Kapitel 17
Als er die Augen öffnete, spürte er sofort, dass er nicht mehr alleine war. Jemand saß neben ihm.
Also hatte er es sich doch nicht eingebildet...
Er öffnete die Augen und blickte in das verschlafene Gesicht von Kizami. Hatte dieser Kerl etwa die ganze Zeit hier gesessen und auf ihn aufgepasst?
„Ich weiß zwar nicht, warum du unbedingt hier draußen ein Nickerchen einlegen musstest, aber ich hoffe, du bist jetzt fit genug, dass wir unseren Weg endlich fortsetzen können."
Mit ein wenig Hilfe seines Gegenübers schaffte es Izaya wieder auf die Beine zu kommen.
Der Schmerz war immer noch unerträglich, aber er würde die Zähne zusammen beißen müssen.
„Wenn´s nicht mehr geht, sagst du bescheid, okay?"
Dieser „neue" Kizami war ihm noch immer ein Rätsel. Machte er sich nun wirklich Sorgen um ihn oder hegte er nur wieder irgendeinen hinterhältigen Plan? Izaya wusste nicht mehr, was er glauben konnte und was nicht...
„Hier im Erdgeschoss scheint es nichts weiter zu geben, am besten versuchen wir es einen Stock höher."
Izaya erinnerte sich.
Das war der Ort, an dem er begonnen hatte, dort oben war jedoch nichts... Warum sollte es jetzt anders sein?
Kizami ignorierte jedoch seine Bedenken und zog ihn mit hoch.
Der Fußboden ging nicht sonderlich weit und es war unmöglich zu erkennen, ob es dort hinten irgendwo weiterging.
„Sackgasse..." kommentierte es Izaya nur.
Das war der letzte Ort, den sie noch nicht durchsucht hatten...Und was sollten sie jetzt tun?
„Das war´s dann wohl..."
Kizami setzte sich auf einen der Stühle des verlassenen Klassenraum, den Kopf in seinen Händen vergraben.
Jetzt hatten sie wirklich ein Problem...
„Scheint als ob es wirklich keinen Weg hier raus gibt..."
Izaya wollte jedoch nicht so einfach aufgeben. Es musste doch noch eine andere Möglichkeit geben...
„Da fällt mir ein...Was trägst du da eigentlich in deiner Tasche mit dir rum?"
Ihm war schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass Kizami diese Tasche nicht aus den Augen ließ. Es musste also etwas wichtiges dort drin sein...
„Die? Die habe ich vorhin in der Nähe des Krankenzimmers gefunden, aber sie schein leer zu sein..."
„Leer?"
Sie sah überhaupt nicht leer aus...
„Darf ich mal?"
Kizami reichte ihm die Tasche und Izaya begann darin herumzuwühlen doch auf den ersten Blick schien sie wirklich leer zu sein.
„Hm?"
Seine Finger streiften über einen Reisverschluss, den er vorher nicht gesehen hatte.
„Ich glaube, ich habe was gefunden..."
Er zog ihn auf und entdeckte ein kleines blutdurchtränktes Säckchen.
„Das ist doch nicht etwa...?"
