahr…
Unter diesen Umständen wäre er auf dem Flur wahrscheinlich besser aufgehoben.
„Ich hoffe ich drehe nicht durch, bevor dieser Kerl wieder hier ist…" murmelte er und drehte sich auf die Seite und versuchte die Augen zu schließen, vielleicht bildete er sich die ganze Sache auch nur ein.
Doch so schnell, wie er sie geschlossen hatte, riss er seine Augen wieder auf. DAS hatte er sich jetzt wirklich nicht eingebildet.
Er blickte auf den Schreibtisch, wo die Seiten des Tagebuchs von einer unsichtbaren Hand umgeblättert wurden und dann setzte ein Stift an und begann zu schreiben.
Okay, dass war jetzt wirklich genug!
Izaya setzte sich so schnell es ging auf. Keine Minute länger würde er in diesem verfluchten Raum bleiben, verletzt oder nicht!
Er verzog leicht sein Gesicht vor Schmerz, als sein verletzter Fuß den Boden berührte, aber die paar Meter bis zur Tür würde er die Zähne zusammenbeißen müssen.
„Was ist das jetzt?"
Das Licht begann zu flackern und ging dann vollständig aus.
Er rechnete schon mit dem schlimmsten, doch nach ein paar Sekunden ging es wieder an. Und doch war etwas anders. Er brauchte sich nicht umzudrehen um zu wissen das er nicht mehr allein war. Der eiskalte Atem in seinem Nacken war Beweis genug.
Bevor er jedoch reagieren konnte hatte sich schon etwas begonnen sich um seinen Hals zu wickeln. Es waren Haare! Lange schwarze Haare, die nun auch versuchten sich durch seinen Mund zutritt zu verschaffen.
Aber diesmal war Izaya vorbereitet. Er zückte sein Klappmesser und schaffte es in kürzester Zeit, die Schlinge zu durchtrennen und sich zu befreien.
Er hastete zur Tür und flüchtete sich auf den Gang. Hoffentlich würde dieses Ding ihm nicht hierher verfolgen…
Doch dies schien nicht der Fall zu sein, als er dort eine Weile stand und nach Atem rang. Das war inzwischen das dritte mal gewesen, dass ihn diese Geister fast umgebracht hatten. Noch einmal würde es ihm seiner derzeitigen körperlichen Verfassung sicherlich nicht gelingen… Und das machte ihm ehrlich gesagt hatte schreckliche Angst. Er wollte hier nicht sterben.
Als er seinen Fuß nicht mehr belasten konnte, ließ er sich auf den Fußboden sinken. Wenn es nicht anders ging, würde er halt hier auf Kizami warten müssen…
